Deutsches Zollmuseum

Das Deutsche Zollmuseum befindet sich in der Speicherstadt im Gebäude Alter Wandrahm 6 - unweit des Verwaltungsgebäudes der Hamburger Hafen und Logistik Aktiengesellschaft (HHLA), das im ehemaligen Rathaus der Speicherstadt, St. Annen 1, beheimatet ist. Aufgrund seiner Lage und Geschichte bot sich das Gebäude im Alter Wandrahm 6 zur Nutzung als Zollmuseum an. Das Zollmuseum wurde bereits ein Jahr nach seiner Eröffnung in den Museumsführer der „100 erlebnisreichsten Museen Deutschlands" aufgenommen und hat jährlich etwa 50.000 Besucher. Mit seiner überraschenden Vielfalt zollrelevanter Themen und seinen außergewöhnlichen Exponaten eröffnet es einen kulturhistorischen Blick auf die Geschichte des Zolls und veranschaulicht auch seine gesellschaftspolitische Bedeutung in Gegenwart und Zukunft.

Deutsches Zollmuseum und das SPIEGEL-Haus auf der Ericusspitze in der Hamburger HafenCity
Zugang zum Museumsboot Oldenburg

1927 gründete Dr. Johannes Popitz, geistiger Vater der Umsatzsteuer und späterer preußischer Finanzminister, das Reichszollmuseum in Berlin. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Museumsgebäude jedoch völlig zerstört. Als Nachfolgeeinrichtung eröffnete der damalige Bundesfinanzminister Dr. Theo Waigel am 21. Mai 1992 das Deutsche Zollmuseum im ehemaligen Zollamt Kornhausbrücke in der Hamburger Speicherstadt. Auf dem Gelände der ehemaligen Wandrahminsel wurde 1650 das „Kornhaus" als Lager für die Hamburgischen Kornvorräte eingerichtet. In den folgenden Jahren entwickelte sich das Gebiet zum Wohnort vornehmer Bürger. Doch als am 15. Oktober 1888 ein Vertrag zwischen dem Deutschen Reich sowie der Freien und Hansestadt Hamburg in Kraft trat, musste diese Bebauung den heute noch erhaltenen Freihafenbauten weichen. Um die Jahrhundertwende wurde das Gebäude des heutigen Zollmuseums als Zollabfertigungsstelle und Lagerzollamt des Hauptzollamts St. Annen eingerichtet. Die Freihafengrenze verlief unmittelbar an der Rückseite des Gebäudes. In den 1920er-Jahren erhielt die Zollabfertigungsstelle den Namen „Zollamt Kornhausbrücke" und fertigte Waren aller Art ab. In den 1960er-Jahren spezialisierte sich das Zollamt Kornhausbrücke auf die Abfertigung von Teppichen. 1985 stellte das traditionsreiche Zollamt seine Arbeit ein.

Nicht zuletzt der Zollkreuzer „Oldenburg“, der vor dem Museum vor Anker liegt, vermittelt ein lebendiges und authentisches Bild der vielseitigen Arbeit des Zolls.

Von Zollquittungen aus dem Altertum bis zur modernen Container-Prüfanlage – im Deutschen Zollmuseum präsentiert sich der Zoll der Öffentlichkeit. Markenfälschungen, Schmuggelverstecke, historische Uniformen... über 2000 Ausstellungsstücke vermitteln im Deutschen Zollmuseum anschaulich die Arbeit des Zolls in Vergangenheit und Gegenwart. Hier weht mit dem Geruch nach Gewürzen, Tee, Kaffee und Tabak der Duft der weiten Welt.  Im Erdgeschoss des Museums haben die einzelnen Aufgabenfelder des Zolls ihren Platz, z.B. der Schutz der Tier- und Pflanzenarten, Steuererhebung und Umwelt- und Gesundheitsschutz. Der Rundgang zeigt, was der Zoll alles macht – heute und in der Vergangenheit. Das Obergeschoss bietet einen umfassenden Überblick über die gesamte Entwicklung des Zolls vom Römischen Reich bis in die 90er Jahre.

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