Der Vincketurm an der Hohensyburg

An der Hohensyburg befindet sich der Vincketurm, ein achteckiger, neugotischer und 26 Meter hoher Aussichtsturm. Er wurde 1857 auf dem höchsten Punkt des Sybergs (244,63 m über NN) zur Erinnerung an den damaligen Oberpräsidenten Westfalens Ludwig von Vincke (1774–1844) errichtet.

 
 

---dreieck Die Ehrung Vinckes erfolgte wegen großer Verdienste um den Aufbau Westfalens nach der französischen Herrschaft während des Département Ruhr. Der Turm besteht aus Ruhrsandstein. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs wurde der Turm als Artilleriebeobachtungspunkt für die deutsche Wehrmacht genutzt. Die angreifenden Truppen nahmen daher den Turm unter Beschuss, und er wurde von Granaten getroffen. 1955 wurde der Turm restauriert und wiederhergestellt. Nach dem Jahrhundertorkan "Kyrill" im Jahre 2007 war der Vincketurm wegen Schäden am Mauerwerk rund viereinhalb Jahre geschlossen. Nach aufwendigen Sanierungsarbeiten ist er seit 2011 wieder begehbar.

 
Neugotischer Vincketurm
 

Eine Burg zur Sicherung von Sachsens Grenzen

775 nahm Karl der Große die strategisch günstig auf einem Plateau oberhalb des Ruhrtals gelegene sächsische Wallanlage und Burg ein. Er nutzte die Festung zu Verteidigungszwecken, gründete dort eine Kirche und legte am Flussübergang unterhalb der Anlage einen Reichshof an. Von dieser »Kernburg« haben sich Teile des Walls und des Grabens erhalten.
Um 1100 entstand eine Steinburg auf dem Gelände, etwa gleichzeitig mit der jetzigen Kirche und weiteren Burgen entlang der Ruhr, zur Grenzsicherung des sächsischen Gebiets. Die Syburg diente besonders zur Sicherung des Ruhrübergangs bei Westhofen. Die Befestigung verlor jedoch im 14. Jahrhundert an Bedeutung und wurde im 17. Jahrhundert zerstört. Als Überreste sind Teile des Wohnhauses und des Bergfrieds geblieben.

Auf dem selben Plateau auf dem höchsten Punkt des Sybergs wurde 1857 der Vincketurm errichtet. Es handelt sich um einen achteckigen, 26 Meter hohen Aussichtsturm aus Ruhrsandstein, der in neugotischen Formen gestaltet wurde. Er ist benannt nach Ludwig Freiherr von Vincke (1774–1844), der ab 1810 Eigentümer der Syburg war. Vincke war erster Oberpräsident der 1815 geschaffenen preußischen Provinz Westfalen. Im Zweiten Weltkrieg nutzte die Wehrmacht den Turm als Artilleriebeobachtungspunkt. Die alliierten Truppen nahmen daher den Turm unter Beschuss und beschädigten ihn schwer. 1955 wurde er rekonstruiert.

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