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Pfarrkirche St. Paul in Passau

Die Stadtpfarrkirche St. Paul ist die älteste Pfarrkirche von Passau. Die erste Kirche wurde bereits um 1050 dem hl. Paulus geweiht. Nach der Zerstörung bei Bränden 1512 und 1662 entstand 1678 der jetzige Bau.  Am Paulusbogen, dem Nordtor zur Altstadt, führt eine Freitreppe zu der in Creme und Rosa gegliederten, eintürmige Kirche hinauf. Baumeister ist Carlo Antonio Carlone. Der ursprüngliche, sehr flache Turmhelm des 17./18. Jahrhunderts wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch einen hohen Spitzhelm ersetzt. Dieser wurde 1950 wegen angeblicher Baufälligkeit abgetragen und nur mit etwa einem Drittel Höhe wieder aufgebaut. Seither ist der Turm nach dem Dom nur der zweithöchste Kirchturm Passaus. Im Innenraum heben sich die schwarzen, vergoldeten Altäre und die ebenso gefärbte Kanzel von den hellen Wänden ab. Der große Hochaltar aus der Zeit um 1700 trägt ein Gemälde von Franz Werner Tamm, das die Enthauptung des Apostels Paulus zeigt. Die Seitenaltäre und die Kanzel entstanden 1678 bis 1689. Das Gemälde Beweinung Christi (1689) stammt von Johann Michael Rottmayr. Der sparsame Stuck wurde erst 1909 angebracht.

Eine überdachte und mit Grabplatten verzierte Treppenstiege führt hinauf zum verzierten Portal, über dem in einer Nische die goldfarbene Statue des Heiligen Paulus steht.

Der riesige, aus schwarzem Holz gefertigte Hauptaltar ragt bis zum Chorgewölbe hinauf und ist mit schwarzen Säulen und vergoldeten Ornamenten verziert. Das große Hauptbild, um 1700 von Franz Werner Tamm geschaffen, stellt die Enthauptung des hl. Paulus dar; das ovale Bild darüber zeigt Maria als Gottesmutter. Ganz oben steht der triumphierende Christus, der die Weltenkugel hält.

Die Disposition der Orgel von 1930 wurde 1968 verändert und 2006 instand gesetzt.

November 2017
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