Stollenführung

Das Ruhrgebiet ist auf Kohle gewachsen. Schon vor Jahrhunderten förderte man an den Hängen des Flusses, der dem Revier seinen Namen gab, die schwarzen Diamanten zu Tage. Auf Zeche Nachtigall bringen Führer die Besucher zurück in die Zeit, als man zum Kohleabbau noch waagerechte Stollen in die Hänge trieb und später die ersten Schächte in die Tiefe grub. Ausgerüstet mit einem Bergmannshelm gelangen Interessierte im Besucherbergwerk durch niedrige Gänge zu einem echten Steinkohleflöz.

Der Dünkelbergstollen hat einen Zugang über Tage

Helm auf, Grubenlampe an, ein kräftiges „Glückauf“ geschmettert – und los geht es, hin zur Kohle. 350 Meter weit führt der Stollen in den Berg hinein. Es ist dunkel, es ist eng, über weite Strecken geht es nur gebückt voran. Aber es ist nichts im Vergleich zum Alltag der Bergleute, die hier einst ihr Brot verdienten.

Teile des Stollensystems werden künstlich bewettert, es wird also permanent Frischluft eingeblasen. Beim Betreten des Stollens wird mit einer Klapptafel markiert, dass eine oder mehrere Gruppen im Tunnelsystem unterwegs sind. Vor einer optischen Überprüfung der Anlage wird die erste Gruppe am Tage allerdings nicht in den Stollen hineingelassen. Spätestens nach dem dritten Anstoßen des Helmes an tragenden Balken ist man dankbar, einen Kopfschutz erhalten zu haben. Insbesondere lange Personen haben diesmal deutliche Nachteile. Kinder sind hier im Vorteil. Für sie gibt es sogar besonders kleine Helme.

Ehemalige Bergleute führen durch Nachtigall- und Dünkelbergstollen, vorbei an der Figur der Heiligen Barbara, die über die Kohle-Kumpel wacht, vorbei am Blecheimer-Klo, für das der „Kübelmajor“ zuständig war, und an den Gerätschaften, mit denen die Kohle abgebaut wurde. Einmal im Monat wird es noch intensiver: Fünf Stunden (inklusive Mahl und Bergmannsschnaps) dauert die Hauerschicht, bei der die alten Maschinen laufen.

Hier stößt der Besucher in einer Nische auf eine Figur der Heiligen Barbara, Schutzpatronin der Bergleute. Ohne diese Figur würden sich auch heute noch viele Tunnelbauer weigern, in den Berg einzufahren.

Ein Gang führt ins Innere des Hettberges. Hier wurde vor der Zeit der Tiefbauschächte die Kohle gefördert. Im Besucher-Stollen ist auch heute noch ein echtes Steinkohleflöz zu entdecken. Geitling II heißt das Flöz, aus dem die Kohle gefördert wurde.

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