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Jüdische Friedhöfe

Jüdischer Friedhof in Witten

Im heutigen Stadtgebiet von Witten existierten fünf jüdische Friedhöfe, von denen drei in der Zeit des Nationalsozialismus eingeebnet wurden und zwei noch bestehen, aber offiziell geschlossen sind. Der älteste jüdische Friedhof befand sich auf dem Helenenberg und wurde 1867 offiziell eröffnet, aber schon 1900 wieder geschlossen, da er nicht mehr erweitert werden konnte. Er wurde von den Nationalsozialisten eingeebnet. Heute befindet sich auf dem Gelände ein Gedenkstein. Die Grabsteine wurden zum Teil auf dem Friedhof in Witten-Mitte wieder aufgestellt. 1893 wurde der bis heute bestehende Jüdische Friedhof Ledderken in Witten-Mitte eröffnet. Bis 1941 wurden auf dem ca. 1.720 m² großen Gelände 209 Personen beigesetzt. Heute befinden sich auf dem Friedhof noch ca. 130 Grabsteine. Im hinteren Teil befinden sich einige neuere Gräber, das bislang jüngste aus dem Jahr 1989. 1993 wurde auf dem Friedhof ein Gedenkstein aufgestellt, auf dem alle zum damaligen Zeitpunkt bekannten Konzentrationslager aufgeführt sind, in denen Wittener Juden zu Tode gebracht wurden. Der Friedhof ist im Besitz des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe und ist in der städtischen Denkmalliste als Baudenkmal eingetragen.

Jüdischer Friedhof in Nizza

Zu Füßen des Schlosshügels in Nizza erstreckt sich der alte Friedhof mit bombastischen Grabmälern, unter denen sich das von Giuseppe Garibaldi, Nizzas berühmtestem Sohn, vergleichsweise bescheiden ausnimmt, ebenso wie die des benachbarten jüdischen Friedhofs.

Warum liegen auf den Jüdische Grabsteinen kleine Steine?

Ein Rabbiner der Israelitischen Gemeinde erklärt: Zunächst einmal sind die Steine ein Zeichen des Gedenkens: "Wenn jemand bei der Beerdigung nicht dabei sein konnte, kann er mit dem Stein ein Denkmal setzen, jederzeit – auch später noch. Einen Stein auf den Grabstein zu stellen, bedeutet ein Teilnehmen an der Beerdigungszeremonie. Dafür benutzen wir die Steine." Eine weitere Erklärung für diese Tradition stammt aus antiker Zeit, als die Hirten ihrer Schafe mit kleinen Steinen in einem Lederbeutel zählten: "In dem Beutel sind genauso viele Steine wie lebendige Schafe in der Herde. Wenn ein Schaf gestorben ist, haben die Hirten einen Stein weggenommen", erklärt Rabbiner Balla. "Wenn wir sagen, die Seele soll verbunden bleiben mit dem Leben, dann ist dieser Beutel das Symbol, dass dieser Stein niemals den Beutel verlassen soll."

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