Föhr - Inselsommer 2006

Anreise 08.09.2006

Das Tor zu den Inseln: Dagebüll Anleger

Ankunft am Haus am Meer

Haus am Meer vor.....
...und nach dem Umbau 2013

Die neuen Bäume waren 2006 am Sandwall schon gepflanzt. Nach vielen Überlegungen, Diskussionen, Änderungswünschen, Eingaben und Beschlüssen wurde 2008 auch die bauliche Erneuerung des Sandwalls in Angriff genommen. Das stabile Pflaster, das zukünftig auch schwere Lieferwagen verkraften können musste, war schnell gelegt. Im Bereich des seeseitigen Sandwalls mussten zusätzlich tragfähige, frostsichere Fundamente gesetzt werden. Die alte Strandmauer wurde entfernt, größere Erdbewegungen waren dabei notwendig. Nach der Freigabe für den Fußgängerverkehr von Teilbereichen der landseitigen Promenade wurde der Bereich unter den Bäumen mit einem Rollrasen versehen. Vor der neuen Tribüne entstanden Volleyballfelder. Anfang Juli 2008 waren die Baumaßnahmen bis auf wenige Restarbeiten fristgerecht fertiggestellt worden. Der Übergang von Promenade zum Strand ist fließender geworden, besonders schön gelungen sind die Tribünen an den Volleyballplätzen.

Eine Gedenktafel sieht man am Haus Sandwall 32, heute Foto Ingwersen, hier wohnte bei dem damaligen Eigentümer Lolly der Schriftsteller Theodor Fontane bei seinem Sommeraufenthalt 1891. Sein Haus in Berlin wurde umgebaut und dies überließ er lieber seiner Frau. Von Wyk war er nicht begeistert, weder das Wetter noch die anderen Gäste gefielen ihm. Am 25. August  schrieb er an seine Tochter Martha genannt Mete:

 

"Meine liebe Mete. Ehe ich diesen gastlichen, aber bei den diesjährigen Wittrungsverhältnissen unwirthlichen Strand verlasse, will ich Dir doch noch mal schreiben. Viel kann es nicht werden, da ich hier dritthalb Wochen lang nichts wie Sturm und Regen und im Geleite davon einen kapitalen Husten und Schnupfen erlebt habe, Stoff zum klagen, aber nicht zum Briefe schreiben, die nach meiner Meinung entweder heiter oder anständig indifferent sein müssen. Die Stoffarmuth wächst noch dadurch, daß ich annehme, das Wenige was ich gesehn und erlebt und in allerhand Scriptas an die Mama niedergelegt habe, wird Dir durch Uebersendung der betr: Briefe zur Kenntniß gekommen sein. Alles in allem habe ich mich übrigens, trotz andauernder Wetterunbill, meines hiesigen Aufenthalts zu freuen gehabt und selbst der kolossale Bellhusten, an dem ich seit 4 Tagen laborire, hat mich nicht andren Sinnes gemacht. Der Anblick des Meeres erfreut immer wieder, die Luft ist schön, die Verpflegung vortrefflich und der Verkehr mit Friedländers (ohne den es freilich nicht gegangen wäre) sorgt für Zerstreuung und läßt das grausige Einsamkeitsgefühl nicht aufkommen. Zugleich bin ich dem Berliner Hausspektakel entgangen, einer argen Unbequemlichkeit, die durch Mamas philosophisch wenig abgeklärte Stellung zu derlei Läsrigkeiten, nicht gerade gemindert wird…. Noch bin ich keinem Menschen begegnet, mit dem ich auch nur 5 Worte hätte sprechen mögen...." 

Das heutige Veranstaltungszentrum war früher einmal das „Schultz-Hotel“, in diesem Haus wohnte der Komponist Johann Strauß (Sohn) bei seinem Aufenthalt in Wyk, welcher hier seinen Walzer Nordseebilder“ komponierte, daran erinnert die dort angebrachte Gedenktafel.

Auf den Nordfriesischen Inseln haben Trachten eine lange Tradition. Auch auf der Insel Föhr können Sie die Friesinnen oft in ihren prächtigen Trachten bewundern. Ob beim Trachtentanz, am Heimatabend im Kursaal oder bei feierlichen Anlässen wie Konfirmation und Hochzeit – die Tracht hat einen besonderen Stellenwert und wird in der Regel von Generation zu Generation vererbt. Ein besonderer Blickfang ist der reiche Filigran-Silberschmuck mit seinem prachtvollen Amulett, das häufig mit Kreuz, Herz und Anker als Symbole für Glaube, Liebe und Hoffnung verziert ist.

Das alte Fährschiff Rungholt auf der Fährverbindung Dagebüll-Wittdün. Die Rungholt wurde 1992 auf der Husumer Schiffswerft GmbH in Husum gebaut. Am 10. April 1992 lief das Schiff vom Stapel. Namenspatron ist der in der Nordsee versunkene Ort Rungholt. Die Rungholt  ist das Schwesterschiff der 1995 gebauten Nordfriesland. 2018 wurde die Rungholt letztmals zwischen Föhr, Amrum und Dagebüll eingesetzt bevor sie durch den Neubau Norderaue ersetzt worden ist. 2018 lag die Rungholt in Wyk auf Föhr zum Verkauf an.

Die alten Fährschiffe des W.D.R.: Nordfriesland und Schleswig-Holstein an der Mole Dagebüll

Das Schwesterschiff der Rungholt ist die 1995 gebaute Nordfriesland. 2019 ist die Nordfriesland noch in Betrieb und verbindet Föhr und Amrum mit dem Fährhafen Dagebüll.

Die Schleswig-Holstein wurde 1988 als Nachbau der Uthlande (Baujahr 1980) auf der Husumer Schiffswerft in Husum gebaut und nahm 1988 den Betrieb auf im Heimathafen Wyk auf Föhr. Die Schleswig-Holstein verband über 23 Jahre lang die Inseln Föhr und Amrum mit dem Fährhafen Dagebüll. Das Fährschiff wurde 2011 an eine niederländische Reederei verkauft.

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