Unterwegs in Witten an der Ruhr

Als Besucher in Witten kann man kaum glauben, dass in dieser grünen Stadt an der Ruhr einst die Wiege des Kohlenpotts stand: Die Sage erzählt, dass ein Schweinehirt im Muttental eines Tages verwundert war über die glühenden Steine seines Lagerfeuers. Er hatte damit die Steinkohle entdeckt, deren wirtschaftliche Bedeutung Witten Mitte des 19. Jahrhunderts zum Zentrum des Ruhrbergbaus machte.

Heute ist Witten eine bunte Stadt, topographisch ein wenig uneben, aber nicht zuletzt deshalb auch so interessant: ein Mittelzentrum am Rande des Ruhrgebiets, in dem man die Nähe zum Bergischen Land und zum Sauerland spürt, das aber gleichwohl in unmittelbarer Nähe zu den Metropolen wie Dortmund oder Bochum liegt. Knapp 100.000 Einwohner machen Witten zur größten Stadt des Ennepe-Ruhr-Kreises. Wittens geografische Randlage zum Ruhrgebiet wird in der Landschaft deutlich: Südlich der Ruhr prägen Hügelketten das Bild und machen die Nähe zum Bergischen Land und zum Sauerland spürbar. Mit 60 Prozent Grünanteil im Stadtgebiet, weitläufigen Wäldern und einem hohen Anteil landwirtschaftlicher Flächen punktet Witten bei seinen Einwohnern ebenso wie bei Gästen. Naherholung beginnt in Witten nicht weit draußen – das Grün ist bereits in der Stadt! Über 150 Kilometer markierte Rundwanderwege, fünf ausgeschilderte, thematische Radrundwege im Stadtgebiet, der Ruhrtalradweg und Ausflugsboote auf der Ruhr und dem Kemnader See machen die landschaftlichen Vorzüge erlebbar.

Zusammen mit Eisen und Stahl bestimmte die Kohle über mehr als einhundert Jahre den Pulsschlag der Stadt. Bereits für das 15. Jahrhundert ist Kohlebergbau urkundlich belegt, der sich jedoch erst während der Industrialisierung im 19. Jahrhundert zu einem bedeutsamen Wirtschaftszweig entwickelte und in Witten die damals größte Zeche des Ruhrreviers entstehen ließ. Pioniere der Eisen- und Stahlerzeugung gründeten Ende des 18. Jahrhunderts Werke in Witten, deren Nachfolger zum Teil noch heute produzieren.

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