Herbst am Hammerteich / auf dem Hohenstein in Witten 2020

Zwischen 1891 und 1895 wurde der Hohenstein in Witten durch die städtische „Hohenstein-Kommission“ zu einer Wald- und Parkanlage umgestaltet und für die Bevölkerung geöffnet. Das Naherholungsgebiet mit hohem Waldanteil und einzigartigem Ausblick vom Berger-Denkmal über das weitläufige Ruhrtal animiert Jung und Alt zu vielfältigen Freizeitaktivitäten. Zu jeder Jahreszeit laden offene Wiesenflächen und Waldwege mit Buchen, Eichen und Kastanien zu einem Spaziergang ein.

Im Wildgehege am Hohenstein kann man im Frühjahr die jungen Wildschweine (Frischlinge) mit ihrem gestreiften Fell beobachten, während sich im benachbarten Gehege das Damwild tummelt. Auf Wittener Stadtgebiet gibt es keine wild lebenden Wildschweine, im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis jedoch so viele, dass regelmäßig eine Wildschweinjagd durchgeführt wird.

Das Wildschwein ist die Stammform des Hausschweins und zählt zu den Paarhufern. Männliche Tiere (Keiler) können bis zu 300 Kilogramm schwer werden. Die Allesfresser ernähren sich über wiegend pflanzlich von Wurzeln, Früchten und Samen. Sie wühlen aber auch den Waldboden auf der Suche nach Mäusen und Insektenlarven um. Trotz ihres feinen Geruchssinns suhlen sie sich gerne in Schlammpfützen (Fellpflege!) und scheuern sich anschließend an Bäumen. Das Weibchen (Bache) bringt im März bis Mai durchschnittlich sieben Frischlinge zur Welt. Im Oktober und November bekommen die Jungtiere ihr erstes Winterkleid, das schon die graue bis schwarze Färbung ausgewachsener Tiere erkennen lässt. Wildschweine werden auch als Schwarzkittel bezeichnet.

Auch alte Eiben, Linden, Ahorngewächse, Robinien, Platanen, Vogelkirschen, Salweiden, Hainbuchen, Stechpalmen und verschiedene Nadelbäume wachsen hier. Besonders eindrucksvoll ist die bunte Blätterpracht im Herbst. Dann sammeln die Kinder und auch manche Erwachsene die frischen, glänzenden Kastanien zum Basteln oder einfach als Handschmeichler. Im Frühjahr lohnt es sich, ein Fernglas mitzubringen, um die vielen Vogelarten in diesem Waldgebiet zu beobachten. Hier klopft der Buntspecht und singen Rotkehlchen, Zilpzalp, Kleiber, Buchfink, Meise, Zaunkönig und viele andere Arten.

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