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Historischer Kirchhof Herdecke Kirchende

Umrahmt von dem alten Kirchhof  findet man mitten im Herdecker Ortsteil Kirchende die Ender Dorfkirche, die 1759 in ihrer heutigen Form eingeweiht wurde. Erste Spuren einer christlichen Gemeinde und der Dorfkirche in Ende können allerdings bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Sicher datiert ist der Abriss und Wiederaufbau des Kirchenschiffes in den Jahren 1756-1759.

 

In der ländlichen Gesellschaft war der Kirchhof der Vergangenheit für die Dorfbewohner des Kirchspiels sowohl sakraler als auch lebensnotwendiger profaner Raum. Er war in der Regel in zwei Bereiche gegliedert: In das Gräberfeld und in einen freien Platz. Der Kirchhof war ein zentraler Ort, auf dem religiöse und weltliche Feierlichkeiten stattfanden, Versammlungen abgehalten wurden und auch Handel betrieben wurde. In Kirchende erfolgte beispielsweise die Bauersprache  (Anm. Bauersprache = Nachbarschaftsversammlung, bäuerliches Gericht) auf dem Kirchhof. Ein Kennzeichen des alten Kirchhofs war die Einfriedung. Die Umfriedung des Kirchhofes konnte aus unterschiedlichen Materialien bestehen, Hecke, Holzzaun oder der später üblicheren steinernen Mauer. Auch unmittelbar angrenzende Häuser erfüllten diesen Zweck. Dieser „Einfriedung“ verdankt unser heutiger Friedhof übrigens seinen Namen. Die Vorstellung, dass Begräbnisplätze als letzte Ruhestätte ein Ort des Friedens seien, entwickelte sich erst im 19. Jahrhundert.

Der alte Kirchhof: Kirche und Friedhof gehörten in früherer Zeit immer zusammen. Wie der alte Kirchhof von Kirchende in seiner Aufteilung mal ausgesehen hat, ist nicht mehr bekannt. Eine einzelne Information über seine ehemalige Größe steht im Lagerbuch: Der aus den ältesten Zeiten im Gebrauch gewesene Begräbnisplatz ist der 132 Ruthen 50 Fuß (1.877 Quadratmeter) große, die Kirche umgebende Raum, der sogenannte Kirchhof. Aus dem Kirchenbuch erfahren wir, dass mit dem Neubau des Kirchenschiffs in den Jahren 1756 bis 1759 und der damit einhergegangenen Vergrößerung der Kirche mehrere Begräbnisplätze verloren gingen. Für die betroffenen Familien mussten neue Plätze gefunden werden. Im März 1759 entschied das Ender Konsistorium - heute heißt es Presbyterium -, dass die Grabstellen auf dem Kirchplatz neu aufgeteilt werden. Im Kirchenbuch wurde die Neuverteilung der Todtengrubben auff dem Kirchhoffe für die Ender Familien mit einer Nummernvergabe und der entsprechenden Größenangabe des Begräbnisplatzes in einem Verzeichnis aufgeschrieben.

Der Kirchhof hatte der Gemeinde über mehrere Jahrhunderte als Begräbnisplatz gedient. Inzwischen war das Platzangebot für weitere Bestattungen doch sehr begrenzt. So entschied sich die Gemeinde im Jahr 1847, auf der gegenüberliegenden Seite der Dorfstraße für einen zusätzlichen Friedhof ein Grundstück vom Pastoratshof abzutrennen. Dieses im Lagerbuch als Hülfiskirchhof (Anm.: Behelfskirchhof) genannte Stück hat eine Größe von 104 Ruthen und 50 Fuß (1.480 Quadratmeter). Aus der Kirchenkasse musste jährlich eine Pacht von acht Talern an den Pfarrfonds dafür gezahlt werden.

(Bilder weiter unten auf dieser Seite).

Ehrenmale

Auf dem Kirchhof wurde im Jahre 1879 das Kriegerdenkmal mit dem schlafenden Löwen erbaut. Es erinnert an die Ender Gefallenen während der Kriege in den Jahren 1864, 1866 und 1870/71. Im Lagerbuch der evangelischen Kirchengemeinde steht darüber folgende Eintragung: „Den aus der Gemeinde Ende Gefallenen, die dem Ruf des Königs Wilhelm gefolgt waren, um den Übermut des Erbfeindes zu strafen, und mit ihrem Blut die Einigkeit Deutschlands besiegelt, wurde auf dem alten Kirchhof ein Denkmal gesetzt und am 31. 8. 1879 durch Feldgottesdienst geweiht.

Zum Andenken

der gefallenen Krieger von Ende

in den Feldzügen 1864, 66, 70-71.

Sie ruhen sanft in fremdem Lande.

Gewidmet von der dankbaren Gemeinde im Jahre 1879

Hülfiskirchhof / Hülfstotenhof

Zum Gedächtnis der im Ersten Weltkrieg Gefallenen wurde auch auf dem kleinen Friedhof neben dem alten Pfarrhaus ein Ehrenmal errichtet. Auch dazu gibt es eine kurze Beschreibung im Lagerbuch:

„Auf dem Hülfstotenhof der evgl. Kirchengemeinde Ende wurde mitten im Kirchdorf auf die Bitte des Kriegervereins durch die kirchliche Vertretung ein Platz zur Verfügung gestellt zur Errichtung eines Ehrenmals für alle - evgl. wie kath. Gefallenen - der Gemeinde Ende. Der Entwurf stammt von dem Regierungsbaumeister Dengler - Dortmund. Die Einweihung fand unter allergrößter Teilnahme der Gemeinde am 9. Oktober 1927 statt. - Ein würdiger Platz und ein würdiges Denkmal!“

Ev. Friedhof am Kirchender Dorfweg, Friedhofskapelle

Die Gemeinde wuchs, und auch dieser kleine zusätzliche Friedhof war schnell belegt. Eine Lösung war also dringend notwendig. Die Gemeinde Ende entschied erst im Jahr 1865, einen größeren Friedhof außerhalb der Wohngebiete anzulegen. 

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