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Kreuzweg Kevelaer / Via Crucis

Die große, parkartige Kevelaerer Kreuzweganlage für Einzelpilger und Prozessionen hat ihren Anfang gegenüber dem Klarissenkloster an der Twistedener Straße. Zu einem Wallfahrtstag gehört sicher auch der Gang des Kreuzweges. Die stille Allee entlang des Friedhofs und die ausdrucksvollen Stationen führen hin zur Betrachtung der Geheimnisse des Leidens und Sterbens Christi. An der 12. Station bieten Bänke Gelegenheit zum längeren Verweilen; häufig wird hier auch eine Ansprache gehalten. Die Kreuzwegstationen sind Stiftungen großer Prozessionen oder einzelner Wohltäter. Nach dem Krieg wurden die zum Teil zerstörten Stationen von den kirchlichen Verbänden Kevelaers wiederaufgebaut. Der Kreuzweg endet im Marienpark vor dem monumentalen Bild der Schutzmantelmadonna. Dieses Denkmal hält gleichzeitig die Erinnerung an die Gefallenen beider Weltkriege wach.

Zehnte Station: Jesus wird seiner Kleider beraubt und mit Essig und Galle getränkt.

Elfte Station: Jesus wird an das Kreuz genagelt.

Zwölfte Station: Jesus stirbt am Kreuze.

Dreizehnte Station: Jesus wird vom Kreuze abgenommen und seiner Mutter in den Schoß gelegt.

 
 

Der Kreuzweg endet im Marienpark vor dem monumentalen Bild der Schutzmantelmadonna. Dieses Denkmal hält gleichzeitig die Erinnerung an die Gefallenen beider Weltkriege wach.

Die Anfänge dieses Ehrenmals reichen ins Jahr 1920 zurück. Damals beschloss der Gemeinderat, eine Kommission für ein „Denkmal zum Andenken an die gefallenen Söhne Kevelaers“ einzusetzen. Das war die Antwort auf einen entsprechenden Antrag der „Wirtschaftlichen Vereinigung Kriegsbeschädigter und Hinterbliebener“. Die Idee eines steinernen Mals setzte sich durch, und als Standorte wurden der alte Kalvarienberg auf dem Friedhof und der Platz neben der Pfarrkirche in den Blick genommen. Wegen des „unglücklichen Ausgangs“ des Krieges erschien den meisten ein Standort mitten im Stadtleben nicht opportun, weshalb der Friedhof bevorzugt wurde. Im Frühjahr 1927 wurden einige der Entwürfe im Heidelberger Fass der Öffentlichkeit vorgestellt - Arbeiten des Oberhausener Architekten Karl Lang jr., der Kevelaerer Architekten J. Cox und Karl Lang sen. sowie des Aachener Architekten Heinrich Roosen. Ende November 1928 wurde die große Schutzmantelmadonna, die der Wiesbadener Bildhauer Arnold Hensler aus Stein geschaffen hatte, unter starker Beteiligung der Bevölkerung durch Prälat Kempkes feierlich gesegnet. Dort wo bis dahin ein schlichtes hölzernes Friedhofskreuz im Schatten von vier alten Akazienbäumen gestanden hatte, ragte nun die große Skulptur in den Himmel. Deren Anschaffung wäre wohl an fehlendem Geld gescheitert, wenn sich nicht Prälat Kempkes für die Verwirklichung engagiert hätte. Die Inschrift auf der Vorderseite des Mals lautet: SUB TUUM PRAESIDIUM (Unter Deinem Schutz). Auf dem Mantelrücken steht eingemeißelt: SANCTA MARIA + CONSOLATRIX AFFLICTORUM + ORA PRO NOBIS (Heilige Maria, Trösterin der Betrübten, bitte für uns). Bei der Segnungsfeier wurden auch Reden gehalten, die eher Heldenverehrung als Mahnung waren. Schon bald wurde die Schutzmantelmadonna versetzt - zu ihrem heutigen Standort im Marienpark. Die Skulptur, die inzwischen als ein Ehrenmal für die Toten beider Weltkriege gilt, bildet das Zentrum des Marienparks.

Vierzehnte Station: Der Leichnam Jesu wird in das Grab gelegt.

 
 
 

Zweite Station: Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schulter.

Erste Station: Jesus wird von Pilatus zum Kreuzestode verurteilt.

 
 

Neunte Station: Jesus fällt das dritte Mal.

Achte Station: Jesus begegnet den weinenden Frauen.

Siebte Station: Jesus fällt zum zweiten Male.

 
 

Sechste Station: Veronika reicht Jesus das Schweißtuch.

Fünfte Station: Simon von Cyrene trägt das Kreuz.

Vierte Station: Jesus begegnet seiner Mutter.

Dritte Station: Jesus fällt das erste Mal.

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