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Maschinenhalle Zeche Zollern

Der Entwurf für eine Maschinenhalle in Backsteingotik lag bereits vor, da änderte der Zechendirektor im Jahr 1902 spontan seine Pläne. Unter dem Eindruck zweier völlig neu konstruierter Pavillons auf der Düsseldorfer Industrie- und Gewerbeausstellung ließ er stattdessen von einem neuen Architektenteam unter der Leitung des Berliner Architekten Bruno Möhring die erste moderne Industriehalle des Ruhrgebiets errichten.

 

Neben einem starken Repräsentationswillen spielte wohl auch der Zeitfaktor eine entscheidende Rolle: Da man einen Stahlskelettbau in kürzerer Zeit fertig stellen konnte, war eine frühere Produktionsaufnahme möglich. Das filigrane Stahlskelett der Halle überspannt einen fast hundert Meter langen, lichtdurchfluteten Raum. Zwei Ausstattungsdetails haben die Halle besonders bekannt gemacht: die große marmorne Schalttafel, die wie ein Altar der Elektrotechnik wirkt, sowie das ovale Eingangsportal, das nicht nur zu einem Symbol des Jugendstils wurde, sondern der Halle auch zu ihrem Ruf als wohl bekanntestes Industriedenkmal Deutschlands verhalf.

Neben dem architektonischen Wert der Anlage ist auch die technische Ausstattung hervorzuheben. In der Maschinenhalle sind die wichtigsten technischen Großgeräte wie Fördermaschinen, Kompressoren und Umformer weitgehend im Originalzustand erhalten. Von technikgeschichtlicher Bedeutung ist die Tatsache, dass auf Zollern erstmals alle wesentlichen Maschinen, also auch die Fördermaschinen, elektrisch betrieben wurden. Der Strom wurde ursprünglich in eigenen Generatoren erzeugt, die nicht mehr vorhanden sind.

Bei der Auslegung der technischen Anlagen wurde ebenfalls großer Wert auf Repräsentation gelegt. Augenscheinliche Beispiele sind die prächtige marmorne Schalttafel mit ihrer Vielzahl von Originalinstrumenten oder die große Jugendstil-Uhr in der Maschinenhalle.

Der große Generator und die elektrische Fördermaschine der Zeche Zollern stehen heute für den vergossenen Schweiß der Arbeiter und die Vergangenheit des Ruhrgebiets. Die Sanierungsarbeiten der Maschinenhalle wurden im September 2016 abgeschlossen. Damit ist die "Kathedrale der Industriekultur" wieder öffentlich zugänglich.

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