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Schwesternpark Witten

Der Schwesternpark zählt zu den ältesten Grünanlagen der Stadt Witten und gilt als Oase der Ruhe und Erholung. Zusammen mit der einzigartigen Floristik und dem Netz von Wasserstellen, die sich durch den ganzen Park erstrecken, bildet er eine Zusammenkunft verschiedenster Landstriche aus ganz Deutschland. Der Park wurde nach den Entwürfen und unter der Leitung des Rektors der Wittener Feldschule, Adolf Schluckebier (1860 bis 1951) errichtet. Er nahm sich ab 1906 zum Ziel, verschiedene Landstriche Deutschlands in einem einzigen Park wiederzugeben. 

Dieser entstand auf einem mit Schlacke und Schutt zugeschüttetem Gelände, welches der Rektor mit Hilfe seiner Schüler und einiger freiwilliger Helfer komplett umgestaltete. Der eigentliche Sinn dieser Grünanlage war es den Schwestern eine Erholungsmöglichkeit von ihrer schweren Arbeit zu bieten. Der Park wurde bewusst in der Gestalt von Kleinlandschaften angelegt. Dies geschah um den Schwestern das Leben innerhalb der Gemeinschaft des Mutterhauses zu erleichtern und zu vertiefen. Es sollte nämlich eine jeder der Schwestern im Park irgendwo ein Stück Anklang an die heimatliche Landschaft finden und damit einen Platz, an dem sie sich besonders wohl fühlt. Jede dieser Kleinlandschaften hat zu einer bestimmten Jahreszeit eine eigene Besonderheit. So sind zum Beispiel das Azaleental im Mai und die Hortensien-Umrahmung am Quellteich im September am schönsten. Besonders auffallend ist hierbei die gut beschichtete Tierwelt. An warmen Sommerabenden klingt aus den Grotten der zarte, porzellanartige Ruf der „Glockenkröten“. Auch auf die Vögel wirken das Wasser und das frische Grün des Schwesternparks anziehend. Regelmäßig wohnen dort der Drosselrohrsänger und gelegentlich sogar der Teichrohrsänger. Neben verschiedenen Froscharten und Goldfischen, kommen auch ab und zu Libellen zum Vorschein. Der Schwesternpark liegt in unmittelbarer Nachbarschaft des Ev. Krankenhauses. Als der Park völlig zu verwildern drohte, hat es die Stadt Witten 1985 vom Diakoniewerk übernommen und zu neuem Leben erweckt.

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