Friedhof - Freizeitpark - Lutherpark Witten

Der Lutherpark liegt im Zentrum Wittens zwischen Haupt- und Ardeystrasse.  Durch die Lutherstraße wird er in zwei Hälfte geteilt. Die Lutherstraße wurde 1869 als „Kirchhofweg“ angelegt, erst 1913 wurde die Verbindung zwischen Ardey- und Johannisstraße nach dem Reformator Martin Luther benannt. Die Kreuzkirche und der Lutherpark prägen heute die nur 388 Meter lange Straße.

 

Vor dem Zweiten Weltkrieg lag auf dem Gelände des heutigen Parks der zweite Wittener evangelische Friedhof. 1826 war dieser eingeweiht worden. Einzelne Grabsteine wurden im östlichen Teil des Parks belassen.

Ev.-Lutherische Kreuzgemeinde

Spielplatz für die Jüngeren

Im November 2015 wurde der neu gestaltete Spielplatz im Lutherpark seiner Bestimmung übergeben. Er war seit Ende der Sommerferien „Baustelle“. Entstanden ist dort eine große Spiellandschaft, die auch für Kinder mit Handicap Spielmöglichkeiten und Herausforderungen bietet. So gibt es z.B. eine „Wackelbrücke“, die auch mit einem Rollstuhl befahrbar ist, und ein Liegebrett, das auch Kindern mit Handicap das Spielen und Matschen im Sand ermöglicht. Außerdem können sich die Kinder auf eine Rutsche mit barrierefreiem Einstieg und zwei miteinander verbundene Klettertürme freuen. Die Aufwertung des vorherigen Spielplatzes im Lutherpark zur Mittelpunktspielfläche hat inklusive Planungskosten rund 114.000 Euro gekostet.

Mahnmal zum Gedenken der Gefallenen im zweiten Weltkrieg

Das Mahnmal zum Gedenken der Gefallenen im zweiten Weltkrieg am Luther-Park ist ein Werk des Bildhauers Fritz Theilmann (1965). Drei konkav gebogene, aus gebrannten Lehmziegeln gemauerte Wände bilden eine dreieckige Säulenstruktur. An der Vorderfront sind eine weibliche und zwei männliche Bronzefiguren angebracht. Körper- und Gesichtshaltung dieser Figuren drücken Leid, Verzweiflung und Trauer aus. Auf den beiden anderen Mauerseiten aus Stacheldraht geformte lateinische Kreuze. Nicht die Helden stehen im Mittelpunkt, sondern die Opfer. Opfer eines grauenvollen Krieges. Und dies sind nicht nur die Gefallenen und Verstorbenen, auch die Vermissten, Flüchtlinge und Vertriebenen. Die schlichte Inschrift „Wir mahnen“ soll den an dieser Stelle Verweilenden an den sinnlosen Krieg erinnern. Auf einer Tafel neben dem Denkmal die Inschrift: Das Vermächtnis dieser Toten und Verschollenen aber darf im menschlichen Bewusstsein nicht in Vergessenheit geraten und verpflichtet die Überlebenden, dem Mahnruf Friede und Freiheit in aller Welt Gestaltung und Geltung zu verschaffen.

 
 

Grab- und Gedenksteine im Lutherpark

Ganz in der Nähe findet man auch einen Gedenkstein Erinnerung an den Luther- Friedhof und den ehemaligen Superintendenten Friedrich August König sowie an Präses Fritz König (1835 - 1914), den "Mann der Kirche und Diakonie".

 
 

Ruhestätte der Familie Schott

Das Schott-Grab im Lutherpark

◄ Wären die Schott'schen Werke damals in Witten und nicht in Jena gegründet worden, würde heute ein gutgehendes Unternehmen mit 20.000 Beschäftigten den Steuersäckel hier füllen.

 

Otto Schott, 1851 in der Wittener Hauptstraße 69 geborenen, später Chemiker, Erfinder und Gründer des Unternehmers. Das Geburtshaus, ein Fachwerkhaus, ging im Bombenhagel des 2. Weltkriegs unter, an der jetzigen Bebauung erinnert nichts an den „größten Sohn der Stadt“. Hier wurde Otto als sechstes Kind hineingeboren. Vater Simon war als Glasproduzent erfolgreich und konnte bald ein eigenes Haus in der Bahnhofstr. 64 errichten lassen. Aus seinen Memoiren geht hervor, dass Otto dort schon früh nicht nur mit einer kleinen Dampfmaschine experimentierte, sondern mit seinen Versuchen, die ein oder andere kleinere Explosion in der häuslichen Küche auslöste. Folgerichtig absolvierte der junge Mann ein Studium der Chemie und kehrte dann in seine Heimat zurück, wo er im Keller des Elternhauses seine Studien fortsetzte und die Basis für neue Glassorten mit höheren Qualitäten legte. Ein gutes Angebot von industriellen aus Jena sicherte ihm dann dort beste Forschungsmöglichkeiten, die er auch äußerst erfolgreich unternehmerisch zu nutzen wusste.

 

Seit vielen Jahren pflegt eine Klasse der nach ihm benannten Otto-Schott-Realschule das Grab der Familie Schott hier im Lutherpark. Schott selbst, der 1935 verstarb, liegt in Jena, aber seine Eltern und sein kleiner Bruder ruhen dort.

 

Eine schön gestaltete Stele weist auf seine Leben hin.

Berger - Grabstein im Lutherpark

◄ Carl Ludwig Berger (* 22. September 1794 in Witten-Bommern; † 21. März 1871 in Witten) war ein Wittener Industrieller. Carl Ludwig Berger ist der Vater des Politikers Louis Constanz Berger und der Sohn von Peter Engelbert Berger. Der gelernte Kaufmann arbeitete rund acht Jahre in Amsterdam und verwaltete anschließend das aus dem Bergbauerworbene Vermögen seiner Familie. 1838 gründete er zusammen mit August Spennemann sein erstes Eisenwerk, welches allerdings keinen Erfolg hatte. Bis Ende der 1840er versuchte er, ein eigenes Gussstahlverfahren zu entwickeln. 1854 gründete er zusammen mit den Niederländern van Braam und Vriese das Etablissement Berger & Co., aus dem später das Gussstahl-Werk Witten und daraus die heute zur Schmolz + Bickenbach AG gehörende Firma Deutsche Edelstahl-Werke Specialty Steel hervorging.

Gustav Drees 1850-1931 Friederike Drees geb. Althof 1850-1947

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