Rausfahren, wenn andere reinkommen: Die Seenotretter
Ihre Spende hält uns auf Kurs. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist einer der modernsten Seenot-Rettungsdienste der Welt. Wir finanzieren unsere Arbeit ausschließlich durch Spenden und freiwillige Zuwendungen. Als Seenotretter sind wir auf Nord- und Ostsee bei jedem Wetter mit einer Flotte von 60 Seenotkreuzern und Rettungsbooten rund um die Uhr einsatzbereit.
■ HINWEIS: Alle Bilder dieser Seiten unterliegen urheberrechtlichem Schutz. Wer Bilder dieser Seiten nutzen möchte, wende sich bitte an den Betreiber dieses Angebotes.

Burg(ruine) Wetter

In der Mitte des 13. Jahrhunderts errichteten die Grafen von der Mark Burg Wetter als wichtigen Stützpunkt ihrer Landesherrschaft und in Sichtweite der bis 1324 kölnischen Burg Volmarstein. Bis in die frühe Neuzeit diente die Burg als Verwaltungssitz des märkischen Amtes Wetter. Zentrales Gebäude der Anlage war der heute noch 26,5 m hohe Rundturm aus dem 13. Jahrhundert. Eine Bauaufnahme des 17. Jahrhunderts zeigt ein Torhaus und weitere Gebäude, die nicht erhalten sind. Nach einem Ausbau im 14. Jahrhundert wurde auch die vorgelagerte Freiheit Wetter in die Ringmauer einbezogen.

Während der Soester Fehde Mitte des 15. Jahrhunderts belagerten kölnische und böhmische Truppen die Burg. Im Verlauf des 16. Jahrhunderts verlor sie ihre Bedeutung als militärischer Stützpunkt und Residenzort und verfiel danach zur Ruine.

 

Die Burg Wetter wurde erst durch Friedrich Harkort bekannt, der hier 1819 die "Mechanische Werkstätte Harkort & Co.", eine der ersten Maschinenbaufirmen im Ruhrgebiet, gründete. In Johann Heinrich Kamp fand er einen kapitalkräftigen Teilhaber und in dem englischen Ingenieur Thomas einen versierten Techniker. Vom preußischen Fiskus erwarb Harkort die leerstehende Burg Wetter und richtete seine Maschinenfabrik ein, in der neben Dampfmaschinen auch Gasbeleuchtungs-Apparate produziert wurden. Dank zusätzlicher staatlicher Förderung war die "Mechanische Werkstätte" bereits 1825 mit 94 Arbeitern zu einer der größten Industriebetriebe Westfalens aufgestiegen. Harkort verzettelte sich bei der Leitung des Betriebs, hing seinen weitreichenden Eisenbahnplänen nach und kümmerte sich nicht energisch genug um die Qualität der erzeugten Produkte. Als auch die staatliche Förderung aufhörte, trennte sich der Teilhaber Kamp von Harkort. Kamps Söhne übernahmen den Betrieb und konsolidierten ihn wieder. Unter anderem ging aus dem Harkort’schen Betrieb später die Deutsche Maschinenfabrik AG (DEMAG) am Bahnhof Wetter hervor. Heute ist es das Stammwerk der 2001 gegründeten Demag Cranes & Components mit Sitz in Wetter. Von dem einstigen Industriestandort auf der Burg, an dem die ersten deutschen Dampfmaschinen hergestellt wurden, ist heute nichts mehr zu sehen. Ein Teil der Gebäude ist zu Wohnungen umgebaut worden. Von der Burg stehen nur noch wenige Mauern und der Burgturm. Eine Treppe führt zu einem Aussichtspunkt auf den Harkortsee.

Turm der Burgruine Wetter
Burgturm, in den Burgresten gründete Friedrich Harkort 1819 die mechanischen Werkstätten.
Das Innere der Burg / Altes Amtshaus
Das Innere der Burg / Altes Amtshaus
Blick vom Aussichtspunkt auf das Harkorthaus, die Ev. Ref. Kirche und die Ruine des alten Amtshauses

Mai 2018
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Was Sie hier erwartet (Auswahl)