Rausfahren, wenn andere reinkommen: Die Seenotretter
Ihre Spende hält uns auf Kurs. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist einer der modernsten Seenot-Rettungsdienste der Welt. Wir finanzieren unsere Arbeit ausschließlich durch Spenden und freiwillige Zuwendungen. Als Seenotretter sind wir auf Nord- und Ostsee bei jedem Wetter mit einer Flotte von 60 Seenotkreuzern und Rettungsbooten rund um die Uhr einsatzbereit.
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Wanderwege

Der Rad- und Wanderweg zwischen Bommern und Wengern ist ein beliebtes Ausflugsziel, nicht nur der Bommeraner. Vorbei am Campingplatz Steger, dem Berger-Denkmal, dem Wasserwerk und der historischen Eisenbahnbrücke erreicht man nach kurzer Zeit das Naturschutzgebiet Ruhraue Witten-Gedern, ein rund 85 Hektar großes Naturschutzgebiet an der Ruhr, das sich grenzüberschreitend in den beiden kreisangehörigen Städten Witten und Herdecke in Nordrhein-Westfalen befindet. 

Es wurde 1984 im Zuge der Landschaftsplanaufstellung des Ennepe-Ruhr-Kreises eingerichtet. Benannt ist das Gebiet nach dem östlich gelegenen Siedlungsbereich Gedern. Durch das Naturschutzgebiet führen keine öffentlichen Wege und es besteht ein allgemeines Betretungsverbot. Lediglich Wasserwanderer auf der Ruhr dürfen das Schutzgebiet durchqueren, sofern sie sich von den Ufern fernhalten, keinen Lärm machen und Rücksicht auf die Tierwelt, v.a. auf Brut- und rastende Zugvögel, nehmen. Vom Fuß- und Radwanderweg, der einen Abschnitt des Ruhrtalradwegs bildet, gibt es mehrere gute Möglichkeiten, ins Gebiet zu blicken und die Tierwelt zu beobachten, ggf. mit Hilfe eines Fernglases. An einigen Punkten sind Informationstafeln aufgestellt. 2017 wurde vom Landesbetrieb Straßen der neue, 3,8 Kilometer langen Radweg freigeben, der sich an der Ortsgrenze Bommern/Wengern an den oberen Ruhrtalradweg anschließt. Aus Wittener Sicht bietet die neue Strecke Sonntagsradlern eine echte Attraktion in der direkten Nachbarschaft. Beim Gleiten über die asphaltierte Trasse der Elbschebahn schweift der Blick ins grüne Hinterland von Wengern. Die Route führt auch über das denkmalgeschützte Bahnviadukt anno 1914, das das Elbschetal überspannt. Gleichzeitig schließt sich eine Lücke im regionalen Radwegenetz. Das betrifft den Touristikkurs „Von Ruhr zur Ruhr“, der den Ruhrtalradweg und alte Bahntrassen zu einem reizvollen, 55 Kilometer langen Rundkurs verknüpft. 

Tunnel für Fußgänger und Radfahrer auf dem Rundweg um Witten-Bommern herum – Ruhrtalradweg, Grenze Wetter-Wengern (Vordergrund) und Witten-Bommern (Hintergrund, etwa ab Tunnelmitte); oberhalb: Gleise der Ruhrtalbahn

An der Unterführung (seit 2006 Fußgängertunnel/Ruhrtalradweg) der Ruhrtalbahn in Wengern, findet man eine Gedenktafel für ein Opfer der Ruhrbesetzung 1923. Die Ruhrbesetzung (auch Ruhrkrise, Ruhreinmarsch oder Ruhrinvasion genannt) bezeichnet die Okkupation der bis dahin unbesetzten Teile des Ruhrgebiets durch Besatzungstruppen Frankreichs sowie Belgiens ab Anfang 1923 bis 1925.

Am 15. VIII. 1923 fiel
im Ruhrkampf als Opfer der
Besatzung in Erfüllung
seiner Pflicht
der Reichsbahnschlosser
Ernst Brückner 
aus Witten.

Die Gemeindegrenze zwischen Wetter und Witten wird im Norden des Landschaftsschutzgebiets auf etwa 460 m Länge von der Deipenbecke, einem der Ruhr zufließenden Bach, gebildet. An die beiden Siepen des Landschaftsschutzgebiets grenzen zwei Friedhöfe an: im Süden der ev. Friedhof Wengern, im Norden der ev. Friedhof Bommern. In den bewaldeten Siepenbereichen verlaufen jeweils Pfade, die vor allem von der lokalen Bevölkerung und von Friedhofsbesuchern zur Erholung genutzt werden. An der Deipenbecke erinnert der Fabriciusstein an den Wengeraner Pfarrer Johannes Fabricius, der dort während eines Pestausbruchs 1636 Gottesdienste unter freiem Himmel abhielt.

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