Wasserturm in Bommern

Nachdem die örtlichen Brunnen durch den Bergbau der benachbarten Zeche Bommerbank trockengefallen waren und ein längere Zeit bestehender Wasserlieferungsvertrag mit der Gewerkschaft „Mont Cenis“ zum 1. Januar 1910 gekündigt worden war, wurde ein neuer Wasserlieferungsvertrag mit der Wasserwerk für das nördliche westfälische Kohlenrevier AG in Gelsenkirchen, der Vorgängerin der heutigen Gelsenwasser AG, abgeschlossen. In Zusammenhang mit dieser Umstellung wurde der Bau eines Pumpwerks und eines Wasserturms notwendig. Der Wasserturm entstand noch im Jahr 1910 nach Plänen des auf Wasserwerks-Anlagen spezialisierten Unternehmens Simons in Essen-Steele, mit der Ausführung wurde die Bauunternehmung Carl Brandt in Düsseldorf beauftragt. Der Turm ist 26,4 Meter hoch, sein ursprüngliches Fassungsvermögen betrug 150 m³. Seine Baukosten werden mit nur 300 Mark angegeben, was wahrscheinlich auf einem Fehler beruht. Zuvor befand sich an dieser Stelle eine Windmühle. Bei dem Umbau von 1977 bis 1978 wurde das Fassungsvermögen von den Stadtwerken Witten vergrößert, es beträgt heute zweimal 150 m³. Am 21. Oktober 1986 wurde der Turm unter Denkmalschutz gestellt. Auf Initiative des Bommeraner Heimat- und Geschichtsvereins wurde der Turm zum ersten Mal am 16. Dezember 1997 mit drei 400-Watt-Leuchten angestrahlt.

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