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Teufelsbrück bei Sonne und Nebel

Fähranleger Teufelsbrück

Der Fähranleger Teufelsbrück liegt südlich des Jenischparks, an der Einmündung der Flottbek in die Elbe. Die Elbchaussee führt an diesem Platz bis hinunter auf das Uferniveau. Der beliebte Ort ist Ausgangspunkt für Fahrten mit der Fähre, für Spaziergänge am Elbufer oder durch den angrenzenden Jenischpark.

 

 

Beste Lage direkt an der Elbe

Der 2009 neu gestaltete Platz am Fähranleger ist durch seine helle, offene Gestaltung ein angenehmer Aufenthaltsort: Für Ausflügler sind zahlreiche Fahrradbügel installiert. Auf einer hellen Pflasterung haben Fußgänger und Radfahrer viel Platz, lange Holzbänke laden zum Verweilen ein. Bäume auf quadratischen, bepflanzten Beetinseln und vor allem der wunderschöne Ausblick auf die Elbe runden das Bild ab. Er zeigt sich als ruhiger und großzügiger Platz für Fußgänger und Radfahrer ohne Verkehrsbeeinträchtigungen. Eine Bushaltestelle sorgt für die Verbindung an das öffentliche Verkehrsnetz.

Fast genau gegenüber beginnt das AIRBUS-Gelände:

Teufelsbrück ist Lotsenstation

Der dichte Schiffsverkehr erhöht das Risiko von Unfällen mit katastrophalen Folgen. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, besteht eine Lotsenpflicht für ein- und auslaufende Schiffe. Auf ihrem Weg in den Hamburger Hafen kommen dabei nacheinander drei verschiedene Lotsen an Bord. Als erster betritt in der Deutschen Bucht in Höhe der Position Elbe 1 der Seelotse das Schiff und begleitet es bis Cuxhaven. Dort wird er abgelöst vom Elblotsen, der das Schiff bis kurz vor Hamburg begleitet. Der Hafenlotse kommt erst kurz vor der Hafeneinfahrt, etwa auf Höhe von Teufelsbrück an Bord, während hier der Elblotse das Schiff wieder verlässt. Hier steigen auch die Lotsen zu, die hier oder der Umgebung wohnen.

 
 

Der Hochseekutter LANDRATH KÜSTER

lm März 1889 lieferte der Schiffbaumeister Hinrich Sietas aus Cranz den Neubau an die Brüder Heinrich und Hinrich Wulf aus Cranz ab. Nach einer Bauzeit von nur 3 Monaten kostete der Kutter damals 15.500 Mark und erhielt den Namen des ersten Landrates des Kreises Jork, Heinrich Küster. Der hatte den Bau mit einem zinslosen Kredit von 7.000 Mark, aus Mitteln des Reichsfiskus gefördert. Der Kutter erhielt die Fischernummer P.C. 12 (P.C.= Preußisch-Cranz).

Nach zwölf Jahren kauften Georg Dreyer und Jacob Peter Rudolf Friedrich aus Finkenwerder das Schiff, und es erhielt das Fischereizeichen H.F. 231 (H.F.= Hamburgisch-Finkenwarder). Dreyer und Fiedrich bildeten eine so genannte Mackerschaft, d.h. man besaß ein Schiff zu Anteilen; hier jeder % Anteil. Ein Kutter dieser Größe wurde damals mit 3-4 Mann gefahren. In der Regel waren das der Schiffer, ein Knecht und/oder ein Junge. Aus den Archiven von Versicherungsgesellschaften, kaiserlichen Behörden und Zeitungsarchiven wird schlaglichtartig das arbeitsreiche und gelegentlich gefahrvolle Leben von H.F. 231 sichtbar: 1906 ist nachzulesen, dass H.F. 231 unter Schiffer J. Friedrichs, zusammen mit andern Fahrzeugen, im Winter 1904/05 regelmäßig die hohe Nordsee nach

Kabeljau und Schellfisch befischt und außerordentlich gute Fangergebnisse erzielt. lm schweren Dezembersturm des Jahres 1909 gehen 8 Finkenwerder Hochseekutter mit 29 Mann auf der Nordsee verloren, LANDRATH KUSTER; gehört zu den Kuttern, die heil zurückkommen. lm Januar 1911 geht der Matrose Karl Golgert bei Sturm über Bord und ertrinkt. Weiterhin sind in den Akten der Unterelbe Versicherungskasse zwischen 1916 und 1929 verschiedenen Kollisionen und Havarien dokumentiert. In den 1920er Jahren fanden häufige Eignerwechsel statt, und 1928 wird ein neuer Messbrief mit der Gattungsbezeichnung „Segelschiff mit Hilfsmotor“ ausgestellt. Der Fischkutter erhielt nun ein Steuer- und Kartenhaus. Als Hilfsmotor ließ der Eigentümer Heinrich Reimers aus Finkenwerder einen 25 PS starken HMG Glühkopfmotor einbauen (HMG steht für „Hanseatische Motoren-Gesellschaft“ in Hamburg-Bergedorf). Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Schiff dienstverpflichtet und 1945/46 auf der Eckmannwerft von Grund auf überholt, wobei auch die Bünn entfernt wurde. lm Marz 1970 legte der damalige Eigner Hans Brodersen den Fischkutter nach 81 Berufsjahren still und beantragte eine Abwrackprämie. Die „Deutsche Marine Jugend“ übernahm das Schiff und verkaufte es 1973 in stark verkommenem Zustand weiter nach Holland. Dort wurde ein Umbau zur Kutteryacht begonnen, der jedoch zum Erliegen kam. 1991 erwarb der ABM-Träger „Altonaer Jugendarbeit e.V.“ das Schiff und ließ es nach Hamburg überführen. Von 1992 bis 1997 wurde der LANDRATH auf der Werft in Tollerort von Grund auf restauriert, seit 1995 in Regie von „Jugend in Arbeit Hamburg e.V.“. Hierbei erhielt er auch wieder Bünn, Netzwinde und Pumpspill. Seit Januar 2002 gehört das Schiff der Stiftung Hamburg Maritim und wird vom Verein „Freunde des Hochseekutters LANDRATH KÜSTER e.V.“ betrieben.

Eine rote Fahrwassertonne in der Hamburger Elbe bei Teufelsbrück

Ganz schön was los, vor Teufelsbrück

Wat für ’ne Suppe! Dichter Nebel verschluckt Hamburg

Die Hand vor Augen konnte man gerade noch sehen – mancherorts in Hamburg aber nicht viel mehr: Dichter Nebel hüllte am 16. September 2020 fast die gesamte Stadt ein, die Temperaturen lagen nur knapp im 2-stelligen Bereich. Solche dicken, weißen Nebelwände sind eigentlich typisch für den Herbstmonat. Grund für die diesigen Schwaden war ein Hochdruckgebiet, dessen Zentrum direkt über Hamburg lag. Zudem brachte der schwache Wind keine Aufklärung. Die Luft sinkt ab und erkaltet. Dadurch kann sie nicht mehr so viel Feuchtigkeit fassen. Sie kondensiert. Auch der tiefstehenden Sonne fehlte die Kraft, den Nebel aufzulösen. In der Innenstadt reichte die Gebäudewärme aus, um vereinzelt für eine klare Luft zu sorgen. Gegen Mittag war der Spuk dann wieder vorbei.

Die Linie 64 pendelt zwischne Finkenwerder und Teufelsbrück

▲ Von Finkenwerder fährt Linie 64, die uns zunächst auf derselben Elbseite zum Anleger „Rüschpark“ bringt. Danach überquert die „64“ die Elbe. Rückwärtsgewandt sieht man in der Ferne am Südufer das Gelände des Flugzeugbauers Airbus, das hier in Hamburg-Finkenwerder so groß ist wie 500 Fußballplätze. Der Flugzeugbauer ist mit 12.500 Mitarbeitern der zweitgrößte Arbeitgeber im Stadtstaat Hamburg. Mit ein wenig Glück kann man hier von der Fähre oder vom Elbufer aus Starts- und Landungen auf dem Flugplatz der Werft mitverfolgen.

Teufelsbrück mit Promenade, Yachthafen, Cafés und Restaurants ist ein traditionelles Ausflugsziel für viele Einwohner und Touristen. Der Name bezeichnete ursprünglich eine Brücke, die über die Flottbek führte, kurz vor der Mündung des Flüsschens in die Elbe. Über die Herkunft des Namens „Teufelsbrück“ gibt es verschiedene Legenden. Verbreitet ist die Version, dass an der früheren Furt durch die Flottbek häufig Pferdefuhrwerke zusammenbrachen. Die Fuhrleute befürchteten, dass es hier „mit dem Teufel zugehen“ müsse. Die Flottbek mündet bei Teufelsbrück in die Elbe. Die wabernden Nebelschwaden rufen die alten Geschichten schnell wieder in Erinnerung.

 
 

▲ Das Fischrestaurant „Dübelsbrücker Kajüt“ im Teufelsbrücker Hafen begeistert vor allem Gourmets, die Fisch und Meeresfrüchte bevorzugen. Jenes Lokal, welches auf einem Hausboot gelegen ist, hat sich auf Norddeutsche Küche spezialisiert und verfügt in diesem Bereich bereits über einiges an Erfahrung. Obendrein punktet das Fischrestaurant mit seiner äußerst vorteilhaften Lage. Zu erwähnen ist die Innenausstattung des Lokals, welche dem Namen „Schiffsrestaurant“ alle Ehre macht. Accessoires wie Steuerräder, alte Landkarten, Schiffsmodelle und echte Galionsfiguren sorgen dafür, dass sich die Gäste tatsächlich wie auf Hoher See fühlen.

 

Die Nacht, in der das Wasser kam

Vom 16. auf den 17. Februar 1962 wütet in Hamburg die schlimmste Sturmflut der Stadtgeschichte. Das Wasser überrascht viele im Schlaf, 315 Menschen sterben. Hamburg soll ein Museum bekommen, das sich schwerpunktmäßig mit einer der dramatischsten Naturkatastrophen der Hansestadt beschäftigen soll - der Sturmflut im Februar 1962. Dafür soll das Elbinselmuseum im Stadtteil Wilhelmsburg komplett saniert und umgebaut werden. Auch hier in Teufelsbrück erinnern Hinweistafeln an das Geschehen.

 
 
 
 
 
 

Zurück geht es mit der Neuenflelde nach Finkebwerder, wo die Nebelwände bereits beginnen sich aufzulösen.

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