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Pfarrkirche St. Paul in Passau

Die Stadtpfarrkirche St. Paul ist die älteste Pfarrkirche von Passau. Die erste Kirche wurde bereits um 1050 dem hl. Paulus geweiht. Nach der Zerstörung bei Bränden 1512 und 1662 entstand 1678 der jetzige Bau.  Am Paulusbogen, dem Nordtor zur Altstadt, führt eine Freitreppe zu der in Creme und Rosa gegliederten, eintürmige Kirche hinauf.

Baumeister ist Carlo Antonio Carlone. Der ursprüngliche, sehr flache Turmhelm des 17./18. Jahrhunderts wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch einen hohen Spitzhelm ersetzt. Dieser wurde 1950 wegen angeblicher Baufälligkeit abgetragen und nur mit etwa einem Drittel Höhe wieder aufgebaut. Seither ist der Turm nach dem Dom nur der zweithöchste Kirchturm Passaus.

 
 
 
 
 
 
 

▲ Eine überdachte und mit Grabplatten verzierte Treppenstiege führt hinauf zum verzierten Portal, über dem in einer Nische die goldfarbene Statue des Heiligen Paulus, dem Namensgeber der Kirche, steht.

 
 
Paulusbogen, ehemaliges Stadttor integriert in die Nordseite der Katholische Stadtpfarrkirche St Paul, Rindermarkt 1
 
 

Einst Stadttor: der Paulusbogen. Direkt an die Kirche schließt sich der Paulusbogen an, das älteste erhaltene Stadttor Passaus. Zur Römerzeit stellte der Paulusbogen den einzigen Zugang zur Stadt dar.

Als Tor zwischen Fußgängerzone und Altstadt gilt die zartrosa-cremeweiße Stadtpfarrkirche St. Paul. Schon 1050 stand an gleicher Stelle eine Kirche, die dem Heiligen Paulus geweiht war. Der heutige Baubestand stammt aus den Jahren 1667 bis 1678. Einst mit abgeflachtem Dach, erhielt der Turm seine Spitze erst im 19. Jahrhundert. Vor einer Renovierung im Jahr 1950 war das Spitzdach dreimal so hoch wie jetzt.

 

Der Paulusbogen wäre 1901 beinahe als Verkehrshindernis abgebrochen worden, dies konnte aber verhindert werden.

2008 wurde der Paulusbogen einer gründlichen Sanierung unterzogen. Eine solche war schon seit längerem dringend notwendig geworden, denn der durch den Torbogen führende Autoverkehr hat dem Paulusbogen zugesetzt, Spritzwasser und Streusalz haben ihr Übriges getan. Die Kosten teilten sich die Pfarrkirchenstiftung St. Paul, das Bischöfliche Ordinariat und die Stadt Passau. Bei der Sanierung wurde der Sockelputz auf einer Höhe bis 1,50 Meter abegschlagen und neu aufgezogen sowie schadhafte Stellen im Deckenbereich ausgebessert. Die Malerarbeiten rundeten die Maßnahme ab.

 

Innenraum

Im Innenraum heben sich die schwarzen, vergoldeten Altäre und die ebenso gefärbte Kanzel von den hellen Wänden ab. Der große Hochaltar aus der Zeit um 1700 trägt ein Gemälde von Franz Werner Tamm, das die Enthauptung des Apostels Paulus zeigt. Die Seitenaltäre und die Kanzel entstanden 1678 bis 1689. Das Gemälde Beweinung Christi (1689) stammt von Johann Michael Rottmayr. Der sparsame Stuck wurde erst 1909 angebracht.

 
Der Hochaltar der Kirche St Paul in Passau wurde im Zeitraum von 1698 bis 1701 erbaut. Die beiden Gemälde schuff der Maler Franz Werner Tamm (geboren 1658 in Hamburg - gestorben 1724 in Wien). Das Hochaltarblatt stellt das Martyrium des Hl. Paulus dar.
 
Das zentrale Altarbild wird von den überlebensgroßen Statuen der Apostel Petrus und Andreas flankiert. Auf dem Altartisch steht ein vergoldetes Tabernakel mit einem Strahlenkranz.

Der riesige, aus schwarzem Holz gefertigte Hauptaltar ragt bis zum Chorgewölbe hinauf und ist mit schwarzen Säulen und vergoldeten Ornamenten verziert. Das große Hauptbild, um 1700 von Franz Werner Tamm geschaffen, stellt die Enthauptung des hl. Paulus dar; das ovale Bild darüber zeigt Maria als Gottesmutter. Ganz oben steht der triumphierende Christus, der die Weltenkugel hält.

linke Seitenkapellen mit Seitenaltären

Von der mittelalterlichen Kirche ist heute nur noch wenig erhalten (z.B. Renaissance-Altar in der Corpus-Christi-Kapelle an der Kirchstiege), nachdem die Pfarrkirche im Laufe der Jahrhunderte mehreren Katastrophen (Feuer, Erdbeben, Krieg) zum Opfer fiel. Als die Kirche im großen Stadtbrand 1662 fast vollständig zerstört wurde, begann man 1667 mit dem Wiederaufbau. Es entstand eine barocke Hallenkirche mit Rundum-Empore und sechs Seitenkapellen. Im Gegensatz zu anderen Barockkirchen zeigt sich St. Paul eher im schlichten Gewand. Statt aufwendiger Fresken beispielsweise, ist die Decke lediglich mit einfachen Stuckornamenten versehen.  Dies ist auf die begrenzten Geldmittel der Stadt Passau im 17. Jhdt. zurückzuführen. Zudem hatte der Dom als Bischofssitz stets Vorrang.

 

Die um 1682 entstandenen, kleineren Seitenaltäre halten sich an das schwarz-goldene Farbschema des Hauptaltars und ähneln diesem auch im Aufbau: Großes Altarbild flankiert von Säulen und Figuren, darüber ein kleineres Bild und ganz oben eine zentrale Figur zwischen zwei Engeln.

▲ Die vergoldeten Verzierungen der ebenfalls aus dunklem Holz geschnitzten Kanzel von 1689 zeigen die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes, auf dem Schalldeckel sind die vier Kirchenlehrer Ambrosius von Mailand, Augustinus von Hippo, Hieronymus sowie Papst Gregor der Große dargestellt.

 
 
Langhausgewölbe
 
Die Disposition der Orgel von 1930 wurde 1968 verändert und 2006 instand gesetzt.

Die Säkularisation 1803, als das Fürstentum der Bischöfe in Passau aufgehoben wurde, ging an St. Paul nicht spurlos vorbei. Französische Garnisonstruppen nutzten die Kirche vorübergehend als Zwiebacklager. Erst 1852 nach einer umfassenden Renovierung konnte das Gotteshaus wieder geweiht werden und seinem ursprünglichen Zweck dienen.

 

▲ Passau, Stadtpfarrkirche St. Paul Epitaph der Maria Adelheid Freiherrin von Speth zu Zwiefalten, 1721

 

▲ Hier ruht in Gott selig die Hoch Edle Frau Maria Clara Josepha von Eisenegg gebohrne Trexlerin von Schönberg verwittibte Chur Bayrische Lastnerin zu Briespach dero Seel nach empfangenen allen Heil. Sacrament in dem 85. Jahr ihres Alters anno 1771 den 12. Feb. dises Zeitlich gesegnet. Gott lasse sie ruhrn in Frieden. Amen.

 

In der Pfarrkirche St. Paul findet man weiterhin einige alte Grabplatten, darunter das Epitaph des Ehepaars Kern, das deren Familiengeschichte wiedergibt und die Kern'schen Stiftungen abbildet, darunter auch das Waisenhaus nahe der Ortspitze.

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