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Hattingen - Drei-Burgen-Stadt über der Ruhr

Die Stadt Hattingen, gelegen im südlichen Ruhrgebiet, hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Allein Ruine Isenburg, Burg Blankenstein und Haus Kemnade sind einen Besuch in der bunten, quirligen Stadt wert. Vor allem aber der Reiz eines denkmalgeschützten Stadtkerns empfängt den Besucher: nicht Museumsduft, sondern eine bunte, quirlige Stadt voller Leben.

---dreieck Hattingens Altstadt gilt seit dem Sanierungsplan von 1962 als einzigartig in Nordwestdeutschland: 150 Fachwerk-Häuser sind als Ensemble rund um die St. Georgs-Kirche erhalten. Zwischen diesen hervorragend renovierten Fassaden von Fachwerk schlängeln sich Gässchen mit immer neuen malerischen Blicken, hinter den schwarzweißen Giebeln mit viel Blumenschmuck liegen kleine Läden mit einer Fülle von allerschönsten Angeboten. Für die Einkehr öffnen Gaststätten, Restaurants und Cafés ihre Pforten und laden in die anheimelnd ausgestatteten Räume ein. Da wird der Einkaufsbummel zum Vergnügen!

 

Schon nach der Unterwerfung der Sachsen durch Karl den Großen entwickelt sich aus der Siedlung Hatneghen ein fränkischer Reichshof mit ca. 20 Unterhöfen im Umland von Hattingen. Erste urkundliche Erwähnung findet Hattingen mit der Bestätigung der Schenkung dieses Reichshofes an die Benediktinerabtei Deutz im Jahr 1019/20. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts waren die Grafen von Altena-Isenberg die Landesherren, aber schon wenige Jahre später wird die Isenburg am Ruhrübergang des „Kleinen Hellwegs“ zerstört. Hattingen liegt nun im Grenzbereich der Grafen von der Mark und der Grafschaft Berg. Der Landesherr stärkt diese Grenzsiedlung durch zahlreiche Vorrechte, aber eine Verleihung der Stadtrechte geschieht nicht. Die eigentliche Stadtwerdung entwickelt sich über 100 Jahre: 1396 gibt es einen Befestigungsvertrag und ab 1486 dürfen Bürgermeister und Rat eigene Gesetze erlassen. Bis zu mehrfachen Zerstörungen kann sich Hattingen zu einem wichtigen Handelszentrum entwickeln; 1554 gehört Hattingen nachweislich dem Bund der Hanse an. Aus dieser wirtschaftlichen Blütezeit sind viele Fachwerkhäuser in der Altstadt erhalten, die mit Pest, Feldzügen und dem Dreißigjährigen Krieg beendet ist. Im 18. Jh. entwickelt sich Hattingen zu einer bedeutenden Textilstadt; auch der Bergbau erhält durch die schiffbare Ruhr größere Bedeutung. Die mittelalterlichen Strukturen verschwinden zu Beginn des 19. Jahrhunderts, 1810 werden die Stadtmauern abgetragen und mit den Steinen die Wege gepflastert. Die Entdeckung des Spateisensteins führt 1854 zur Gründung der Henrichshütte; mit dem Anschluss an die Eisenbahn wird die Ruhrschifffahrt als Massentransportmittel abgelöst.

---dreieck Das Reschop-Carré ist das neu gestaltete Eingangstor in die Hattinger Innenstadt und fügt sich architektonisch ansprechend der historischen Altstadt an.

 

EröffnungApril 2009
Einzelhandelsfläche13.000 m2
Anzahl der Läden30
Katholische Kirche St. Peter und Paul

---dreieck Die Pfarrkirche St. Peter und Paul wurde 1870 erbaut. Damals gab es einen starken Zuzug von Menschen aus dem Osten, die Arbeit auf der neu errichteten Henrichshütte suchten. Damit wuchs die katholische Bevölkerung in Hattingen stark an. Die Ziegelsteine für den neugotischen Bau wurden direkt vor Ort gebrannt. Besonders wertvoll ist der Taufstein aus dem 16. Jahrhundert. Seit Oktober 2007 ist St. Peter und Paul die Pfarrkirche der gesamten Stadt Hattingen.

Steinhagentor

---dreieck Steinhagen / Flachsmarkt

Das Steinhagentor wurde 2003 von dem Ettlinger Künstler Voré im Zeichen des Stahls entworfen und in die alte Stadtmauer integriert. Hier laden kleine Geschäfte zum Stöbern, Schauen und Genießen ein. Gekonnt wurden hier im Zuge der Stadtsanierung in den 70/80er Jahren moderne Bauten – teilweise als Seniorenwohnungen – in das alte Stadtbild integriert.

---dreieck Unter Betreuung des Künstlers wurde das Werk in der Lehrwerkstatt der ehemaligen Henrichshütte angefertigt. Die Arbeit ist sehr differenziert und komplex. Eine diskutierende Menschengruppe in Sandstein steht vor einer geschliffenen Sandsteinstele und schafft somit eine Verbindung zur historischen Stadtmauer. Darüber schweben zwei Stahlträger aus Cortén-Stahl mit einem zunächst martialisch anmutenden Fallgitter, das bei längerer Betrachtung seine Bedrohlichkeit verliert und eher beschützend wirkt. Die Arbeit von Voré erweckt Assoziationen an ein mittelalterlichesTor.

---dreieck Im Kulturhauptstadtjahr 2010 konnten aus Mitteln der Stiftung die „Engel ante portas“ von Urs Dickerhof am Holschentor verwirklicht werden. Der Künstler hat die ursprünglich für das Steinhagentor vorgesehene Arbeit etwas verkleinert und dem neuen Standort angepasst. Der Schweizer Künstler, Direktor der renommierten Kunstschule in Biel, schafft eine sehr heitere, menschliche Arbeit. Seine Figuren scheinen die schöne Stadt Hattingen förmlich erstürmen zu wollen. Mit Sack und Pack, zur Not auch über die Mauer, gelangen sie in die Altstadt. Die differenzierten Figuren aus verzinktem Stahl stecken voller Symbolik. Urs Dickerhof zählt zu den Schweizer Künstlern, deren Schaffen entscheidend von der PopArt geprägt ist.

Stadtmauer Steinhagen–Talstraße

---dreieck Der Befestigungsvertrag von 1396 ermöglichte den Bau der ersten Befestigung Hattingens. Sie bestand aus einem „tun-stacket“, einem Flechtzaun zwischen Eichenpfosten, dem Stadtgraben und dem Wall aus dem ausgehobenen Material. Die Kirchwege aus den Bauernschaften und die beiden Eingänge der Fernstraße wurden durch fünf Stadttore gesichert. Die Stadtbefestigung gilt als Zeitpunkt der Stadtwerdung. Aus den Hattingern wurden Bewohner einer burgähnlichen Befestigung – Bürger.

Der wirtschaftliche Aufschwung – Hattingen war Mitglied des Hansebundes – ermöglichte zwischen 1586 und 1590 eine Erneuerung der Stadtbefestigung in Bruchstein. Sie bestand aus der inneren Mauer, der heutigen Grabenstraße, der Außenmauer und dem davorliegenden Stadtgraben. Der alte Wall wurde eingeebnet. Um 1820 wurde die Stadtbefestigung abgebrochen, da sie verteidigungstechnisch nutzlos geworden war und Hattingen in dieser Zeit über seine mittelalterlichen Grenzen hinauswuchs. Die Wirksamkeit der Befestigungsanlagen wurde im Dreißigjährigen Krieg auf eine harte Probe gestellt. Der in schwedischen Diensten stehende Oberst Wilhelm Wendt zum Krassenstein belagerte mit 3.000 Söldnern die Stadt. Nach zehntägiger verlustreicher Belagerung musste sich die Stadt ergeben und 3.000 Goldgulden Strafe zahlen.

Nur an dieser Stelle ist die Mauer noch fast so hoch, wie sie sich einst um die gesamte Stadt zog.

---dreieck Die Grabenstraße, oft auch kurz "Der Graben" genannt, führt zur Augustastraße gegenüber dem Parkhaus und setzt sich weiter im Westen fort, wo sie am ehemaligen "Weiltor" endet. Die Fachwerkhäuser stehen hier dicht an der Mauer, die sie von der Schulstraße trennt. Regelmäßig wird die Häuserzeile von gepflegten Gartenanlagen unterbrochen und von Nebengassen, die wieder zurück in die Altstadtmitte führen. Sehenswert ist die Brunnengasse mit ihrem alten Brunnen, der die anliegenden Häuser versorgte. 

---dreieck Schießscharten erinnern an den Zweck der Mauer. Auf dem letzten Stück, bevor die Talstraße die Grabenstraße kreuzt, gehen sie zwischen doppeltem Mauerwerk hindurch.

Hattingen hat vor allem Schlagzeilen gemacht, als der letzte Hochofen der Henrichshütte 1987 abgeblasen wurde. Die Hütte war zwölfmal größer als die Hattinger City, und die Stadt konnte nur mit Hilfe vom Land, zäh ausgehandelten Sozialplänen und viel Sympathieprotest aus dem ganzen Land überleben. Umso mehr ist der Stadt anzurechnen, was sie sich – vom Reschop-Carre mal angesehen – alles bewahrt hat. Das Bügeleisen, das Zollhaus, die Lateinschule, das alte Rathaus und – die St. Georgs-Kirche mit dem schiefen Turm.

Am 23.6.1967 gab der Rat der Stadt grünes Licht für die Sanierung der Hattinger Altstadt. Schon damals waren lange vor dem Denkmalschutzgesetz 1980 viele historische Gebäude durch entsprechende Grunddienstbarkeiten freiwillig als Baudenkmäler geschützt. Der seinerzeit von Professor Einsele entwickelte erste Rahmenplan sah vor, den Kirchplatz, die ihn umgebende Emsche- und Kirchstraße sowie die sternförmig zulaufenden Zugänge unversehrt zu erhalten.

So wurden im Kern der Hattinger Altstadt schon frühzeitig Prioritäten für den Denkmalschutz gesetzt. Daneben gab es folgende Ziele für die Altstadtsanierung: - Verbesserung der Geschäftssituation - Neubau von Wohnungen - Einrichtung einer Fußgängerzone Die obere Heggerstraße hatte sich um das 1910 eingeweihte neue Rathaus zu einer vorrangigen Geschäftszone entwickelt. Die Läden in der Altstadt litten unter fehlenden Andienungsmöglichkeiten, dem störenden Durchgangsverkehr und unter fehlenden Stellplätzen. Hinzu kam die immer schlechter werdende Bausubstanz. Durch die Herausnahme des Autoverkehrs und durch den Bau von Parkhäusern an der Peripherie wurden diese Störungen beseitigt. Unter Abriss von Fachwerkhäusern in Klein-Langenberg wurde am südlichen Rande der Altstadt ein Kaufhaus als Magnet angesiedelt. Es wurde 1976 eröffnet. Die Geschäftssituation innerhalb der Altstadt entwickelte sich positiv.

---dreieck Um der Verödung der Altstadt nach Geschäftsschluss entgegenzuwirken, sollte die Altstadt neben der geschäftlichen Entwicklung auch als Wohnstandort attraktiv bleiben. Dies ist durch zahlreiche Wohnungsbauprojekte an der Emsche und am Flachsmarkt im Wesentlichen gelungen. Zum Glück ist es bei diesen beiden Flächensanierungen geblieben. Schon zu Beginn der Altstadtsanierung wurden nach und nach zahlreiche Fachwerkhäuser umfassend und denkmalgerecht renoviert. Am 30.6.1969 fuhr die Straßenbahnlinie 8 zum letzten Mal durch die Heggerstraße von Hattingen nach Blankenstein. Schon am 7.12.1969 – also wenige Tage vor der kommunalen Neuordnung – konnte der erste Abschnitt der autofreien Fußgängerzone Heggerstraße, Gelinde und Obermarkt eingeweiht werden. Rechtzeitig zur Eröffnung des Kaufhauses konnte 1974 der letzte Teil der Fußgängerzone fertiggestellt werden. Somit waren schon zu Beginn der 70er Jahre die Weichen gestellt worden, in der autofreien Altstadt konnte sich das Geschäftsleben sowie ein interessantes Kulturangebot entwickeln. Die Altstadt wurde zu einem überregionalen Markenzeichen der Stadt, wobei das Wohnen in der Altstadt nach wie vor attraktiv geblieben ist. Seit Beginn der 90er Jahre ist die Fußgängerzone zum ersten Mal gestalterisch überarbeitet worden. Auch hier sind jetzt denkmalpflegerische Aspekte eingeflossen, indem die ursprünglichen Straßenprofile mit den typischen Rinnenführungen wieder aufgenommen wurden. Der in der Altstadt aufgestellte Altstadtrundgang erläutert auf über 30 Einzeltafeln die Geschichte der Stadt, ihrer Bürger und berichtet über zahlreiche Anekdoten.

---dreieck Als die Löwen-Apotheke am 30. Juni 2003 nach 351 Jahren für immer ihre Türen schloss – sie war die erste und damit auch älteste in der Stadt - hörte ein Stück Hattingen auf zu existieren. Als das Jahr der Eröffnung gilt 1652. Dokumente über den genauen Eröffnungstag oder den Ursprung des Namens Löwen-Apotheke gibt es nicht. Man darf sich eine Apotheke anno 1652 auch nicht wie eine heutige vorstellen, in der die Menschen mit Rezepten in der Hand fertig verpackte Medikamente kaufen. Um 1630 wirkte Wilhelm Mathheisen in der Stadt. Er war auch als „Wilhelm der Arzt“ bekannt, dabei war er kein Arzt, sondern Bader. Er hatte also mehrere Aufgaben, und es kann sein, dass es bei den vermeintlichen Apothekern genauso war. Noch heute erinnern die mattgoldenen Buchstaben über dem Ladenlokal in der St.-Georg-Straße/Ecke Steinhagen an die Vergangenheit. Inzwischen hat dort zunächst ein Café, später ein Gastro-Betrieb eröffnet.

Café Am

---dreieck Auf dem Haldenplatz, unmittelbar am Alten Rathaus im Herzen der Altstadt, liegt das Café und Restaurant, das für seine selbstgemachten Kuchen und Torten bekannt ist und von Einheimischen nur "Café Am" genannt wird. Gemütlich frühstücken, Kaffee, Kuchen oder Torte und kleine Gerichte genießen und die für den großen Hunger.

---dreieck Der Haldenplatz hat seinen Namen möglicherweise von der Fleischhalle nebenan, dem späteren Rathaus: Hallenplatz. Neuere Forschungen vermuten eine andere Namensherkunft. Die Fachwerkhäuser sind Kaufmannshäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Am Haldenplatz 8 befand sich seit 1838 die erste Niederlassung der Sparkasse Hattingen.

Am Haldenplatz 8 befand sich seit 1838 die erste Niederlassung der Sparkasse Hattingen.

"Bügeleisenhaus"

---dreieck Das Bügeleisenhaus sieht heute längst nicht mehr aus, wie vor 400 Jahren. Balken wurden versetzt oder gekappt, was dem Haus fast zum Verhängnis wurde. „Das Haus wie wir es heute kennen, ist Fantasie“, sagt Lars Friedrich, Vorsitzender des Heimatvereins, über eines von Hattingens berühmtesten Denkmälern. Das steht zwar ganz real am Haldenplatz, das Bügeleisenhaus sieht aber längst nicht mehr so aus, wie zu der Zeit, als es erbaut wurde. Streng genommen ist es nicht einmal ein Haus – es sind zwei. Im Inneren des Gebäudes ist ein Giebel zu sehen – mitsamt verzierten Knaggen. Die zieren auch die Außenseite des Gebäudes und verraten: Nicht das gesamte Bügeleisenhaus stammt aus dem Jahr 1611. Zwar weist die Inschrift über dem Türbalken das Jahr als Baujahr aus, der vordere Teil des Gebäudes entstand aber erst 30 bis 40 Jahre später. An den Knaggen sieht man den Unterschied. „Die älteren sind sehr figürlich geschnitzt“, weiß Lars Friedrich. Die etwas jüngeren Verzierungen dagegen mit Perlenstab oder Blättern eher schlicht gehalten. Außerdem sind sie mit Fratzen versehen. „Zwei davon haben sogar ein Piercing in der Zunge“, lacht Friedrich. In der Hochzeit der Pest sollten sie das Böse vom Haus fernhalten. Und warum das Haus nun Fantasie ist? Weil heute vieles ganz anders ist, als ursprünglich: „Vom Giebel bis zur Farbe und auch der Innenschnitt der Räume“, zählt Friedrich auf. Überhaupt wurde am Haus durch seine Besitzer in mehr als 400 Jahren so viel geändert, dass an ein Wunder grenzt, dass das Bügeleisenhaus noch steht. Schon Metzger Salomon Schmidt, der das Haus 1856 gekauft hatte, nahm wesentliche Veränderungen vor. Das klassizistische große Fenster neben dem Eingang stammt aus dieser Zeit. Vor am Haus hatte er außerdem einen etwa drei Meter langen Stall angebaut. Der ist inzwischen aber wieder verschwunden. Ebenfalls verschwunden ist ein Teil der tragenden Deckenbalken im Innern. Um eine Wendeltreppe einbauen zu können, die in die zweite Etage führt, schuf der Eigentümer kurzerhand Platz und griff zur Säge. Als der Heimatverein das Haus 1955 kaufte und dann sanierte, war die Decke schon zehn Zentimeter abgesackt. „Es wurde ein neuer Eichenbalken eingebaut.“ Grundsätzlich wurden viele Fenster, Türen und ganze Balken bei der Sanierung verschoben. Übrigens ist auch die typische schmale Vorderseite des Hauses nicht original. Einst war sie verschiefert, dann war die als reines Fachwerk zu sehen. „Aber es ist die Wetterseite. Das Holz trocknet dort nie richtig und die Wand setzt Moos an“, weiß Friedrich. Deshalb durfte zumindest der obere Teil verkleidet werden, obwohl das nicht dem Zustand zum Zeitpunkt der Unterschutzstellung als Denkmal entspricht.

 

Quelle: WAZ DENKMAL-SERIE: Das „Fantasie-Haus“ als Hattinger Wahrzeichen

---dreieck Knaggen und Balkenköpfe. An vielen der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Fachwerkbauten Hattingens sind kunstvoll geschnitzte Knaggen zu bewundern: hölzerne Streben, die ein vorkragendes Obergeschoß abstützen. Die Häuser in der Altstadt standen seit jeher dicht aneinander gedrängt. Die Gassen ließen gerade genug Platz für Ernte- und Kaufmannswagen. Wohnraum war äußerst knapp. Mit Hilfe der Knaggen-Konstruktion konnte im Inneren der Fachwerkhäuser zusätzlicher Raum gewonnen werden. Die Gassen wurden einfach überbaut.

Türbalken mit Hausspruch aus dem Jahre 1611

---dreieck Das Gebäude ließ der Hattinger Bürger Wilhelm Elling im Jahre 1611 errichten. Er war vermutlich Kaufmann. Im Jahre 1620 erfolgte an der Giebelseite ein Anbau. Der aus dieser Zeit stammende Brunnen ist sechs Meter tief. Das Gebäude ist unterkellert. Der Türbalken trägt bis heute den Hausspruch:

 

BEHEVTE MICH HER FVR FEWR VND BRANDT

WILHEL ELLINGS HAVSZ BIN ICH GENANDT -

ALLE DIE MICH KENNEN DEN GEBE GOTT

WAS SIE MIR GVNNEN ANNO 1611

 

(Beschütze mich Herr vor Feuer und Brand, Wilhel(m) Ellings Haus bin (werde) ich genannt -

Alle, die mich kennen, den(en) gebe Gott, was sie mir gönnen Anno 1611)

 

 

Im Originaltext steht das Wort FEWER für Feuer, den größten Feind einer Stadt voller Holzhäuser; BRANDT meint den Wundbrand, ein Krankheitsbild der Pest, die um 1600 in Hattingen und ganz Europa wütete. Andere Interpretationen sehen im FEWER das Wundfieber der Pest und im BRANDT das vernichtende Feuer – beide Deutungsversuche sind möglich.

Das Alte Rathaus

---dreieck Von hier aus wurden einst die Geschicke der mittelalterlichen Stadt Hattingen geleitet. So wie sich das Alte Rathaus heute dem Betrachter zeigt, wurde es allerdings nicht erbaut. Dieses Schmuckstück der Altstadt hat eine wechselvolle Geschichte, die schon vor 1420 als Markthalle für den Verkauf von Fleisch begann. Die Selbstverwaltung der Stadt erforderte schließlich Amtsräume für die Stadtschreiber, den Bürgermeister und die Ratsherren. So erneuerten die Bürger 1576 ihr „raithus“ über der Fleischhalle mit zwei Fachwerketagen und hoch aufragenden Spitzgiebeln. Damit waren Markthalle, Verwaltung und Versammlungsstätte unter einem Dach. Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Gebäude im klassizistischen Stil modernisiert. Die Spitzgiebel wichen Walmdächern, die Ratshalle erhielt große Fenster, das Fachwerk wurde dem Zeitgeschmack entsprechend verputzt. Die Markthalle wurde auf einen schmalen Durchgang reduziert, rechts und links baute man Gefängniszellen ein. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde ein Rathausneubau notwendig und das Alte Rathaus frei für die Nutzung als Heimatmuseum. In den 1950er Jahren wurden Kriegsschäden beseitigt und das frühere Erscheinungsbild mit seinen 400 Gefachen wieder freigelegt. Seit der 1993 abgeschlossenen Restaurierung befinden sich hier die Städtische Galerie und eine Kleinkunstbühne

Skulptur - Eisenmann

---dreieck Ende des 18. Jhs. wurde die Markthalle des "Alten Rathauses" auf einen schmalen Durchgang reduziert, rechts und links baute man Gefängniszellen ein. Im Hintergrund ist die St. Georgs-Kirche zu sehen. 

---dreieck Der etwas erhöht liegende Platz ist über fünf schmale, zumTeil überbaute Zugänge erreichbar. Diese Zugänge werden auch „Röster“ genannt, weil sie mit Eisenrosten versehen waren, um freilaufende Haustiere, insbesondere Schweine, von Kirchplatz und Friedhof fernzuhalten. Die heutige Zufahrt ist erst durch den Abbruch eines Wohnhauses geschaffen worden.

---dreieck Die Kirchstraße wurde ehemals Kuhgasse genannt. Die niedrigen Türen im hohen Bruchsteinsockel der Kirchplatzhäuser führen in das Kellergeschoss. Viele Hausbesitzer hielten sich hier ein oder zwei Kühe für den Eigenbedarf. Jeden Morgen wurden sie vom städtischen Kuhhirten durch die Kuhgasse auf die Weiden vor der Stadt getrieben. So erhielt die Gasse täglich ihr ,,natürliches Pflaster“. Da machte es nicht viel aus, wenn die Hinterlassenschaften der Tiere auch menschliche ergänzt wurden. Direkt über der Stalltür, ist die „Mündung“ eines Abtritts erhalten geblieben, der Toilette des Hauses. Heute wird sie zum Glück nicht mehr benutzt.

---dreieck Der geschlossene Ring aus Fachwerkhäusern um den Kirchplatz steht auf ursprünglich kirchlichem Besitz. Als Grundsteuer wurden nicht Geld, Haustiere oder Getreide verlangt, sondern Bienenwachs, das zur Herstellung von Kerzen zur Beleuchtung der Kirche diente. Daher heißen die Häuser am Kirchplatz auch „Wachszinshäuser“. 

---dreieck Wer die nette Besitzerin des Cafes „Refugium“ auf dem Kirchplatz 31 fragt, der darf sich in ihren vierundvierzig Wänden umsehen und wird staunen, wie man auf sechs Ebenen mit jeweils knapp 20 ineinander verschachtelten Quadratmetern lebt.

---dreieck Schon um 1400 ist für Hattingen eine Lateinschule belegt. 1584 wurde sie zu einer evangelisch-lutherischen Stadtschule umgewandelt. Das heutige Gebäude stammt aus dem Jahre 1721. Als die Schule zu klein wurde, baute man nebenan ein neues, größeres Schulgebäude. Im November 1824 konnte hier der Unterricht aufgenommen werden. Das Haus Kirchplatz 6-8 beherbergte 330 Jahre lang die Löwenapotheke. Erst 1982 zog die Apotheke zur St.-Georg-Straße um. „Hattingia“ heißt die Marmor-Statue auf dem Kirchplatz. Sie trägt eine fünftorige Mauerkrone auf dem Haupt und das Wappenschild der Stadt zur Seite. In ihren Händen hält sie einen „Immortellenkranz“ als Zeichen ihrer Unsterblichkeit. Sie wurde von dem Hildesheimer Bildhauer Küsthardt zur Erinnerung an die Gefallenen des deutsch-französischen Krieges 1870/71 geschaffen und am 5.8.1876 feierlich enthüllt.

---dreieck Zentrum jeder mittelalterlichen Stadt war die Kirche. Mit ihrem Turm wies sie Wanderern und Reisenden aus der Ferne den Weg. Mit ihrem Glockengeläut rief die St.-Georgs-Kirche nicht nur die Gläubigen zum Gottesdienst, sondern rief auch die vor der Stadt auf den Feldern arbeitende Bevölkerung abends zurück hinter die Stadtmauern, weil die Stadttore geschlossen wurden (Torschlusspanik). 

Zurück geht diese Redewendung auf das Mittelalter, in dem die Stadttore (nicht nur in Hattingen) bei Anbruch der Dunkelheit aus Gründen der Sicherheit  geschlossen („Torschluss“) wurden. Stadtbewohner, die bis dahin von ihren Ausflügen nicht zurückgekehrt waren, hatten gezwungenermaßen vor den Stadtmauern zu übernachten und waren so Räubern und wilden Tieren schutzlos ausgeliefert oder mussten, wie etwa in Hamburg bis 1860, eine Einlassgebühr zahlen. Eine weitere Erklärung zur Herkunft dieses Begriffes findet sich in einem Vorfall von 1808 zu Hamburg: „Gestern Abends entstand bey dem Thorschluß von Hamburg, wo bey schönem Wetter mehrere tausend Menschen versperrt worden waren, ein Tumult. Das Volk warf auf das wachhabende holländische Militär mit Steinen, welches erst blind, dann scharf feuerte, wodurch einige Menschen getödtet, und mehrere verwundet wurden."  Daraus ergab sich wohl auch eine große Massenpanik.

---dreieck Der erste Bau der späteren St.-Georgs-Kirche stammt etwa aus dem 9. Jahrhundert. Um 1200 wurde die Kirche neu errichtet. Aus dieser Zeit stammt noch der Kirchturm. 1424 und 1429 wurde die Stadt völlig zerstört. Erst 1450 war die Kirche wieder aufgebaut. Dabei erhielt der Turm seinen stark geneigten Spitzhelm. Im 17. Jahrhundert wurde das Kircheninnere dem Zeitgeist angepasst, doch wurden 1807 bis 1810 bei Renovierungsarbeiten an der baufällig gewordenen Kirche die barocken Elemente wieder beseitigt.

 

Höhe des Turms: 57 Meter, Höhe des Kreuzes: 2,54 Meter, der Hahn ist 89 cm lang und 71 cm hoch, er wurde von Henrich Joh. Trapmann vollendet, dessen Name auf dem Hahn zu lesen ist, aber ohne Jahreszahl. Von den übrigen Jahrezahlen auf dem Hahn ist die älteste MDCCXXIX = 1729. Erklärt wird, dass in diesem Jahr der Hahn durch einen Blitzschlag herabgestürzt wurde. Die Glocken stammen aus dem Jahre 1950. Die größte wiegt 56 Zentner, ist auf den Ton A gestimmt und läutet zur vollen Stunde.

Der Kirchplatz mit der St.-Georgs-Kirche und seinen engen Zugängen ist im mittelalterlichen Grundriss erhalten geblieben und wohl einer der schönsten in Nordrhein-Westfalen.

---dreieck Bis 1813 war der heutige Kirchplatz als Kirchhof Begräbnisstätte für die Hattinger Bürger. Danach wurde der Friedhof aus hygienischen Gründen vor die Stadtmauer verlegt. Einige Grabplatten des alten Kirchhofs um die St.-Georgs-Kirche sind bis heute erhalten. 

Wachszinshäuser am Kirchplatz
Der Untermarkt mit seinen vielen Cafes und Gaststätten.

---dreieck Ursprünglich sah das heutige Krämersdorf völlig anders aus. Um die Johanniskirche drängte sich eine enge, kleinteilige Fachwerkbebauung. Die Häuser wurden von Handwerkern und Händlern genutzt; daher wurde dieser Teil der Stadt schon früh Krämersdorf genannt. Bei einem Bombenangriff wurde das Krämersdorf völlig zerstört und bis 1952 in der heutigen Form mit Ladenlokalen und Arkadengängen als geschlossener innerstädtischer Platz neu aufgebaut.

Der heutige Untermarkt bildete zusammen mit dem Obermarkt den Marktplatz des Marktortes Hattingen und war damit der Mittelpunkt des Handels- und Wirtschaftslebens. Schon in frühester Zeit hat der Marktplatz den örtlichen Handwerkern und Händlern, aber auch den Kirchspielbauern als Einzelhandels- und Kornmarkt gedient. Auch „durch die Lande ziehende Krämer“ und „Glas-, Pott- und Duppenträger“ boten ihre Waren auf dem Markt an. Wegen der besseren Qualität waren vor allem auswärtige Töpferwaren (Siegburg, Frechen) in Hattingen sehr begehrt. Durch die Marktgebühren und Akzisezahlungen waren Märkte für die Stadt eine gute Einnahmequelle. Markttage zeichneten sich durch regen Betrieb und hitzige Verhandlungen aus. Der wichtigste Tag in der Hattinger Marktgeschichte war der 20. Juli 1435, als der Stadt und dem Kirchspiel durch den Landesherrn „ein freier Wochenmarkt an jedem Dienstag und vier freie Jahrmärkte zu vier Zeiten des Jahres verliehen“ wurde. Der damit verbundene Friedensschutz, der vor und nach den Markttagen herrschte, sorgte für die Einhaltung der Marktordnung. Auch An- und Abreise waren durch Amtsschützen gesichert. Verstöße gegen „Frieden, Freiheit und Sicherheit“ auf den Märkten wurden drastisch bestraft. Wie schon 1435 ist auch heute noch am Dienstag der traditionelle Wochenmarkt in Hattingen, allerdings nicht hier, sondern auf dem Rathausplatz an der Roonstraße.

---dreieck Der Name Steinhagen ist auf eine flache steinige Erhebung außerhalb der Stadtmauer zurückzuführen. Nach dieser Erhebung ist auch heute noch der Straßenzug benannt. Heute wird der Bereich wegen seiner malerischen Fachwerkhäuser und dem Blick auf den schiefen Turm der St.-Georgs-Kirche auch "Malerwinkel" genannt. Die Treppe zwischen den eng stehenden Fachwerkhäusern führt zum Kirchplatz. Das heutige Steinhagentor wurde 2003 vom Ettlinger Künstler Voré als neues Stadttor erschaffen; im Zeichen des Stahls als neuer Zugang zum Steinhagenplatz und der Altstadt. An der alten Stadtmauer bewachen die von Zbigniew Fraczkiewicz geschaffenen Eisenmänner den Zugang zur Stadt. Die rostenden Stahlskulpturen symbolisieren den Kampf um den ehemaligen Stahlstandort Hattingen.

---dreieck Inmitten der historischen Altstadt bietet sich dem Besucher ein Bild, das schon unzählige Maler auf Leinwand verewigt haben und das daher häufig auch als Malerwinkel bezeichnet wird: Schaut man am Ende der St.-Georg-Straße in Richtung Kirchplatz, säumen Fachwerkhäuser den sogenannten Steinhagen und lenken den Blick direkt auf einen der Zugänge. Dieser Anblick wird vom schiefen Turm der St.-Georgs-Kirche überragt.

"Giebelkuss" am Steinhagen

---dreieck Alles in Hattingen ist krumm und schief, nicht nur der Kirchturm.  Am Steinhagen scheinen sich zwei Giebel küssen zu wollen.

Der "Malerwinkel" mit seinen malerischen Häusern und dem schiefen Turm der St.-Georgs-Kirche ist einer der schönsten Hattinger Ansichten. Die Treppe zwischen den eng stehenden Fachwerkhäusern führt zum Kirchplatz, dem Zentrum der Altstadt.

---dreieck Die Johannisstraße zweigt von der Heggerstraße ab und führt in Richtung Kirchplatz. Gesäumt wird die Straße von wundervoll restaurierten alten Fachwerkhäusern, teilweise um die 450 Jahre alt.

---dreieck Die platzartige Verbreiterung der Heggerstraße diente zusammen mit dem Untermarkt als Hattinger Marktplatz. An Markttagen hockten Straßenhändler in ihren Verkaufsständen entlang der Straße und „verhökerten“ ihre Waren. Das kleinteilige Angebot herumziehender Händler: Gewürze, Gürtel,Täschchen, Beutel, Spiegel, Kämme, Nadeln, Schnüre, Brillen usw. wurde als Kram bezeichnet, der Händler als Krämer. 1905 wurde auf dem Obermarkt, „einem allgemeinen Bedürfnis Rechnung tragend“, das erste öffentliche „Pissoir“aufgestellt. Als die Fußgängerzone eingerichtet wurde, entstand hier eine moderne Sitzplastik, die infolge eines Aprilscherzes der örtlichen Presse – Fotomontage mit Affen – im Volksmund „Affenfelsen“ genannt wurde. 

---dreieck Mit den 1960er/1970er Jahren kam dann das Zeitalter der »abstrakten Kunst in der Stadtplanung« – und mit ihr kam nach den Plänen von Martin Einsele (1928–2000) Ende der 1960er Jahre das "Betongebirge" in der Altstadt. Der Stadtplaner damals: „Öffentliche Schwerpunkte werden durch Sitzplastiken und Gruppen von Bänken, Vitrinen und Pflanzungen geschaffen“. Ergänzend erhielt in der Realisierung der neuen Fußgängerzone der Obermarkt eine öffentliche Uhr und eine Bodenhülse für den Weihnachtsbaum. Als die Hattinger Sparkasse zum 150. Firmenjubiläum der Stadt einen Brunnen schenken wollte, ergriff man gleichsam die Gelegenheit am Schopf und die Spitzhacke am Stiel, zerstörte die gegossene Sitzlandschaft und öffnete 1988 den Platz für den so genannten Treidelbrunnen, der an die Bedeutung der Ruhr als Transportweg für die Ruhrkohle erinnert.

Jan Koblasa (*1932), Der Wächter, 1995, Sandstein, Heggerstraße/Augustastraße, Hattingen

---dreieck „Der Wächter“, eine 3 Meter hohe, 2 Tonnen schwere, abstrakte Sandstein-Skulptur des tschechischen Bildhauers Jan Koblasa, stand ursprünglich vor dem historischen Hattinger Rathaus. Die in geometrischen Formen, flächenbetonend und in hochrechteckiger Gestalt aus dem Stein gehauene/gesägte Skulptur erinnert entfernt an eine menschliche Figur. Sie war Teil einer 1995 im Hattinger Alten Rathaus ausgerichteten Koblasa-Einzelausstellung. Ein Jahr später wurde das Naturstein-Werk dauerhaft in der autofreien Heggerstraße „als Nahtstelle“ zwischen historischer Altstadt und Neustadt aufgestellt. Sie wirkt durch ihre exponierte Aufstellung nahezu mittig der Heggerstraße wie ein statisch wuchtiger, eherner Schutzpatron, eben als „Der Wächter“.

Emscheplatz: Zwischen Steinhagen und Emschestraße standen ursprunglich Fachwerkbauten aus dem 17. und 18. Jahrhundert und deutlich höhere Gründerzeitgebäude aus der Jahrhundertwende. Auch hier entschloss man sich zur Flächensanierung. Das Haus Emschestraße 12 stand ursprünglich nur wenige Meter von hier entfernt am Flachsmarkt. Im Rahmen der Translozierung wurde es sorgfältig zerlegt und im vermutlichen Erscheinungsbild aus dem Erbauungsjahr 1553 wieder aufgebaut. Wie viele Hattinger Fachwerkhäuser war das Gebäude an seiner ursprünglichen Stelle klassizistisch überformt. Eine Besonderheit ist das weiter links befindliche Haus Emschestraße 16, das mit seinem großen Dielentor im Giebel und seinen eher bäuerlichen Proportionen eine in Hattingen untypische Bauform repräsentiert. Das Haus stammt auch tatsächlich nicht aus Hattingen, sondern ist ein Bauernhaus vom Möhnesee, das hier neu aufgebaut wurde. Als Fachwerkhaus fügt es sich zwar in die Altstadt ein, es bleibt jedoch die Frage, ob die Grenze regionaltypischen Bauens nicht überschritten wird.

Emschestraße 16, Bauernhaus vom Möhnesee
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