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◙ Dome, Kirchen und Kapellen in Deutschland

Kirchen haben wie jedes Haus Wände, Dach, Fenster, Türen – und doch ist vieles anders und ein wenig geheimnisvoll! Jede Kirche hat ihre eigene Geschichte, ihre besonderen Kunstschätze und lädt die Besucher zu einer Entdeckungsreise ein. Wer genau hinschaut, dem erzählt sie etwas über den Glauben und das Leben der Menschen zu der Zeit, in der sie geschaffen worden ist. Sie zeigt, wie viel Mut und Kunstfertigkeit dazugehörten, um so ein beeindruckendes Bau- und Kunstwerk zu schaffen. Vor allem aber können bestimmte Gegenstände und Bilder wie Brücken sein, um den eigenen Glauben besser zu verstehen.

Eine Stadt wie Köln kann mit ihrem weltberühmten Dom natürlich überall Eindruck schinden, aber auch im Ruhrgebiet gibt es sehr sehenswerte Sakralbauten.

 

Kirchen können für den Fotografen (und nicht nur für ihn) tolle Sujets hergeben. Wichtig ist, dass die vorherrschende Licht-Stimmung auch auf dem Foto wiedergegeben werden kann. Als Fotograf steht man dabei häufig vor einer Konfliktsituation: Mit dem Auge betrachtet, das sich höchst flexibel an Lichtsituationen anpassen kann, erscheint ein Raum perfekt geeignet für ein stimmungsvolle Fotos. Nach einer Testaufnahme erkennt man jedoch, dass die Kamera Dinge häufig etwas anders sieht: Lichtquellen haben unterschiedliche Farben, Fenster wirken überstrahlt, und Raumecken verschwinden unvermittelt im Dunkel. Eine Lösung liegt darin, die vorhandenen Lichtquellen zu nutzen und fehlende Lichtquellen gegebenenfalls durch entfesselte Blitze „aufzufüllen“. Bei stimmungsvollen Innenaufnahmen sind Blitze jedoch oft „Stimmungskiller“. Das kühle Licht eines Blitzes (Farbtemperatur) würde die warmen Farben von Kirchenräumen unweigerlich zerstören. Zudem erzeugt Blitzlicht harte Schatten – und die sind in Innenräumen selten erwünscht. Viele Kompaktkameras haben ein spezielles Motivprogramm „Innenaufnahmen“. Diese sorgt auch dafür, dass das Blitzlicht ausgeschaltet wird. Bei Spiegelreflex- Kameras kann man den Blitz manuell ausschalten oder eben gar nicht erst einschalten. Das erfordert meist längere Belichtungszeiten und eine stabile Auflagefläche wie ein Stativ für die Kamera. Lange Belichtungszeit bei weit geschlossener Blende (große Blendenzahl für große Tiefenschärfe) sollten gewählt werden. Damit die Aufnahme keinesfalls verwackelt, empfiehlt es sich per Fernauslöser und mit Spiegelvorauslösung zu fotografieren. Kleine Blendenzahlen und hohe ISO funktionieren nur, wenn es nicht allzu dunkel ist. Hier besteht die Gefahr des Verrauschens. Ein Patentrezept für die richtige Fotografie von großen Kirchenräumen gibt es nicht - am besten ist das Ausprobieren.

 

Jede Kirche hat Ihren eigenen Charakter, ihre eigene Ausstrahlung. Die festliche Stimmung einer Stadtkirche, die besinnliche Ruhe einer kleinen Kapelle, immer geht es darum, eine bestimmte Atmosphäre zu erfassen, ein Gefühl für den Raum zu entwickeln. Es gilt Licht- und Raumstimmungen einzufangen, die Architektur in ihrer Gesamtheit zu begreifen, sich aber auch den offenen Blick für Detail und Nuance zu erhalten.

Kirchenfenster

Bleiglasfenster sind seit dem Hochmittelalter in Europa üblich. Zunächst wurde diese Technik nur für die Fenster der großen Kathedralen angewandt. Bleiglasfenster bilden ein wichtiges Merkmal der Gotik. Das Verfahren, eine größere Glasfläche aus kleinen Stücken zusammenzusetzen, begründet sich in der Schwierigkeit, flüssiges Glas in einer größeren Fläche so abzukühlen, dass es nicht reißt. Erst mit der Herstellung von Echtantikglas wurden auch größere Glasflächen möglich, durch Flachglas wurde dieses Problem ganz gelöst. So blieb den Glasmachern des Mittelalters nur der Weg, kleine Glasscheiben herzustellen und diese mittels Bleiruten zu verbinden und zu kitten. Durch die Verwendung unterschiedlich gefärbter Glasstücke schuf man auf diese Weise Bildfenster, die den scheinbaren Nachteil in eine eigene Kunstform umwandelten. Dabei bildet das technisch bedingte Gerüst der Bleiruten ein besonderes Gestaltungsmittel.

Das farbige Glasfenster baut sich – wie oben beschrieben – aus 3Komponenten auf: dem Glas als Träger der Farbe, der Einfassung aus Blei als dem die Stabilität gewährenden Gerüst des Fensters und der Bemalung. Die Malfarbe, das Schwarzlot, besteht zum größten Teil aus oxidiertem Eisen- oder Kupferpulver (Hammerschlag) und einem Schmelzmittel, zerstoßenem Bleiglas, das bei bereits niedrigen Temperaturen zu schmelzen beginnt, so dass sich die verflüssigte Malfarbe unlösbar mit dem erst erweichten Grundglas verbinden kann.

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