Nieblum -
ein Friesendorf wie aus dem Bilderbuch

Wir wohnen in Wyk, der einzigen Stadt auf Föhr, vor allem aber touren wir durch die Inseldörfer, von denen es insgesamt elf gibt. Nieblum, der zweitgrößte Ort der Insel, auf halber Strecke zwischen Wyk und Utersum gelegen,  gilt als das allerschönste unter ihnen, und es ist in der Tat ungeheuer lauschig mit seinen Alleen, in denen äußerst liebevoll gepflegte Häuser hinter Linden stehen. Nieblum ist schnieke, Nieblum ist touristisch, es lässt mich ein bisschen an Sylt denken, aber das Flair ist der Hammer. Hier und da tut sich richtig verwunschene Idylle vor unseren Augen auf. Auf jeden Fall ist die aktuelle Inselarchitektur dazu angetan, eine Idee vom Leben in Dörfern zu vermitteln, in denen kleine Straßen von geduckten Häusern mit tiefgezogenen Dächern gesäumt wurden. In Nieblum kommen heute auf jeden Einwohner 27 Gäste. Nieblum ist neben Wyk die älteste Fremdenverkehrsgemeinde der Insel Föhr.

Nieblum war traditionell ein Kapitänsdorf. Vermögende Leute haben sich hier niedergelassen. Von Ihrem Reichtum zeugen die großen, prächtigen Friesenhäuser, die weitgehend erhalten blieben und den Ort heute zu einem "Schmuckstück" der Insel Föhr machen. Nieblum bekam schon mehrfach Preise bei Dorfwettbewerben. Die weißblauen und roten Kapitänshäuser haben oft Reetdächer. Sie sind aus dem 18. Jahrhundert und zeugen noch heute von dem “Goldenen Zeitalter”. Föhringer Seeleute waren (zumeist auf holländischen Schiffen) erfolgreich. Erst als Walfänger im Nordmeer, dann in der Handelsschifffahrt. Die katzenkopf- oder meerkieselgepflasterte kleinen Straßen sind prächtige Lindenalleen und viele blühende Rosen wachsen in den Gärten und an den Hauswänden. Der Dorfteich des Seebades im Kurpark lädt zum Verweilen ein.

---dreieck Das Ortsbild wird neben den alten Reetdachhäusern vom imposanten "Friesendom", der Johannis-Kirche geprägt. Sie ist die größte der drei Inselkirchen. Vor fast 600 Jahren wurde die Nieblumer Kirche erbaut, damals stand sie an der Grenze der Gemarkungen Goting, Nieblum und Alkersum. Das ursprüngliche Dorf Nieblum lag seinerzeit noch sehr viel weiter in Richtung Nordsee. Erst nach den großen Sturmfluten, vor allem nach der des Jahres 1634, zogen die Nieblumer weiter ins Landesinnere, an ihre Kirche heran. Nach 1634 ist dann der Ortskern in der Form entstanden, in der er noch heute erhalten ist. St. Johannis, der mächtige “Friesendom”, wurde im 13. Jahrhundert gebaut. Im Schatten von St. Johannis sind Seeleute begraben, die von allen Fahrten wohlbehalten zurückkehrten und ihren Lebensabend auf der Heimatinsel genießen konnten. Rund 40.000 Menschen besuchen jährlich den Friedhof von St. Johannis mit den besonderen Grabsteinen.

---dreieck  Der Friesendom St. Johannis, größte Dorfkirche an der Nordsee

Von See sieht man ihn schon von weitem, den Turm des Friesendoms auf der Insel Föhr. Das Bollwerk ragt 36 Meter aus der Nordsee heraus, seine vier Meter über Grund mit eingerechnet. Die Mauern des Turms sind unten zweieinhalb Meter dick, in Höhe des Satteldaches noch 180 Zentimeter. Das Land und seine Kirche mussten einiges aushalten. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut, lag St. Johannis noch auf dem Festland bis zur ersten Groten Mandränke von 1362. Bei der schlimmsten Sturmflut des letzten Jahrtausends hier, bezogen auf seinen Auswirkungen, kamen etwa 200.000 Menschen ums Leben. Rund 100.000 Hektar bestes Kulturland gingen verloren. Die Uthlande Rungholt, damals größter Handelsort des Nordens, gingen verloren. Viele der heutigen Nordseeinsel entstanden, so auch Föhr. Sie ist die fünftgrößte deutsche Insel und unter denen, die nur über See erreichbar sind, mit gut 8.200 Menschen die Insel mit den meisten Bewohnern. Und die sind stolz auf ihren Friesendom, der bald 800 Jahre lang Wind und Wetter trotzt. Seit 2006 fördert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz dieses Backsteindenkmal in Nordfriesland.

 

Die Johannes dem Täufer gewidmete Kirche ist auf Grund ihrer Größe, reichen Verzierung und Ausstattung das bedeutendste Gotteshaus auf Föhr. Die Kirche bezeugt viele Bauepochen, angefangen bei der Spätromanik und in Umbauten bis in den Barock. Die Mauern selbst entstanden im Wesentlichen zwischen dem späten 12. und 14. Jahrhundert. Es handelt sich um einen kreuzförmigen Backsteinbau des 13. Jahrhunderts, der auf einem Vorgängerbau aus Granit und Tuffstein erweitert wurde. Vom Gründungsbau erhalten sind vor allem die unteren zwei Drittel der Nord- und Westwand. Die Formen des Chores sind spätromanisch mit steigendem Rundbogen- und Treppenfries. Die gotische Sakristei im Norden zeigt noch geometrisch ausgemalte Kreuzrippengewölbe. Das Langhaus wurde nach einer Bauunterbrechung in frühgotischen Formen errichtet. Es erstreckt sich unter einer hohen Holzbalkendecke, die im 13. Jahrhundert vollendet wurde. Der quadratische Westturm stammt ebenfalls aus der Frühgotik und ist im Gegensatz zu anderen Kirchen der Gegend reich verziert, mit Ecklisenen, Spitzbogenfries und Blendbögen. Die Kirchenausstattung spiegelt ebenso die Baugeschichte des Gebäudes von der Romanik bis ins 19. Jahrhundert wieder. Eine Grantittaufe stammt von um 1200, der Schnitzaltar von 1480, die Holzkanzel von 1618 und der Orgelprospekt von 1838. Wahrscheinlich war St. Johannis im Mittelalter Sitz eines Bistums, denn sie ist die einzige "Dorfkirche“ auf kreuzförmigen Grundriss.

---dreieck Der kleine Teich an der Kirche.

Hand- und Spanndienste, zeitgemäßer auch (verpflichtende) Gemeindedienste genannt, sind Naturaldienste zur Verminderung barer Gemeindeabgaben. Sie verpflichten die Gemeindebürger zu bestimmten körperlichen Arbeiten, die unter dem historischen Begriff Frondienst zusammengefasst werden können. 1830 weigerte sich die Gemeinde Nieblum, den Kirchweg (heute: Drunken-Manns-Stieg) für die Oevenumer durch das Dorf bis zur Kirchhofpforte fei zu schaufeln. Heute geht es mit entsprechenden Räumfahrzeugen ja schnell, aber damals war es Handarbeit. Die Oevenumer wollten lediglich den Weg bis zur Nieblumer Dorfgrenze freischaufeln. Es kam sogar zum Prozess, in dem die Nieblumer unterlagen. Die Dorfstraße musste von ihnen für die Oevenumer bis zum Kirchhof vom Schnee befreit werden, so dass die Leichen spätestens bis zum Beerdigungstag zum Kirchhof gebracht werden konnten.

De Gröne Eck 2, Kopps Schinkenkate und frischer Fisch von Käpt´n Nolte

---dreieck Die Traditions-Fleischerei Kopp's Schinkenkate mit hausgemachten Inselspezialitäten am Sandwall in Wyk war bis Ende der 90er für die Umsetzung des Festtagsbratens ideal und Sommer wie Winter von Einheimischen und Gästen besucht und geschätzt. Dieses Geschäft gibt es hier seit einigen Jahren leider nicht mehr. Im Inseldorf Nieblum bietet heute noch eine kleine Filiale des Familienunternehmens ihre Köstlichkeiten an.

---dreieck Jede Generation darf einmal das Dach komplett erneuern, wird über Reetdächer gesagt. Ein wunderbares Naturprodukt. Auf einem Spaziergang durch das Kapitänsdorf Nieblum sieht man sie noch  in großer Vielfalt.

Die Landwirtschaft hat in Nieblum nie eine große Rolle gespielt, wie in den anderen Föhrer Inseldörfern. So erlebte der Ort, nachdem die Blütezeit des Walfangs vorbei war, eine Wandlung vom reichen Kapitäns- zum armen Arbeiterdorf. Erst der Tourismus brachte wieder neuen Aufschwung. Schon 1848 wurde ein Antrag auf Einrichtung einer Badeanstalt gestellt, der allerdings - wohl auch aus moralischen Gründen - abgelehnt wurde. Doch der Einzug der Erholungssuchenden ließ sich nicht mehr aufhalten. Um 1899 inserierte Witt's Gasthof erstmals im Insel-Boten und ein Jahr später auch auf dem Festland. Im Jahr 1904 wurde eine Interessengemeinschaft zur Anwerbung von Gästen gegründet und im Jahr 1919 erschien das erste Nieblumer Gastgeberverzeichnis. Damals gab es in der Gemeinde 55 Anbieter mit immerhin 390 Betten. Inzwischen ist der Fremdenverkehr zum Haupterwerbszweig der 760 Nieblumer geworden. Es gibt hier rund 1.800 Betten. Jährlich werden rund 20.000 Gäste und 280.000 Übernachtungen gezählt. Seit 1976 ist das Dorf "Nordsee-Seebad".

Haus Landfrieden

Haus Landfrieden - Restaurant auf der Kertelhein Allee

Jens-Jacob-Eschels-Str. 26 in Nieblum

Das Haus wurde 1799 neu erbaut, nachdem es 1798 abgebrannt ist. 1798–1812 war Pay Bohn Eigentümer, der zuvor Kapitän, später aber Land- und Handelsmann war. 1811 machte er Konkurs und es kam zu einer Auktion, bei der man an ein Kaufgeld von 1.000 Rthl. Erreichen wollte.

"Von 1817–1852 war der Birkvogt Johann Detlef Dahl Nielsen Eigentümer, ab 1842 war er Justizrat, ab 1985 Ritter vom Danebrog sowie Landvogt von Osterlandföhr und Gerichtsvogt. Er hatte den Titel eines Oberkriegskommissionärs. Im Juni 1824 weilte Friedrich VI von Dänemark auf Föhr und dieser äußerte den Wunsch, die Patenschaft für die am 26.06.1824 geborene Tochter Friederike Marie Nielsen übernehmen zu dürfen. So konnte der Pastor von St. Johannis in das Kirchenbuch schreiben: Se. Königl. Majestät von Dänemark Frederick der Sechste, der in Allerhöchsteigener Person dies Kind aus der Taufe hob. Natürlich waren auch weitere angesehene Personen anwesend. Von 1853–1867 war sein Nachfolger Besitzer des Hauses. Bei seiner Entlassung hieß 1867 hieß es, dass das Haus der Repräsentantenschaft Westerlandföhr gehört und wegen „Mängelbeseitigung ein Neubau besser als eine Reparatur erscheint“. 1868 wohnte ein Mieter hier und 1871–1900 der Müller aus Goting. Von 1900-1905 waren seine Erben Eigentümer und 1905–1938 Friedrich Kopp Eigentümer, der das Haus für seine Töchter erwarb. Von 1937–1976 war dann auch Anna Tiemann geb. Kopp (verst. 1987) Eigentümerin und ab 1976 dann die Gebrüder Kopp. Das Haus wird vermietet, z.T. als Restaurant, Büro, Laden, Wohnung. Lange Jahre war hier das Lokal „La Gondola“, die aber mit ihrem Restaurant nach Witsum in das ehemalige Klaar Kiming gegangen sind. Hier im Haus eröffnete dann „Saimons“, der auch bis heute darin sein kleines Restaurant betreibt."

 

Danke Ruth für die Informationen!

Die Gemeinde bietet einen über 6 km langen feinsandigen Badestrand, der nur 10 Gehminuten vom Ortskern entfernt ist. Zu ihr gehört seit 1970 auch das benachbarte Goting, früher ein eigenständiges Dorf und nur einige Fahrradminuten von Nieblum entfernt. Der Ortsteil Goting bietet besonders Strandurlaubern gemütliche Urlaubsquartiere – und eine Abendstimmung am Gotinger Kliff, die ihresgleichen sucht. Das Kliff ist bis zu 9 m hoch und gewährte, bevor es in jüngerer Zeit von Sandverwehungen verdeckt wurde, einen Einblick in den geologischen Aufbau der Föhrer Geest. Am Kliff liegen Geröll, Steine und Findlinge am Strand. Nieblum besitzt in der Nähe des Strandes ein eigenes Leuchtfeuer.

---dreieck Das Kapitänshaus ist die architektonische Ikone der Insel. Viele Häuser in Nieblum erfüllen alle Kriterien: dekorative Tür, reetgedecktes Dach, Backstein-Wände, meist weiss getüncht. Innen alles nordisch-schlicht in weißem Holz; auf den Fensterbänken Modelle von Segelschiffen.

Nieblum, Kertelheinallee 10

  • Das Haus wurde 1738 vermutlich von Sönk Mommsen aus Dagebüll erbaut, der 1751 in Grönland verstorben ist.
  • Von 1773-1814 war der Schiffer Jürgen Peter Eigentümer. Er brachte 1785 die Schmack „Die drei Gebrüder“ mit Holz trotz Sturmschaden sicher von Lillehammer nach Föhr.
  • Der nächste Eigentümer fiel auf einer Reise von Kopenhagen über Bord und ertrank.
  • Johannes Boey kam 1928 von Heide nach Föhr. Von 1832 – 1859 war er Eigentümer. Im Friesenmuseum findet man seine Aufzeichnungen über seine Patienten und die von diesen bezahlten Rechnungen. Er richtete 1834 ein Gesuch nach Kopenhagen, eine Seebadeanstalt in Nieblum anlegen zu dürfen. Es bestanden zwar keine Einwände, aber dennoch wurde nichts daraus.
  • 1867-1874 gehörte einem Zollassistenten und Postmeister in Wyk das Haus. Von 1839-1841 war er Dorfvogt in Nieblum.
  • Von 1875-1903 wohnte hier ein Schiffszimmermann aus Süderende, der 1860/61 Dorfvogt war. Bis 1922 war seine unverheiratete Tochter dann Eigentümerin.
  • Ab 1922 war der Schiffsingenieur Arfst Bohn der Eigentümer. Seither ist es in Familienbesitz und wird derzeit an Feriengäste vermietet.

---dreieck Seefahrer und Walfänger haben die Friesendörfer auf Föhr über Generationen hinweg geprägt. Vor allem in den beiden Dörfern Nieblum und Süderende können Sie bis heute schmuckvolle Friesenhäuser bestaunen. Mit roten oder weiss getünchten Backsteinmauern, reetgedeckten Dächern und den typischen Sprossen-Fenstern gelten diese Häuser als Inbegriff friesischer Baukunst, wie sie auf Föhr sowie den angrenzenden Inseln und Halligen seit Jahrhunderten allgegenwärtig ist. Stolz sind die Nieblumer auch auf ihr malerisches Ortsbild. Mit den alten Laubbäumen, den liebevoll gepflegten Kapitänshäusern und den aufwändig angelegten Straßen mit Katzenkopf- oder Meerkieselpflasterung scheint hier die große Blütezeit der Insel im 17. und 18. Jahrhundert auf ewig erhalten geblieben zu sein.

Lohdeel

▲ Restaurant Lohdeel: Ehemaliges Uthländisches Haus; um 1730; eingeschossiger Backsteinbau mit reetgedecktem Halbwalmdach und Backengiebel und östlichem Stallflügel am Heidweg 2

▲ Uthländisches Haus am Heidweg 4; im Kern um 1790; traufständiger eingeschossiger Halbwalmdachbau mit mittigem Backengiebel und Backsteinfassade mit Sturzbalken

▲ Uthländisches Haus am Heidweg 4; im Kern um 1790; traufständiger eingeschossiger Halbwalmdachbau mit mittigem Backengiebel und Backsteinfassade mit Sturzbalken

Rosenhaus

Nieblum, das Bilderbuchdorf unter den Inseldörfern. Hier wohnten zu Zeiten des Walfangs viele Kapitäne, was dem Ort einen gewissen Reichtum bescherte. Wunderschöne reetgedeckte Friesenhäuser zeugen noch heute davon.

▲ Als „Rosenhaus“ ist Bi de Süd 26 in Nieblum ins Inselgedächtnis eingegangen. Es erzählt aber auch von Insulanerinnen und deren Kraft, Geschäftssinn und Traditionsbewusstsein. Es beginnt mit dem Dorfbrand von 1796, der 20 Häuser vernichtet. Anna Magdalena Krämers leiht sich Geld und baut ihr Haus Bi de Süd 26 wieder auf. Nicht ganz 100 Jahre später gehört es Anna Helene, geborene Breckling, der Witwe des Seefahrers und Heimatdichters Simon Reinhard Bohn. Sie wohnt dort weiter mit ihren Kindern und schließlich bis zu ihrem Tod mit der Tochter Ida. Sie ist es, die 1925 das „Café Rosenhaus“ schafft, dessen Ruf noch immer nicht ganz verklungen ist. Ein Café mit Charme und schon damals mit eigener Postkarte.

Gestaltet „in gemütlicher Föhrer Art“ ziehen das Café und der dazugehörende Garten die Gäste in Scharen an. „Im Sommer standen die Wyker Landauer mit ihren schlanken Kutschpferden davor“, Gäste und Einheimische genießen die Stunden im „Rosenhaus“. Und „die gemütlichen Abende in diesen niedrigen Räumen“ sind für viele unvergesslich. Postkarten bringen Grüße aus diesem zauberhaften Refugium in alle Himmelsrichtungen, und im nächsten Sommer kommen noch mehr Gäste.

Noch einige Jahre von Ida Bohns Nichte weitergeführt und zeitweise auch verpachtet, geht das „Rosenhaus“ 1954 schließlich an Hans und Hannchen Zumpe vom „Passat-Café“ über, die dort bis zu ihrem Lebensende wohnen werden. Besucher schwärmen vom alten Mobiliar, den handgemalten Kacheln, der alten Standuhr und der gelebten Tradition. Auf einem wieder hergestellten Deckenbalken liest man: „Über mich wach bei Tag und Nacht, dass ich sicher wohne“.

Nach dem Tod von Johanne Marie Cäcilie Zumpe am 12. Juni 2004 beginnt ein jahrelanger Rechststreit um das Haus.

---dreieck Bi de Süd 18, erbaut 1848

Elternhaus von Jens Jacob Eschels

Das Haus Karkstieg 7 mit der Gedenktafel für Jens Jacob Eschels

▲ Das Elternhaus von Jens Jacob Eschels steht bis heute im Karkstieg 7 und weist mit einer kleinen Gedenktafel darauf hin. Jens Jacob Eschels (* 12. Dezember 1757 in Nieblum, Föhr; † 7. Juni 1842 in Altona) war Kapitän. Seine im Alter verfasste Lebensbeschreibung ist die älteste erhaltene authentische deutsche Kapitänsautobiographie.

Viele Eigentümer und Mieter sah das kleine Haus in den kommenden zwei Jahrhunderten, zu denen auch der Steinhauer und Nachtwächter Fritz Wiktorowitz gehörte. An der Chaussee nach Wyk saß er und bearbeitete die Steine, mit denen die Straßen ausgebessert beziehungsweise die Schlaglöcher aufgefüllt werden sollten.

 

Viele Mieter in zwei Jahrhunderten 

Bis das geschah, wurden sie durch zwei Meter lange Chausseeböcke mit einem Umfang von zirka 50 Zentimetern und einem Kreuz an einem Ende für den aufrechten Stand gekennzeichnet. Am Abend wurden die Chausseeböcke bis zum nächsten Morgen wieder an den Rand der Straße zurückgelegt. Bei schlechtem Wetter holte sich Fritz Wiktorowitz einen Windschutz aus dem Graben, der aus einem Holzrahmen mit vier Quadratmetern aufgenageltem Sackleinen bestand. Nach dem Tod von Fritz Wiktorowitz um 1914 führte seine Witwe Anna einen kleinen Laden im Karkstieg 7. Dieser bestand aus einem Tisch, „auf dem vom Brotmesser über Klammern, Bürsten, Blechlöffel bis zu Broschen und Ringen alles zu haben war", erinnern sich die Nieblumer.

Nieblum im Winter

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