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LWL Freilichtmuseum Detmold

Das LWL-Freilichtmuseum Detmold (LWL = Landschaftsverband Westfalen-Lippe, bis 2006 Westfälisches Freilicht-Museum Detmold) befindet sich in der lippischen Stadt Detmold in Nordrhein-Westfalen. Träger des Museums ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Das 1971 eröffnete Freilichtmuseum trägt den Untertitel Westfälisches Landesmuseum für Volkskunde und ist eines der bedeutendsten seiner Art in Europa und mit 90 Hektar Fläche und mehr als 100 historischen Gebäuden nach eigenen Angaben das größte Deutschlands.

Verwaltungsgebäude

Eingebettet in die sanfte Hügellandschaft des Lipper Landes finden sich hier in Großhöfen und Dörfern zusammengefasst originale Zeugnisse der ländlichen Alltagskultur Westfalens vom 16. Jahrhundert an bis hin zum 20. Jahrhundert. Dazu hat man nicht nur eine Vielzahl von ganz- und teiltranslozierten Gebäuden zusammengetragen, sondern dazu eine fast schier unüberschaubare Menge an Gegenständen, die das Leben dieser so vergangenen Zeit mehr als anschaulich machen.

 

Das Gelände des Freilichtmuseums ist nach den Himmelsrichtungen aufgeteilt, diese repräsentieren jeweilige ländliche Kultur in Westfalen. Wichtig ist zu wissen: Um alles wenigstens einmal gesehen zu haben, sollte man viel Zeit mitbringen.  Wer nicht laufen will oder kann, kann auch die Pferdewagen benutzen, die den Hauptrouten folgen. Die Pferde selbst sind übrigens auch ein Teil des Freilichtmuseums. Man sollte also den Umfang des Freilichtmuseums und die Anreise in seiner Zeitplanung unbedingt berücksichtigen, d.h. man sollte mindestens eine Übernachtung einplanen.

Mit dem Pferdewagen durch die Dörfer des LWL
Kappenwindmühle

Auch die Kappenwindmühle kann man fast komplett begehen. Sie wurde 1789 erbaut und steht hier im Zustand ca. Mitte des 19. Jahrhunderts. Im oberen Stock hat man eine wunderbare Aussicht auf die sanfte Hügellandschaft drumherum, in nicht zu weiter Ferne winkt schon der Hermann mit seinem Schwert herüber.

Die Kappenwindmühle wurde auch als „Holländermühle“ bezeichnet, denn sie war vor allen Dingen in Holland weit verbreitet. Bei ihr musste nur die Kappe mit den Flügeln in den Wind gedreht werden. Der Unterbau der Mühle konnte so in mehrere Geschosse unterteilt werden, in denen statt nur einer gleich mehrere Mahlgänge erledigt werden konnten.

Armenhaus

Ziegelrot leuchtet dem Besucher das Fachwerk des Armenhauses entgegen. Das Armenhaus stammt aus Rinkerode und wurde um 1824/25 erbaut. Diesen Zustand zeigt auch das Museum. Im Inneren herrscht Kargheit vor. Die Einrichtung wurde entfernt, aber die einzelnen Räume erzählen in verschiedenen Installationen über das Leben ihrer Bewohnerinnen. Hier lebten nur Frauen, vier an der Zahl. Ihnen stand eine eigene kleine Kammer zu. Küche und Stube wurden gemeinsam benutzt. Die Frauen wirtschafteten aber für sich allein, jede hatte z.B. ihr eigenes Beet im Garten und kochten auch für sich. Aufnahme fanden Witwen und ledige Frauen aus Rinkerode, die ihren Lebensunterhalt nicht mehr allein verdienen konnten. Der Rinkeroder Pfarrer entschied über die Aufnahme. Oftmals folgten der Mutter die Tochter ins Haus, wenn diese gestorben war. Und so setzte sich offensichtlich das Leben in Armut von der Mutter zu den Töchtern fort.

Die ehemalige Fasanerie im früheren fürstlichen Tiergarten ist ein „in situ“-Gebäude – es befindet sich noch am Originalbauort im heutigen Museumsgelände.

 

Die größte Baugruppe ist das Paderborner Dorf. Um das Zentrum mit der Kirche auf dem ehemaligen Wehrfriedhof und dem Dorfanger mit dem Dorfteich gruppieren sich die Höfe, Häuser und Nebengebäuden zum Teil Giebel an Giebel. Es folgt der Gartenring und anschließend die offene Landschaft mit Getreidefeldern. Das Paderborner Dorf wurde nach dem Vorbild eines Dorfes aus dem Weserraum angelegt. Zum Hof gehören ein Fachwerkspeicher von 1561 und ein Obst-Dörrofen des 19. Jahrhundert, die zugehörige Scheune stammt aus dem 17. Jahrhundert. Am Dorfrand steht die Bockwindmühle. Die Mühle hat nur einen Mahlgang und ist etwas kleiner als die Kappenwindmühle.

Fachwerkdeele mit landwirtschaftlichem Arbeitsgerät
Haus Stahl im Paderborner Dorf
Haus der jüdischen Familie Uhlmann

Das Fachwerkhaus bietet eine Klammer zu 200 Jahren jüdischer Geschichte in Westfalen. Das Ovenhausener Haus war von seiner Erbauung 1805 bis zur Deportation von Familie Uhlmann 1941 ununterbrochen in jüdischem Besitz. Es ist damit eines der letzten nahezu unverändert erhaltenen jüdischen Wohnhäuser in Westfalen - und das einzige, das in einem deutschen Freilichtmuseum zu sehen ist. Ein großer Tieflader brachte das Gebäude einschließlich Keller in mehreren großen Teilen von Ovenhausen nach Detmold. Heute erinnern nur noch wenige ehemalige Synagogen oder Friedhöfe an die religiöse Kultur der ländlichen Juden, während ihre Wohn- und Alltagskultur allmählich in Vergessenheit zu geraten droht. Mit dem Haus Uhlmann hat dieser ländliche Bevölkerungsteil wieder seinen Platz in der westfälischen Kultur.

Bürgerhäuser Schmidt und Düsterdieck
Kolonialwaren Ph. Hecker (+ Außenstelle Standesamt Detmold)

Der „Kolonialwarenladen Ph. Hecker“, er befindet sich im Haus Zeddies ( „Lauschhaus“) mitten im Paderborner Dorf, hält unter anderem frisch gerösteten Kaffee und handgefertigte Museumsschokolade zum Mitnehmen bereit. Hier befindet sich auch die Außenstelle des Standesamts Detmold. Der Raum ist mit maximal 35 Sitzmöglichkeiten auszustatten. Für Museumsbesucher ist er während der Trauungszeremonie geschlossen. Sanitäre Anlagen sowie eine kleine Küche sind im Lauschhaus, das dem Schönhof direkt gegenüber liegt, vorhanden.

Einige Häuser beherbergen Geschäfte und Handwerk. Ein Kolonialwarenladen aus dem Jahr 1920, ein Fotoatelier – mit einer kleinen Ausstellung zur Geschichte der Fotografie – in dem man sich im Stil der Zeit fotografieren lassen kann, eine Bäckerei, eine Schmiede. Die Bäckerei ist tagsüber in Betrieb.

Haus Schwenger: Manufaktur- und Kolonialwaren Carl Samson und Fotoatelier

Bereits Anfang der 70er Jahre hat das Freilichtmuseum das 1708 erbaute Haus Schwenger aus Rheda übernommen und eingelagert und umfangreichen renoviert. Der historische Laden für Manufaktur- und Kolonialwaren Carl Samson ist eines von drei Elementen, die das Gebäudeensemble beherbergt. An das repräsentative Bürgerhaus, dessen Einrichtung im Neobiedermeierstil das familiäre Wohnen in der Zeit um 1890 nachempfindet, wurde ein historisches Fotoatelier aus Rietberg angebaut. Die weitläufigen Glasflächen zeugen von einer Zeit, in der die Fotografen in ihren Ateliers noch mit Tageslicht für die notwendigen Lichtverhältnisse sorgen mussten. In diesen Räumen wird das damalige Leben der Fotografen nacherlebbar.

Haus Schwenger
Bäckerei von W. Borgolte

Eine 1808 erbaute Lohnbäckerei als staatlich konzessionierter Gemeindebackofen und ein 1830 erbauter ehemaliger Kuhstall und Abort, beide zum Haupthaus des Hofes Hilmer-Borgolte gehörend, wurden 1983 in Stahle abgebaut und 1986 im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold wieder aufgebaut.

 

Gaststätte "Im weißen Ross"
Paderborner Dorf mit Pastorat (unten) und Restaurant „Im Weißen Ross“ (oben)
Pastorat, erbaut um 1733-1738, Zustand: um 1900
Pastorat und Restaurant „Im Weißen Ross“
Valpagen-Hof, Haupthaus

Der größte Bauernhof im Paderborner Dorf ist der Valpagen-Hof. Den Eingang des Haupthauses ziert eine prächtige Schnitzerei aus dem Erbauerjahr 1577. Komplettiert wird der Valpagen-Hof durch eine Stallscheune, einen Speicher und einen Garten.

Besonders idyllisch ist der große Dorfteich, in dem sich das am Ufer stehende aus Bad Driburg stammende  Dorfbauernhaus Ludovici spiegel, erbaut im Auftrag eines Kapitelsekretärs des Damenstifts Neuenheerse. Betrachtet man die Torhölzer, so entdeckt man 1614 als Jahreszahl neben den Namen der Bauherren.

Dorfbauernhaus Haus Ludovici
Mietshaus Brigittenhäuschen (links) und Tagelöhnerhaus (rechts)
Haus Finkeldei-Arnecke

Zu den stattlichen Anwesen des Dorfes gehört das Haus Finkeldei-Arnecke, an dem sich als Anbau eine Backstube befindet, in der noch heute u. a. leckeres Hefegebäck, aber auch Kekse in Traktorform und Schnecken gebacken werden. Vielleicht sollte man auch mal frisches Apfelbrot probieren, denn das backt man hier außerdem. Die genannte Backstube stammt von 1901 und besitzt einen großen Königswinter - Steinbackofen, der mit Buchenholz gefüttert wurde. Zusehen kann man dem Bäcker bei der Arbeit durch eine Glasscheibe und nicht direkt über die Schulter – das verbieten die Hygienevorschriften.

Bäckerei
Dorfteich mit Blick auf Teile des Paderborner Dorfes. Auf dem Teich schwimmen Lippegänse, im Wasser tummeln sich dicke Karpfen.
Tagelöhnerhaus
Mietshaus Brigittenhäuschen Tagelöhnerhaus

Rokokotür am Stahlschen Haus, benannt nach seinem Besitzer, dem Weinbrennerei-Besitzer Carl Stahl, erbaut 1730 in Gütersloh, heute Teil des Paderborner Dorfs im Freilichtmuseum.

Haus Stahl
Paderborner Dorf, Bürgerhaus
Paderborner Dorf
Schmiede

Der Schmied ist noch fleißig bei allen anfallenden Schmiedearbeiten im Dorf. Er erzählt, dass es heutzutage kaum noch jemand gibt, der diesen Beruf erlernen möchte. Eines Tages wird es wahrscheinlich Schmieden und Schmiede nur noch im Museum zu sehen geben.

Bockwindmühle

Bockwindmühlen waren die ersten Windmühlen in Mitteleuropa (seit etwa 1200). Bis dato gab es nur Wassermühlen. Die Bockwindmühle hat ihren Namen von ihrem Unterbau, dem Bock, auf dem sie mit einem langen Balken, „Steert“ = Schwanz genannt, in den Wind gedreht wurde. Aufgrund der Konstruktion konnte sie nur jeweils einen einzigen Mahlgang durchführen. Diese Bockwindmühle hier stammt aus dem Landkreis Hildesheim und wurde 1812 erbaut. Ihr dargestellter Zustand ist um 1900.

Das "Stille Örtchen" am Hinterhaus

Mit einem Blick auf den idyllischen Dorfteich verabschieden wir uns vom Paderborner Dorf.

Heiligenhäuschen vom Westersporkhof

Die äußere Farbgebung des Heiligenhäuschens entspricht der ersten Bemalung. Altar und Pietá (Darstellung Marias mit dem Leichnam Christi) hingegen verblieb in der schlichten Farbfassung des 19. Jahrhunderts.

Lippischer Meierhof

Seine wichtigsten Gebäuden sind das Haupthaus, der Speicher am Hofteich, die Scheune und das Altenteilerhaus von 1619. Im Haupthaus fanden Wohnen, Viehhaltung und Getreidelagerung unter einem Dache - Platz. Die Feuerstelle ist offen, ohne Schornstein, daher musste der Rauch durch das gesamte Haus ziehen. Alle Gebäude des Hofes wurden dem Museum von ihren Eigentümern geschenkt.

 

Das Haupthaus des Lippischen Meierhofes, Hof Meier Barthold, stammt aus dem Jahr 1570, Zustand um 1800, auch dieses ein Hallenhaus, mit später angebauten Wohnräumen. Zum Lippischen Meierhof gehören verschiedene Nutz-und Ziergärten, mit heute wieder vertraut werdenden alten Gemüse-und Gewürzsorten. Die Gärten werden natürlich sorgfältig gepflegt. In Ergänzung zu den Nutz- und Ziergärten werden im Freilichtmuseum alte Haustierrassen, Schweine, Schafe, Ziegen, Kühe und Hühner, sowie die fast ausgestorbene Pferderasse der Senner gezüchtet. Die Hühner laufen frei, alle anderen Tiere, vor allen Dingen Schafe und Ziegen lassen sich auch mal gerne kuscheln. Zum lippischen Meierhof gehören auch die sog. „Leibzucht“, das Altenteilerhaus, erbaut 1619, Zustand um 1800. Im Altenteilerhaus ist die Diele durchgehend – ein sog. Durchgangsdielenhaus - links und rechts sind Wohnräume für die Altbauern.

Lippischer Meierhof: Deele mit Stallungen im Haupthaus, erbaut 1570

Dass die Bauern zusammen mit dem Vieh das Haus teilten, war bis in das späte 19. Jahrhundert üblich. Allerdings wurden Schweine und Schafe in eigenen Ställen untergebracht, während Kühe und Pferde sich den Platz im vorderen Bereich der Haupthäuser teilten. Immer wieder wird uns der Typ des niederdeutschen Hallenhauses begegnen, mit einer sog. „Diele“ als Unterbringung für die Tiere und als Arbeitsplatz und dem direkt dahinter liegenden „Flett“, dem großen Küchen- und Aufenthaltsbereich.

Lippischer Meierhof, Haupthaus: Feuerstelle
Münsterländer Gräftenhof

Herkunft (Haupthaus): Hof Schulte Bisping in Alst bei Albersloh (Gemeinde Sendenhorst, Kreis Warendorf)

Der Münsterländer Gräftenhof in Eingangsnähe zeigt den Hof eines Schulten (Großbauern) aus der Umgebung der Stadt Münster im Zustand der Zeit um 1800. Dort waren viele große Höfe von Teichen und Gräften (Wassergräben) umgeben.

Der Gräftenhof hat seinen Namen von den Wassergräben = Gräften und Teichen, die die Höfe aus der Umgebung der Stadt Münster umgaben. Das Haupthaus gehört zum Hof Schulte Bisping. Die Schulzen waren Großbauern. Als Besitzer des größten Hofes einer Siedlung standen sie in der bäuerlichen Hierarchie ganz oben. Das hier gezeigte Haus wurde um 1787 erbaut, der Zustand ist um 1800 und ist das größte Hallenhaus im Museum (42 m lang und 15 m breit). Die Diele kann mit Wagen befahren werden.

Flett mit Kamin: Dahinter liegt das prächtige Flett. Das Flett und damit auch die dahinter liegenden Wohnräume sind zudem durch eine Windfangtür von der Diele abtrennbar. Die Herdstelle des Flett ist als Kamin mit einem Rauchfang und angeschlossenem Schornstein gestaltet. So konnte der Rauch abziehen, ohne die Bewohner dieses Hauses weiter zu belästigen. Links im Flett steht ein prächtiger langer Esstisch, mit schönem Essgeschirr im ebenso prächtigen Geschirrschrank, rechts im Flett ein großer Bereich, dem sog. Waschort mit Spülstein und allen möglichen Reinigungs-Utensilien.

Links im Flett steht ein prächtiger langer Esstisch, mit schönem Essgeschirr im ebenso prächtigen Geschirrschrank, rechts im Flett ein großer Bereich, dem sog. Waschort mit Spülstein und allen möglichen Utensilien, die man zum Reinigen braucht.

Wohnbereich (mit Wiege): Es fällt auf, dass dieses Flett im Gegensatz zu den anderen sehr dunklen Räumen in den bisher gesehenen Bauernhäusern geradezu lichtdurchflutet ist. Große Fenster sind verantwortlich dafür. Die auf halber Höhe hinter dem Flett liegenden Wohnräume sind ebenfalls viel großzügiger gestaltet und aufwendiger möbliert. Alles in allem sieht man in diesem Haus überall, welchen sozialen und finanziellen Stand der Besitzer hatte.

Schlafzimmer im Gräftenhof

Der Gräftenhof mit seinen 10 Einzelgebäuden ist der größte Hof des Freilichtmuseums. Das Haupthaus wurde 1787 erbaut und ist ein Vierständerbau. Das Dach ist nicht mit Stroh, sondern mit Ziegeln gedeckt, da der Rauch über einen Schornstein abgezogen wurde.

Gräftenhof, Brunnen mit Holzschuppen
Alter Speicher (Fluchtspeicher)
Das Aborthäuschen am Münsterländer Gräftenhof
Wassermühle des Hofs Heller

Etwas abseits vom Haupteingang des Freilichtmuseums steht die in Fachwerk errichtete und mit Knüppelwalmdach versehene Wassermühle des Hofs Heller. Es handelt sich dabei um eine Mahl- und Bokemühle, die mit einem Gang betrieben wurde. Neben dem Mahlen von Korn wurde in der Mühle mittels Bokewerk auch Flachs gebrochen. Letzteres war Akkordarbeit. Flachsbündel wurde unter die Stampfer des Bokewerks geschoben, sodass die Holzbestandteile der Flachsstängel gebrochen werden konnten. Der im unteren Mühlraum befindliche Lanz-Diesel-Motor diente als Antriebsalternative, um stets, auch bei niedrigem Wasserstand, die Mühle in Betrieb zu halten. Die Mühle wird oberschlächtig angetrieben, das heißt das Gewicht des von oben auf das Mühlrad fließende Wasser treibt das Mühlrad an. Die Anlage ist ständig in Betrieb. Sie stammt aus dem Landkreis Osnabrück, wurde erbaut 1841, der gezeigte Zustand ist um 1925. Man kann sie fast komplett begehen.

 

Da die Mühle außerhalb des Dorfes lag und der Müller zwar nicht in ihr, aber neben ihr und damit auch außerhalb wohnte, galt die Müllerei als sozial unkontrollierbar. Der Müller wurde oft verdächtigt, durch Abklopfen der Mehlsäcke zusätzlich für sich Mehl „abzustauben“. Erst als im 19. Jahrhundert das alte Mühlenrecht fiel und der Beruf des Müllers ganz neu geregelt wurde, stieg auch der Müller im sozialen Ansehen.

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