Föhr stimmungsvoll - Mehr als nur Meer

Verletzlich und wunderschön ist Föhr, gebaut aus Sand, Himmel und Meer. Die Ruhepause, die die Natur in den Wintermonaten eingelegt hatte, um Kraft für das Kommende zu schöpfen, ist vorüber. Der Frühling macht sich jetzt auf, die Inseln vor der deutschen Küste zu erobern. Ein leichter Westwind treibt den Morgendunst beiseite, und so unverhofft wie schön zeigt sich die wärmende Morgensonne. Es riecht nach Salz, der Wind bläst mir einen Hauch warmer Luft ins Gesicht, vor mir rauscht das Meer. Die Nordsee, dahinter einfach nur der Horizont. Noch ist Ebbe.  Am Flutsaum halte ich inne. Schaue aufs Meer. Rechts zeigt sich der Leuchtturm von Amrum, umwogt von den Resten des leichten Frühnebels, gegenüber die Hallig Langeness mit ihren einsamen Warften, ganz hinten links das Festland mit Dagebüll und den Windrädern. Und ich am Strand ... mit diesem ständigen Bild wandere ich am Wasser entlang und nehme mir Zeit dieses Schauspiel der Natur mehrmals aus unterschiedlichen Perspektiven zu fotografieren. Die alte Brücke im Gegenlicht mit ihren dicken Eichenstämmen, Balken und Bohlen sieht aus wie ein Relikt aus längst vergangener Zeit. Verwittert und vom Salzwasser angenagt liegt sie still da und wartet auf die ersten Besucher, Kinder, die mit ihren kleinen Netzen Krebse und Garnelen fangen. Um diese Uhrzeit haben die wenigen Frühaufsteher diesen Anblick noch ganz für sich alleine. Hardine, unsere erste Vermieterin und Freundin in Wyk aus den frühen Siebzigern, sie sagte einmal: „Es gibt eigentlich nur zwei Arten von Besuchern auf der Insel, die, die nur einmal hier her kommen und die, die immer wieder kommen weil sie sich in die Insel verliebt haben.“  Wie recht sie doch hatte!

Watt'en Traum

 Wer bereits schon einmal einen Sonnenauf oder -untergang mit seiner Farbpracht hier erleben durfte, weiß wovon ich rede.

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