Das haben Spam-Mails mit Dosenfleisch zu tun

Der Grund, warum unerwünschte Werbemails heute „Spam“ heißen, liegt in einem berühmten Comedy-Sketch der britischen Komikergruppe Monty Python aus dem Jahr 1970.
 
In diesem Sketch (bekannt als „Spam-Sketch“) besucht ein Ehepaar ein Café, in dem auf der Speisekarte praktisch jedes Gericht das Dosenfleisch SPAM enthält (z. B. „Ei und Spam“, „Spam, Ei und Spam“, „Spam, Spam, Spam, Speck und Spam“). Als die Kundin erklärt, dass sie kein Spam mag, wird sie von einer Gruppe Wikinger im Café lautstark niedergesungen, die ununterbrochen „Spam, Spam, Spam, Spam... herrliches Spam, wundervolles Spam“ chanten. Das Wort „Spam“ wird so oft und so penetrant wiederholt, dass jede normale Konversation unmöglich gemacht und die Speisekarte komplett damit überflutet wird.
 
Als in den Anfangstagen des Internets (insbesondere in den 1980er- und frühen 1990er-Jahren) die ersten Nutzer begannen, Chaträume und Newsgroups mit massenhaften, identischen und unerwünschten Werbebotschaften zu überfluten, fühlten sich die Internetpioniere an genau diesen Sketch erinnert: Die Nachrichten waren aufdringlich, wiederholten sich ständig und verdrängten die eigentliche, sinnvolle Kommunikation.
 
So wurde der Name des Dosenfleischs über den Umweg der britischen Satire zum weltweiten Begriff für digitalen Datenmüll.
 
 

Vor 100 Jahren, 1926, wurde Spam als „Hormel Ham“ erstmals hinter Blech gepresst. "Spam" ist der Markenname für Dosenfleisch der amerikanischen Firma Hormel Foods. Es wird angenommen, dass "Spam" die Kurzform von "spiced ham" – gewürzter Schinken – ist. Offiziell bestätigt hat die Firma aus dem US-Bundesstaat Minnesota das nie.