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Haus Mallinckrodt in Herdecke-Ende (Gedern)

Adelssitze sind Stein gewordene Zeugen einer längst vergangenen Zeit. In Herdecke gibt es viele dieser historischen Gemäuer. Eins davon ist das Haus Mallinckrodt. Das Anwesen steht verborgen auf einer Lichtung in einem Wald - ein historisches Areal am östlichen Ruhrufer, gelegen an einem Hang des Ardeygebirges ganz im Westen von Herdecke in einem Wald über dem Ruhrtal im Ortsteil Ende (Gedern). Kein Schild weist den Weg, keine öffentliche Straße führt hinauf und kein Bus dorthin. Haus Mallinckrodt ist ein ehemaliges Rittergut und heutiges Herrenhaus und wird auf Grund seiner imposanten Bauweise häufig auch als Schloss Mallinckrodt bezeichnet. Um 1241 wurde die Burganlage noch „Mesekenwerke“ genannt, ihre Besitzer nannten sich später von Mallinckrodt. Sie war ein Lehen der Grafen von Volmarstein, dann der Grafen von der Mark. Nach dem Aussterben der Besitzerfamilie Mallinckrodt – spätere Namensträger entstammen einer nicht mit diesem Besitz verbundenen Seitenlinie – ging Haus Mallinckrodt an die Familie von der Recke von Volmerstein, einen Zweig des westfälischen Adelsgeschlechts von der Recke.

Ein befestigtes Haus wurde 1348 erstmals erwähnt. Das älteste Haus Mallinckrodt war vermutlich aus Holz und Fachwerk errichtet worden. Während der Soester Fehde wurde es 1445/46 durch Truppen des Kölner Erzbischofs Dietrich II. von Moers und der Stadt Dortmund zerstört. Der wieder aufgebaute Rittersitz brannte 1619 völlig ab und wurde wiederum erneuert.

1896 wurde die Anlage von dem Elberfelder Bankier Hans Jordan erworben und 1903–1904 im Stil der flämischen Gotik erneuert, vom Vorgängerbau verblieb dabei nur der Turm. Etwas weiter nördlich im Wald befindet sich der private Friedhof der Familie Jordan.

Anfang des 20. Jahrhunderts lebte und arbeitete der Maler und Grafiker Fritz Gärtner für mehrere Jahre auf dem heute denkmalgeschützten Schloss und hatte im Gartenhaus sein Atelier eingerichtet.

2018 ist das Anwesen in der 5. Generation im Privatbesitz der Familie Bernd und Erika Springorum befindlich und wird von mehreren Mietern bewohnt.

Das heutige Schloss im Stil der flämischen Gotik und die Ökonomiegebäude sind Ergebnis von Um- und Neubauten zwischen 1872 und 1890 sowie von 1903/04. An der linken Seite des Schlosses sind Teile der sog. „Alten Burg“ des Bernhard von Mallinckrodt von 1620 integriert worden.

Fritz Gärtner malte auf Mallinckrodt

Anfang des 20. Jahrhunderts wohnte der Künstler Fritz Gärtner (1882-1958) aus München für mehrere Jahre, meist in den Sommermonaten, in dem heute denkmalgeschützten Schloss. Im Gartenhaus hatte er sein Atelier eingerichtet. U.a. erschuf er das halbkreisförmige, ikonographische Ölgemälde in der Ender Dorfkirche. Das Bild weist zwei Besonderheiten auf, die nur entdecken kann, der das Altarbild mit der Darstellung des auferstandenen Christus aus nächster Nähe betrachtet. Der Künstler hat sein Motiv - wie es viele Maler schon vor ihm taten – in die heimische Region versetzt. In der unteren Ecke zur Linken Jesu ist die Ender Dorfkirche zu erkennen, auf der anderen Seite das Schloss Mallinckrodt.“ 

 

Quelle: "Die Ender Dorfkirche", Jubiläumsausgabe 2009

Altargemälde von Fritz Gärtner in der Ender Dorfkirche
Ender Dorfkirche
Haus Mallinckrodt
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