Friedhof Blumenstraße, Bochum

Der Friedhof Blumenstraße - auch Blumenfriedhof genannt - ist ein Friedhof an der Harpener Straße in Bochum-Mitte.

Die drei Flachreliefs - geschaffen von Walter Kruse (1912-1999) - an der Rückseite der Trauerhalle des Blumenfriedhofs an der Harpener Straße zeigen in abstrahierender zeichnerischer Darstellung trauernde weibliche Figuren in verschiedenen Lebensaltern, einzeln, zu zweit und in einer Gruppe. Walter Kruse wurde am 27.10.1912 in Herford geboren. Neben seiner Arbeit als Bildhauer war er als Kunsterzieher tätig, zuletzt an der Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule, bis 1973 eine reine Mädchenschule. Neben den Reliefs an der Trauerhalle des Blumenfriedhofs und der Nachschöpfung des Kuhhirten Kortebusch ist als selbständige Arbeit von Walter Kruse in Bochum eine Betonplastik vor der Hauptschule Preins Feld (1967-68) erhalten.

Die Trauerhalle auf diesem Friedhof verfügt über ca. 32 Sitzplätze. Es können Urnen- sowie auch Erdbestattungen durchgeführt werden.

Die Treppe zum Ehrenfriedhof am Friedhof Blumenstraße in Bochum.
Der Blumenfriedhof in Bochum beherbergt 398 deutsche Kriegsgräber aus dem Zweiten und 187 aus dem Ersten Weltkrieg.

Gräberfeld sowjetischer Zwangsarbeiter auf dem Blumenfriedhof

Auf dem blumenfriedhof befinden sich 307 sowjetische Zwangsarbeiter, die zwischen 1942 und 1944 dort begraben wurden. Ihre Geschichte wurde von den meisten Leuten vergessen, und genauso sah auch das Gräberfeld aus. Das Gräberfeld ist ungefähr 600 m² groß und wird von einer niedrigen Steinmauer umrahmt und ist dadurch sichtbar von den anderen Gräbern abgegrenzt. Im Grunde liegt es damit fast außerhalb des Friedhofs. Die Steinmauer ist an einer Seite zerstört und bröckelt ab. Im Gegensatz zu dem Zwangsarbeiter-Gräberfeld auf dem Bochumer Hauptfriedhof, auf dem ein Buch aus Metall aufgestellt wurde, in das die Namen aller dort begrabenen Zwangsarbeiter eingraviert sind, ist das Feld auf dem Blumenfriedhof sehr ungepflegt und unscheinbar. Es findet sich außerdem auf dem ganzen Friedhof kein Hinweis auf die Toten. Das viel größere Feld der Zwangsarbeiter auf dem Hauptfriedhof war bis 1985 auch verwildert und ungepflegt – und erst eine Gruppe von Bochumer Bürgerinnen, nämlich die „Frauen für den Frieden“, sorgte dafür, dass sich das geändert hat. 2017 sah das Gräberfeld dort aber wieder so traurig und verwahrlost aus, dass sich Mitglieder vom Bochumer Kinder- und Jugendverein um das Gräberfeld zu kümmern. Sie beschlossen, es wieder her zurichteten.

 

Der Projektkurs der Hildegardis- und Goetheschule Bochum beschloss, dass sich auch etwas auf dem Gräberfeld des Blumenfriedhofes ändern müsse. Daher pflanzten sie, als ersten Schritt in Richtung Verbesserung, am 17. November 2017 einen Zierapfelbaum in der Mitte des Areals. 2 Tage später, am Morgen des 19. November 2017, dem Volkstrauertag, wurden unter anderem 307 Grablichter (für jeden Zwangsarbeiter eines) auf dem Gräberfeld aufgestellt. Musikalisch begleitet wurde der Festakt am Volkstrauertag von Elsa Heebner, Vinícius Rosso sowie vier Musiker/innen des Schulorchesters des Hildegardis-Gymnasiums. In Kooperation mit der TBS (Technische Berufsschule) Bochum wurde das Aufstellen einer Gedenktafel auf dem Gräberfeld geplant, auf der alle 307 Namen der dort liegenden Zwangsarbeiter verzeichnet werden sollen.

---dreieck Grabstelle Generaldirektor Heinrich Koehler "Feierabend" (Denkmalnummer A692)

Zur Person: Heinrich Koehler, 11. November 1836 in Hamm geboren, gestorben am 11. Januar 1907 in Köln.

  • 1854 Maschinenbaustudium an der Bergakademie in Berlin, nach Ende des Studiums Tätigkeit bei der Preußischen Eisenbahn.
  • 1861 Anstellung als Betriebsingenieur beim Bochumer Verein,
  • 1868 Mitbegründer der Gesellschaft für Stahlindustrie, bis 1879 Anstellung im Hagener Stahlwerk Remy & Cie,
  • 1889 Gründung der Westfälischen Stahlindustrie AG. als Konkurrenzunternehmen zum Bochumer Verein.
  • 1895 Bau der Villa "Nora" als Familiensitz  in bevorzugter Lage nahe dem Bochumer Stadtpark 
  • 1904 trat er wegen eines sich verschlimmernden Augenleidens von der Leitung der Westfälische Stahlwerke AG zurück und verstarb kurz nach einer Augenoperation 1907 in Köln.

---dreieck Grabstelle Generaldirektor Heinrich Koehler "Feierabend" (Denkmalnummer A692)

---dreieck Grabanlage Wilhelm Schüpper 1854-1940  (Denkmalliste: A 675)

---dreieck Grabanlage Wilhelm Schüpper 1854-1940  (Denkmalliste: A 675)

Grabanlage Sigismund Diekamp (Denkmal A 674)         

Justizrat Sigismund Diekamp - Namensgeber der Sigismund-Diekamp-Stiftung e.V. - wurde am 20.12.1856 in Geldern geboren. †12. Dezember 1931 (Bochum). Er war maßgeblich an der Vorbereitung des Deutschen Katholikentages in Bochum 1889 beteiligt. 1905-1931 Angehöriger des Bochumer Stadtrates. Er gründete unter anderem am 9. März 1919 den Caritas-Verband in Bochum. Mitglied in den KV-Vereinen KStV Alamannia, KStV Teutonia, KStV Palatia, Katholischer Leseverein (heute KStV Askania-Burgundia) Berlin. Er war von 1905 bis zu seinem Tod am 12.12.1931 als Mitglied der Zentrumspartei Stadtverordnetenvorsteher im Bochumer Stadtrat.

Ehrenmal für die Opfer des Grubenunglücks auf der Zeche „Vereinigte Constantin der Große“

Ehrenmal für die Opfer des Grubenunglücks auf der Zeche „Vereinigte Constantin der Große“ in Altenbochum Verunglückte vom 27.11.1889

  • Aufstellungsdatum: 1889
  • Errichter: Gewerkschaft Vereinigte Constantin der Große
  • Künstler: unbekannt
  • Beschreibung: Obelisk auf verziertem Postament mit einem Relief von Hammer und Schlägel zwischen Lorbeer- und Eichenblattzweig
  • Inschriften: Vorderseite: „Den am 27. November 1889/ auf ihrem Schachte II/ verunglückten Bergleuten/ Zum ehrenden Angedenken/ Die Gewerkschaft/ Ver. Constantin der Große“
  • An zwei Seiten: Namen
Ehrenmal für die Opfer des Grubenunglücks auf der Zeche „Vereinigte Constantin der Große“
Ehrenmal für die Opfer des Grubenunglücks auf der Zeche „Vereinigte Constantin der Große“
Ehrenmal für die Opfer des Grubenunglücks auf der Zeche „Vereinigte Constantin der Große“
Hochkreuz, neugotisches Sandsteinkreuz aus dem Jahr 1884

---dreieck Rechts: Grabanlage Carl Bollmann
Carl Bollmann (* 21. März 1833 in Berlin; † 31. Dezember 1891 in Bochum) war Oberbürgermeister von Bochum. Er war zunächst in Frankfurt (Oder) tätig und wurde 1877 Oberbürgermeister in Bochum. Er war das erste Stadtoberhaupt mit dem Titel eines Oberbürgermeisters. Er blieb bis zu seinem Tod 1891 im Amt. 1891 war er für den Wahlkreis Bochum-Stadt Mitglied im Provinziallandtag der Provinz Westfalen. Sein Grab auf dem Friedhof Blumenstraße steht unter der Nummer A 667 seit dem 5. Dezember 2013 unter Denkmalschutz.

 

---dreieck Links: Grabanlage Karl Lange, ehem. Bürgermeister der Stadt Bochum
Sein Grab auf dem Friedhof Blumenstraße steht unter der Nummer A 668 unter Denkmalschutz.

Denkmäler erinnern an die Grubenunglücke auf Zeche Constantin 1889 und Zeche Prinz von Preußen 1889.

Ehrenmal für die Opfer des Grubenunglücks auf der Zeche „Prinz von Preußen“ in Altenbochum Verunglückte vom 25.7.1895

  • Aufstellungsdatum: 1895
  • Errichter: Harpener Bergbau AG
  • Künstler: H. Ochs (Dortmund)
  • Beschreibung: Obelisk auf Postament Über der Inschrift sind Hammer und Schlägel eingemeißelt.
  • Inschrift: Vorderseite: „Ihren bei der/ Wetterexplosion/ am 25. Juli 1895/ in der Zeche/ Prinz von Preußen/ verunglückten/ Bergarbeitern/ gewidmet von der/ Harpener Bergbau/ Actien-/ Gesellschaft/ in/ Dortmund“
  • rechts und links am Sockel: je 8 Namen

Die Schlagwetterexplosion forderte 37 Menschenleben.

Ruhestätte der Familie Schlegel

Ruhestätte der Familie Wilhelm Schlegel, 1856 - 1903 und weitere Namen:

Meta Schlegel, Hans Schlegel, Gerta Schlegel.

Am Sockel und seitlich eines schweren Granitobelisken.

Bez. F. Hofmeister Frankfurt am Main

Zu den Personen:

 

Hermann und Wilhelm Schlegel. Söhne von Johann Joachim Schlegel, der 1854 die Schlegel-Brauerei in Bochum gründete. 1890 Tod von Johann  Joachim Schlegel, Übernahme des Familienunternehmens 1885 durch Wilhelm Schlegel und seinen Bruder Hermann. Gemeinsame Leitung des Betriebes bis 1897/98, 1899  Umwandlung der Brauerei in eine Familien-Aktiengesellschaft Brauerei Schlegel AG. Vorstandsvorsitzender des Unternehmens.

 

Die Bierbrauerei Schlegel wurde am 1. Mai 1854 vom fränkischen Brauermeister Johann Joachim Schlegel an der Alleestraße gegründet. Der Brauereigründer war zuvor als Braumeister im Haus Overdyck tätig. Im Jahre 1899 wurde das Unternehmen unter Führung der Brüder Wilhelm und Hermann Schlegel in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Den Vorstand übernahm Wilhelm Schlegel, den Vorsitz des Aufsichtsrats Generaldirektor Gustav Frielinghaus. Im Jahr 1900 war die Schlegel-Brauerei mit einer Bierproduktion von 78.540 hl die zweitgrößte Bochumer Brauerei nach der Viktoria-Brauerei (101.647 hl). Nach dem Tod von Wilhelm Schlegel am 31. Juli 1903 übernahmen ab 1. August 1908 das Vorstandsmitglied Hans Harrer sowie der Braumeister und spätere technische Direktor Karl Jung die alleinige Leitung.

Am 14. September verstarb Hermann Schlegel, der letzte der beiden Söhne des Gründers.

Grabstätte Familie Ernst Maaß

Grabstätte der Familie Heincke

Adele, Carl, Alexander, Käthe und Heinrich Heincke

Grabmahl Geheimrat Dr. Karl Loebker

Die Deutschen Aerzte ihrem grossen Fuehrer Geheimrat Dr. Karl Loebker, 15.9.1854 - 9.10.1912

Ehrengrab Carl Loebker 1854 - 1912. Leicht trapezförmige Stele mit Bildnis-Medaillon. Auf breitem Sockel. An der Deckplatte DIE DEUTSCHEN AERZTE IHREM GROSSEN FUEHRER GEHEINIRAT DR. KARL LOEBKER.

Zur Person:

  • Geheimrat Dr. Carl Loebker
  • in Coesfeld am 15.September1854 geboren, gestorben am 09.10.1912
  • 1879 Assistent an der Gynäkologischen Klinik in Greifswald
  • 1882 habilitiert und Privatdozent an der Universität in Greifswald
  • 1890 als Leiter an das erste, auf Grund des Unfallversicherungsgesetztes von der Knappschafts-Berufsgenossenschaft (Sektion II) errichtete Krankenhaus "Bergmannsheil" zu Bochum berufen (1890 -1913)
  • 1906 Ernennung zum Medizinalrat

Grabmahl des königlichen Polizeipräsidenten und Landrats des Kreises Bochum Karl Gerstein

Diese Denkmal widmete ihrem genialen Gründer und Förderer in dauernder Ehrung und Dankbarkeit ....

Hier ruht in Gott nach arbeitsreichem und gesegnetem Leben der königliche Polizeipräsident und Landrat des Kreises Bochum Karl Gerstein, geboren am 10. Januar 1864 in Rietberg-Westfalen, gestorben am 19. Juni 1924 in Tübingen. Seine Werke sprechen für ihn. Seit letztes Wort war: Behaltet die Menschen lieb.

Gerstein
Gerstein

Grabstätte Fritz Graff

Ihrem Ehrenbürger Fritz gRaff der als Oberbürgermeister die Geschicke der Stadt von 1900 bis 1925 leitete, gewidmet von der dankbaren Stadt Bochum

Ruhestätteder Familie Friedrich Knepper

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