Wyk:Mitdem Plattbodenschiff Ronja durch das nordfriesische Wattenmeer

Zu den besonderen Urlaubserlebnissen auf Wyk gehört unbedingt eine Bootstour durch das nordfriesische Wattenmeer. Ein echtes Abenteuer ist eine Fahrt auf einem historischen Plattbodenschiff. Der Ewer "Ronja" und die Tjalk "Labor Sanitas" (Baujahr 1896) liegen während der Urlaubs-Saison im Hafen von Wyk auf Föhr und warten auf Mitsegler. Plattbodenschiffe haben - wie der Name schon sagt - eine flaches Unterwasserschiff und geringen Tiefgang und sind daher besonders geeignet, seichte Gewässer wie das nordfriesische Wattenmeer zu befahren oder auch trockenzufallen. Charakteristisch sind die beiden Seitenschwerter am Rumpf des Plattbodenschiffes, die das Abdriften durch Wind und Strömung verhindern sollen. Früher wurden Plattbodenschiffe als Frachtschiffe oder Fischerboote eingesetzt, heute findet man sie ausschließlich im Charterbetrieb.

 

Die Skipper machen mit der "Ronja" und der "Labor Sanitas" Tagesfahrten oder auch längere Törns auf der Nordsee. Jeder Mitsegler packt unter Anleitung mit an und hilft zum Beispiel beim Segelsetzen oder Einholen. So erhält jeder Gast einen Einblick in die nicht immer leichten Arbeitsbedingungen auf einem Traditionssegler und wie Teamarbeit zum Erfolg führt. Und es gibt keinen schöneren Moment, wenn dann das Boot mit getrimmten Segeln durch das Wasser rauscht.

Weitere Informationen im Internet unter www.laborsanitas.de oder www.pfahlewer.de.

Die "Ronja"

Die RONJA im Wyker Binnenhafen

Die RONJA ist bei Tagestouren für 13 Teilnehmer/innen ausgerichtet. Auf längeren Törns können acht Teilnehmer/innen an Bord übernachten.

Die Einrichtung der Ronja ist bewusst einfach gehalten. Im Vorschiff befinden sich vier Kojen sowie ein WC. Mittschiffs befinden sich vier weitere Kojen und die Küche. Die Küche ist mit einem Herd, Backofen und Kühlschrank ausgestattet. An dem großen Tisch finden alle Teilnehmer genügend Platz. An feuchten und kalten Tagen sorgt eine Holzheizung für Gemütlichkeit. Die Vorbilder der Ronja sind die bei den Blankeneser Fischern im 18. und 19. Jahrhundert gebräuchlichen flachbodigen, knickspantigen Pfahlewer. Die “Ronja” wurde abweichend vom Original mit durchlaufendem Deck, einem Spiegelheck und einer 90 PS-Maschine gebaut.

 


Maße der Ronja:

  • Länge ü.a.       14,99m
  • Breite               4,6m
  • Tiefgang          1,0m
  • Segelfläche    90qm

Die "Labor Sanitas"

Bis Beginn des 20. Jahrhunderts war die Schifffahrt Schleswig-Holsteins vornehmlich eine Küsten- und Kleinschifffahrt. Das Gezeitenrevier wurde vornehmlich von Tjalken und Ewern befahren, die sich aufgrund ihres geringen Tiefgangs und dem platten Boden besonders gut für dieses Seegebiet eignen. Als segelnde Frachtschiffe fuhren sie mit regionalen Produkten zu den umliegenden Handelsplätzen. Für viele Ortschaften stellte der Wasserweg die Haupthandelsroute dar, weshalb die Plattbodenschiffe für lange Zeit die Arbeitstiere des Handels waren. Die 1896 vom Stapel gelaufene Groninger Tjalk LABOR SANITAS wurde im niederländischen Smilde als ein ebensolches segelndes Frachtschiff gebaut, ehemals unter dem Namen EXCELSIOR. Bis in die 70iger Jahre wurde sie über zwei Generationen von der Familie Saien betrieben. Im Laufe der Zeit ist der ursprüngliche Charakter der Tjalk weitgehend erhalten geblieben. Nachträglich wurde ein Dieselmotor eingebaut. 1996 wurde das Schiff in den Niederlanden zu einem Charterschiff umgebaut. Im einstigen Laderaum befinden sich nun ein gemütlicher Tagesraum und die Schlaf- und Sanitärräume. 2006 musste das alte und überwiegend originalgetreue Deckshaus ersetzt werden. Im Herbst 2015 wechselte die LABOR SANITAS die Eigner und wird nun vom gemeinnützigen Verein 'Ronja e.V.' unterhalten. Sie liegt jetzt während der Saison in Wyk auf Föhr. Mit der Unterhaltung und dem Betrieb der Tjalk LABOR SANITAS wird ein Stück Seefahrtsgeschichte der Region des Wattenmeers lebendig gehalten.

Schiffsdaten: 

Kapazität:     33 Tagesgäste 
   20 Übernachtungsgäste
Schiffstyp:  Groninger Tjalk
Takelung:  Gaffelsegler
Rumpflänge:  23 m 
Breite:  4,78 m
Tiefgang:  1,2 m
Segelfläche:  200 m²
Maschine:   John Deere, 130 kw
Baujahr:  1896 Smilde
Besatzung:  2-3 Personen

 

Ausstattung:

  • Gemütlicher Tagesraum
  • Vollständig eingerichtete Küche inkl. Gasherd und zwei Kühlschränken
  • 1 WC
  • 2 x zwei Bett und 4 x vier Bett Kajüten mit Waschbecken
  • Zentralheizung
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