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Bommern: Wittener Vorort mit Herz

Bommerns "Neue Mitte"

Edeka, die Apotheke „Am Ring“, Elektro Hoffmann und die Bäckerei Büsch öffneten am Donnerstag dem 10. April 2014 nach rund einjähriger Bauzeit zum ersten Mal die Türen für ihre Kunden. Das neue Einkaufszentrum „Neue Mitte“ mit 154 neuen Parkplätzen ist seitdem komplett. Durch die Zusammenfassung mehrerer Grundstücke in unmittelbarer Nachbarschaft zur Helene-Lohmann-Realschule wurden an der südlichen Einmündung des Bommerfelder Ringes in den Bodenborn die Voraussetzungen geschaffen, hier ein leistungsfähiges Versorgungs-Zentrum für den Stadtteil zu errichten.

 

Aldi (1000 m²) hatte am 12. März 2014 vorgelegt. Rund 3 Wochen später begrüßte Edeka seine Kunden mit 1500 Rosen, die Apotheke am Ring kredenzte gesunde Kokosmilch mit Ananas-Saft. Elektro Hoffmann hat sich mit jetzt 110 m² fast um 300 m² kleiner gesetzt. Die Apotheke am Ring wartet mit High Tech auf. Auf Mausklick fährt der Kommissionierungsautomat das gewünschte Medikament heran: Ein Roboter holt es auch den abgeschirmten Regalraum. Der Edeka-Supermarkt hat nun 1600 statt 950 m² Verkaufsfläche. Ralf Schwalemeyer nahm sein Stamm-Personal mit, stellt sechs neue Mitarbeiter ein und hat zwei Auszubildende. Er führt auch den Lotto-Toto-Zeitschriften-Laden. Die Bäckerei Büsch bietet zwischen Haupteingang und Hauptstraße 40 Sitzplätze plus Terrasse.

Wie alles begann: Februar 2013

Bommern - Wittens grüne Oase

Betreutes Wohnen im Rigeikenhof: Zum Jahrtausendwechsel wurde die Einrichtung mit der taubenblauen Front unterhalb der Ev. Kirche an der Elberfelder Straße gebaut. Die Diakonie Mark-Ruhr bietet hier Betreutes Wohnen an. Eigentümer ist die Kirchliche Zusatzversorgungskasse Rheinland-Westfalen. Der Rigeikenhof bietet Menschen, die auf Komfort, Sicherheit und Individualität auch beim Älterwerden nicht verzichten wollen ein ideales Zuhause.

Bodenborn 58

Als die Amtsvertretung der Gemeinde Bommern noch über die Modalitäten zur Gründung einer Sparkasse im Amt Bommern nachdachte, bestanden in den Nachbarorten schon derartige Einrichtungen. Wenn auch Rendant Naderhoff noch nicht in Dimensionen wie Witten und Hagen rechnete, wollte er doch gern sein Wohnzimmer wieder für private Zwecke nutzen. Etwa zur Jahrhundertwende bezog die Sparkasse Räumlichkeiten im Hause des Kaufmanns Rüping; in diesem Wohn- und Geschäftshaus war auch die erste Gemeindeverwaltung untergebracht. Außerdem befand sich in dem Gebäude, das heute die Bezeichnung „Bodenborn 58“ führt, eine Gastwirtschaft. Später hatten hier ein Kolonialwarenhändler (Bartel) und ein Fahrradhändler (Karmann-Röring) ihre Geschäfte. 1938 führte das Fahrradgeschäft Wilhelm Karmann, von der Bommeraner Jugend aufgrund seiner Leibesfülle kurz DKW genannt: „Dicke Karmanns Wilm“. Das Besondere an Karmanns Wilm war aber nicht der Verkauf von Fahrrädern und deren Ersatzteilen, sondern seine Art von „Verkehrserziehung“ für die Bommeraner Jugend. Es war nämlich zur gefährlichen Unsitte geworden, sich an langsam fahrende Lastwagen anzuhängen und sich bequem den Bodenborn hinaufziehen zu lassen. Kam einmal wieder so ein „Anhänger“ mit einer „Acht“ im Vorderrad ins Geschäft, dann ging es los, fast schon wie vor Gericht: „Na, hingst du mal wieder hinter so einem dicken Wuppertaler?“ Gemeint war ein schwerer LKW aus Wuppertal. „Daß ihr Blagen das nicht lassen könnt! Und Geld habt ihr ja nicht genug, um die Reparatur zu bezahlen.“ War das Donnerwetter dann beendet, kam die gute Seele zum Vorschein. Das nicht ausreichende Geld konnte durch Sortieren von Schrauben wieder ausgeglichen werden. Letzteres geschah dann beim Bruder des Geschäftsinhabers, der in der alten Kegelbahn der ehemaligen Rüpingschen Gaststätte seine Fahrradwerkstatt führte. Heute beherbergt das Haus eine Imbissstube und ein Geschäft mit Kunst, Schmuck und Accessoires.

Apropos "Bodenborn": In früheren Zeiten lauteten die Straßenbezeichnungen „Provinzialstraße“ (bis 1914) und „Wittener Straße“ (bis 1929), bevor im Zuge der Eingemeindung Bommerns die Namenswahl auf „Bodenborn“ fiel.

Der Reesenhof - ein starkes Stück Bommern: Das Haus ist eines der ältesten Bommerns. Es wird bereits 1486 urkundlich erwähnt. Seit 1989 steht es unter Denkmalschutz. Im und um den Fachwerkhof hat sich ein kleines Zentrum mit Hotel, Gastronomie und Eisdiele angesiedelt. Der Resenhof liegt am Bodenborn. In der so genannten Werdener Urbare wird im Jahr 990 ein Bodenburion aufgeführt, von dem man annimmt, dass es sich dabei um Bommern handelt. Eine abgeleitete Überlieferung des Namens findet sich bis heute in der Bezeichnung der längsten Straße Bommerns, des Bodenborns.

Das Gebäude der Trafostation in Witten-Bommern aus Ziegelmauerwerk über quadratischem Grundriss mit jugendstilähnlicher Fassade stammt aus dem Jahre 1907 und steht heute unter Denkmalschutz. Das barockisierende Mansarddach ist mit Biberschwänzen eingedeckt. Das Gebäude zeigt den Versuch, auch technische Bauten den architektonischen Mitteln der Fassadengestaltung zu unterwerfen.

Bodenborn 48

Im Jahre 1909 gab die Amtssparkasse ihre Geschäftsräume in der damaligen Provinzialstraße 58 auf und folgte der Gemeindeverwaltung des Amtes Bommern in das alte Amtshaus, einen Steinwurf von dem bisherigen Domizil entfernt. Das Haus Nr. 48 an der Provinzialstraße (ab 1914 bis 1929 „Wittener Straße“ ‚ seit 1929 „Bodenborn“) war 1879 als Wohngebäude für die Steiger der Zeche „Ver. Bommerbänker Tiefbau“ errichtet worden. Laut Vertrag vom 4.8.1908 konnte die Gemeinde Bommern die Immobilie zum Preis von 22.500 Mark von der Zechenverwaltung „Mont-Cenis“ in Herne kaufen. Mit einem Festakt wurde das Gebäude nach den entsprechenden Umbauarbeiten am 9. August 1909 seiner neuen Bestimmung übergeben. Später war hier auch ein Kindergarten untergebracht.

Im Sommer 1985 wurde das Gebäude (nunmehr Bodenborn 48) abgebrochen. So schaffte man Platz für das neue Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde.

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