Rausfahren, wenn andere reinkommen: Die Seenotretter
Ihre Spende hält uns auf Kurs. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist einer der modernsten Seenot-Rettungsdienste der Welt. Wir finanzieren unsere Arbeit ausschließlich durch Spenden und freiwillige Zuwendungen. Als Seenotretter sind wir auf Nord- und Ostsee bei jedem Wetter mit einer Flotte von 60 Seenotkreuzern und Rettungsbooten rund um die Uhr einsatzbereit.
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Alstertour:
Fleetenkieker, St. Georg, Alsterschwan und Co.

Die Haupt-Schiffsanlegestelle der Alsterschifffahrt in Hamburg ist der Anlegesteg Jungfernstieg an der Binnenalster. Hier am Jungfernstieg zwischen der Hamburger Altstadt und Neustadt beginnen grundsätzlich alle Bootsfahrten, Bootstouren, Schifffahrten, Schiffstouren und Schiffsausflüge der Binnenalsterschifffahrt und Alster-Kreuzfahrten der Alsterschiffe auf die Außenalster und die sich anschließenden Kanäle, die Hamburg durchziehen. Bei einer Schifffahrt auf der Alster genießt man die traumhaften Hamburg-Perspektiven von Bord des ältesten und einzig echten Alsterdampfers. Auf dem Dampfschiff „St. Georg“ von 1876 bleibt die alte Zeit lebendig. Originalgetreu restauriert und geführt wie einst mit drei Mann Besatzung: Kapitän, Maschinist und Condukteur.

Niveauvolles Shopping mit Blick auf die Alster: Seit einigen Jahren erstrahlt der Jungfernstieg, der seinen Namen den einst zum Spaziergang ausgeführten Töchtern aus gutem Hause verdankt, in neuem Glanz. Das Niveau der Geschäfte am Jungfernstieg ist hoch. An der Uferpromenade der Binnenalster reihen sich Geschäfte und Kaufhäuser von hohem Rang.

Auf der Wasserseite des Jungfernstiegs befindet sich der Alsterpavillon (Alex), eines der bekanntesten Cafés von Hamburg. Der Anleger Jungfernstieg ist für die Alsterschiffe der Hauptanleger, von dem alle Linien der Alsterrund- und Sonderfahrten ausgehen.

Auf der Hamburger Reiherstiegwerft im Jahre 1876 für die Alsterreederei von H. E. Justus als „Falke“ gebaut, ist der Dampfer „St. Georg“ heute das älteste betriebsfähig erhaltene Fahrzeug des Hamburger Nahverkehrs und zugleich das älteste Dampfschiff Deutschlands. 63 Jahre lang war der Dampfer im Liniendienst vom Jungfernstieg nach Barmbek zur Von-Essen-Straße, zum Mühlenkamp und zum Winterhuder Fährhaus im Einsatz. 1911 erfolgte der Umbau zum Glattdecker sowie die Umtaufe zur „Galatea“. 1919 übernahm die Hochbahn AG den Dampfer und änderte den Namen 1936 in „St. Georg“. Nach dem Krieg fand das Schiff über Umwege in Berlin seine neue Heimat auf Havel und Wannsee, zunächst als Motorschiff „Deutschland“, später als „Planet“. Die drohende Verschrottung führte 1988 zur Rettungsidee und Gründung des Vereins Alster-Dampfschiffahrt. Die „Wiederbelebung“ gelang auf der Werft in Dresden-Laubegast. Sie gab dem Dampfer das Aussehen der 1930er Jahre zurück sowie ein neues Herz: Eine alte Zwei-Zylinder Dampfmaschine. Seit 1994 fährt das Schiff wieder als „St. Georg“ auf der Alster unter Dampf.

Sitz der Bürgerschaft (Parlament) und des Senats (Landesregierung): Das prächtige Hamburger Rathaus im historistischen Stil der Neorenaissance, 1897 errichtet. Der Turm ist 112 m hoch und damit eine markante Landmarke im Hamburger Stadtbild.

Die Idee zu der durchschnittlich 60 Meter hohen Fontäne hatte Carlheinz Hollmann, als er 1986 aus einem Flugzeug den Springbrunnen auf dem Genfersee (den Jet d’eau) sah. Hollmann schlug seinen Einfall dem Bausenator Eugen Wagner vor, der ihn an Oberbaudirektor Egbert Kossak verwies. In der Baubehörde vor dem großen Stadtmodell Hamburgs erläuterte er seine Idee und überzeugte den Pfeife rauchenden Senator letztlich mit einem gebogenen Pfeifenreiniger als Modell der Fontäne. Schnell waren Unternehmen wie Blohm + Voss als Sponsoren gefunden, und so spritzt seit dem 18. April 1987, 12 Uhr, der Alsterspringbrunnen. Die Höhe ist allerdings durch das windige Wetter in Hamburg begrenzt. Die Fontäne fand bei der Bevölkerung anfangs keinen großen Beifall, da die Binnenalster immer das „schlichte Wahrzeichen Hamburgs“ war. Mit der Zeit wurde die Fontäne aber Teil dieses Wahrzeichens. Im Winter wird aufgrund des Frostes jährlich zu Anfang November die Plattform, von der die Fontäne in die Höhe spritzt und auf der inzwischen auch mehrere Scheinwerfer installiert sind, die das hochspritzende Wasser abends beleuchten, abgebaut und über den Winter eingelagert, wobei meistens Wartungs- und Reparaturarbeiten durchgeführt werden. In der Weihnachtszeit wird sie durch eine andere Plattform ersetzt, auf der ein großer, mit Lichtern geschmückter Weihnachtsbaum inmitten der manchmal zugefrorenen Alster steht. Im Frühling wird dann die Fontäne wieder aufgebaut, so dass sie wieder von 9 bis 24 Uhr sprudelt.

Binnenalster mit Fontäne, rechts das Alsterhaus: Vom Jungfernstieg geht’s über die Binnenalster unter der Lombardsbrücke hindurch auf die Außenalster. Hamburgs schönstes Gewässer bietet einen grandiosen Blick auf das Panorama der Stadt mit ihren vielen Türmen.

Blick in Richtung Planten un Blomen und den Heinrich-Hertz-Turm

Die Lombardsbrücke (erbaut 1865 bis 1868) trennt die Außen- von der Binnenalster.

Dass die Hamburger mitten im Zentrum der Stadt segeln lernen, mit Paddelbooten fahren oder sich auf den Alsterwiesen erholen können, verdanken sie ihren Vorfahren im 12. Jahrhundert. Damals wurde das Flüsschen Alster aufgestaut, um eine Kornmühle zu betreiben. Viele Kanäle, die von der Außenalster abzweigen und an denen Trauerweiden wachsen, laden zu Bootstouren vorbei an luxuriösen privaten Wassergrundstücken ein. Zahlreiche Bootshäuser vermieten Kanus, Ruder- und Tretboote.

Blick von der Außenalster auf das Denkmal der "Drei Seeleute"
Bootshaus am Langen Zug
Bronzefigur von 1912 am Stadtparksee: Zentaur (weiblich) = Nereide, von Georg Wrba 1872-1939

Nereide: Die Zentauren standen bis in die 1930ger Jahre an der Hafeneinfahrt des Stadtcafés; als das Schwimmbad bei der Stadthalle eingerichtet wurde, bekamen die Figuren dort ihren Platz. 2004 wurden die Ufermauern nach historischem Vorbild restauriert, so dass ein direkter Zugang zu den Skulpturen wieder möglich ist.

Freibad im Hamburger Stadtpark

Mühlenkampbrücke

Die Dornheim GmbH wurde im August 1979 von Bernhard Dornheim und seinem Sohn Bernd Dornheim gegründet. Bereits vorher wurde die bestehende Bootswerft als Familienbetrieb am Winterhuder Weg (Isebekkanal) geführt. Da die Werft dort auf Grund von städtebaulichen Maßnahmen nicht bleiben konnte, wurde ein neuer Standort am Kaemmererufer (Osterbekkanal) gefunden und mit einer neuen Bootshalle bebaut. Im Laufe von 25 Jahren mussten die Geschäftsbereiche immer wieder dem Markt angepasst werden, so dass sich die Dornheim GmbH immer mehr weg vom Handwerklichen, hin zu Dienstleistungen für die Freizeitgestaltung entwickelte. Neben dem Werftbetrieb gab es die Bootslagerung und Mitte der 80er Jahre kam dann eine Vermietung von Kanus und Kajaks hinzu, wobei die Vermietungsboote allesamt auf der eigenen Werft gebaut wurden. Die Formen des „Hamburger Kanus“ und des „Alsterkanus“ wurden selbst entwickelt und auch auf dem freien Markt deutschlandweit verkauft, so dass im Wassersportbereich der Name Dornheim ein Markenname für Kanus wurde. Die eigene Flotte für die Bootsvermietung wurde auf über 200 Boote ausgebaut, so dass die Bootsvermietung Dornheim zur größten Bootsvermietung im Bereich der Alster wurde. Der Werftbetrieb musste aus wirtschaftlichen Gründen Anfang der 90er Jahre eingestellt werden, so dass das Standbein der Bootsvermietung und der Bootslagerung in den Mittelpunkt rückte. Um ein weiteres Standbein aufzubauen, eröffnete der „Kutterimbiss“ als gastronomisches Zusatzgeschäft Mitte der 90er Jahre. Untergebracht war der Imbiss in einem alten Fischkutter, der in der Mitte zersägt und dessen Bug aufrecht in den Himmel ragend aufgestellt wurde. Die Kombination aus Gastronomie und Bootsverleih wurde zu einem erfolgreichen Geschäftsmodell, das Bernd Dornheim immer weiter ausbaute. Im Jahre 2002 entstand so aus dem „Kutterimbiss“ das Café & Restaurant „Zur Gondel“.

Café Seeterrasse auf dem südlichen Anleger im Stadtparkhafen.

Paddeln im Hamburger Sommer ist ein echtes Muss unter den Freizeit-Aktivitäten. Sobald sich die Sonne ihren Weg durch die Wolken bahnt, zieht es die Menschen auf die unzähligen Wasserstraßen Hamburgs. Wer kein eigenes Boot oder Kanu hat, leiht sich eines aus.

Das Planetarium gilt als eines der Wahrzeichen des Stadtteils Winterhude und liegt unübersehbar im wunderschönen Stil des Art-Deco am Fuße der riesigen Stadtparkwiese. War der ehemalige Wasserturm einst mit 3.000 Kubikmetern Wasser gefüllt, finden heute jedes Jahr rund 350.000 Menschen aus aller Welt ihren Weg ins Planetarium. Neueste Projektionsmodelle und Lasertechniken heben seit der letzten Renovierung 2002 die Besucher zu den Sternen empor und führen sie auf raffinierte Weise in neue Welten der Wissen-schaft sowie der Unterhaltung. Hier kann man tatsächlich für eine Weile abheben und seinen Alltag hinter sich lassen. Wer mag, steigt zur Aussichtsplattform in 42 Meter Höhe hinauf und genießt den herrlichen Blick vom Hamburger Planetarium. Das Hamburger Planetarium wurde seit August 2015 umgebaut. Im Februar 2017 fand dann die Wiedereröffnung statt.

Am westlichen Ende der Ost-West-Achse steht der 1912 bis 1915 unter Fritz Schumacher nach einem Entwurf von Oskar Menzel erbaute Wasserturm (siehe Wasserturm Hamburg-Winterhude), der 1930 zum Planetarium Hamburg umgebaut wurde.

Die Barmbeker Straßenbrücke führt die Barmbeker Straße über den Goldbekkanal in Hamburg-Winterhude.

Der Goldbekkanal, ein langsam fließendes, bis 135 cm tiefes Gewässer, das ursprünglich aus dem Bach, die Goldbek, aus dem Moor bei der Fuhlsbüttler Straße und von den Winterhuder Höhen gespeist wurde. Die Wortbedeutung der Goldbek beruht auf "Gol" für Schmutzwasser und Morast. Die Alsterkanäle dienten ursprünglich vor allem als Überlauf für das alte Sielsystem. Bei starken Regenfällen floss das Wasser über sie in die Alster ab. 1914 wurde der Goldbekkanal bis zum Stadtpark ausgebaut, um weitere Fabriken in Winterhude zu versorgen. 1915 wurde der Kanal mit dem Barmbeker Stichkanal verbunden, der zum Kohletransport für das 1907 gebaute Kraftwerk der Hamburger Hochbahn diente. Um 1924 wurde auf dem Goldbekkanal für den Personentransport für Großveranstaltungen in der Stadthalle am Stadtpark ein Barkassen-Pendelverkehr zwischen Mühlenkamp und der Stadthalle eingerichtet. Zu beiden Seiten der Stadthallenbrücke wurden im Kanal geräumige Steganlagen gebaut, die noch heute existieren. Ein Anleger war zum Einsteigen und der andere zum Aussteigen vorgesehen, da nicht an Bord, sondern am Steg kassiert wurde. Zum Wenden der Barkassen wurde in diesem Bereich der Kanal verbreitert und erhielt den Namen Stadtparkhafen. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde der Barkassenverkehr eingestellt. Nach dem Krieg, die Stadthalle war ausgebrannt und wurde später abgerissen, wurde der Barkassenbetrieb nur noch einmal in 1965 für einige Monate aufgenommen. Am Ufer des Kanals sind heute noch einige Schiffswerften ansässig, die auch Bootslagerung und einen Bootsverleih betreiben.

Vorbei an den schönen Villen Hamburgs: Die Fahrt durch die Alster-Kanäle zeigt Hamburg von der geheimnisvollen Seite. Gepflegte Villen mit versteckten Parkanlagen, luxuriöse Lofts, aber auch urige Schrebergärten und urwüchsige Uferpartien gleiten an den Bootsgästen zum Greifen nahe vorüber. Nur wenig entfernt von der Innenstadt erlebt man die grüne Idylle der alsternahen Wohngebiete. Die Kanalfahrt wird für verschiedene Strecken angeboten.

Wunderschöne Fahrten auf den Alsterläufen und der Alster mit einer original venezianischen Gondel. Ina Mierig ist nicht nur die einzige Gondoliera in Deutschland, sondern auch die Einzige, die die Befähigung eine Gondel zu führen in Venedig erworben hat.

Binnenalster mit 5-Sterne Hotel “Vier Jahreszeiten“

Herbst an  der Binnenalster

Schwimmende Figur auf der Außenalster von Stephan Balkenhol

 

Aufrecht steht er da, die Hände in die Hüften gestützt, den Kopf erhoben, den Blick in die Ferne gerichtet. Ein Mann wie viele; ­ durchschnittliche Größe, mittleres Alter, schwarze Hose, weißes Hemd: All dies wirkt vertraut, gewöhnlich und doch zieht die hölzerne Menschengestalt die Blicke der Passanten unweigerlich auf sich. Denn der Mann, der so völlig gelassen und selbstverständlich auf einem circa 40 Zentimeter hohen Sockel thront, hat keinen festen Boden unter den Füßen. Er treibt auf einer schwankenden Boje nahe der Gurlitt-Insel mitten im Wasser der Alster. Der deutsche Bildhauer Stephan Balkenhol hat ihn aus einem Eichenstamm gearbeitet, ebenso wie drei weitere, fast identische Figuren. 1993 haben diese "Vier Männer auf Bojen" Position bezogen: Auf der Außenalster, der Süderelbe in Harburg, im Serrahn in Bergedorf und in der Elbe nahe des Museumshafen Övelgönne treiben sie im Wasser; von November bis März werden sie eingeholt. Auf den ersten Blick unterscheiden sich die vier Figuren nur durch die Haltung ihrer Hände. In Aussehen, Größe und Kleidung, vor allem aber in ihrer grenzenlosen Gelassenheit, ihrer stoischen Ruhe sind sie gleich. Keine Gefühlsregung ist ihren Gesichtern abzulesen.

 

Weitere Informationen zu Stephan Balkenhol finden Sie hier.

Schwanenwikbrücke an der Außenalster

Die Schwanenwikbrücke befindet sich am Ostufer der Außenalster bei Einmündung der Wandse auf der Grenze zwischen den Stadtteilen Hohenfelde und Uhlenhorst. Über die Brücke führt die Straße „Schwanenwik“. Die Fachwerkbogenbrücke wurde von 1874 bis 1878 nach Plänen von Franz Andreas Meyer erbaut. Sie hat eine Spannweite von 26 Metern bei einer Gesamtlänge von 55 Metern. Das Bauwerk verfügt über zwei Widerlager aus Granit, die jeweils einen Gewölbedurchgang für Fußgänger bieten. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Durchgänge zugemauert und als Luftschutzbunker genutzt; in den Folgejahren wurden sie nahezu vollständig verschüttet. Zwischen 1976 und 1980 wurde das Bauwerk saniert und umgebaut. Dabei wurde das ursprüngliche äußere Erscheinungsbild wieder hergestellt. Bogen aus Stahlbeton ersetzten die mittleren Träger aus Eisenfachwerk. Erneuert wurden auch die Gänge in den Widerlagern und das mit Rankenblättern verzierte Geländer. Zudem erhielt die Brücke acht statt zuvor 15 neue Kandelaber, die jeweils paarig angeordnet sind, wobei die neuen Leuchten den Ursprünglichen nachempfunden wurden, diesen jedoch nicht entsprechen. Seit der Sanierung hat die Brücke eine Tragkraft von 60 Tonnen (zuvor 30 Tonnen). Sie ist heute eine der ältesten erhalten gebliebenen Eisenkonstruktionen Hamburgs und steht unter Denkmalschutz.

Schwanenwikbrücke, im Hintergrund die Mundsburger Brücke mit der Spanischen Treppe

Als Verbindungsstücke zwischen Uhlenhorst und Hohenfelde wurde die "Mundsburger Brücke" im Jahre 1871 in Betrieb genommen. Sie überquert den Mundsburger Kanal und ist gleichzeitig die Straße "Mundsburger Damm". Von diesem Fotospot aus kann man, besonders im Sonnerhalbjahr, schöne Bilder (in Richtung Fernsehturm) von Sonnenuntergängen machen.

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