Rausfahren, wenn andere reinkommen: Die Seenotretter
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Martinskirche in Wetter-Volmarstein

Im Jahre 1904 war durch den Ortspfarrer von Volmarstein, Franz Arndt, hoch über dem Dorf ein „Heim“ für körperbehinderte Menschen eingerichtet worden. Zunächst gehörten dessen Bewohner und Betreuer zur Gemeinde der Dorfkirche Volmarstein, bis durch die Verleihung der Parochialrechte (Bildung einer eigenen Gemeinde mit eigenem Pfarrer) im Jahre 1921 der Weg frei war, um den Wunsch nach einer eigenen Kirche zu verwirklichen. Gebaut wurde zunächst eine kleine Kapelle mit 150 Sitzplätzen in Blockhausform. Erst 1962 konnte der Bau einer neuen, größeren Kirche beschlossen werden. Bei der 1964 eingeweihten Martinskirche handelt es sich um einen polygonalen, für die sechziger Jahre typischen Betonbau, dessen Außenwände ursprünglich ganz in hellem Betonton gehalten waren. Bei einer Renovierung im Jahre 1996 hat man sich zu einer Abstufung in dunklem Grau entschlossen, eine gute und geschickte Lösung.

Martinskirche

Das sehr große Portal hat eine Kupferverkleidung, darauf deutlich zu erkennen die in Stahl gearbeiteten Motive: Kreuz – Krone – Dornen. Nachträglich hat man über dem Portal ein kleines Messingkreuz angebracht, das ursprünglich zum Turm der alten Kapelle gehörte. Links neben dem Portal ist der Grundstein eingelassen, auf dem der vom Schwert geteilte Mantel des Heiligen Martin von Tours als Relief dargestellt ist (Arbeit von Max Kratz). Innenraum Die schiff- bzw. zeltförmige, in der Höhe abgestufte Decke (4-12 m) ist aus Tannenholz gearbeitet, der Fußboden mit dunklem Schiefer ausgelegt. Die großen, abstrakt gestalteten Fensterrahmen das Portal, sind also an der „Westseite“ installiert und nicht – wie allgemein üblich – im Altarbereich. Sie sind gehalten in den Farben rot-blau-weiß. An den Seitenwänden zieht sich vom Portal zum Altar je ein schmales Glasfensterband, in dem sich Farben und grafische Formen der großen Fenster wiederholen. Der Altarraum ist fast bühnenartig erhöht, vorgelagert ist eine nachträglich angebrachte Stufe, die ein normales Betreten ermöglicht. An der Sakristeiseite führt eine Schräge auf das Altarplateau, durch die Rollstuhlfahrer zum Altarraum gelangen können. Hier im Altarraum sind die Hauptarbeiten von Max Kratz zu finden. Altarwand: sie wird geschmückt vom Hauptwerk des Künstlers, einem dreiteiligen Bronzerelief. Der Mittelteil ist eine 1,40 m hohe Tafel mit dem segnenden Christus – schwebend dargestellt als Halbrelief, vollplastisch sind nur die segnenden Hände herausgearbeitet. Linker und rechter Seitenteil sind niedriger und breiter gehalten. Auf ihnen bewegen sich hintereinander gestaffelte Personen auf Christus zu. Diese Personen sind sehr gleichmäßig gestaltet, sie tragen gleichförmige lange Gewänder. Alle Körper (auch Christus) sind überlängt. Die gleichförmigen Köpfe sind in ihrer Haltung unterschiedlich; dies gibt dem Ganzen etwas Individuelles, obwohl in den Gesichtern keinerlei Mimik angedeutet ist. Die Arbeit trägt den Titel „Kommet her zu mir alle“. (Mat. 11,28 – „Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“.)

Weitere Arbeiten von Max Kratz in der Martinskirche:

  • Altarkreuz (rote Emaille)
  • Altar-Leuchter (Bronze)
  • Taufbecken (Bronze-Kupfer) mit blau-emaillierter Schale

Kanzel: die Kanzelstirnwand besteht aus einer glasierten Keramikplatte. Das Muster zeigt konzentrische Kreise mit seitlich vom Zentrum markiertem Punkt. In den Bodenkacheln des Altarraums lassen sich Gravuren erkennen, die in unregelmäßigen Abständen und verschiedener Größe gearbeitet sind. Mehrfach finden sich Schafe und Fische, auch Motive aus der Pflanzenwelt. Um das Taufbecken herum ist Wasser angedeutet, am schrägen Aufgang fällt ein sehr deutlich gearbeitetes Kreuz auf. Diese Bilder lassen sich in Verbindung bringen mit christlichen Symbolen. Gravuren dieser Art sind in keiner vergleichbaren, von Max Kratz ausgestalteten Kirche zu finden. Empore: eine großzügige Treppe aus Eichenholz führt zu der zweimanualigen Orgel (21 Register – etwa 1600 Pfeifen). Sie ist eine Arbeit aus der Orgelbauanstalt Alexander Schuke, Potsdam. Das sehr schöne Gehäuse wurde in der Schreinerei der Lehrwerkstätten der Evangelischen Stiftung angefertigt. Nachträglich eingerichtet wurde in den Ecken vor den großen Fenstern ein Bereich für den Mitmachgottesdienst und auf der anderen Seite ein Bereich für die Jugendarbeit. Als Besonderheit ist zu erwähnen, dass der Mittelgang sehr breit gehalten ist, eine Notwendigkeit für die Rollstuhlfahrer. Dies trifft auch für das breite Portal zu.

Oktober 2018
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