Rausfahren, wenn andere reinkommen: Die Seenotretter
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Jüdische Friedhöfe

"Wir erkennen heute, dass wir viele Jahrhunderte der Blindheit unsere Augen verhüllt haben, sodass wir die Schönheit deines auserwählten Volkes nicht mehr sahen und die Züge unseres erstgeborenen Bruders nicht mehr wiedererkannten.
Wir entdecken nun, dass ein Kainsmal auf unserer Stirn steht. im Laufe der Jahrhunderte hat unser Bruder Abel in dem Blute gelegen, das wir vergossen, und er hat die Tränen geweint, die wir verursacht haben, weil wir deine Liebe  vergaßen.
Vergib uns den Fluch, den wir zu Unrecht an den Namen der Juden hefteten. vergib uns, dass wir dich in ihrem Fleische zum zweiten Mal ans Kreuz schlugen, denn wir wussten nicht, was wir taten. "      


                                                                                                                                                                                                                          Papst Johannes XXIII

Jüdische Friedhöfe werden nach jüdischem Recht für die Ewigkeit angelegt. Auch wenn Grabsteine abgeräumt oder Gelände bebaut wird, handelt es sich weiterhin um einen Friedhof. In der jüdische Kultur existieren für den Friedhof mehreren Namen:

  • Bejt olam/bejt almin - Haus der Ewigkeit
  • Bejt hachajim - Haus des Lebens
  • Bejt-Ha´Kwarót - Stätte der Gräber
  • Makom tov - Guter Ort
  • Kewer awot – Grabstätte der Eltern

Der Friedhof ist für die Juden ebenso bedeutsam wie die Synagoge. Das zeigt sich auch daran, dass die Männer den Friedhof nicht ohne Kopfbedeckung betreten dürfen. Wie der Name „Haus der Ewigkeit“ andeutet, soll der Tote an diesem Platz in Ewigkeit ruhen dürfen. Den Toten darf der Ruheort nicht genommen werden, da sie auf die Auferweckung „am Ende der Tage“ und auf ein ewiges Leben von Leib und Seele warten. Der jüdische Friedhof ist somit unantastbar. Eine Umbettung oder Neubelegung der Totenstätte, wie es häufig auf christlichen Friedhöfen der Fall ist, ist hier undenkbar.

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