Unterwegs an der Ostsee

Die eine ruhig, die andere rau: Nord- und Ostsee sind komplett unterschiedliche Weltanschauungen, nicht nur wegen der Gezeiten.

An der Nordsee sind die Geräusche anders: Das Meer lässt von sich hören, relativ oft. Das kann ein Donnern sein, ein Wogen. Oder dieses unaufhörliche Wellenbrechen, das zugleich von Eigensinn und auch von Duldsamkeit erzählt, egal ob bei gutem oder bei schlechtem Wetter. Sie macht sprachlos. Bei Ebbe fällt einem die Geräuschabwesenheit auf, so stark ist das Meer. Es geht und kommt, dazwischen öffnet sich der Urgrund für Füße und Gummistiefel. Die Nordsee fasst die Sinne an, rüttelt sie und schüttelt sie, wer davon loskommen will, muss den Strand verlassen und die Tür zu machen. Die Luft ist salziger, sie schmeckt und befreit. Sie lässt einen spüren, dass es hier anders ist. Anders als in der Stadt. Anders als auf dem Land. Die Küste und das Meer sind eine Gemeinschaft, in die man sich einfügen muss, das ist ja gerade das Gute daran. Und das Meer schottet sich ab. Deshalb die Dünen, die Deiche. Man muss etwas tun, um das Meer überhaupt zu sehen.

Die Nordsee kann rocken, kann brüllen, kann Flut und Unglück. An der Nordsee spüre ich jedes Mal, warum der Strand über Jahrhunderte kein Ort des Vergnügens war, sondern ein mehr oder weniger unwirtlicher Ort, an dem nur die wenigen lebten, die der See mit harter Arbeit ihren Unterhalt abtrotzten. Ich mag das.

Geographischer Unterschied und Salzgehalt

Zu den Hauptunterschieden zwischen Nordsee und Ostsee gehört, dass die Ostsee im Gegensatz zur Nordsee ein Binnenmeer ist und als größtes Brackmeerwasser der Erde gilt. Als Brackwasser bezeichnet man Fluss- oder Meerwasser mit einem Salzgehalt von 0,1 % bis 1 %. Somit ist der Salzgehalt des Wassers in der Ostsee viel geringer als in der Nordsee. Dies wirkt sich auch auf die Flora und Fauna aus, so dass die Tier- und Pflanzenwelt einige Unterschiede aufweist.

Die Ostsee wird von neun europäischen Ländern umschlossen. Zu diesen Ländern gehören Dänemark, Deutschland, Estland, Lettland, Finnland, Litauen, Polen, Russland und Schweden. Die Nordsee ist im Gegensatz zur Ostsee ein Schelfmeer, das sich am Rande des Atlantischen Ozeans im Nordwesten von Europa befindet und in diesen Ozean hineinmündet. Sie wird durch sieben europäische Länder begrenzt. Dies sind Großbritannien, Norwegen, Dänemark, Deutschland, Niederlande, Belgien und Frankreich.

 

Unterschiede mit Hinblick auf die Tiden

Die Tiden oder auch Gezeiten genannt, sind periodische Wasserbewegungen des Ozeans, die von Gezeitenkräften angetrieben werden. Als Ebbe oder als ablaufendes Wasser wird das Sinken des Meeresspiegels bezeichnet. Die Flut ist das genaue Gegenteil der Ebbe. Sie bezeichnet den Anstieg des Wasserstandes. Der große Unterschied zwischen Nordsee ist Ostsee ist, dass es in der Ostsee im Gegensatz zur Nordsee keine Tiden bzw. Gezeiten gibt. Dies bedeutet auch, dass Touristen in der Ostsee immer damit rechnen können, dass genug Wasser zum Schwimmen oder Baden vorhanden ist. Im Gegensatz zur Ostsee gibt es in der Nordsee die Gezeiten. Das hat zur Folge, dass bei Ebbe das Wasser am Strand zum Baden oder Schwimmen nicht direkt vorhanden ist und man sich weit ins Meer hinaus begeben muss. Außerdem ist bei Flut Vorsicht geboten, da das Wasser rasant ansteigen und somit auch in einigen Situation zur Gefahr für die Badegäste werden kann.

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