Bratislava - Hauptstadt und kulturelles Zentrum der Slowakei

Bratislava ist die Hauptstadt der Slowakei und liegt im äußersten Südwesten des Landes beidseitig der Donau. Die Hauptstadt ist das kulturelle Zentrum der Slowakei und hat als Grenzstadt eine bewegte Geschichte. Die österreichische Hauptstadt Wien liegt nur rund 65 Kilometer entfernt. Die Geschichte der Metropole wurde maßgeblich bestimmt durch die Römer, den Slawen und dem Königreich Ungarn. Die Blütezeit erlebte die Stadt im 18. Jahrhundert unter Kaiserin Maria Theresia von Österreich. 

Am Ende des 19. Jahrhundert wurden weite Teile der Stadt modernisiert. Vor allem ausländische Investoren haben seit der Unabhängigkeit des Landes in die Metropole investiert, die heute rund 430.000 Einwohner hat und das wirtschaftliche Zentrum des Landes ist. Bratislava an der Donau hat sich vor allem im Städtetourismus entwickelt. Die Deutschen sind nach den Tschechen die meisten Besucher der Metropole. Viele Sehenswürdigkeiten befinden sich in der Altstadt. Viele historische Bauwerke sind im barocken Stil erbaut. Die Mitte der Stadt stellt die Burg mit der Altstadt Bratislavas dar. Das Hochgebirge der Karpaten fängt bereits in Bratislava an. Auf dem Stadtgebiet der Metropole gibt es zwei Landschaftsschutzgebiete in den Donauauen und den Kleinen Karpaten. Die Stadt liegt im Dreiländereck Slowakei-Österreich-Ungarn.

Bratislava gehört auf Grund seiner Grenznähe zu Österreich und Tschechien zur sogenannten Centrope. Dies ist eine Europaregion, die von Bratislava bis zu österreichischen Bundesländern wie Niederösterreich, dem Burgenland und der Hauptstadt Wien reicht. Auch der Nordwesten Ungarn gehört zu dieser Region. Centrope steht für Central Europe und wurde 2003 gegründet. Es hat das Ziel in den Regionen eine kulturelle und wirtschaftliche Zusammenarbeit zu fördern. Städte wie Bratislava profitieren vor allem auch im Bereich der Infrastruktur und der Bildung von dem Regionalbündnis. Vor allem in der Bildung arbeiten Bratislava und Wien sehr eng zusammen.

 

Die meisten historischen Bauwerke von Bratislava sind in der historischen Altstadt zu bewundern. Hierzu gehören zum Beispiel das Alte Rathaus aus dem 14. Jahrhundert oder der Präsidentenpalais. Viele Bauwerke sind im barocken Architekturstil erhalten geblieben. In der Altstadt ist der wichtigste Sakralbau die Kathedrale des Heiligen Martin, die im gotischen Stil erbaut wurde. Die Sankt-Elisabeth-Kirche wurde im Jugendstil erbaut und ist auch in der Altstadt zu bewundern. Die Preßburg ist in Bratislava ebenso ein Wahrzeichen wie die moderne SNP-Donaubrücke, die Richtung Zentrum führt. Die meisten Besucher von Bratislava genießen die verkehrsfreie historische Altstadt mit ihren vielen Bauwerken und Museen. Es gibt zum Beispiel ein Uhrenmuseum. Über der Altstadt thront die Burg Bratislava, die in den 1950er und 1960er Jahren originalgetreu wieder aufgebaut und 2008 nochmals saniert wurde. Die Burg liegt am linken Ufer der Donau auf einem Felsen. Es ist eines der Repräsentationsgebäude von Bratislava. Durch die Ausläufer der Karpaten ist Bratislava eine sehr grüne Stadt mit vielen Parks und Wäldern, die fast bis ins Zentrum reichen.

 

Wir erreichen Bratislava mit der MS Sophia am 13. Juli 2008, einem leicht bewölkten Sommertag.

Burg Bratislava (Bratislavsky Hrad oder auch einfach nur Pressburg). Während es oben (in der Burg) nicht wirklich viel zu sehen gibt, ist der Weg entlang der Burgmauer recht hübsch angelegt. Kein Wunder, denn 2009 wurden weite Teile der Burganlage restauriert. Der Burgberg selbst ist ein Ausläufer der Kleinen Karpaten. Aufgrund der günstigen Lage mit der nahen Donau wurde er schon während der Steinzeit von den Kelten besiedelt. Später kamen die Römer. Sie wollten auf dem Burgberg eine Grenzfestung errichten, um die Grenzlager auf dem rechten Ufer der Donau bzw. den Donaulimes zu ergänzen. Unter dem Druck der germanischen Visigoten mussten die Römer den Burgberg jedoch im Jahr 378 verlassen. Am Ende der großen Völkerwanderung gelang es schließlich den Slawen, hier Fuß zu fassen.

Burg Bratislava ist das Motiv der slowakischen Euromünzen zu 10, 20 und 50 Cent. Davor war die Burg auf dem 500-Kronen-Schein zu sehen.

Brücke des Slowakischen Nationalaufstandes

Von dem einen Aussichtspunkt zum nächsten – von Burg Bratislava zur neuen Brücke mit Aussichtsplattform und Restaurant

Auf der Burg Bratislava angekommen, bietet sich uns ein weit reichender Ausblick über die Donau zum Stadtteil Petrzalka und auf die Neue Brücke (Novy Most). Sie überspannt die Donau auf rund 300 Meter Länge. Das Besondere der Brücke ist jedoch das Brückenrestaurant. Wie ein Ufo thront es auf dem 80 Meter hohen Brückenpfeiler und verspricht dem Besucher eine grandiose Aussicht auf die Stadt und die Donau.

Neue Brücke, eine kühne Konstruktion einer auf einem asymmetrisch schräg stehenden Pylon befestigten Hängebrücke, ohne Strompfeiler. Ein europäisches Unikat der modernen slowakischen Architektur.

 
Brücke des Slowakischen Nationalaufstandes
 

▲ In der Innenstadt haben nur wenige Sehenswürdigkeiten die Zeit des Kommunismus überlebt. Das meiste ist funktionale kommunistische Blockarchitektur. Vom markanten Schloss hoch oben über Bratislava hat man eine wunderbare Aussicht auf ganz Bratislava inklusive der riesigen Plattenbauwüsten in drei Blickrichtungen. Einfach beeindruckend!

Petržalka ist ein Stadtteil Bratislavas, welcher zwischen 1973 und 1985 geplant und erstellt wurde. Der Stadtteil gilt als die grösste Plattenbausiedlung Europas. Wie auf den Fotos zu sehen ist wurden viele von den Pattenbauten kosmetisch aufgefrischt. Im Innern sind sie den Plattenbauten in Russland, den Ex-Sowjetrepubliken und Ostdeutschland ebenbürtig. Der Stadtteil Petržalka hat aktuell schon über 100’000 Einwohner und ist damit das dichtest besiedelte Gebiet der Slowakei. Aktuell werden noch verschiedene mehrstöckige Wohnüberbauungen erstellt und direkt nach der Brücke Most SNP befindet sich das grösste Einkaufszentrum Bratislavas mit Dutzenden von Geschäftern.

Altstadt

Statue der unbefleckten Jungfrau Maria auf der Dreifaltigkeits-Pestsäule, auf dem Platz Rybné námestie

Die barocke Pestsäule steht im südlichen Teil der Altstadt zwischen der Neuen Brücke und dem alten Gebäude des Slowakischen Nationaltheaters auf dem Fischplatz am Rande des Hviezdoslavovo Namestie in unmittelbarer Nähe zu dem Denkmal für Hans Christian Andersen. Das aufwändige Werk wurde im Jahre 1713 von dem Bildhauer Jozef Sartory aus Stein gestaltet. Erinnert wird an das Ende der Pest, die Bratislava in den Jahren zuvor heimsuchte und die Stadt entvölkerte. Es zeigt die Heilige Dreifaltigkeit - Gott der Vater und Jesus, unter den goldenen Strahlen des Heiligen Geistes in Form einer Taube. Auf dem Sockel stehen die Figuren der Heiligen Andrew, Roch und Charles Borromeo sowie Saint Rosalia, der Schutzpatronin der Kranken. Auf beiden Seiten der Säule befinden sich die Figuren der Muttergottes und des ersten ungarischen Königs, des heiligen Stephanus, der ihr die ungarische Krone anbietet.

Salvator Apotheke auf der Panská Straße 35

Salvator Apotheke
Statue „Christus der Erlöser“ von Alojz Riegele

Das Gebäude der ehemaligen Pharmacy Salvator steht am westlichen Rand der Altstadt von Bratislava. Das Haus wurde im Jahre 1904 im Baustil der Neorenaissance für den Apotheker Rudolf Adler erbaut. Die Apotheke selbst wurde im 17. Jahrhundert von Erzbischof Georg Lippay gegründet und wechselte mehrmals die Besitzer und Standorte, bevor sie 1996 geschlossen wurde. Leider gehört das Gebäude zu denen in der Altstadt, die noch nicht saniert wurden. Es hat schon deutlich bessere Tage gesehen (Stand 2019). Auffällig sind vor allem der dreieckige Erker, der sich über mehrere Etagen zieht und die Steinstatue des Erlösers Christi von dem Bildhauers Alojz Riegele (Bratislava 1879-1940), welche sich in der Fassade befindet. Alojz Rigele war ein slowakischer Bildhauer und Maler, der den größten Teil seines Lebens im heutigen Bratislava verbrachte, wo zahlreiche seiner Statuen bis heute erhalten sind. Rigele galt als einer der führenden Bildhauer der Slowakei vor dem Ersten Weltkrieg. Sein Spezialgebiet war die Bildhauerei, insbesondere das Porträt. Alojz Rigele wurde 1879 in Pressburg (heute Bratislava) geboren. Seine frühe Ausbildung erhielt er in der Modellierwerkstatt des Pressburger Dekorationsbildhauers Adolf Messmer. Seit 1899 stellte er seine Werke auf Ausstellungen in Bratislava aus. Von 1901 bis 1908 studierte er an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Professor Jan Bitterlich und Professor Edmund von Hellmer. Als Gewinner des Epitaphs von Péter Pázmány im Jahr 1907 erhielt Rigele eine zweijährige Studienmöglichkeit in Rom, wo er von 1908 bis 1910 lebte. Im Jahr 1911 ließ sich Rigele in Bratislava nieder. Zahlreiche Statuen stehen im öffentlichen Raum, vor allem in Bratislava, aber auch in über 50 Dörfern und Städten in der Slowakei, Österreich und Ungarn. Viele von Rigeles Statuen und Gemälden werden in der Städtischen Galerie Bratislava, der Slowakischen Nationalgalerie und dem Stadtmuseum Bratislava aufbewahrt. Obwohl ihm Professuren an den Universitäten in Budapest und Prag angeboten wurden, blieb Alois Rigele bis zum Tod seiner Heimatstadt treu. Er starb im Jahr 1940 im Alter von 61 Jahren und ist auf dem Andreas-Friedhof (Ondrejský cintorín) begraben.

 
 
Giebelfenster auf dem Dach eines Gebäudes in der Altstadt

Keglevich-Palast

▲ Der Keglevich-Palast ist ein Barockhaus in der Panska-Straße 27. Es gehört zum National Monuments Reservat der Stadt und ist auch als Kulturdenkmal aufgeführt. Die letzte Rekonstruktion erfolgte 1998 mit Dach- und Fassadenputz. Nach dem Wiederaufbau wurde eine neue Straße namens Strakova Street genannt.

 

Dieses zweistöckige Barockhaus wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf zwei Parzellen mittelalterlichen Landes erbaut. Es wurde aus gotischem und Renaissance- Mauerwerk aus früheren Gebäuden gebaut. Das Herrenhaus wurde vom Grafen von Torna County, Joseph Keglevich, erbaut. Von 1601 bis 1608 war der Besitzer S. Alter. Bis zum 18. Jahrhundert hatte sich der Besitz mehrmals geändert. Nach einigen architektonischen Verbesserungen und dem Wiederaufbau des Barock befand sich der Keglevich-Palast bis 1850 im Besitz der Familie Keglevich. Zu dieser Zeit war der Keglevich-Palast eines der großen Palastgebäude mit vier Flügeln, die die mittelalterlichen Verteidigungsmauern erreichten. Um das 19. Jahrhundert wurde von der Seite des Hviezdoslav-Platzes ein Teil des Palastes abgetrennt und der Palast blieb mit drei Flügeln erhalten. Im ersten Stock, im Westflügel, befand sich ein spätgotisches kammsternförmiges Gewölbe aus dem 16. Jahrhundert. Im Ostflügel des Keglevich-Palastes befindet sich ein Avantkorps, das ursprünglich Teil eines anderen Gebäudes war. Der Grundriss des Palastes ist U-förmig. Eine breite Treppe führt in den ersten Stock. Die Innenhofflügel sind durch eine Innenhofgalerie verbunden. Querbalken werden von Pilastern mit stilisierten Rosenkränzen aufgeteilt. Ein Portal mit Pilastern und ein Segment Gesims ist mit Löwen - Statuen und verziert mit dem Wappen des Grafen Joseph Keglevich ausgekleidet. Über dem Portal befinden sich auf der roten Basis des Wappens zwei silberne Streifen. Im oberen blauen Teil befinden sich zwei goldene Löwen, die ein Schwert mit goldenem Griff halten. Die Krone mit neun Perlen ist in diesen Griff gerannt, ein Symbol der Zählung. Über dem Schild im Wappen befinden sich einige weitere Kronen mit neun Perlen. Erblöwen waren eines der Lieblingssymbole. Sie wurden auch verwendet, um die skulpturale Dekoration des Portals zu verbessern.

 
 

Österreichische Botschaft

 
 

Französische Botschaft am Hlavne Namestie

 
 

Michaelertor

 
Altstadt-Flair: Auf dem Weg zum Michaelertor reiht sich ein Gassenlokal an das nächste.
 

▲ Das Michaelertor ist das einzige erhalten gebliebene Tor der mittelalterlichen Stadtbefestigung von Bratislava und gehört zu den ältesten Gebäuden der Stadt. Seinen Namen erhielt das Tor von der nicht mehr existierenden Michaelskirche (samt Michaelsfriedhof) die sich außerhalb der Stadtmauern – im Bereich des heutigen Hurban-Platzes – befand.

Die Geschichte des Michaelertors reicht bis ins späte 13. Jahrhundert zurück. Die älteste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1411. Der Turm war eigentlich der Nordeingang und das wichtigste Tor in die befestigte Stadt. Zu diesem Tor gelangte man früher über eine Zugbrücke, deren Reste noch teilweise erhalten sind. Der Graben links ist der alte Schiessgraben, der bereits 1502 in den Stadtbüchern der Stadt Preßburg erwähnt wird. Auf der Brücke darüber stehen die 1897 vom damaligen "Preßburger Verschönerungsverein" errichteten Statuen des Erzengels Michael und des heiligen Johann von Nepomuk. Im Schiessgraben stand im 16. und 17. Jahrhundert die bürgerliche Schiessstätte. Der 51 Meter hohe Turm ist ein Ziegelbau mit stark profilierter Steinrustika, an den vier Ecken mit Gesimsen und vertikaler Gliederung der Frontflächen im Stil der deutschen Renaissance. Die Grundform ist bis zur Höhe von vier Stockwerken quadratisch, mit vier kleinen Eckdächern, darüber hat der Turm einen oktogonalen Querschnitt. Der Bau wird von einem eleganten kupfernen Barock-Helm gekrönt, in dessen Laterne die Glocken untergebracht sind. Auf der Spitze des Turms steht die Figur des Erzengels Michael, der den Drachen mit dem Schwert besiegt – ein Meisterwerk des Preßburger Kupfermeisters Peter Eller. Die Statue wurde im Jahre 1757 aufgestellt; zur gleichen Zeit wurde das Dach vom Kupferschmied Benedikt Drobisch mit 39 Zentnern Kupfer gedeckt. Im Laufe der Jahre zeigte die Statue Schäden. Deshalb entschloss sich die Stadtverwaltung im Jahre 1845, die beschädigte Statue vom Turm abzunehmen und zu renovieren. Mit der Abnahme wurde der Zimmermann Johannes Sprinzl beauftragt. Die Statue wurde abgenommen und in das Preßburger Rathaus gebracht. Im Kopf der Statue befand sich eine Silberkapsel mit Reliquien, Münzen und einem Pergamentblatt aus welchem hervorging, dass die Statue während der Regierungszeit Maria Theresias geschaffen wurde. Nach Beendigung der Renovierungsarbeiten wurde die Statue am 14. September 1845 auf einem geschmückten Wagen geladen und in den St. Martinsdom zur Einweihung gebracht, nach der Weihe und einer Hl Messe ging der Weg in einer feierlichen Prozession weiter zum Fusse des Michaelerturms. In der Mittagszeit dieses Tages wurde die Statue unter dem Geläute aller Glocken der Stadt feierlich auf die Spitze des Turms gezogen und dort verankert. Der Grundstein des heutigen Turms wurde im Jahre 1513 gelegt. Er wurde an Stelle des alten baufälligen gotischen Stadtturms errichtet, der sich bereits im Mittelalter als Verteidigungsturm über dem Haupteingang zur Stadt erhob. Im Michaeler-Turm befindet sich heute die Waffenausstellung des Städtischen Museums Bratislava.

Portal Michaelertorturm

▲ Michaelergasse und Michaelertor

Die Michaelergasse ist eine der ältesten Gassen der Stadt und war früher ein Teil der Fernhandelsstrasse von Mähren bis zur Donaufurt. Beim Bau der Kanalisation wurden hier keltische (Biatecs) sowie römische Münzen gefunden. Sie bildet seit dem 13.Jh. mit dem Michaelertor eine Hauptachse der Stadt. Das Michaelertor ist das einzig erhaltene, von ursprünglich drei Stadttoren, des mittelalterlichen Befestigungsringes und die gotischen Fundamente stammen noch aus der 1.Hälfte des 14.Jahrhunderts. Das Vortor mit Barbakana entstand im 15.Jh. Der barocke Turmhelm des 51m hohen Turms mit der Kupferstatue des Erzengels Michael wurde vom Meister Peter Eller 1758 aufgesetzt. Der Turm beherbergt heute die Waffenexpositur des Stadtmuseums und bietet dem Besucher eine prächtige Aussicht über die Altstadt.

Als gemütliche Alternative zu den großen Schwestern Wien und Budapest hat sich Bratislava touristisch positioniert. Die Altstadt, nur 700 mal 400 Meter groß und zu kommunistischen Zeiten eine Symphonie in Grau, putzten die Stadtväter im Stil der K.u.k.-Ära wieder heraus: barocke Fassaden, gotische Türme und Arkaden im Renaissance-Look – alles wie aus dem Ei gepellt. In den gepflasterten Gassen mischen sich traditionelle und stylische Cafés mit Sushi-Lokalen, Bio-Eisdielen und altslowakischen Wirtshäusern, wo man die deftigen „Bryndzove Halusky“ (Kartoffelteignockerl mit Schaffrischkäse) mit süffigem Bier aus Böhmen hinunterspült.

 
Blick durch die Prepostska ul. zur Burg in Bratislava
 

St. Martinsdom

St. Martinsdom in der Altstadt Rudnayovo nám. 1

▲ Der Dombau wurde im 13. Jh begonnen, aber erst 1452 geweiht. Danach folgten mehrere Erweiterungen. Der mächtige dreischiffige Hallenraum weist ein einzigartiges Sterngewölbe auf, in dessen Rippennetz ein Kreuz, das Symbol des Erlösertodes und eine Taube, das Symbol des Heiligen Geistes verwoben sind. Die Taube schwebt vor einer Öffnung (dem sogenannten Himmelsloch) in der Decke. 1461 bis 1497 wurde das vorhandene Presbyterium durch ein größeres ersetzt. Ebenfalls im 15.Jh. kamen die St. Anna Kapelle und die Kapelle der Königin Sophia (Witwe des tschechischen Königs Wenzel IV.) dazu. Der Wiener Bildhauer Georg Raphael Donner war von 1729 bis 1732 für den Bau der Elomosynariuskapelle verantwortlich, die dem Hl. Johannes dem Almosengeber geweiht ist. Donner schuf auch 1735 die aus Blei gegossene Reiterstatue des Hl Martin von Tours. Sie bildete einst das Kernstück des neu entstandenen Hochaltars, heute steht sie im östlichen Seitenschiff. Ihr heutiges Aussehen erhielt die Kathedrale zwischen 1869 und 1877: damals wurden die barocken Elemente wieder weitgehend entfernt und das Gebäude in den ursprünglichen gotischen Stil zurückversetzt. Bemerkenswert ist auch die Größe des Doms: 69,37 m lang, 22,85 m breit, die Schiffe sind jeweils 16 m und der Altarraum 18,5 m hoch. Der Turm fiel in der Vergangenheit bereits zweimal den Flammen zum Opfer. Sein heutiges Erscheinungsbild stammt aus 1847. Er ist 85 m hoch und anstelle eines Kreuzes befindet sich auf seiner Spitze ein vergoldetes Kissen im Ausmaß von 2x2 m, auf dem eine 1,57 m hohe und 300 kg schwere Replik der ungarischen Königskrone thront. Diese Königskrone schmückt auch das bunt bemalte Glasfenster hinter dem Hauptaltar. Insgesamt wurden für das Kissen und die Krone rund 8kg Gold verarbeitet. Die Kathedrale des Hl. Martin ist sein November 2002 nationales Kulturdenkmal.

Die Jesuitenkirche

▲ Gleich an den Hauptplatz anschließend zur linken Seite des Alten Rathauses befindet sich die Jesuitenkirche, die durch die Deutsche Protestantische Gemeinschaft in den Jahren 1636 bis  1638 erbaut wurde. 1672 wurde die im späten Renaissance-Stil erbaute Kirche jedoch konfisziert und in der Folge den Jesuiten übergeben. Sehenswert im Inneren sind die wunderschöne Rokokokanzel von L’udovit Gode, einem Schüler von Georg Rafael Donner und das Altargemälde von Franz Xaver Palko.

Brunnen "Frau mit Krug" am Franziskanerplatz (Frantiskánskom námestí)

SOCHA A OBJEKT XIII.

Mirbachov palác, 27. 6. 2008 - 31. 8. 2008

Kurátor: Viktor Hulík

 

In der Galerie des Tschechischen Zentrums konnte Václav Fiala, der Autor des für diese Ausstellung geschaffenen großformatigen Werks "Kapelle für Bratislava", das auf dem Franziskanerplatz installiert ist, eine Auswahl seiner intimeren - konstruktivistischen - Arbeiten präsentieren. 

Die Skulpturen schaffen eine einzigartige Farbe und eine einzigartige Atmosphäre und bereichern das kulturelle Angebot für die Einwohner und Besucher der Stadt. Die Möglichkeit der barrierefreien Kommunikation mit dem Kunstwerk auf den Straßen und Plätzen der Stadt trägt nicht nur dazu bei, eine Beziehung zur Kunst aufzubauen, sondern fördert auch die ästhetische Sensibilität und das Bewusstsein des Betrachters. Jeden Sommer kommen in Bratislava hochkarätige Kunst und bedeutende Künstler aus vielen Ländern zusammen. Diese jährliche Veranstaltung erfreut sich nicht nur bei der breiten Öffentlichkeit, sondern auch bei den Fachleuten eines außerordentlichen Interesses. 

Altes ungarisches Parlament, Bratislava

 
 
Altes ungarisches Parlament, Bratislava

Das ungarische Parlament tagte im 19. Jahrhundert im Gebäude der heutigen Bibliothek der Comenius-Universität in Bratislava.

Der Palast der Ungarischen Kammer wurde im 18. Jahrhundert an der Stelle älterer Bürgerhäuser errichtet und diente der Ungarischen Kammer bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1782. In den Jahren 1802-1848 war der Palast Sitz des ungarischen Parlaments.

Das Hauptgebäude des Nationalrats, gleich neben der Burg Bratislava

Slowakisches Parlament
Slowakisches Parlament

Büste des Anton Bernolák

▲ Anton Bernolák, * 1. Oktober 1762 in Slanica bei Námestovo; † 15. Januar 1813 in Nové Zámky) war ein wichtiger Pionier der slowakischen Nationalbewegung und Sprache. Der Priester und Philologe beschäftigte sich mit der Grammatik der slowakischen Sprache und trug zu ihrer Kodifizierung bei, die erst mit der Štúr-Generation durchgesetzt wurde.

Er wurde als Kind eines Landherren geboren und besuchte von 1774 bis 1778 das Gymnasium in Ružomberok. Er studierte danach Rhetorik, Philosophie und Poetik in Bratislava und Trnava sowie Theologie in Wien. Nach dem Studium besetzte er von 1778 bis 1791 die Stelle als Kaplan in Lanschütz. Anschließend war er sechs Jahre als Sekretär der erzbischöflichen Vikariats in Trnava tätig. Seit Mai 1797 bis zu seinem Tod leitete er die Pfarrei in Nové Zámky und stand dem dortigen Dekanat vor. Gleichzeitig verwaltete er die dortige Schule.

1792 gründete er mit Juraj Fándly das Slovenské učené tovaryšstvo in Trnava und wurde dessen Vorsitzender. Diese Genossenschaft hatte weitere Niederlassungen in der Slowakei und war Herausgeber von Büchern in der so erstmals kodifizierten slowakischen Sprache. 

Büste des Msgr. univ. prof. PhDr. Alois Kolísek

▲Das Denkmal für den Priester Alois Kolisek steht im nördlichen Teil der historischen Altstadt von Bratislava auf dem direkt an den zentralen Hauptplatz angrenzenden Franziskaner Platz und unweit vom Michaelertor. Die Büste auf einem Sockel zeigt Kolisek als Mann mittleren Alters in priesterlichen Gewändern und wurde im Jahre 1933 von dem Bildhauer Jozef Pospíšil aus hellem Granit und Bronze gestaltet.Kolísek, geb. 1.4.1868 Protivanov (Kreis Prostějov), verstarb am 25.8.1931 in Brünn im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder.

Kolísek trug zur Verständigung zwischen Tschechen und Slowaken bei. 1908 wurde gegen ihn in Pest ein Haftbefehl erlassen. Während des Ersten Weltkriegs gründete er eine Untergrund-Gruppe in Hodonín, stellte Kontakte zur Slowakei her und arbeitete mit Vavro Šrobár und Milan Hodža zusammen. Im Jahr 1918 war er Mitglied des slowakischen Ausschusses des Nationalrats der Tschechoslowakei. Nach der Gründung der Tschechoslowakischen Republik in den Jahren 1918-1920 war er Mitglied der Nationalversammlung.

Bei den hohen Kirchenvertretern war er nicht beliebt, sie misstrauten ihm wegen seiner Beteiligung an der reformistischen Kirchenbewegung. Auf der Rückreise von einer Pilgerfahrt im Jahr 1931 erlitt Alois bei einem Aufenthalt in Nürnberg einen gesundheitlichen Zusammenbruch, an dem er in Brünn starb. Sein Tod hat zu vielen Spekulationen Anlass gegeben. Die letzte Verabschiedung fand am 28. August 1931 in der Kirche der Barmherzigen Brüder in Brünn statt, von wo aus die sterblichen Überreste des Verstorbenen nach Svatý Hostýn überführt wurden.

Marktplatz in der Altstadt

Prešporáčik (eine Anspielung auf den früheren Slowakischen Namen der Stadt) ist eine Bummelbahn, die auf eine Besichtigungstour durch die ansonsten verkehrsfreie historische Altstadt führt. Manche Touren fahren bis zur Burg hoch. Die Bahn verkehrt täglich, gewöhnlich von 9:30 h bis 17:00 Uhr und je nach Bedarf.

Rundfahrt mit dem Aussichtsfahrzeug Prešporáčik.

Wer eine individuelle Führung bevorzugt, kann für zehn Euro eine Rundfahrt durch die engen Gassen in einem roten Oldtimer-Fahrzeug mit Anhänger buchen. Beim Einsteigen bekommt man ein Kopfhörergerät mit Erklärungen in rund 10 Sprachen, angepasst an Route und Stationen. Das originelle Touristenvehikel ist übrigens das einzige, das in der Fußgängerzone fahren darf.

Moderne Kunst vor St.-Martins Kathedrale
Männertorso

Primatialpalais, Sitz des Oberbürgermeisters

▲ Bereits seit mindestens 1370 befindet sich auf dieser Stelle der Amtssitz des Bischofs. Um 1543, während der Türkenkriege, flüchteten die Erzbischöfe von Gran (Esztergom) nach Bratislava. József Batthyány, Kardinal und Erzbischof von Esztergom (Primas von Ungarn) beauftragte 1774 den Architekten Melchior Hefele aus Wien mit der Errichtung seiner Residenz. Sie sollte größer und prächtiger werden als das alte, ehemals an ihrer Stelle gestandene Palais. Heute ist das Palais ein bedeutendes Baudenkmal des beginnenden Klassizismus in Bratislava.

▲ Die Statuen auf der Attika stellen die Tugenden dar, ein 150 Kilogramm schwerer Kardinalshut steht auf der Spitze des Tympanons. Die Engel an der Fassade halten die Buchstaben C und I. Sie stehen für das persönliche Motto des Erzbischofs: Iustitia et Clementia (Gerechtigkeit und Güte). Das Palais wurde Zeuge wichtiger historischer Gegebenheiten: in seinem Spiegelsaal wurde am 26.12.1805 der vierte Pressburger Friede zwischen dem napoleonischen Frankreich und Österreich geschlossen, bei dem Österreich die Gebiete Tirol und Dalmatien verlor. 1848 unterzeichnete hier Kaiser Ferdinand einige bedeutende Sozialgesetzte, wie die Aufhebung der Leibeigenschaft.

Im Innenhof findet man einen Renaissancebrunnen mit der Darstellung der Hl.Georgs mit dem Drachen.

Vom Innenhof aus gelangt man in die Hl. Ladislaus-Kapelle, die allerdings nur während der Sonntagsgottesdienste zugänglich ist. Bemerkenswert sind die rosa Marmorsäulen und die Kuppel mit dem Fresko „Wunder des Hl. Ladislaus“, ein Werk des Wiener Meisters Anton F. Maulbertsch. Im Primatialpalais ist heute die städtische Gemäldegalerie untergebracht und das Palais ist auch der Sitz des Bürgermeisters von Bratislava.

Altes Rathaus

▲  Zu den wohl bedeutendsten und ältesten Gebäuden Bratislavas zählt das Alte Rathaus, ein mehrteiliger Gebäudekomplex, der verschiedene Stilepochen in sich vereint. Den Kern des Gebäudekomplexes bildet ein Haus mit Turm, das Mitte des 14.Jhs vom Richter Jakob II. erbaut wurde. Bereits 1370 wurde das Haus in einem Brief von König Ludwig erwähnt. Vom Turm aus wurden die Ankündigungen des Königs, die Parlamentsbeschlüsse, die Ankunft von wichtigen Gästen sowie die Uhrzeit verlautbart. Das Alte Rathaus war Sitz der Selbstverwaltung der freien Königsstadt Pressburg. Neben der Stadtverwaltung und dem Gefängnis gehörten auch eine Münzstätte, eine Waffenkammer, eine Bierschenke, ein Weinkeller und das historische städtische Archiv zum Rathauskomplex. Heute befindet sich im Alten Rathaus das städtische Museum, das bereits im Jahre 1868 gegründet wurde und damit das älteste Museum Bratislava ist. Im ersten Stock befinden sich Ausstellungsstücke, die über die reiche und ruhmvolle Vergangenheit der Stadt erzählen, während in den Kellerräumen eine Ausstellung über die feudale Justiz- von ehemaligen Gefängniszellen bis zu mittelalterlichen Folterinstrumenten zu sehen ist.

Grünes Dach des Alten Rathauses, Rückseite
 
 

▲ Durchgang vom Alten Rathaus zum Hauptplatz

 

Rolandbrunnen

▲ Am Hauptplatz findet man den Rolandbrunnen, den älteste Brunnen von Bratislava. Die Renaissancefontäne, die vom österreichischen Bildhauer Andreas Luttringer aus Deutsch Altenburg zu Ehren des ungarischen Königs Maximilian II. geschaffen wurde. Die Figur stellt den legendären Roland, Beschützer der Stadtrechte – verkörpert durch Maximilian II.- dar. Dieser wurde 1563 in Pressburg gekrönt, wobei während der Krönungszeremonie ein zerstörerischer Brand ausbrach. Maximilian unterstützte daraufhin den Ausbau der Wasserversorgung der Stadt. Als Dank stellten die Stadtbewohner dieses Standbild auf. Die Figur war ursprünglich auch bunt bemalt, jedoch hielten die Farben dem Regen nicht stand. 

 
Bratislava lädt zum Genießen ein.

Franziskanerplatz, Verkaufsstände

Die Plätze Hlavné, Františkánske und Hviezdoslavovo námestie in der Altstadt von Bratislava verwandeln sich zur Weihnachtszeit in einen schönen überschaubaren Markt, auf dem man sogar auf künstlich angelegten Eisflächen Schlittschuh laufen kann. Kleine Holzhäuschen stehen hier wie im Sommer als Verkaufsstände auf den Plätzen. Hier werden neben leiblichen Genüssen auch handwerkliche Produkte und die üblichen Mützenund Socken, Schmuck, Tee und andere Lebensmittel  erwerben. 

 
Straßenkünstler in Grün und Gelb
 

Beim Spaziergang überraschen kleine, neue Metallstatuen. Sie stellen nicht etwa historische Persönlichkeiten dar, sondern zum Beispiel einen napoleonischen Soldaten, der dem Besucher hinter einer Bank stehend über die Schulter sieht, einen Kanalarbeiter, der aus dem Gully auf die überraschten Touristen blickt, oder einen Paparazzi, der sich hinter einer Straßenecke in Lauerposition gestellt hat.

Der Glotzer - Čumil: Ein einzigartiges Kuriosum in Bratislava: Keine andere Stadt der Welt hat eine Statue, die aus einem Kanaldeckel hervorschaut. Wer Bratislava besucht, kommt um den Gaffer nicht drum herum. Er ist eine der kuriosen Figuren in der Altstadt von Bratislava. Wobei, er kann sich wohl noch so anstrengen, heute ist er es, der die Blicke auf sich zieht. Die Idee, einen (Bau-) Arbeiter an der Ecke der Straße Panská und dem Fischertor aus einem Schacht schauen zu lassen, ist aber wirklich sehenswert. Als Folge zählt der Gaffer heute nicht nur zum Pflichtprogramm der Stadtführungen, sondern hat er längst einen Nachahmer gefunden. Gleich nebenan stellt er sich als lebendes Pendant für Fotos zur Verfügung und ist für Spenden natürlich immer dankbar.

.... und sein Pendant.

 

Slowakisches Nationaltheater

Städtische Redoute, Sitz der Slowakischen Philharmonien, Palackého ulica 2 und Medená ulica

Das alte Slowakisches Nationaltheater und der Ganymedesbrunnen, (Hviezdoslavovo námestie)

▲ Das Slowakische Nationaltheater ist das älteste Repertoire-Theater der Stadt Bratislava. Bereits im 18. Jahrhundert war Bratislava einer der Mittelpunkte des musikalischen Geschehens. Eng mit Wien verbunden, gastierten viele berühmte Komponisten in Bratislava: Mozart besuchte die Stadt erstmals im Alter von sechs Jahren. Joseph Haydn, Franz Liszt, Béla Bartók und Ludwig van Beethoven kamen nach Bratislava. Der Komponist Johann Nepomuk Hummel ist in Bratislava geboren. Die erste Premiere am 1.März 1920 war Bedřich Smetanas „Hubiča“ (der Kuss). Das slowakische Nationaltheater umfasst Schauspiel, Oper und Ballett. Ursprünglich waren alle drei Ensembles im historischen Bau am Hviezdoslav-Platz (Hviezdoslavovo námestie) zu bewundern. Hier stand bereits 1776 ein Stadttheater, das vom Grafen Juraj Csáky erbaut wurde. Das heutige Gebäude im eklektischen Stil stammt von den Wiener Architekten Ferdinand Fellner und Heinrich Helmer. Das Haus wurde mehrmals renoviert und technisch verbessert. Von der ursprünglich reichen Dekoration ist die Figurengruppe der Muse Thalia, ein Werk des Wiener Bildhauers Theodor Friedl, und die sogenannte Putti (die Symbole der Tragödie und der Komödie) von Viktor Tilgner erhalten geblieben. In den ovalen Öffnungen der Fassade stehen die Büsten von berühmten Künstlerpersönlichkeiten, wie Johann Wolfgang von Goethe, Franz Liszt, William Shakespeare, Wolfgang Amadeus Mozart und Josef Katona, die vom Bildhauer Marhenka geschaffen wurden. 1955 siedelte die Schauspielbühne in das neue Pavol-Országh-Hviezdoslav-Theater um.

Slowakische Philharmonie

Die Slowakische Philharmonie (slowakisch Slovenská filharmónia) ist das bedeutendste Orchester der Slowakei. Sie hat ihren Hauptsitz in der Redoute in der Altstadt von Bratislava. Dort befindet sich ein Konzertsaal für 700 Besucher.

Die Slowakische Philharmonie ist eine in Europa anerkannte Kultureinrichtung, die bereits seit über 60 Jahren tätig ist. Drei Musikgruppen, ein Sinfonieorchester, ein Kammerorchester und ein Chor haben ihren Sitz im neobarocken Gebäude der Reduta in Hviezdoslavoho namestie. Das Reduta-Gebäude wurde in der Zeit Maria Theresias als Getreidespeicher der Stadt erbaut. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde es im neobarocken Stil umgebaut. Es war eines der ersten Gebäude in der Slowakei, bei dem Stahlbeton verwendet wurde. Das wiederaufgebaute Gebäude erhielt Verzierungen im damals modischen Jugendstil. Es wurde für die Bedürfnisse der Reduta, einer sozialen und kulturellen Einrichtung, zur Verfügung gestellt. Im Jahr 1950 wurde das Reduta-Gebäude an die Slowakische Philharmonie übergeben. Es handelt sich um ein dreistöckiges Gebäude mit abgerundeten Ecken, einem Mansardendach und Jugendstilornamenten an Fensterrahmen und Wandoberseiten. Im Inneren befinden sich Konzertsäle und ein großer Saal. 

 
 

BIBIANA, das internationale Kunsthaus für Kinder

 
 

BIBIANA, das internationale Kunsthaus für Kinder ist eine international tätige Kulturinstitution, welche die Entfaltung und Verbreitung von Berufskunst für Kinder fördert. Neben einzigartigen interaktiven Ausstellungsprojekten widmet sich die Bibiana auch Projekten für die breite Öffentlichkeit. So organisiert dieses Kunsthaus das weltbekannte Biennale der Illustrationen Bratislava und das Biennale der Animation Bratislava.

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