Turmaufstieg Burg Blankenstein, Hattingen

Der frühere Türmer wird von der Höhenburg natürlich weniger diese Idylle genossen, dafür mehr den Feind in der Ferne beobachtet haben. Am Hang gegenüber liegt heute Bochum-Stiepel mit der alten Dorfkirche. Wer nicht auf den Torturm steigen mag, kann den Kirchturm auch von der Mauer auf der anderen Seite der Burg erspähen. Und damit blickt er direkt auf den heutigen Eigentümer der Burg: die Stadt Bochum. Nicht Blankenstein oder Hattingen, zu dem der Ort seit 1970 zählt, sondern die Nachbarstadt hat sich die Burg zu eigen gemacht. Und das kam so: Gustav vom Stein erwarb die Burg 1860 und ließ dort in neuen, burgähnlichen Gebäuden eine Garn-Fabrik errichten. Auch eine Gaststätte gab es schon damals auf dem Anwesen, die täglich Tausende Besucher empfing. Steins Nachfahre geriet jedoch in einen Streit mit den Blankensteinern und verkaufte 1922 das Anwesen an Bochum. So schließt sich der Kreis: Graf Engelbert II. hatte 1321 der Stadt Bochum auf der Burg die Stadtrechte verliehen.

Wer die Burg Blankenstein besucht, sollte unbedingt die Treppen zum 30 Meter hohen Bergfried auf sich nehmen, auch wenn diese an manchen Stellen doch sehr schmal werden. Aber kaum oben angelangt, entschädigt ein fantastischer Ausblick für die Mühen des Aufstiegs. Tief unten schlängelt sich die Ruhr auf einer der schönsten Abschnitte des Ruhrtals von Bochum nach Hattingen. Im Nordwesten breitet sich die Wasserfläche des Kemnader Sees vor den Augen des Betrachters aus, im Norden ist das alte Dorf Stiepel zu sehen. Im Süden fällt der Blick auf das Naturschutzgebiet Katzenstein. Auch hat man von hier oben eine schöne Aussicht auf die Alte Freiheit Blankenstein, deren Fachwerkhäuser zum Spazieren gehen einladen. 

Der letzte Teil des Aufstiegs ist etwas schwieriger. Es wird eng. Dann geht es noch eine Holztreppe hoch, am Ende wartet eine schwere Metalltür und dann steht man oben auf dem Turm von Burg Blankenstein.

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