Rausfahren, wenn andere reinkommen: Die Seenotretter
Ihre Spende hält uns auf Kurs. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist einer der modernsten Seenot-Rettungsdienste der Welt. Wir finanzieren unsere Arbeit ausschließlich durch Spenden und freiwillige Zuwendungen. Als Seenotretter sind wir auf Nord- und Ostsee bei jedem Wetter mit einer Flotte von 60 Seenotkreuzern und Rettungsbooten rund um die Uhr einsatzbereit.
■ HINWEIS: Alle Bilder dieser Seiten unterliegen urheberrechtlichem Schutz. Wer Bilder dieser Seiten nutzen möchte, wende sich bitte an den Betreiber dieses Angebotes.

Eisenbahnmuseum Bochum

Im äußersten Südwesten der Stadt Bochum wurde ab 1916 direkt im Städte-Dreieck zwischen Bochum, Essen und Hattingen an der Ruhr das Eisenbahn-Betriebswerk Dahlhausen gegründet. Seine Hauptaufgabe war die Wartung und Reparatur von Dampflokomotiven und Güterwagen, die den anstehenden Güterverkehr der umliegenden florierenden Großzechen im Ruhrgebiet abwickelten. Bereits ab 1977 wurde das Gelände durch die Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (DGEG) gemietet und nach und nach zum größten privaten Eisenbahnmuseum in Deutschland umgebaut. Heute ist die Stiftung Eisenbahnmuseum Bochum Träger des Museums. Den Mittelpunkt des Ausstellungsgeländes bildet der 14-ständige Ringlokschuppen mit der davor befindlichen großen Drehscheibe. Hier steht auch das markante, aufgeständerte Stellwerk "Dmf". Im Lokschuppen und in zwei weiteren Hallen sowie auf dem Freigelände können zum Teil sogar betriebsfähige Dampflokomotiven, Elektro- und Dieselloks, Triebwagen sowie Personen- und Güterwaggons besichtigt werden.

Der 14-ständige Ringlokschuppen aus dem Jahr 1916, die Drehscheibe, die Bekohlungsanlage und der Wasserturm sind mittlerweile denkmalgeschützt.
Die 053 075-8 im Eisenbahnmuseum Bochum (Mai 2018), Hersteller: Maschinenbau und Bahnbedarf Aktiengesellschaft (Berlin), Baujahr: 1943, Fabriknummer: 14201

Am 29. Dezember 1976 fuhr die Lok mit eigener Kraft aus dem Bahnbetriebswerk Duisburg-Wedau nach Ratingen West. Von dort ging es nach einem Fahrtrichtungswechsel über das Anschlußgleis in das Industriegebiet Tiefenbroich. Vom 30. Dezember 1976 bis zum 6. September 1997 stand die Lok als Denkmallok in Ratingen-Tiefenbroich (auf dem Gelände der Firma Vignold). 1997 wurde die Lok der DGEG für das Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen geschenkt und ist seither im Museum ausgestellt. Im Jahr 2011 beschloss die DGEG das Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen in eine Stiftung umzuwandeln und übertrug das Eigentum an der 50 3075 an die Stiftung Eisenbahnmuseum Bochum.

V 200 017 IGE "Roswitha" auf der Drehscheibe im Eisenbahnmuseum Bochum

Bis zu 70.000 Besucher besichtigen jährlich den 14-ständigen Ringlokschuppen, die 20-Meter-Drehscheibe und die mehr als 120 historischen Schienenfahrzeuge in den Hallen des denkmalgeschützten ehemaligen Bahnbetriebswerkes.

DB 29-3, Schiene-Straßenbus, Baujahr 1953
DB 29-3, Schiene-Straßenbus, Baujahr 1953
DB 29-3, Schiene-Straßenbus, Baujahr 1953
DB 29-3, Schiene-Straßenbus, Baujahr 1953
Bekohlung
Stellwerk
Stellwerk und Ausschlackgrube sowie Bekohlung.
Railflex 212 039-2 Museum Bochum Dahlhausen Mai 2018
In der Halle 3 steht die 044 377-0 (hier die Räder) vor einem herrlichen Touropa Liegewagen der leider durch die Enge der Halle nicht zu fotografieren ist.
DRG 80 030
Wasserturm zur Versorgung der Lokwasserkräne

Eine Besonderheit ist der alte Wasserturm hinter dem Ringlokschuppen in der besonderen Intze-Bauform, dessen Wasserbehälter nachträglich um den zuvor bestehenden Schornstein angesetzt wurde. Er trägt heute zur bekannten Kulisse als Hintergrund der Drehscheibe mit dem Schriftzug "Bahnbetriebswerk Bochum - Dahlhausen" bei.

Drehort für Kino- und Fernsehproduktionen

Fahrzeuge und Anlagen des Eisenbahnmuseums spielten und spielen mehrfach bei Film- und Fernseh-Produktionen mit. So entstand beispielsweise im alten Bahnhof Dahlhausen und auf dem Museumsgelände ein großer Teil der Eisenbahnaufnahmen des mehrfach prämierten Kinofilmes "Das Wunder von Bern". Weitere Filmproduktionen sind "Berlin 36" (2009), "Das Blaue vom Himmel" (2011) und "Landauer" (2013). Für verschiedene Fernsehproduktionen, wie die Hitlisten des Westens im WDR, die WDR Lokalzeit, das Galileo-Magazin, die Kopfballshow oder Die Sendung mit der Maus wurde die historische Kulisse des ehemaligen Bahnbetriebswerks ebenfalls genutzt. Im Juni 2015 war es wieder einmal soweit. Bei 30°C im Schatten fühlten sich die Darsteller in historischen Gewändern in der Schneelandschaft Norwegens der 20er Jahre sichtlich unwohl.

In der Halle 7 gibt es einige sehr schöne 2 Achser. Preußischer Abteilwagen, Donnerbüchse mit und ohne Plattform sowie ein Behelfspersonenwagen.

Auch das jüngste Fahrzeug der Sammlung stammt von einer Bahn des Ruhrgebiets: Die Drehstrom-Elektrolok E 003 der Ruhrkohle Bahnbetriebe RBH von 1976.
RBH 003 befindet sich, äußerlich aufgearbeitet, aber nicht betriebsfähig im Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen (letzte HU war 10.10.2005, die Achtjahresfrist war also bereits im Herbst 2013 abgelaufen).
Orient - Express, Speisewagen No. 1883 D
Kleinlokomotive Ka 4013 im Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen
Hier steht der Akkutriebwagen DB 515 556-9. Hersteller: DWM Deutsche Waggon- und Maschinenfabrik, Berlin, Baujahr: 1960 Indienststellung: 14.11.1960, wurde 2006 wieder in rot lackiert.

In diesem Hechtwagen ist der MEC Essen untergebracht.

Das Eisenbahnmuseum bekommt einen neuen Eingangsbereich

Bis zum Herbst 2018 soll hier für 2,6 Millionen (RN) bzw. 4,5 Millionen Euro (WAZ) das neue Eingangsgebäude mit Empfang, Kasse, Museumsshop, Ausstellungsflächen und Sanitäranlagen sowie ein neuer Museumsbahnsteig entstehen. Der länglich-strenge Backsteinbau auf dem rund 46.000 Quadratmeter großen Gesamtareal wird den Ausstellungsbereich ergänzen und als Aussichtsterrasse Sichtbeziehungen in die Ruhrlandschaft herstellen. Das Gebäude soll zwischen neu erschaffenen Gleisen im östlichen Bereich des Museumsgeländes platziert werden. Mit einer turmartig emporwachsenden Eingangsfront wird die Gebäudefigur eng mit dem Thema Eisenbahn verbunden sein – man denke da an Stellwerke oder technische Anlagen, die häufig als Turmbauten die Gleise säumen. Sie soll aber auch eine Assoziation mit der Industriearchitektur des Ruhrgebiets, den Schornsteinen und Förderanlagen, wachrufen. Der Entwurf erweist sich also nicht nur als ein Lob an die Eisenbahn, sondern auch an den Standort.   

Auch der  Außenbereich des 1969 stillgelegten Bahnbetriebswerkes wird ständig verschönert, besser begehbar gestaltet und begrünt.

Aber auch Züge der jüngeren Generation sollen zukünftig ausgestellt werden. Angekündig ist, dass das Museum eine der letzten Magnet-Schwebebahnen von der stillgelegten Teststrecke im Emsland aufgekauft habe. Sie soll schon bald in Dahlhausen der Öffentlichkeit gezeigt werden. Auch ein ICE soll bald zur Sammlung gehören.

In unmittelbarer Nähe des Eisenbahnmuseums stellt eine Fußwegbrücke die Verbindung zwischen beiden Flussufern der Ruhr her. Sie ist erreichbar durch eine Fußgänger-Unterführung unter dem Museumsgelände. Parallel hierzu verläuft eine lange, elfteilige Brücke der 1874 von der Ruhrtalbahn erbauten Strecke Überruhr–Altendorf/Ruhr-Dahlhausen. Sie diente früher vornehmlich dem Güterverkehr zwischen den Zechen im Raum Altendorf (heute Essen-Burgaltendorf).

Die Ruhr, Namensgeberin des weltbekannten "Ruhrgebietes", windet sich durch eine liebliche, leicht hügelige Landschaft. Grüne Wiesen, schilfgesäumte Uferstreifen, zwischendurch Staustufen mit schäumenden Wehren, umgeben von tiefen Wäldern - so präsentiert sich die Ruhr heute. Das Ruhrgebiet ist zur "grünen Lunge" eines immensen Ballungsgebietes geworden! Nichts rechtfertigt mehr das immer noch zu hörende Image vom "schwarzen Ruhrpott". Nichts ist geblieben vom Schmutz und Dreck der Zechen und Stahlwerke, die einst die Maschinerie des Industriezeitalters und des Wirtschaftswunders in Gang hielten.

Juli 2018
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 
 
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 
 
 
Was Sie hier erwartet (Auswahl)