Der Buschey-Friedhof in Hagen-Wehringhausen

Der Buschey-Friedhof in Hagen-Wehringhausen verdeutlicht in der Fülle verschiedener Grabmalgestaltung den stilistischen Wandel in der Friedhofskultur. Historische Friedhöfe sind nicht nur Zeugen der Vergangenheit und dokumentieren den Umgang mit dem Tod, sondern sie sind auch Abbild unserer Sozialgeschichte und Ausdruck künstlerischen Schaffens. Aus kultur- und kunsthistorischer Sicht erlaubt der Buschey Friedhof ungewöhnliche Einblicke in die ästhetischen Vorlieben von Klassizismus und Historismus über Jugendstil bis in die Moderne.

Friedhofskapelle

Der Buscheyfriedhof hatte lange keine eigene Aussegnungshalle oder Kapelle. Im Jahre 1999 beschloss die Friedhofskommission e.V. die Gründung eines Fördervereins für den historischen Buscheyfriedhof. Mit Hilfe des Fördervereins, unter dem Vorsitz von Bundesministerin a. D. Dr. h. c. Lieselotte Funcke, konnte das Projekt Aussegnungshalle/Kapelle verwirklicht werden. Im Rahmen eines Planungswettbewerbes unter dem Leitgedanken „Weg“, woran sich viele Studenten beteiligten, wurde das Projekt geplant und entwickelt. 2002 wurde unter Bauleitung von Dipl.-Ing. Peter Halm der Grundstein gelegt. Heute findet man ein modernes Gebäude vor, das sich in das historische Bild des Buscheyfriedhofs einfügt.

Kriegerdenkmal

Kriegerdenkmal auf dem Buschey-Friedhof in Hagen-Wehringhausen

 

Im Jahr 1874 errichtete Sandsteinstele mit quadratischem Postament, die in Form eines neogotischen Turms ausgeführt ist. Die Spitze ist anstelle eines Fialenhelms mit einem steinernen Helm mit Schwert bekrönt. Das Ehrenmal erinnert an elf im Jahre 1870 im Frankreichfeldzug schwer verwundete, im Hagener Krankenhaus verstorbene und hier beigesetzte Soldaten. Man findet das Denkmal in der Nähe des ehemaligen Haupteingangs zum Friedhof.

 

Inschriften:

 

Den im Kriege gegen Frankreich
1870
verwundeten,

ihrer Heimath fern

in unserer Stadt verstorbenen
Deutschen Kriegern.

 

GEIGER, Albert, Berlin, Wehringhausen, Inf. Rgt. Nr.20

REICHELT, Alwin, Görlitz, Wehringhausen, Feld.Art.Rgt. Nr.3

SEILER, Karl, Glembach, Wehringhausen, Grendr. Rgt. Nr.12

HOLLING, Heinr. Gerh.,Alverskirchen, Wehringhausen, Kür. Rgt. Nr.4

KÜHN, Christian, Briest, Wehringhausen, Inf. Rgt. Nr. 64

FRANKE, Wilhelm, Mühlhausen, Wehringhausen, Inf. Rgt. Nr. 60

SCHALLAU, Wilhelm, Tantow, Wehringhausen,Inf. Rgt. Nr.12

WEBER, Peter, Luckenbach, Wehringhausen,Inf. Rgt. Nr. 88

MARTENS, Henning, Nienbüttel, Wehringhausen, Inf. Rgt. Nr. 11

DEUCHMANN, Ernst, Weigelsdorf, Wehringhausen, Grendr. Rgt. Nr. 11

 WAGENER, Otto Robert, Wüstenbrand, Wehringhausen, Sächs. Grendr. Rgt. Nr.100

Fährt man in Hagen den Bergischen Ring entlang, fällt fast an seiner höchsten Stelle am Berghang eine alte Mauer aus Ziegelstein auf. Dahinter viel Grün und alter Baumbestand. Die Neugierde ist geweckt. Ein altes Tor, fast immer verschlossen. Wenn dann der Eingang zu diesem Grün gefunden ist, steht man auf dem Buschey-Friedhof. 

 

Ein immer noch genutzter Friedhof mitten in der Stadt. Viele alte imposante Denkmäler von kunsthistorischer Bedeutung. Und dann die Namen, viele davon doch schon irgendwann und irgendwo gehört. Es finden sich die Namen aus bekannten Familien, aber auch die Grabstätten von ehemaligen Kollegen, Bekannten, Nachbarn oder auch Verwandten. Ein belebter Ort in Gebrauch, der 200 Stadtgeschichte mit ihrer kunst- und sozialhistorischen Entwicklung widerspiegelt.

 

Der Friedhof wurde 1810 eingeweiht als Gemeinschaftsfriedhof der lutherischen, reformierten und katholischen Kirchengemeinden von Hagen außerhalb des Stadtgebietes, in einem unbewohnten Gebiet, in der Gemeinde Wehringhausen. Heute ist er eingerahmt von Wohnblocks, so nahe, dass Angehörige die Gräber ihrer Verstorbenen im Prinzip vom Balkon aus pflegen könnten. Der Friedhof, ein frühes Beispiel für Ökumene, war die Begräbnisstätte für die Verstorbenen aus der Stadt Hagen und den umliegenden Bauernschaften Delstern, Eilpe, Eppenhausen und Wehringhausen. Er ersetzte den Friedhof um die Johanneskirche, der aus hygienischen Gründen und obrigkeitlichen Zwang aufgegeben werden musste. Was der Ostfriedhof in Dortmund für den Bergbau, ist der Buschey-Friedhof für Hagen. Bedeutende Hagener Persönlichkeiten und Unternehmerfamilien aus der Stahlindustrie  wie Harkort, Elbers, Funcke oder Osthaus haben hier ihre sehr kunstvoll ausgestalteten Grabstätten. Die Grabsteine und Grabmonumente wurden teilweise von namenhaften Bildhauern und Architekten angefertigt. Zu den Skulpturen des Friedhofes zählen drei Plastiken des belgischen Bildhauers George Minne. Das Grab für August Kuth, einen Mitarbeiter von Karl Ernst Osthaus, gestaltete J.L.M. Lauweriks.

 

Der Friedhof hatte ursprünglich eine Größe von 8.750 m². Heute umfasst der Friedhof 24.738 m²; er liegt im Karree Lange Straße, Bergischer Ring, Buscheystraße und Christian-Rohlfs-Straße. Der Buschey-Friedhof zählt mit seiner umlaufenden Mauer und den teils sehr schönen Grabsteinen und Grabanlagen vom Klassizismus bis zum Jugendstil und Expressionismus zu den kunst- und kulturhistorisch bedeutenden Friedhöfen des Ruhrgebiets. 2003 wurde eine Andachtshalle nach Entwürfen der Architektin Simone Steinborn errichtet. 2010 wurde das zweihundertjährige Jubiläum des Friedhofs begangen. Der Friedhof wird nach wie vor in gemeinsamer Trägerschaft der evangelischen Stadtkirchen-Gemeinde, der katholischen St.-Marien-Gemeinde und der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Hagens betrieben. Der Förderverein für den Historischen Friedhof am Buschey, Hagen bemüht sich um die Erhaltung bedeutender Grabmale.

 

Grabstätten bekannter Personen auf dem Buschey-Friedhof

  • Wilhelm Altenloh, Täter des Holocaust († 1985)
  • Liselotte Funcke, Politikerin († 2012)
  • Karl Ernst Osthaus, Kunstmäzen († 1921)

 

Familiengräber der Unternehmerfamilien

  • Elbers (Textilfabrik Elbers)
  • Harkort (Mechanische Werkstätten Harkort & Co.)
  • Funcke (Schraubenfabrik Funcke & Hueck)
  • Osthaus (Bankhaus Osthaus, später Teil der Essener Credit-Anstalt)
  • Post (Johann Caspar Post Söhne)

Antike Wasserspender von Südlohn

Selbst die Wasserspender sind auf diesem Friedhof besonders schön und erinnern mit ihrer Ornamentik an vergangene Zeiten.

"Verborgene Pracht"

Hauptmann a.D. Max Plato 1859 - 1900 und
Paula Plato, geb. Vorster 1865 - 1952

v.l.n.r.: Grabmale Heinrich und Auguste Osthaus, Kurt Keuper und August / Luise Müller, Ernst Koch - erster Bürgermeister der Stadt Hagen.

Grabmale im Eingangsbereich

Johann Wilhelm Gottfried zur Nedden 1789 - 1833

Landgerichtsassessor, Stadtgerichtsassessor, Justizkommissar Johann Wilhelm Gottfried zur Nedden wurde am 1. November 1789 in Hattingen geboren und am 8. November 1789 hier evangelisch getauft. Er verstarb am 9. Juni 1833 in Hagen im Alter von 44 Jahren. Seine Eltern waren Johann Jonas Theophil zur Nedden (1743 – 1814) und Sophia Katharina Wilhelmina Arnoldina von König (1757 – 1822).

Am 14. September 1819 heiratete Johann Wilhelm Gottfried zur Nedden in Dortmund Wilhelmina Friederika Regina (Friederike) Wiskott geboren am 14. Juli 1796 in Dortmund, verstorben nur 36-jährig am 31. Mai 1832, Dortmund. Ihre Eltern waren Johann Ernst Wiskott (1752 – 1809) und Sibylla Katharina Dorothea Mallinckrodt (1764 – 1809).

Schmetterlinge finden sich als Grabsteinsymbolik recht häufig auf unseren Friedhöfen. Er ist dort als ein Zeichen der von der Materie befreiten Seele zu verstehen und somit als christliches Zeichen der Auferstehungshoffnung.

Julius zur Nedden 1824 - 1875

Julius Friedrich Franz zur Nedden (Bruder der nachfolgend aufgeführten) wurde am 19. April 1824 in Hagen geboren und am 11. Mai 1824 getauft. Er verstarb am 29. September 1875 in Hagen.

August und Marie zur Nedden 1829 - 1907 / 1835 - 1911

 

 

 

 

 

 

 

August zur Nedden

Oberstleutnant z.D.
(in den deutschsprachigen Streitkräften von der

Kaiserzeit bis zur Wehrmacht "zur Disposition")

 

Ritter des

Eisernen Kreuzes 1. Klasse

geb. 26.Juli 1829

gest. 8. Januar 1907

__________________

 

Marie zur Nedden

geb. Danner

 

geb, zu Mühlhausen i. Th. am 18. October 1835

(Thüringen)
gest. zu Hagen i.W. am 25. März 1911

 

___________

 

Regimentskommandeur August Christian Heinrich Wilhelm zur Nedden, Sohn von Adolf Julius zur Nedden (1786 – 1858) und Susanna Christina Henriette Johanna (Christine) von Essellen, wurde am 26. Juli 1829 in Hagen geboren, am 23. August 1829 in Hagen evangelisch getauft, verstarb am 8. Januar 1907 in Hagen. Am 1. Mai 1856 heiratet er Maria Augusta Charlotte (Auguste) Danner, geboren am 13. Oktober 1835 in Mühlhausen/Thüringen, verstorben am 29. März 1911 in Hagen. Sein Vater Adolf Julius zur Nedden, ev. getaufter Justizkommissar und Notar, wurde am 6. März 1786 in Hattingen geboren und verstarb am 23. Juli 1858 in Hagen.

 

August Christian Heinrich Wilhelm zur Nedden hatte 10 Geschwister:

  • Eduard Ludwig Carl Theodor zur Nedden (1812 – 1895)
  • Otto Moritz Theodor Wilhelm zur Nedden (1814 – 1841) (s.u.)
  • Ida Luisa Henriette Wilhelmina zur Nedden (1816 – 1841)
  • Bertha Wilhelmina Sophia Antoinette zur Nedden (1818 – 1902)
  • Emma Susanna Friederika Wilhelmina zur Nedden (1820 – 1873) (s.u.)
  • Mathilda Amalia Henriette Carolina (Mathilde) zur Nedden (1822 – 1823)
  • Julius Friedrich Franz zur Nedden (1824 – 1875) (s.o.)
  • Emil Ludwig Ernst Friedrich zur Nedden (1825 – 1828)
  • Christina Elisa Wilhelmina (Christel) zur Nedden (1827 – 1866)
  • Maria Carolina Henriette (Marie) zur Nedden (1831 – 1886)

Otto zur Nedden 1814 - 1841

Otto Moritz Theodor Wilhelm zur Nedden (Bruder von August Christian Heinrich Wilhelm zur Nedden s.o.) war Jurist in Hagen.

Emma zur Nedden 1820 - 1873

Emma Susanna Friederika Wilhelmina zur Nedden war eine Schwester von Otto Moritz Theodor Wilhelm zur Nedden und August Christian Heinrich Wilhelm zur Nedden.

Justizrath Julius zur Nedden 1786 - 1858

? zur Nedden ?

Gedenkstein für August Kuth

Der Gedenkstein für August Kuth  wurde im Auftrag von Karl Ernst Osthaus von dem holländischen Architekten J. L. M. Lauweriks entworfen. August Kuth (1887–1911) war Assistent im Folkwang-Museum und im Deutschen Museum für Kunst in Handel und Gewerbe.

Grabstätte der Familie Gustav Moll

Neben den "klassischen" Bestattungsformen als Erd-Wahlgrab und Urnen-Wahlgrab gibt es auf dem Buschey-Friedhof die alternativen Möglichkeiten, sich in der historischen Grabanlage der Familie Elbers im Urnengemeinschaftsgrab beisetzen zu lassen. Inkl. einer Inschrift an der historischen Grabanlage. Ausserdem stehen Urnen-Reihengräber und die modernen Urnen-Stelen als Bestattungsformen zur Verfügung. Die Ruhezeiten liegen bei Urnenbestattungen bei 25 Jahren, bei Sargbestattungen bei 30 Jahren. Des weiteren bieten die Firmen Steinmetz Karsten Jüng und Gärtnerei Fisseler das gärtnerbetreute Urnenfeld mit Urnenwahlgräbern an.

Grabstätte Brenner / Soding

Emilie Brenner

31.05.1824 – 20.08.1839

 

 

Johann Paul Brenner

26.03.1784 – 10.09.1842

 

 

Dietmar Soding

1902 – 1972

 

Ellen Soding

-

Ellen Elisabeth Soding (Flues)
19.10.1760 – 02.10.1824

 

Johann Caspar Soding

07.08.1755 – 31.10.1815

Pastor Franz Carl Alexander Aschenberg

Karl Franz Alexander Aschenberg (1805 – 1856), Beruf: Pfarrer, evangelisch-lutherisch, Familienstand: unverheiratet
Geburt: 08. Juli 1805, Hagen, Tod: 25. Dezember 1856, Hagen
Eltern: Vater: Johann Wilhelm Aschenberg (1768 – 1819), Mutter: Johanna Franziska Honsberg (1774 – 1806)

Ernst Wilhelm Zimmermann
Pastor, 08.07.1767 - 08.03.1848

Susanne Sophie Henriette Adolphine Zimmermann
geb. Sethe, 21.12.1769 - 26.12.1827

1. Ehefrau von Pastor Zimmermann

Gustav Heinrich Theodor Zimmermann
06.05.1805 - 18.08.1828

....mann
12.10.1830 - 30.01.1838

Pfarrer Anton Merkel

Hier ruhet Anton Meckel, seit 20. August 1834 Kath. Pfarrer in Hagen, 47 Jahre alt, gest. 15. Februar 1851. R.I.P.

Agnes Erkenzweig geb. Overbeck 1855 - 1878

 

Ruhestätte der Eheleute Carl Adrien

Hermann Vorster

Amalie Vorster

Hier ruht

Amalia Vorster

geborene Elbers

geb. den 9. Oktober 1806

gestorben 3. Februar 1845

 

Vater: Carl Johann (Carl Jan) Elbers [I.] (1769 – 1845)

Mutter: Christiane Katharina Franziska König (1771 – 1853)

 

Hier ruht

Hermann Vorster

Papiermühlenbetreiber
geb. den 09. Februar 1801
Taufe: 20. Februar 1801
gestorben 23. April 1848

 

Vater: Friedrich Theodor Vorster (1763 – 1843) 

Mutter: Anna Gertrud Stockfisch (1769 – 1827)

 

Hermann und Alexander Carl Friedrich Vorster

 

Hermann Vorster
25. Februar 1829 - 18. Juli 1829


Alex. Carl Friedr. Vorster
20. Juli 1832 - 24. März 1833

  

 Weitere Kinder

 

Hermann VORSTER
12. Oktober 1830 - 30. Januar 1838

 

August Eduard Friedrich Alfred Adolph VORSTER
20. Juli 1835 - 18. Februar 1873

 

Johann David Friedrich Ernst VORSTER
25. Juli 1835 - 25. Dezember 1835

 

Amalie Henriette Christiane Amelie Adelaine VORSTER
1. Januar 1837 - 11. April 1840

 

Hermann Eugen Hugo VORSTER
27. Februar 1842 - 19. Dezember 1884

 

Hedwig Amalie VORSTER
3. Februar 1845 - 3. August 1846

 

Ob die gelb markierten Geburtsdaten richtig sind, ist nicht sicher.

Pastor Friedrich Müller 1773 – 1841

Vorderseite
Rückseite des Steins

Der Pastor
Friedrich Müller 1773 – 1841

mit den Seinen
Sophie Müller, geb. Weinhagen 1773 – 1846
Christiane Weinhagen 1779 – 1828
Friedrich Müller 1805 – 1838
August Müller 1810 – 1832
Fritz Müller 1843 – 1867

Grabmal: Friedrich Carl Schnettler

Grabmal: Friedrich Carl Schnettler (1810 - 1876), Pfarrer, Landdechant und Ehrendomherr in Hagen.

 

Am 17. Februar 1859 bittet Pfarrer Friedrich Carl Schnettler von der Kirchengemeinde St. Marien Hagen das hochwürdigste Generalvikariat in Paderborn, einen Gesellenverein in Hagen gründen zu dürfen. Am 24. Februar 1859 bestätigt Generalvikar Wasmuth, Paderborn, die Gründung des katholischen Gesellenvereins in Hagen. Auf Vorschlag von Pfarrer Schnettler wird Kaplan Klatte vom Bischof Conrad Martin zum ersten Präses berufen. Die Vereinsgründung erfolgt mit 15 Kolpingsöhnen.

 

Tod des Gründers (1876): Am 8. Juli 1876 stirbt der Gründer des Hagener Gesellenvereins, Landdechant und Ehrendomherr Friedrich Carl Schnettler im 67. Lebensjahr. 24 Jahre hatte er in der Kreisstadt Hagen amtiert. Unter ihm wurde dem Schulwesen besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Außer dem Bau von Volksschulen schenkte Pfarrer Schnettler auch dem höheren Schulwesen besondere Beachtung. Vereinsgründer Pfarrer Schnettler fand auf dem Buscheyfriedhof seine letzte Ruhestätte. Das Grab kann man heute noch besuchen.  

Ruhestätte Sanitätsrat Dr. med. Wilhelm Hiltrop

Grabstätte Lorenz

Hier ruht in Gott der Jüngling: Hugo Jansgen, geboren: estorben: 

Sein Muth errang bei Königgrätz den Kranz fürs Vaterland ……sein junges Herz

Sein Geist entschwebte bald zum Himmel…..

 

Die Schlacht bei Königgrätz am 3. Juli 1866 nahe der böhmischen Stadt Königgrätz war die Entscheidungsschlacht im Deutschen Krieg. Die Preußische Armee besiegte die Armeen Österreichs und Sachsens.

 

Heinz und Waltraud Grothe

Familie Johannes und Elli Kramer / Zimmermann

Familie Reininghaus / Rudolf, Irmgard und Vera Weinreich

Familie Grundmann

 

Paul, Margarete und Paul-Robert Jakob

Ruhestätte der Familie Schemmann

Ruhestätte Charlotte, Wilhelm und Friedrich Schemmann

Stammbaum: zum Vergrößern bitte anklicken

Ernst Schaberg 1833 - 1897 und Eltern Peter und Friederike Schaberg, geb. Schemmann (s.o.)

Heinrich Peter und Friederike Schaberg,

geb. Schemmann 1797 - 1869

Paul Schaberg 1835 - .....

Ernst Schaberg 1833 - 1897

Ernst Wilhelm SCHABERG (Grabstein rechts) wurde am 26. März 1838 in Hagen geboren und verstarb hier am 8. Dezember 1897. Seine Eltern (Grabstein links) waren Heinrich Peter SCHABERG, geb. am 22. Februar 1790 in Hagen, gest. am 10. März 1842 und Friederike SCHABERG, geb. SCHEMMANN, geb. am 2. November 1797, verst. am 22. Juni 1869 (s. Stammbaum oben). Die Heirat war am 19. Februar 1832 in Hagen. Aus dieser Ehe gingen neben Ernst Wilhelm (s.o.) 4 weitere Kinder hervor:

  • 08. Dezember 1833 Heinrich SCHABERG
  • 26. November 1835 Paul Friedrich SCHABERG
  • 16. August 1840 Friedrich Wilhelm SCHABERG
  • 03. Februar 1842 Anna Christine SCHABERG

In erster Ehe war Heinrich Peter SCHABERG bereits mit Caroline Wilhelmine Gisbertine KUHLMANN verheiratet. Geburt 25. August 1802, Heirat 3. August 1820, Tod? Diese Ehe war mit 5 Kindern gesegnet:

  • 06. August 1821 Peter SCHABERG
  • 29. August 1822 Auguste SCHABERG
  • 09. Februar 1825 Carl SCHABERG
  • 25. Februar 1827 Otto SCHABERG
  • 23. April 1830 Julie SCHABERG

Somit hatte Ernst Wilhelm SCHABERG 4 Geschwister und 5 Halbgeschwister.

Kurt Kinzüis, Oberlnt. der Sturm Gesch Abt, 1918 - 1941, gefallen bei Macejewo / Russland

Stele im gotischen Stil links: Grabstätte Johann Heinrich Osthaus und Ehefrau Auguste geb. Neuhaus

Grabstätte Johanna Christina Middecke

Grabmal für Dr. Benno Wortmann (1911-2002).

Der evangelische Kaufmann Johann Heinrich Osthaus, geb. am 12. Januar 1803 in Hamm, verst. Am 5. April 1881 in Hagen, war Sohn von Johann Georg Heinrich Osthaus (1759 – 1804) und Johanna Clara Maria Schulze-Heil (1766 – 1846). Am 18. September 1834 heiratete er in Hagen Amalia Augusta (Auguste) geb. Neuhaus (1812 – 1891).

 

Kinder:

  • Emilia Friederika Wilhelmina Osthaus (1836 – 1902)
  • Luisa Christina Antonia (Antonie) Osthaus (1838 – 1913)
  • Carl Ernst August Osthaus (1842 – 1902)
  • Gustav Osthaus (1848 – 1900)

Gruft der Familie Eduard Elbers

Grabmal als Halbkreisnische in der Formensprache des Klassizismus mit Bronze-Relief. Gruft der Familie Eduard Elbers, um 1910 errichtet. Das Bronzerelief zeigt ein trauerndes Paar, das vor dem Tor, das ins Jenseits führt, in Trauer verharrt. – Eduard Elbers (1802-1844) war Teilhaber des Drahtwalzwerks Funcke & Elbers. Die Grabstätte der Familie befindet sich auf einem privaten Teil des Friedhofs.

Bereits vor dem Teilhaberwechsel bei Funcke & Hueck (der Name des Unternehmens blieb bei der Veränderung der Besitzverhältnisse erhalten) hatte Wilhelm Funcke ein zweites Unternehmen gegründet. Zusammen mit dem erst 26jährigen Eduard Elbers, dessen Familie ebenfalls mit den Harkorts verwandt war und zu den großen, traditionellen Unternehmerfamilien Hagens gehörte, und Konstantin Bergenthal hatte er 1856 das Puddel- und Walzwerk Funcke & Elbers in Wehringhausen errichtet. Damit verfolgte Funcke offensichtlich den Plan, durch Rückwärtsintegration die Materialbasis für die Weiterverarbeitung bei Funcke & Hueck zu sichern, auch wenn das neu gegründete Unternehmen in Webringhausen hieraus nur einen Teil seiner Beschäftigung sichern konnte und schnell zur Produktion für den allgemeinen Markt überging. Dementsprechend schnell wuchsen Produktionsmenge und Beschäftigtenzahlen an: 1861 waren bereits 380 Arbeiter bei Funcke & Elbers, 1872 bei Funcke & Hueck 600 tätig.

Das chorartige Halbrund der Familiengrablege von Eduard Elbers

Eduard ELBERS

Geburt 18. März 1802, Hagen, Westfalen

Tod: 28. Februar 1844, Hagen, Westfalen, im Öger Hammerteich ertrunken

 

Eltern

Carl Johann ELBERS  (1769 – 1845)
Franziska Christine KÖNIG (1771 – 1853)

 

Ehefrau: Heirat 26. April 1829, Emma HEUSER

Geburt:  5. Oktober 1807, Gummersbach
Tod: 1. Februar 1875, Leipzig, Sachsen

 

Kinder:

Carl August Eduard Elbers (1830 – 1903)
Anna Clara Elbers (24. September 1831 - )
Hermann (Heinrich?) Wilhelm August Elbers (1833 – ....)
Ludwig Otto Elbers (1837 – ….)
Daniel Alexander Elbers (1838 – ….)

Privater Friedhofsteil der Familie Osthaus. Auf dem Foto sieht man die drei kunsthistorisch wertvollen Skulpturen des belgischen Bildhauers Georges Minne. Die figurativen Plastiken erschuf er 1903, 1904 und 1907. Links: „Auferstehender Jüngling“, Marmorhalbrelief, Grabstätte Paul Berthold Osthaus (1889-1908, Halbbruder von Karl Ernst Osthaus). Mitte: „Büste einer jungen Frau“, Marmor, Grabstätte Laura Hedwig Osthaus (1885-1902, Halbschwester von K.E.O.). Rechts: „Unsterblichkeit“, franz. Kalkstein, Grabstätte Carl Ernst August Osthaus (1842-1902, Bankier, Vater von K.E.O.), Selma Emilie geb. Funcke (1852-1874, Mutter von K.E.O.) und Laura Christiane geb. Funcke (1854-1932, Stiefmutter von K.E.O.).

Mitte: „Auferstehender Jüngling“, Rechts: „Büste einer jungen Frau“, Unten, nächstes Bild: „Unsterblichkeit“

Gedenkstein für Ernst Osthaus und seine beiden Ehefrauen Laura und Selma / Stammbaum s. weiter unten

HIER RUHEN

LAURA OSTHAUS

GEB. FUNCKE
geb. 14. April 1854
gest. 25. Mai 1932

ERNST OSTHAUS

 

geb. 01. November 1842
gest. 11. Dezember 1902

SELMA OSTHAUS

GEB. FUNCKE
geb. 15. Juli 1852

gest. 14. Mai 1874

Hier liegen auch die Angehörigen der Familie Funcke.

 

Hier auf dem Buscheyfriedhof findet man auch das Grab von Liselotte Funcke (* 20. Juli 1918 in Hagen, Westfalen; † 1. August 2012). Sie war eine deutsche Politikerin (FDP), Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages und Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Außerdem war sie die erste weibliche Ausländerbeauftragte der Bundesregierung. L. Funcke wurde als viertes Kind des Fabrikanten Oscar Funcke geboren. Sie legte am Hagener Realgymnasium 1937 das Abitur ab und studierte in Berlin Betriebswirtschaftslehre. Nach dem Abschluss als Diplom-Kaufmann 1941 arbeitete sie bis 1944 als Assistentin bei einem Wirtschaftsprüfer. Anschließend war sie in der von ihrem Urgroßvater gegründeten Schraubenfabrik und Gesenkschmiede Funcke & Hueck als Prokuristin tätig. Diese Tätigkeit übte sie bis 1969 aus. Am 1. August 2012 starb Liselotte Funcke im Alter von 94 Jahren.

Wilhelm Funcke 1856 - 1910
Johanna Funcke, geb. Harkort 1862 - 1935
Carl Funcke, Doctor der Medizin 1802 - 1846
Oscar Funcke, 1857 - 1878

Die Schraubenfabrik Funcke & Hueck in der westfälischen Industriestadt Hagen wurde im Jahr 1844 errichtet und produzierte bis in die 1990er Jahre. In ihren Blütejahren arbeiteten hier bis zu 1500 Beschäftigte (1913).

Die Anlagen der Schraubenfabrik wurden am Zusammenfluss der Flüsse Ennepe und Volme errichtet. In den 150 Jahren des Bestehens wurden die nach und nach entstehenden Werksteile durch ein System aus Aufzügen, Treppen und Überführungen miteinander verbunden. 1844 wurde hier die erste Dampfmaschine von Hagen aufgebaut, 1850 wurde auch die Produktion von Schienenbefestigungsmaterial aufgenommen, 1860 eine Gesenkschmiede (mit dem ersten Riemenfallhammer Deutschlands) angegliedert. Der Betrieb wurde 1970 vom Neusser Schraubenhersteller Bauer & Schaurte übernommen und in den 1990er Jahren stillgelegt. Gründerväter waren Bernhard Wilhelm Funcke I (1793–1857) und sein Neffe Friedrich Hueck. Wilhelm Funcke I schied bereits im Jahr 1846 aus, sein Sohn Wilhelm Funcke II (1820–1896) führte das Unternehmen mit Friedrich Hueck weiter, später dann Wilhelm Funcke III (1856–1910). Sehr früh setzte Wilhelm Funcke II auf betriebliche Sozialpolitik (1855 Betriebskrankenkasse, 1869 Arbeitersparkasse, später auch Arbeiterwohnungsbau und Konsumverein). Der Teilhaber Friedrich Hueck schied Ende des Jahres 1862 aus. 1875 trat Theodor Springmann (1840–1927) als Teilhaber ein. Nach dem Ausscheiden der Familie Springmann im Jahr 1926 blieb das Unternehmen allein im Besitz der Nachkommen von Wilhelm Funcke III. Von 1910 bis 1947 führten es die Brüder Wilhelm Funcke IV und Oscar Funcke (1857-1878), danach Fritz Falkenroth (bis 1959) und Wilhelm Harkort (ab 1959), beide Enkel von Wilhelm Funcke III.

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Historisches Grabmal Wilhelmine Funcke, geb. Springmann (1799-1868) und
Frieda Funcke, 05. Dezember 1831 - 12. Dezember 1832

Gruftanlage der Gebrüder Carl Johann, Christian und August Wilhelm Elbers

▲ Imposante große Gruftanlage der Gebrüder Carl Johann, Christian und August Wilhelm Elbers, deren Frauen Antonie und Emilie, geb. Osthaus. Um 1900 in neoklassizistischer Formgebung entstanden, ist die Anlage ein typisches Beispiel der historistischen Grabkunst und -gestaltung. Die hohe Rückwand ist mit den drei Ädikulen in jonischer Ordnung der antiken Architektur entlehnt. Heute noch zeugt die Gruft vom einstigen Glanz der Familie. Der Name Elbers war jahrzehntelang ein Begriff und Gütezeichen für Webwaren und Stoffdruck in der Volmestadt. Heute beherbergt die historische Gruftanlage eine Urnengemeinschaftsanlage.

Ruhestätte der Brüder Elbers und ihrer Familien, heute Urnengemeinschaftsanlage.
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Die beeindruckende Gruftanlage der Gebrüder Carl Johann, Christian und August Wilhelm Elbers mit Gattinnen nahe der Lange Straße.

Imposante große Gruftanlage der Gebrüder Carl Johann, Christian und August Wilhelm Elbers, deren Frauen Antonie und Emilie, geb. Osthaus. Um 1900 in neoklassizistischer Formgebung entstanden, ist die Anlage ein typisches Beispiel der historistischen Grabkunst und -gestaltung. Die hohe Rückwand ist mit den drei Ädikulen in jonischer Ordnung der antiken Architektur entlehnt. Heute noch zeugt die Gruft vom einstigen Glanz der Familie. Der Name Elbers war jahrzehntelang ein Begriff und Gütezeichen für Webwaren und Stoffdruck in der Volmestadt.

 

Neben den "klassischen" Bestattungsformen als Erd-Wahlgrab und Urnen-Wahlgrab gibt es auf dem Buschey-Friedhof die alternativen Möglichkeiten, sich in der historischen Grabanlage der Familie Elbers im Urnengemeinschaftsgrab beisetzen zu lassen. Inkl. einer Inschrift an der historischen Grabanlage. Ausserdem stehen Urnen-Reihengräber und die modernen Urnen-Stelen als Bestattungsformen zur Verfügung. Die Ruhezeiten liegen bei Urnenbestattungen bei 25 Jahren, bei Sargbestattungen bei 30 Jahren. Des weiteren bieten die Firmen Steinmetz Karsten Jüng und Gärtnerei Fisseler das gärtnerbetreute Urnenfeld mit Urnenwahlgräbern an.

Die Ruhestätte der Familie Wilhelm Elbers - linker baufälliger Flügel der Gruftanlage der Gebrüder Elbers.

Textilfabrik Elbers

Die Textilfabrik Elbers gehörte über hundert Jahre lang zu den bedeutendsten Firmen in Hagen und Umgebung. Die wichtigsten und markantesten erhaltenen Bauten stellen das frühere Verwaltungsgebäude in Rustika-Optik (1904/05), ein Turbinen-Gebäude in selbiger Manier (um 1905), die sog. „Mechanischen Werkstätten“ (um 1920) von Georg Metzendorf, der 85 Meter hohe Schornstein (1861) sowie ein neogotisches Backsteingebäude, die „Kapelle“ (um 1850/55), dar. Zudem befinden sich in Sichtweite des Werks: in der Natorpstraße das ehem. Familienheim Elbers und in der Tuchmacherstraße ein früheres Ledigenheim, beide ebenfalls von Georg Metzendorf um 1920 erbaut. Mitte der 90er Jahre wurde die Produktion aufgegeben, danach begann die Umgestaltung zum Freizeit-, Gastronomie- und Dienstleistungszentrum unter Wahrung der historischen Bausubstanz.

Radinger / Hense

AUGUST EDUARD RADINGER
DIPL. ING. INDUSTRIELLER ZU HAGEN
HANDELSKAMMERPRÄSIDENT
11.01.1884 – 11.11.1966

 

ELLA RADINGER
GEB. HENSE
12.07.1881 – 01.08.1971

 

HEINRICH CARL RADINGER
25.08.1915 – 03.03.2001

HEINRICH HENSE
LANDGERICHTSPRÄSIDENT
GEHEIMER OBERJUSTIZRAT
30.10.1847 – 05.02.1917

 

JOHANNA HENSE
GEB. SCHÜCKING
04.07.1860 – 23.02.1913

 

HERTHA HENSE
03.01.1888 – 20.02.1913

Familie

Otto Michel

Familie Gustav Kreuser / Neveling

Familie Killing

Killing & Sohn war ein Maschinenbauunternehmen mit Standort in Hagen. Es ging aus der 1858 von Caspar Diedrich Killing (geb. 1817-1888) und dessen Schwiegersohn Bernhard Diedrich Rath begründeten Firma Killing & Rath hervor.

In den Anfangsjahren des Unternehmens wurden Ambosse geschmiedet. Dann kam die Fertigung von Nägeln, Schrauben und anderen Eisenteilen hinzu. Die Produktpalette wurde 1865 um die Fertigung von eisernen Geschützlafetten und sonstigem Artilleriebedarf für das Kriegsministerium erweitert. Im Jahr 1868 begann man dann mit der Fertigung von Waggonbeschlagteilen und fertigen Waggons, welche auch ins Ausland geliefert wurden. Im März 1870 trat Bernhard Dietrich Rath aus dem Unternehmen aus, welches in der Folge Caspar Diedrich Killing zusammen mit seinem Sohn Friedrich Killing unter dem Namen Killing & Sohn weiterführte. Am 1. Januar 1873 wurde das Unternehmen in eine Aktien-Gesellschaft unter der Firma Westfalia, Waggonfabrik auf Aktien, umgewandelt. Der durch den Börsenkrach von 1873 verursachte Zusammenbruch des Bankhauses, bei dem die Aktien der inzwischen in eine Aktiengesellschaft umgewandelten Firma deponiert waren, trieb das Unternehmen jedoch in den Konkurs. Es gelang allerdings Vater und Sohn Killing die Firma aus der Konkursmasse zurückzukaufen – mit dem inzwischen von dem Sohn Friedrich erheiratete Vermögen. Die Vorbesitzer übernahmen das Werk wieder und führten es weiter. Zu Beginn der 1880er-Jahre wandte man sich verstärkt dem Bau von Personenwagen zu. Nach dem Tod des Seniors C. D. Killing im Jahre 1888 ging der alleinige Besitz des Unternehmens auf den Sohn, Friedrich Killing, über. Dieser stärkte durch umfangreichen Grunderwerb und Neubauten die Leistungsfähigkeit des Unternehmens in bedeutendem Maße. Darüber hinaus erreichte man durch die Produktion fast aller benötigten Eisenteile im eigenen Werk – nur die Achsbüchsen sowie die Federn wurden zugekauft – eine hohe Fertigungstiefe und eine gute Auslastung. So stieg die Zahl der Arbeitnehmer von 150 im Jahre 1880 bis auf 650 im Jahre 1910. Die gesamte Fertigungskapazität im Waggonbau belief sich 1910 auf ca. 250 Personen- und 2500 Güterwagen im Jahr. Nach dem Tod von Friedrich Killing (15. Februar 1900, geb. um 1846) übernahmen dessen älteste Söhne, Hugo Caspar Friedrich Killing s.o. (1874 - 1940) und Erich Killing, das Unternehmen.

1927 wurde Killing & Sohn zusammen mit dem Düsseldorfer Eisenbahnbedarf (vormals Carl Weyer & Co.) unter Mitwirkung der Deutsche Bank AG von dem Waggonbauunternehmen Van der Zypen & Charlier, Köln, übernommen und man firmierte fortan als Vereinigte Westdeutsche Waggonfabriken AG (Westwaggon). 1928 kam noch die Waggonfabrik der Gebrüder Gastell in Mainz-Mombach hinzu. Aus Rationalisierungsgründen wurden dann die Produktionsanlagen in Hagen und Düsseldorf geschlossen und Westwaggon produzierte fortan nur noch in Köln und Mainz.

 

Auf dem nachfolgenden Bild (Paul Knippschild) findet man Helene Knippschild, geb. Killing.

Familie Paul Knippschild

Ruhestätte der Familie Knippschild

Familie Carl Schmidt

Familiengruft Becker

  • Ferd. Becker sen, geboren: 29.12.1800, gestorben: 11.01.1875
  • Ferdinand Becker, geboren: 08.12.1831, gestorben: 29.07.1874
  • Friederike Becker, geb. Schmidt, geboren: 03.02.1836, gestorben: 06.01.1899
  • Emilie Becker, geb. Schmidt, geboren: 14.02.1841, gestorben: 01.11.1925
  • Louis Becker, geboren: 04.08.1834, gestorben: 03.07.1894
  • Emilie Becker, geboren: 29.11.1863, gestorben: 18.12.1867
  • Hedwig Becker, geboren: xx.03.1873, gestorben: xx.10.1875
  • Lisette Becker, geb. Thomas, geboren: 24.07.1806, gestorben: 10.02.1885
  • Carl Becker……und weitere

Ferdinand Becker, Geboren: Gestorben: 

 

Der 1810 eingeweihte und älteste im Betrieb befindliche Friedhof Hagens bewahrt historisch wertvolle, kunstvoll gearbeitete Grabdenkmäler. In der stilistischen Vielfalt aus den letzten Jahrhunderten sucht der Buschey-Friedhof in Westfalen seinesgleichen. Man findet hier klassizistische Tempel, typische Skulpturen des Historismus und des Jugendstils neben expressionistischen Grabsteinen.

Familie Anton Böhmer

Familie Riedesel

Grabmal der Eheleute Schmidt

Grabmal der Eheleute Schmidt von 1901. Portrait von Rob. R. Schmidt als Kupferplatte in den Stein eingefasst.

Familie von Basse

Ruhestätte der Familie von Basse. Karl von Basse war Landgerichtsrat und Geheimer Justizrat. Grabmal mit Wappenrelief der Familie.

Familie Gustav Butz

Mit dem "Hagener Kreisblatt" wurde im Verlag von Gustav Butz seit 1845 eine regelmäßig erscheinende Zeitung für Hagen herausgegeben. Das Blatt war 1861 der Vorläufer der bis April 1945 erscheinenden "Hagener Zeitung". Sie wurde abgelöst von der "Westfälischen Rundschau" und der "Westfalenpost". In den bis 1929 bzw. 1975 selbständigen Städten Haspe und Hohenlimburg erschienen seit dem 19. Jahrhundert eigene Zeitungen.

Kreuze

 

Ruhestätte

der Familie

Jac. Lambertz u. Jos. Wolff

Susanna LAmbertz gb. Welter 1792 – 1848

Jacob Lambertz 1800 – 1877

Franziska Wolff gb. Lambertz 1824 - 1895 

Josef Wolff, 1817 – 1896

Maria Saum (Schulte)

Gestorben: 

 

Ruhestätte

der Familie

P. H. Schliekmann

Vorhalle

 

(weiteren Text s. unten)

Wörenkämper

Beger

Die Ziegelei Schliekmann in Vorhalle produzierte bereits 1899, wie auf alten Postkarten zu erkennen ist, Steine aus dem hiesigen Raum. Die Prägung lautete auf: „P. H. Schliekmann bei Herdecke“. Der Standort der Ziegelei befand sich in Vorhalle parallel zur Ophauserstraße und dem Sporbecker Weg. Der Ziegeleibesitzer Peter Heinrich Schlickmann baute den ersten sogenannten Hoffmann’schen Ringofen mit einem kontinuierlichen Brand. Das Unternehmen legt sich 1927 den folgenden Namen zu: „Vorhaller Dampfziegelei, Verblendstein- und Klinkerwerke GmbH“. Seitdem firmierte die Firma unter wechselnden Gesellschaftsformen und schließlich ab 1936 unter dem Namen „Schütte & Tücking, Vorhaller Klinkerwerke“. Wie umfangreich die Lieferung an Bausteinen für die damaligen Neubauten war, ist nicht überliefert. Sicher aber haben Ermäßigungen gegriffen, da die Stückzahl bestimmt weit über die Zehntausend lag. Wann die Ziegelei ihren Betrieb eingestellt hat, ist nicht bekannt.

Familie Schulte, Haus - Altenhagen, Schulte Wewer

Ruhestätte der Familie Dr. Wilhelm Altenloh

Karl Wilhelm Altenloh (* 25. Juni 1908 in Hagen; † 24. Februar 1985) war ein deutscher Jurist und SS-Führer. Während des Zweiten Weltkrieges war Altenloh von 1941 bis 1943 als Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD (KdS) im besetzten Białystok führend an der Vernichtung der Juden beteiligt.

Altenloh wurde erstmals 1961 zusammen mit Zimmermann von der Staatsanwaltschaft Dortmund angeklagt. Im Sommer 1965 wurde er zweimal kurzzeitig in Untersuchungshaft genommen. In einem Prozess vor dem Landgericht Bielefeld wurde Altenloh am 14. April 1967 wegen Beihilfe zum Mord an mindestens 10.000 Juden aus Białystok und Grodno zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. Seine Mitangeklagten Lothar Heimbach (neun Jahre), Richard Dibus (sechseinhalb Jahre) und Heinz Errelis (fünf Jahre) wurden ebenfalls verurteilt. Altenloh erhielt aufgrund seines Gesundheitszustandes Haftverschonung. Altenloh verstarb 1985 und wurde auf dem Buschey-Friedhof in Hagen beigesetzt.

Quelle: wikipedia

Grabmal der Familie Hermann Putsch

Kommerzienrat Hermann PUTSCH wurde geboren am 20. Juli 1846. Er verstarb am 19. November 1920. Seine Ehefrau Luise Putsch, geb. RITTINGHAUS wurde am 22. April 1856 geboren und verstarb am 5. Juli 1933. Kinder sind nicht bekannt.

 

 

Zur Rechten der Grabstätte findet man die letzte Ruhestätte von Professor Dr. Heinrich F. K. MÄNNL.

Heinrich Franz Karl Männl (* 5. Juli 1938 in Podersam, Böhmen; † 1. November 2013 in Wuppertal) war ein deutscher Mediziner. Männl studierte Medizin und wurde 1968 an der Universität zu Köln mit der Arbeit Bildung von DOPA in der Nebenniere von Huhn und Katze und in transplantablen Melanomen der Maus promoviert. Er war Facharzt für Allgemeine Chirurgie, Gefäßchirurgie und Viszeral-Chirurgie. Nach seiner Habilitation 1978 wurde er am Universitätsklinikum des Saarlandes zum ordentlichen Professor ernannt. Männl war seit 1995 Chefarzt der I. Chirurgischen Klinik des Klinikums St. Elisabeth Straubing, einem Akademischen Lehrkrankenhaus der Technischen Universität München, sowie außerplanmäßiger Professor an der Technischen Universität München. Am 4. Dezember 1993 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Naturwissenschaftlichen Klasse der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste berufen. Von 1995 bis 2012 war er deren Sekretar und von 1997 bis 2012 Vertreter der Naturwissenschaftlichen Klasse im Präsidium der Akademie. 2008 wurde er mit der Medaille »Pro meritis« der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste geehrt. Er war Mitglied der New York Academy of Sciences. 1987 wurde er von Kardinal-Großmeister Maximilien de Fürstenberg zum Ritter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem ernannt und am 23. Mai 1987 durch Franz Kardinal Hengsbach, Großprior des Ordens, investiert. 1998 wurde er zum Komtur promoviert.

Ruhestätte von Professor Dr. Heinrich F. K. MÄNNL.

Grabstätte vom Brocke. Hier ruhen Paula, geb. Emde, Lydia, geb. Renz, Emil und Ernst.

Familie Büren

Familie Carl August Fischer

Klassizistisch geprägtes Grabmal der Familie Carl August Fischer, um 1913. Das archaisch schlichte Relief zeigt zwei sich spiegelsymmetrisch zugewandte Gewandfiguren, die eine Sanduhr in Händen halten. Entworfen von dem holländischen Keramiker Bert Nienhuis.

Alte Bausubstanz am Rande des Frieghofes

Ruhestätte der Familie Wilhelm Bisterfeld

Grabsäule ohne Namen

Ruhestätte der Familie Asbeck

▲ Carl Asbeck & Co., Hagen

Das Gründungsdatum der Handelsfirma ist nicht genau bekannt. Carl Theodor Asbeck (1801-1881) begann anscheinend mit einer Handelsfirma, die an verschiedenen Ausstellungen teilnahm: Gewerbeausstellung Berlin (1844), Industrieausstellung Leipzig (1850), Industrieausstellung London (1851), Industrieausstellung München (1854), Weltausstellung Paris (1855), Landwirtschaftliche Ausstellung Köln (1865). 1850 erwarb Carl Asbeck das Hammerwerk von Peter Dahlhaus in Grünthal bei Hagen. Ein Handbuch von 1873 beschreibt die Firma so: "Carl Asbeck & Co., Fabrik von Eisenbahnbedarf und Werkzeugen. Gegründet von Carl Theod. Asbeck; jetzige Inhaber: Wilh. Altenloh u. G. R. Schmidt." Dasselbe Handbuch nennt eine weitere Firma in Hagen, als deren Besitzer unter anderem Carl Theod. Asbeck genannt wird. Es handelt sich um die Firma Asbeck, Osthaus, Eicken & Co. Am 1. Mai 1873 ging die Fabrik Carl Asbeck & Co. in die Aktiengesellschaft "Hagen-Grünthaler Eisenwerke" über. Diese wiederum vereinigte sich 1928 mit drei anderen Firmen zur Schmiedag AG, die heute noch als Schmiedag GmbH existiert.

 

Emma Asbeck (Lohmann) 1853 - 1941

Otto Asbeck 1837 - 1909

Clara Asbeck 1867 - 1956

Carl Th. Asbeck 1875 -?

Elisabeth Asbeck 1886 - 1974

Annemarie Asbeck 1843 - ?

Jörg Asbeck 1911 - 1988

Ingrid Asbeck (Markowski) 1946 - 2012

Gruft der Familie Eicken

▲ Nachkriegsgestaltung der im Zweiten Weltkrieg zerstörten ehemaligen historischen Gruft der Familie Eicken. Ewald Eicken sen. (1834–1904) war Mitinhaber der Firma Asbeck, Osthaus, Eicken & Co., Stahlwerke Hagen. Außerdem war er Geheimer Kommerzienrath und von 1882 bis 1884 Präsident der Handelskammer Hagen.

 

Seit über 150 Jahren wird an der Fabrikhofstraße in Wehringhausen Stahl produziert und verarbeitet. 1853 begann alles als Asbeck, Osthaus und Comp., später hieß die Firma Eicken & Co., dann Harkort-Eicken, Edelstahlwerke, danach Stahlwerk Hagen, Stahlwerke Südwestfalen, ab 1978 Krupp – Stahlwerke Südwestfalen und schließlich heute Deutsche Edelstahlwerke. Ein Jahrhundert lang wurde die Firmengeschichte von der Fabrikantenfamilie Eicken geprägt. 

Grabmal mit Skulptur für Ludwig Adolph Rath (1824-1877) und Ehefrau Henriette geb. Bormann (1830-1893)

Familie Hugo Rath

Richard Vollmann

Richard Vollmann, 15. Januar 1838 - 10. Februar 1899, Maria Vollmann geb. Kuhbier, 24. September 1853 - 4. Mai 1941

 Ruhestätte der Familie Emil Millhoff (Gebr. Millhoff, gegr. 1889)

▲ Die um 1904 angelegte Hochwand erinnert mit dem hohen, verdachten Rahmen an griechische Grabreliefs. Es zeigt zwei Gewandfiguren, die sich an einen Sarkophagaltar mit Schrifttafeln lehnen. Eine üppige Rosengirlande windet sich schmückend über die Arme der Frauen und die Schifttafel. Das Relief der Sanduhr darüber weist auf die verrinnende Zeit.

Ruhestätte der Familie Millhoff

Familie Josef Klein

Familie Caspar Voormann

Familie Cramer-Bechem

Familie Arthur Pletzer

Grabstätte Petersmann

Familie Fr. Barth im Beckerhof

Ruhestätte der Familie Söding (Edelstahlwerke, gegr. 1783)

Clara Söding, 1875-1906 und Fritz Otto Söding 1870-1918

Johanna Söding / Ernst Söding

Walter Söding

Grabstätte des einstigen Bürgermeisters der Stadt Hagen Carl Ludwig Christian Dahlenkamp

▲ Mausoleum. Die Gruftkapelle mit Rundbogentoröffnung von 1911 befindet sich im Privatbesitz der Familien Dahlenkamp-Voswinkel. Grabstätte des einstigen Bürgermeisters der Stadt Hagen Carl Ludwig Christian Dahlenkamp (1777-1835), der hier auch 1810 den Buschey-Friedhof anlegen ließ.

zum Vergrößern Grafik anklicken

Marie Charlotte Luise Clementine

Voswinckel 1830 - 1831

Carl Emil Voswinckel 1831 - ....

zum Vergrößern Grafik anklicken

Grabplatten-Ensemble neben dem Mausoleum (Feld 2)

Freiin Klementine von Syberg zu Eicks (Klementine von Hövel von Syberg zu Eicks)

Geburtsdatum: 09 Dezember 1816 in Alsdorf

Tod: 25 März 1895 (78) Bonn

Angehörige:     

Ehefrau von Freiherr August von Hövel, Mutter von Wilhelm Freiherr von Hövel

Funcke / Harkort

Historisches Grabmal Christine Funcke (1827-1866).

Historisches Grabmal August Funcke (1821-1877).

Tuchfärber Bernhard Wilhelm Funcke

Bernh. Wilh. Funcke, geboren: estorben: 

Weitere Grabstellen Familie Funcke

Richard Funcke 1890 - 1977

August und Marie Funcke, Christel, Margarete, Paul Eberhard und Helma Funcke

 

Grabstätte der Familie Post aus Wehringhausen

Zum Vergrößern der Bilder bitte anklicken.

Wilhelm Karl Johann Diedrich Post (1852-1896). Der Sohn des Kommerzienrats Post erbte ein Familienunternehmen, das mit einem kleinen Hammerwerk Mitte des 18. Jahrhunderts in Wehringhausen begonnen hatte und innerhalb von 100 Jahren vor allem unter Johann Diedrich Post zu einem Unternehmen mit Weltruf expandierte. Sämtliche Stahl- und Eisenwaren, angefangen bei Schneidwerkzeugen über Türschlösser, Öllampen, Kaffeemühlen bis hin zu türkischen Säbeln wurden in Wehringhausen hergestellt und von hier aus bis nach Mexico, Kuba und Nordamerika exportiert. Kaiser Friedrich II genehmigte aufgrund der überragenden Qualität der Firma ein eigenes Warenzeichen: „Johann Diedrich Post Fabrik von Stahl- und Eisenwaren Hagen Westphalen.“

 

Nach der Firmenübernahme heiratete Wilhelm Post 1881 Alice Elbers. Das Ehepaar bekam vier Töchter und einen Sohn - das Familienhaus an der Wehringhauser Straße wurde zu klein und entsprach nicht dem repräsentativen Anspruch der großen Firma. So beschloss Wilhelm Post, einen  Neubau zu errichten. 1892 war die Villa bezugsfertig. Die Villa Post stand im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Die Familie Post pflegte enge Freundschaften mit den Familien Funcke und Osthaus. Im Musikzimmer traf sich zu kleinen Kammerkonzerten und Abendgesellschaften alles, was vor der Jahrhundertwende in Hagen Rang und Namen hatte.

 

Das Familienglück währte nicht lange. Nur vier Jahre nach dem Einzug in die Villa starb Wilhelm Post. Kurz vor seinem Tod verpachtete er die Firma, um sie für seinen Sohn zu erhalten. Alice Post stand mit den kleinen Kindern - das jüngste gerade zwei Jahre alt - und dem riesigen Haus allein da. Sie meisterte ihr Schicksal: Bis zum Weltkrieg heirateten die Töchter und verließen Hagen. Der einzige Sohn Willy Post aber hatte von der Strebsamkeit seiner Väter nichts geerbt. Ohne Ausbildung glaubte er bis zum Schluss, vom Vermögen der Familie und der Unterstützung durch seine Mutter leben zu können. Alice Post konnte dem finanziellen Druck nicht standhalten. 1922, in der Zeit, als auch die allgemeine Wirtschaft in Deutschland zum Erliegen gekommen war, musste sie die Villa an eine Grundstücksgesellschaft verkaufen. Die Inflation nahm ihr das letzte Vermögen. Alice Post zog nach Düsseldorf, starb 1932 verarmt im Kreis der Familie. Der Sohn, in Hagen durch seinen Lebenswandel verschuldet, zog nach Gladenbach, wo auch er in den 30-er Jahren starb. Die ehemals so reiche und angesehene Familie Post hatte ihren letzten Namensträger verloren.

Die Stadt Hagen kaufte die Villa 1927. Sie wurde aufgrund ihrer Größe - die Gesamtfläche betrug 13.846 Quadratmeter - von verschiedenen Institutionen genutzt. Unter anderem organisierte der Hausfrauenbund eine Küchenausstellung. Danach folgte die erste Kunstausstellung, die der Hagenring zu Ehren Karl Ernst Osthaus präsentierte. 1932 wurde die Villa zum Christian-Rohlfs-Museum. Die Nationalsozialisten entfernten den größten Teil der Rohlfs-Werke. Viele der Bilder wurden vernichtet. Aus dem Rohlfs-Museum wurde das Karl Ernst Osthaus-Museum.

Ruhestätte der Familie Richard Harkort

Grabstein Johann Caspar Harkort 18. Oktober 1753 - 10. Mai 1818
Fabrikant, Kommissionär, Kaufmann, Hammerherr

Die in Hagen-Haspe an der Grundschötteler Straße nahe Haus Harkorten gelegene Fabrik der Eisenwarenfabrikantenfamilie Harkort wurde kurz nach 1800 von Johann Caspar Harkort IV. (1753–1818), dem Vater des Ruhrgebietspioniers Friedrich Harkort, gegründet. Im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts wurden in der Anlage kleinere schmiede- und gusseiserne Produkte wie Hieb-, Stich- und Schusswaffen, Brustpanzer, Werkzeuge, Schlösser, Küchengeräte und Wagen hergestellt. Im Jahr 1818 ging das Unternehmen in den Besitz von Johann Caspar Harkort V. über. Dieser wandelte den Betrieb in ein industrielles Unternehmen um. Seit 1840 wurden unter anderem Achsen und Räder für die Eisenbahn produziert. 1850 übernahm der Neffe Friedrich Harkorts, Johann Caspar Harkort VI. (1817–1896), die Fabrik und spezialisierte sie auf Stahl- und Brückenhochbau. Die Fabrik wurde rasch zu klein und Johann Caspar Harkort VI verlegte das Werk zehn Jahre später an den Rhein bei Duisburg-Hochfeld, wo ab 1863 fertige Brückenteile ausgeliefert wurden. Anlässlich der Weltausstellung 1873 in Wien errichtete Harkort unter der Leitung von Johann Caspar Harkort VI. das Ausstellungsgebäude Rotunde. Die Stahlkonstruktion hatte eine Kuppelhöhe von 84 Meter, der Basisdurchmesser betrug 108 Meter. Die Rotunde war zu ihrer Zeit die mit Abstand größte Kuppel der Welt. Bereits zuvor hatte Johann Caspar Harkort V. im Jahr 1870 mit seinem Unternehmen die Ostbahnbrücke über den Donaukanal erbaut. 1898 wurde die Harkortstraße in Wien-Leopoldstadt nach ihm benannt.

Grabstein Emilie Esch, geb. Harkort

Grabstein Paul Harkort

Emilie Esch, geb. Harkort

Geburt: 24. Juni 1851 in Voerde, Taufe: 5. August 1851 in Voerde

Heirat:  28. Januar 1871, Tod: 8. Februar 1881

Ehemann:
Dr. med. Ferdinand ESCH, Frauenarzt                                           

Geburt: 3. Mai 1850 in Herdecke

Bestattung: Erbbegräbnis der Familie Esch zu Hagen

Tod: 20. September 1911 in Köln

Paul HARKORT

Geburt: 7. Mai 1858 in Wehringhausen, Hagen
Tod: 3. Juli 1887

 

Ruhestätte der Familie Richard Harkort

Fritz .......

Geburt: 11. August 1887
Tod: 26. Oktober 1918

29. November 1852 - 13. Februar 1910 in Homburg vor der Höhe

Maria Engelbrecht, geb. Harkort

Maria (Marie) Harkort, geb. Briesen

Maria Engelbrecht, geb. Harkort,
geboren: estorben: 

Grabinschrift:

Geburtsort: Schwelm, Sterbeort: Peitaiho, China.

Sie lebt uns!

Maria (Marie) VON BRIESEN                                    

Geburt: 5. Oktober 1857 in Hagen,
Heirat: 19. Februar 1880 in Schwelm,

Tod: 10. Oktober 1885 in Cassel, Hessen

 

Eltern:

Ernst Eduard Robert VON BRIESEN

22. Februar 1816 - 20. August 1883

kgl. preuß. Justizrat, Rechtsanwalt und Notar
Marie BRINKMANN 
26. Juli 1832 - 14. November 1854

  

Ehepartner:

Richard HARKORT  

29. November 1852 - 13. Februar 1910 in Homburg vor der Höhe 

 

Kinder:

30. Juli 1881 Maria HARKORT
03. März 1883 Adele (Adda) HARKORT
10. Mai 1884 Elisabeth HARKORT

Familie Georg Post

Gruft der Familie Alexander und Helene Post geb. Eicken

Fabrikant  Alexander Friedrich Eberhard POST, Sohn von  Johann Friedrich POST und Auguste Theodore Franziska SCHWEMANN, wurde geboren am 9. November 1856 in Hagen. Am 6. September 1883 heiratete er Helene EICKEN. Sie hatten 5 Kinder:

  • Irmgard POST, 2. Januar 1884
  • Else Eugenie POST, 4. Dezember 1885
  • Hertha POST, 12. Dezember 1886
  • Friedrich Ewald Eberhard POST, 13. April 1889
  • Margarethe Antonette POST, 20. Dezember 1890

Alexander Friedrich Eberhard POST verstarb am 10. September 1936.

 

Helene EICKEN wurde am 16. August 1863 als Tochter von Ewald Daniel EICKEN und Emma Julie Emilie SCHÖNENBERG geboren. Sie verstarb am 18. November 1939.

Grabmal mit Bronze-Relief.  Die Gruft der Familie Alexander Post und Helene Post geb. Eicken besteht aus einer um 1910 entstandenen Schauwand mit Dreiecksgiebel. Die monumentale, barock-klassizistische Hochwand zeigt ein Bronzerelief eines trauernden Paares. – Alexander Post (1856-1936), Inhaber des Stahlwerks J.C. Post Söhne, führte in seiner Firma als erster in Westfalen den Temperguss ein. Er war außerdem Mitbegründer der Berufsgenossenschaft für die Maschinenbau- und Kleineisenindustrie, und lange Zeit Vorstand der Industrie- und Handelskammer Hagen.

 Bronzeschild: Architekt H. Rittmeyer, Düsseldorf.

Auguste POST 1817 - 1833

Johann Friedrich POST 1782 – 28. Januar 1837, Ehemann von Louise HELLING, Vater von Emilie Sophie Friederike POST, Louise POST (s.u.) und Johann Friedrich POST.

Aus der Familienreihe Post ist noch Eduard Caspar Post zu nennen: Eduard Caspar Post (* 15. März 1827 in Hagen; † 21. Oktober 1882 in Hagen) war ein deutscher Landschafts- und Stilllebenmaler der Düsseldorfer Schule. Er wurde als Zwillingskind des Christian (Carl?) Post und seiner Frau Clementine, geborene Hilbeck (1805–1879), in Hagen geboren. Am 11. April 1827 wurde er evangelisch getauft. Seine Zwillingsschwester war Mathilde Post (1827–1883), die den Gerichtsdirektor Carl Detzner heiratete. Am 2. Mai 1833 heiratete die Mutter Friedrich Elbers (1800–1860) und gebar ihm die Kinder Friedrich (* 1834), Pauline (1835–1911) und Gustav Adolf Friedrich (* 1838). Post studierte 1859/60 an der Kunstakademie Düsseldorf in der Bauklasse von Rudolf Wiegmann. Vorher hatte er sich in den Vereinigten Staaten von Amerika aufgehalten. Er bereiste Deutschland, die Niederlande (Scheveningen, 1866) sowie Italien und arbeitete in Düsseldorf und war Mitglied des Künstlervereins Malkasten. Von 1861 bis 1880 war er in verschiedenen Kunstausstellungen vertreten (Köln, Berlin, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Bremen).

Bei diesem kaum noch lesbaren Grabstein könnte es sich um Louise POST handeln, geboren im April 1813 in Hagen, verstorben am 24. Januar 1824. Louise POST war die Tochter von Johann Friedrich POST 1782 – 1837 und Louise Wilhelmine Antonette Friederike HELLING 1790 - …..? Die Heirat war am 10. Juli 1810.

Ruhestätte der Familie Pouplier / Cramer / Cromberg

Grabmal mit Bronze-Statue. Ruhestätte der Familie Pouplier (Stahlwerk C. Pouplier jr. in Hagen-Kabel, gegr. 1898). Die Skulptur eines auf einem schwarzen Marmorsockel stehenden Stahlarbeiters mit einem muskulösen, unbekleideten Oberkörper verweist auf das Metier der Familie. „G-A-BREDOW 1937“ ist als Signatur auf dem Hammerkopf eingeprägt.

Grabstätte Familie Schwemann

Grabstätte Carl und Wilhelmine Proll

Familie Emil Rademacher

Familie Heinrich Söding

Familie Carl Georg / Clara Schwemann

Gruft der Familie Carl Georg Schwemann (Gußstahlwerk Remy, Erkenzweig & Schwemann). Carl Georg Schwemann war von 1888 bis 1902 Präsident der Handelskammer in Hagen, Stadtverordneter und verdient um die Schaffung des Stadtgartens. Vor der um 1906 entstandenen Hochwand der Gruft befindet sich eine formale, wirklichkeitsnahe Fassung einer Engelsgestalt. 

Eindrucksvolle um 1906 entstandene Engelsfigur auf der Hochwand der Gruft der Familie Carl Georg Schwemann. Die zarte Fiederung der Flügel, das gelockte Haupthaar, das kunstvoll um die Hüfte geschlungene, faltenreiche Tuch und die zarte Blütenpracht des Rosenkranzes lassen den Engel als in Trauer erstarrte Gestalt erscheinen.

Familie Heinrich Brand

Grabmal der Familien Brand und Feldscher

Gruft der Familie Schöneweiss/Korte

Gruft der Familie Schöneweiss/Korte. Carl Schöneweiss (1863-1925) und Ehefrau Victoria (1870-1942). – Gesenkschmiede Schöneweiss & Co. GmbH.

Dr. phil. Carl Büschelberger

Dr. phil. Carl Büschelberger, Lt. d. Res. i. 1. Thür. Feldart.-Regt. Nr. 19., Ritter des Eisernen Kreuzes

Ruhestätte der Geschwister Kammann

Frau Witwe Friedr. Kammann, geb. Boos 1810 - 1896, Gustav Kammann 1836 - 1909

Grabmal Günter (1915-1994) und Johanna Köhler (1916-2005)

Marien-Skulptur auf einem Grabmal des Buschey-Friedhofs

Familie Hugo Schmitz

Grabmal Osthoff

Grabstein Lehmkühler, geb. Reinery

Margaretha Louise Emilie Reinery, geboren: 3. August 1830, gestorben: 18. Oktober 1906 

Ehepartner Friederich Wilh. Lehmkühler, geboren am 25. März 1827, getauft am 1. April 1827 in Hagen, Eltern Franz Lehmküler und Fried. König.

Familie Heinrich Knepper

Familie Fritz Schöttler

Modeste Kröcker (Von Unruh), geboren: 9. Nov. 1955 in Hamburg, aufgewachsen aufgewachsen in Perù, Südamerika, gestorben: 29. Nov. 2013, 1977-85 Studium der Malerei, Keramischen Plastik und Kunsterziehung an der Hochschule der Künste, Berlin, 1985 Meisterschülerin, Staatsexamen. Über 40 Einzel- und Gruppenausstellungen seit 1986 u.a. in Museen/ Kunstvereinen in Deutschland und Spanien, Tätigkeit als Museumspädagogin im Osthaus und Emil Schumacher Museum in Hagen.

Ein altes Buchstabenszeichen erzählt vom Sieg Jesu über den Tod: Die Zeichen IC sind Anfangs- und End-Buchstabe von griech. Iesous = Jesus; XC sind griech. Anfangs- und End-Buchstabe von Xristos = Christus. NIKA ist ein zusammenhängendes Wort und bedeutet: "Sieg"

 

Gruft der Familie Tesche

▲ Gruft der Familie Gustav Tesche.
Die Inschriftwand und die Ornamentik sowie Einfriedung der Gruft, die um 1911 entstanden ist, weist formal und stilistisch eine Verbindung von Jugendstil und Romantik auf.

Kommerzienrat Gustav TESCHE, Sohn von Carl Wilhelm TESCHE und Caroline CRONENBERG, wurde geboren am 30. Oktober 1845. Am 3. November 1872 heiratete er in Hagen Christiane CASPERS (1845 – 1911), Tochter von Friedrich Wilhelm CASPERS und Christiane DIETERMANN. Zusammen hatten sie 4 Kinder:

  • 28. August 1874 Gustav TESCHE ♂,
  • 18. Juni 1876 Helene Christiane TESCHE ♀,
  • 7. Juni 1878 Gustav TESCHE ♂,
  • 16. Juni 1881 Emmy TESCHE

Gustav TESCHE verstarb am 6. Oktober 1916 im Alter von 71 Jahren.

Familie Springmann

Theodor Springmann (* 30. Mai 1840 in Raubach; † 22. Oktober 1927 in Wiesbaden) war ein Industrieller in Hagen, Ehrenpräsident der Handelskammer zu Hagen und Stifter öffentlicher Einrichtungen. Springmann war durch Heirat mit einer geborenen Funcke (Emilie Funcke, 1849-1926) mit dem Hagener Mäzen und Industriellen Karl Ernst Osthaus verwandt. Er war von 1875 bis 1926 Mitinhaber der Hagener Schraubenfabrik Funcke & Hueck. Angeregt durch die Ideen Friedrich Harkorts, setzte er sich für die sozialen Belange seiner Beschäftigten ein, indem er für sie Wohnungen mit Gartenland bauen ließ, Speiseanstalten einrichtete und zur sozialen Absicherung seiner Arbeiter und Angestellten Spar- und Pensionskassen gründete. In seiner Heimatstadt Hagen engagierte sich Springmann für den Aufbau sozialer und kultureller Einrichtungen. Theodor Springmann ist Ehrenbürger der Stadt Hagen. Emilie Funcke, 1849-1926 war die Tochter von Karl-August Funcke (1821-1877) und Christina Elisa Wilhelmina zur Nedden (1827-1866). Ihr gemeinsamer Sohn Theodor Springmann junior (25. Dezember 1880-16. April 1917, gefallen am Chemin des Dames. Er war ein deutscher Autor und Übersetzer. 1908 hatte er Ruth Springmann geheiratet. Er lebte in Hagen und wurde bekannt durch seine postum erschienene Übersetzung der Bhagavad Gita, einer der zentralen Schriften des Hinduismus. Springmann diente im Ersten Weltkrieg als Offizier. Wenige Monate nach Abschluss seiner Bhagavad-Gita-Übersetzung fiel er 1917 während der Schlacht an der Aisne als Kommandeur eines Minenwerfer-Kommandos. Aus dieser Ehe gingen die Kinder Sita Maria (16. November 1915 – xx.xx.2009) und Urda (19. November 1913 - 26. November 1915) hervor.

Grabmal der Familie Bechem, um 1910.

In der GEDBAS-Datenbank werden die auf diesem Grabstein genannten Daten „geb. 07. November 1857, gest. 03. November 1910, verheiratet mit Ernst Wilhelm BECHEM, Geburt 8. Oktober 1854 in Hagen, Tod 29. Januar 1922 in Königsfeld“ nicht mit „Camille geb. VAN HERLÉ“, sondern mit „Marie Antoinette VAN HERLÉ“ verbunden.

 

Marie Antoinette VAN HERLÉ und Ernst Wilhelm BECHEM hatten 3 Söhne:
Ernst Carl August BECHEM, 11. August 1881
Rudolf BECHEM, 18. August 1883
Friedrich Wilhelm BECHEM 27. Juli 1889

 

Eine „Camille Bechem“ wird in o.g. Datenbank mit folgenden Daten geführt: Geburt: 11. Oktober 1911, Hagen, Heirat: 15. September 1931, Eltern: Ernst Carl August BECHEM und Else SÖDING. Sie heiratete am 15. September 1931 Arthur PLATO. Arthurs Eltern waren Max PLATO und Paula VORSTER.

Ruhestätte Familie Friedrich Beyersmann

Friedrich Beyersmann, 15.08.1827 – 07.07.1902 (Vater), Hedwig Beyersmann, 28.09.1861 – 23.06.1930 (Tochter)

Der Fabrikant Friedrich Benjamin BEYERSMANN, Sohn von Peter David BEYERSMANN und Anna Catharina EGELDIEK, heiratete am 4. Oktober 1860 in Hagen Caroline TASCHE. Sie hatten 10 Kinder:

  • 28. September 1861 Hedwig BEYERSMANN ♀
  • 30. Oktober 1862 Emilie BEYERSMANN ♀
  • 07. August 1864 (Sohn) BEYERSMANN ♂
  • 29. Juni 1865 Friedrich BEYERSMANN ♂
  • 12. Dezember 1866 Maria BEYERSMANN ♀
  • 02. August 1868 Caroline Clara BEYERSMANN ♀
  • 10. Oktober 1869 Pauline Anna Auguste BEYERSMANN ♀
  • 04. Mai 1871 Hugo Heinrich BEYERSMANN ♂
  • 25. September 1872 Wilhelm BEYERSMANN ♂
  • 19. Juli 1874 Otto BEYERSMANN ♂

Familie Kötter

Grabmal der Familie Woenckhaus

Hermann und Marie Woenckhaus

Familie Paul und Auguste Schmitz geb. Hiltrop

Grabmal der Familie Paul Schmitz. Grabstein mit angedeutetem Postament und seitlichen Rosen verziert.

Grabstätten Wiesel / Hermesmann und Schmidt

Ruhestätte der Familie Herm. Wille

Familie Voss / Familie Wilhelm Grote

Rechtsanwalt und Notar Rudolf Schmidt 1879 - 1936

Familie Hesterberg

Wolfgang Hesterberg,

Marietta Hesterberg geb. Thun, 05.11.1918 - 05.10.2010

Friedrich Hesterberg, 19.07.1903 - 11.02.1976

Familie Grüber / Rottmann / Trappe / Nettmann

1828: Mit 50 Talern zum Welterfolg: Johann Peter Grueber gründet seinen eigenen Schmiedebetrieb, indem er für 50 preußische Taler einen Amboss ersteht und ein Schmiedefeuer pachtet. 

Der früh verwaiste Lehrersohn Johann Peter Grueber (1795 - 1855) aus Rönsahl erlernte das Handwerk des Schüppenschmieds und arbeitete anschließend als Geselle, bis er sich im Jahre 1828 auf der Boelerheide (heute Hagen-Boelerheide) selbständig machte. Zunächst bezog er Halbzeug von dem Fabrikanten und Kommissionär Tenhaeff, welches er mittels Schmiedeofen und dem gepachtete Schmiedefeuer zu Fertigwaren wie Spaten, Schüppen, Pfannen, Gabeln und Hacken verarbeitete und dann seinem Vormateriallieferanten zum Vertrieb zurückgab. Durch Fleiß und Umsichtigkeit war es ihm bereits Ende 1832 möglich, einen Schmiedekotten samt Grundstück im heutigen Hagen-Wehrighausen zu erwerben. Das Unternehmen blieb für die nächsten 145 Jahre an diesem Standort. Die Qualität seiner Produkte erlaubte J. P. Grueber einen eigenen Absatzmarkt zu erschließen, das Geschäft personell wie umsatzmäßig auszuweiten und im Jahre 1850 eine neue Schmiede zu bauen. 208 Nach dem Tod des Firmengründers übernahm sein 22jähriger Sohn Wilhelm Grueber (1834 – 1919) vollverantwortlich den Betrieb und beschäftigte in den 1870er und 1880er Jahren etwa 50 Mitarbeiter. Gegen Ende des 19. Jh. führten billige Massenware, Standortnachteile durch fehlende Wasserkraft und ein zu konservatives Qualitätsdenken in der Fertigung zur wirtschaftlichen Krise, so dass die Produktion 1897 eingestellt werden musste und nur das Handelsgeschäft weiter betrieben wurde. Beigetragen zu dieser Entscheidung hatte auch der Entschluss der beiden Söhne, sich außerhalb des Unternehmen zu engagieren. Jedoch übernahm 1906 der Sohn Wilhelm Grueber jun. (1865 - 1922), der bis dahin als Technischer Leiter von Maschinenfabriken erfolgreich tätig gewesen war, die brachliegenden Anlagen, um zunächst auf dem Fallhammer leichte Gesenkschmiedeteile zu fertigen. Im Jahre 1907 wurde mit der Herstellung von kaltgeformten Schraubenfedern begonnen und 1908 schloss sich die Aufnahme der Produktion von Blattfedern an. Der Junggeselle Wilhelm Grueber jun. heiratete 1921 die Kriegerwitwe Else Waterstradt, die ihren Sohn Werner Waterstradt mit in die Ehe brachte. Jedoch starb der Firmeninhaber im Jahre 1922 nach einer schweren Operation. Zu seinen Nachfolgern hatte er seinen Neffen und Pflegesohn Heinrich Nettmann und seinen Stiefsohn Werner Waterstradt bestimmt. In den Jahren 1962/63 übernahm mit Helmut Waterstradt und Hans Peter Nettmann die 5. Generation das Unternehmen. 

 

Quelle: Manfred Meissner, Friedhelm Fischer, Klaus Wanke, Manfred Plitzko: Die Geschichte der Metallfedern und der Federntechnik in Deutschland

Johann Peter Grueber (1795 - 1855) + Ehefrau: Helene Rasche (1796 -?)

 

Kinder von Johann und Helene:

  • Auguste Grueber (1831 – 1855)
    Ehemann: Heinrich Friedrich Wilhelm Rottmann (1821 - ?)
  • Carl Wilhelm Eduard Grueber (1834 - 1919)
    Ehefrau: Caroline Kumbruck (1840 – 1906)

Kinder von Carl und Caroline:

  • Caroline Helene Auguste Grueber (1861 – 1862)
    Ehemann: 0/0
  • Sophie Adele Helene Grueber (1863 – 1938)
    Ehemann: 0/0
  • Peter August Wilhelm Grueber (1865 – 1922)
    Ehefrau: Elisabeth Grueber, verw. Waterstradt, geb. Werner (1877 – 1941)
  • Caroline Helene Grüber (1868 - ?)
    Ehemann: 0/0
  • Carl Richard Grueber (1870 - ?)
    Ehefrau: 0/0
  • Sophie Pauline Grueber (1872 – 1952)
    Ehemann: Heinrich Friedrich Nettmann (1865 – 1902)
  • Emilie Grueber (1876 – 1896)
    Ehemann: 0/0

Familie Schmidts

Ruhestätte der Familie Louis Schulte

Marie Schulte

Frieda Schulte

Adelheid Sauer-Schulte

Joachim Sauer

Hermann Schulte

Louis Schulte

Erich Schulte

Ludwig Schulte

Im Laufe der Jahre sind einige der historischen Grabstätten von ihren Besitzern nach Ablauf abgetreten worden. Die teilweise sehr großen Gruften wurden neu aufgeteilt und können wiederbelegt werden. Die alten Grabdenkmale jedoch stehen überwiegend unter Denkmalsschutz und bleiben erhalten.

Das Buch: Verborgene Pracht

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