Schwesternpark Witten

Der Schwesternpark zählt zu den ältesten Grünanlagen der Stadt Witten und gilt als Oase der Ruhe und Erholung. Zusammen mit der einzigartigen Floristik und dem Netz von Wasserstellen, die sich durch den ganzen Park erstrecken, bildet er eine Zusammenkunft verschiedenster Landstriche aus ganz Deutschland. Der Park wurde nach den Entwürfen und unter der Leitung des Rektors der Wittener Feldschule, Adolf Schluckebier (1860 bis 1951) errichtet. Er nahm sich ab 1906 zum Ziel, verschiedene Landstriche Deutschlands in einem einzigen Park wiederzugeben. 

Der Schwesternpark ist eines der ältesten bewusst geplanten Renaturierungsprojekte des Ruhrgebiets, denn er wurde von 1906 bis 1915 auf einem Schlackeberg angelegt. Bis Mitte der 1980er Jahre war der Park Privatgelände – für die Angestellten und Patienten des Ev. Krankenhauses. Luft, Licht, Natur als Heilmittel war ein Grundgedanke des Gründers Adolf Schluckebier. Während des Zweiten Weltkriegs, insbesondere 1944/45, wurden große Teile des Parks zerstört. Zwar übernahm von 1960 bis 1980 ein Gärtner die Pflege des Geländes, auf dem noch immer Bombenschäden auszubessern waren, danach wurden aber nur noch die wichtigsten Pflegearbeiten durchgeführt. 1985 pachtete die Stadt den Park für 30 Jahre und machte ihn 1987 der Öffentlichkeit zugänglich. Bis 1989 wurde er nach den Originalplänen rekultiviert. Sorgenkinder sind der künstlich angelegte Bachlauf und der Teich, der nur wenig Frischwasserzulauf hat. Am Parkeingang – links neben dem Krankenhaus – hängt ein informativer Wegweiser. Seit kurzem wird der Park in den Abendstunden abgeschlossen, weil Vermüllung und Vandalismus immer wieder zu Problemen führten.

Zur Geschichte

1906 - ca.1915: Planung und Anlage des Parks von Adolf Schluckebier (1800 -1951), Rektor der Feldschule in Witten, für die Schwestern des Diakonissen-Krankenhauses.

1937 - 1939: Sanierung der Wege, des Bachlaufs und teilweise Neuanlage der Pflanzung nach alten Aufzeichnungen von Rektor Schluckebier, die von der Nichte des Rektors, Luise Boecker, gesammelt und von Dr. Marianne Funke, ehemals im Krankenhaus beschäftigt, herausgegeben wurden. Die Arbeiten wurden mit Mitteln des Landes gefördert. 

Dieser entstand auf einem mit Schlacke und Schutt zugeschüttetem Gelände, welches der Rektor mit Hilfe seiner Schüler und einiger freiwilliger Helfer komplett umgestaltete. Der eigentliche Sinn dieser Grünanlage war es den Schwestern eine Erholungsmöglichkeit von ihrer schweren Arbeit zu bieten. Der Park wurde bewusst in der Gestalt von Kleinlandschaften angelegt. Dies geschah um den Schwestern das Leben innerhalb der Gemeinschaft des Mutterhauses zu erleichtern und zu vertiefen. Es sollte nämlich eine jeder der Schwestern im Park irgendwo ein Stück Anklang an die heimatliche Landschaft finden und damit einen Platz, an dem sie sich besonders wohl fühlt. Jede dieser Kleinlandschaften hat zu einer bestimmten Jahreszeit eine eigene Besonderheit. So sind zum Beispiel das Azaleental im Mai und die Hortensien-Umrahmung am Quellteich im September am schönsten. Besonders auffallend ist hierbei die gut beschichtete Tierwelt. An warmen Sommerabenden klingt aus den Grotten der zarte, porzellanartige Ruf der „Glockenkröten“. Auch auf die Vögel wirken das Wasser und das frische Grün des Schwesternparks anziehend. Regelmäßig wohnen dort der Drosselrohrsänger und gelegentlich sogar der Teichrohrsänger. Neben verschiedenen Froscharten und Goldfischen, kommen auch ab und zu Libellen zum Vorschein. Der Schwesternpark liegt in unmittelbarer Nachbarschaft des Ev. Krankenhauses. Als der Park völlig zu verwildern drohte, hat es die Stadt Witten 1985 vom Diakoniewerk übernommen und zu neuem Leben erweckt.

Die nachfolgenden Bilder entstanden in den Jahren 2014 - 2020
zu unterschiedlichen Jahreszeiten

Die sogenannte "Moostreppe"

Tiefster Punkt des Schwesternparks ist das sprichwörtliche „Tiefental“ mit einem Teich. Karl ist der zutraulichste der drei Karpfen, die darin leben. Neben den Karpfen fanden auch einige Schildkröten so den Weg in den Schwesternpark. Die Seerose vererbte ein einstiger Gärtner.

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