Rausfahren, wenn andere reinkommen: Die Seenotretter
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Ev. Friedhof Wengern

Der evangelische Friedhof in Wengern ist schon fast 200 Jahre alt, hat also eine lange Geschichte und auch einige  historisch interessante Grabstätten. In Wengern wurden  zunächst – wie in vielen anderen Orten -  die Verstorbenen um die Kirche herum auf einem Kirchhof bestattet, bis der Raum dort nicht mehr reichte. In einer Schrift der evangelischen Gemeinde Wengern zu ihrem 300jährigen Reformations-Jubelfeste aus dem Jahr 1843 steht zu lesen: „Bis zum Jahr 1823 wurden die Leichen auf dem Kirchhofe bei der Kirche beerdigt. Der Raum war aber dort so beschränkt und die Gräber so angehäuft, daß man die Anlage eines neuen Begräbnis-Platzes beschloss. Dieser wurde auf Kosten der Kirchen-Kasse angelegt. Er zeichnet sich durch Lage, Größe, Einrichtung vorteilhaft aus. Am ersten Advent-Sonntage, 30. November 1823, wurde er im Beisein der ganzen Gemeinde......feierlich eingeweiht." Der Friedhof ist im Laufe der Zeit mehrfach erweitert worden, aber der Grundriss der damaligen Anlage ist im unteren Bereich noch immer zu erkennen. 

„Helft mit, dass eine Friedhofskapelle gebaut werden kann!“ So hieß es im Jahre 1961 in einem Aufruf des „Kuratoriums zum Neubau einer Friedhofskapelle“. Tatsächlich konnte durch die damalige große Spendenbereitschaft der Bevölkerung  die neue Friedhofskapelle am Totensonntag 1962 ihrer Bestimmung übergeben werden! Seitdem wurde in der Kapelle  so mancher Trauergottesdienst gefeiert, in dem man sich auf den anschließenden Gang zum Grab vorbereiten konnte. Bis heute finden jedes Jahr an die 80 Trauerfeiern in der Kapelle statt – evangelisch – katholisch – freikirchlich – konfessions-ungebunden. 

Kapelle

Historische Grabsteine

Der „Gottesacker“ ist nach fast 200 Jahren auch heute noch ein besonderer Ort. Die Vielfältigkeit des Friedhofs - alte Baumbestände, moderne Grabanlagen sowie historisch interessante Gräber- und seine Geschichte prägen sein besonderes Bild.

Grabsteine der Familie Voerster

---dreieck Hier ruht Gustav Voerster, Urenkel des im Amt Steinbach bei Olpe geborenen Papier-Herstellers Adolf Voerster* (1610-1675), Königlich Preußischer Hauptmann, (im Zivilberuf Justizkommissar) gestorben am 30.12.1865. Gustav Voerster wurde am 23. Mai 1790 in Schwelm geboren und am 31. Mai 1790 getauft. Am 22. März 1829 heiratete er in Wengern Henriette Amalia Friedrika Carolina Wilhelmina von Schwachenberg. Zusammen hatten sie 3 Kinder:

  • Ludwig Emil VOERSTER, geb. am 21. August 1829
  • Gustav Oskar VOERSTER, geb. am 23. Juli 1831
  • Friederica Adelheid VOERSTER, geb. am 24. Dezember 1838

Seine Tochter, Friederica Adelheid, starb am 4.  August 1856 im Alter von 18 Jahren.

 

Henriette Amalia Friederika Carolina Wilhelmina von Schwachenberg wurde am 9. Dezember 1792 in Wengern geboren, getauft am 18. Dezember 1792 auch in Wengern. Sie starb am 12. Dezember 1845 in Bonn. Ihre Eltern:  Johann Friedrich Detmar von Schwachenberg und Albertina Johanna Gottliebina (Albertine) von Götz. 1817 wurde ihre Ehe mit Carl Theodor Elbers (1784 – 1842) geschieden. Friederica Adelheid entstammt ihrer 2. Verbindung mit Gustav Voerster (1790 – 1865). 

 

* Adolf Vorster gilt als Begründer der weitverzweigten Vorster’schen Papiermacher-Dynastie, die über Generationen hinweg ihren Wirkungskreis im Rheinland und in Westfalen entfaltete.

---dreieck Hier ruht Friederika Ulrika Charlotte Adelheid Voerster

geb. 24 Dez 1838,  gest. 4 Aug 1856

 

Friederica Adelheid VOERSTER war die Tochter von Gustav VOERSTER und Henriette Amalia Friedrika Carolina Wilhelmina VON SCHWACHENBERG (s.o.). Auf dem Grabstein wird das Todesdatum mit "4 Aug 1856" angegeben. Andere Quellen nennen hier den "4 Mai" 1856.  

Familiengrabstein von Schwachenberg

Auf der Rückseite der Stele findet man Mutter und Tochter Albertine von Schwachenberg. Die Tochter verstarb 26-jährig am 21.11.1817, knapp 1 Jahr vor ihrer Mutter.

Auf den Seiten der Stele findet man die Namen der Söhne von Schwachenberg. Wilhelm wurde 3 Jahre, Friedrich 12 Jahre alt.

Kriegsgräber und Gedenksteine

Auf dem evangelischen Friedhof Wengern findet man 9 deutsche Kriegsgräber aus dem Zweiten Weltkrieg, sowie auch ein Massengrab mit 34 russischen Kriegsopfern.

Stele der Familie Lind

Säulen der Erinnerung

In einer Kammer des Kolumbariums können bis zu zwei Urnen beigesetzt werden

Die ersten Kolumbarien befanden sich in Rom und Umgebung und stammen aus dem ersten Jahrhundert n. Chr. Der Begriff „Kolumbarium“ bezeichnete wegen der optischen Ähnlichkeit ursprünglich einen Taubenschlag. Meist wurden solche Kolumbarien von reichen Menschen angelegt, die für ihre Sklaven einen kostengünstigen Bestattungsort benötigten. Die reihenweise und übereinander angebrachten Nischen mit kleinen Namenstafeln dienten der Aufbewahrung von Urnen, damals waren es noch Tongefäße. Mit der Einführung der Feuerbestattung ab 1879 in Deutschland wurde das erste Kolumbarium 1892 in Gotha errichtet. Heute versteht man unter einem Kolumbarium ein Gebäude oder Gewölbe, das der Aufbewahrung in Nischen von Urnen und kleinen Erinnerungsstücken dient.

Joh. 11,25

Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Wer an mich glaubt, der wird leben!

---dreieck Hier ruht unsere liebe Mutter

Wilhelmine Hahne geb. Lorenz

geb. 14. Juli 1824 zu Haßslinghausen,

gest. 8 Deb. 1892 zu Wengern

Ruhe sanft

---dreieck Hier ruht unser lieber Vater
Hein(rich) Ernst Hahne
geb. 5. Febr 1828 zu Herzkamp,
gest. 2 Sept. 1887 zu Wengern
Ruhe sanft

Grabstein Gerhard Drückler, ehem. Vors. d. Fördervereins des KSV Witten 07 e.V.

Gerhard Drückler (30-07.1937-19.11.2007), Inhaber der Firma Schäper & Sohn in Annen, hatte 1993 die ersten intensiven Kontakte mit dem KSV Witten 07 und dem Ringersport. Damals war er mit seinem Unternehmen an der Erstellung des Trainingszentrums "Ostermannhalle" an der Mannesmannstraße beteiligt. Daraus entwickelte sich eine langjährige und fruchtbare Beziehung zum Wohle des KSV. Dies führte dazu, dass "Gerd" Drückler bereits 1994 den Vorsitz des KSV-Förderkreises übernahm, den er bis zuletzt innehatte. Im Förderkreis des Bundesligisten treffen sich Sponsoren und Privatpersonen, die sich gezielt für den Leistungssport "Ringen" im KSV Witten 07 einsetzen. Von Beginn an war Gerhard Drückler Mentor und Motor sowohl im Förderkreis als auch für den KSV Witten 07. Sein kompetenter Rat und die Unterstützung waren stets gefragt - und das war nicht eben selten der Fall. Zuletzt nahm er anlässlich des 100-jährigen KSV-Jubiläums am offiziellen Festakt im Märkischen Museum teil, wo ihm die Goldene Verdienstplakette des Vereins für sein Engagement verliehen wurde.

Ruhestätte der Familie Schulte

Weitere historische Grabstätten

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Hier ruht

Carl Julius Müller
Regierungs-Secretair a.D.
Geb. zu Heidelberg am 6. Oktober 1821
gest. zu Köln am 18. März 1893

 

Im Sockel:

Friede seiner Asche

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Karl Ringelsiep

Pastor Rudolf Lotze (* 12. März 1920 in Leipzig, † 22. Dezember 2005 in Wetter)
Leiter der Orthopädischen Anstalten Volmarstein

Aufgewachsen in Leipzig, begann Rudolf Lotze dort 1938/39 sein Studium der evangelischen Theologie und der Philosophie, das er – unterbrochen durch Kriegsdienst und russische Kriegsgefangenschaft – 1949 fortsetzte. Nach dem Examen Anfang der 1950er Jahre arbeitete er kurz als Vikar in Witten und ab 1955 als Gemeindepfarrer in Wengern. Schon damals wurde sein Interesse geweckt, für Menschen mit körperlichen und mehrfachen Behinderungen Chancen auf ein erfülltes Leben und eine sinnvolle Entwicklung in der sozialen Gemeinschaft zu erschließen. Seiner Überzeugung nach war der entscheidende Schlüssel für die Integration von Menschen mit Behinderungen vor allem die berufliche Bildung. Von 1967 bis 1988 leitete Lotze die orthopädisch ausgerichteten Einrichtungen der Behindertenhilfe in Wetter-Volmarstein (heute: Evangelische Stiftung Volmarstein, ESV), wo er eine Reihe von beruflichen Ausbildungsangeboten für junge behinderte Menschen schuf. Von 1979 bis 1994 vertrat Lotze zahlreiche Verbände, auch die Deutsche Vereinigung, im Koordinierungsausschuss für institutionelle Fragen der Rehabilitation bei der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation. Von 1982 bis 1988 arbeitete er im Arbeitskreis für Fragen Behinderter beim Berliner Bundesinstitut für Berufsbildung mit, von 1983 bis 1988 war er im Beirat für die Rehabilitation der Behinderten beim Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung tätig. Als kompetenter „Netzwerker“ wirkte er von 1974 bis 1996 im Hauptvorstand und von 1979 bis 1996 im Geschäftsführenden Vorstand der Deutschen Vereinigung, davon neun Jahre als Schatzmeister und die letzten acht Jahre als erster stellvertretender Vorsitzender.

Ruhestätte der Familie Bonhoff

Grabstele der Eheleute Reese

EHELEUTE  REESE

GUSTAV                                             ELISABETH

1864-1946                                           1875-1965   

 

Friede Freude

Licht Leben

Liebe

 

Selig die Todten die dem Herren sterben

 

Offenbarung 14:13

Und ich hörte eine Stimme vom Himmel zu mir sagen:

Schreibe: Selig sind die Toten, die in dem HERRN sterben von nun an.

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