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Stephansdom in Passau

Der Dom St. Stephan (ugs. meist nur Stephansdom) ist die von 1668 an wiedererbaute Passauer Bischofskirche. Direkt auf der höchsten Erhebung der Passauer Altstadt zwischen dem Inn und der Donau gelegen, ist er bis heute Bischofssitz und Hauptkirche des Bistums Passau. Der Stephansdom zählt zu den bedeutendsten und größten barocken Kirchenbauten Deutschlands und hat den größten barocken Kircheninnenraum nördlich der Alpen. Dompatron ist der Hl. Stephanus.

Westfassade des Doms St. Stephan

Der Domhof mit der Domkuppel mit Übergang zwischen gotischem und barockem Bauabschnitt. Hinter dem Brunnen befindet sich der Zugang zur Sixtus-Kapelle, am linken Bildrand befindet sich die Andreas-Kapelle.

Die Sixtuskapelle, aufgrund der ehemaligen Begräbnisstätte der Reichsgrafen von Ortenburg meist Ortenburgkapelle genannt, ist eine der vier Kapellen des Domhofes des Passauer Stephansdoms. Sie liegt an der Ostseite des Hofes zwischen dem Dom und der Andreaskapelle (Herrenkapelle).

Die Trennbach-Kapelle oder eigentlich Dreifaltigkeitskapelle ist die kleinste der vier Kapellen am ehemaligen Domkreuzgang des Passauer Domes und Grablege von Fürstbischof Urban von Trennbach († 1598). Sie liegt an der Westseite des Domhofes, ehemals Westtrakt des 1812 abgebrochenen Kreuzganges, gegenüber der Andreaskapelle. Die Kapelle ist ein rechteckiger Neubau von 1568 bis 1572, der mit einem zweijochigen Kreuzrippengewölbe in den gotischen Domkreuzgang gesetzt wurde. Die für ihre Entstehungszeit ungewöhnlichen Rippen haben vor allem dekorativen Charakter. Die Kapelle besitzt eine lebhafte Bemalung. Im Gewölbe der Kapelle sind, in Medaillons eingefügt und umrankt von Grotesken, im ersten Joch die Kirchenväter und im zweiten Joch die Evangelisten mit ihren Attributen dargestellt. Das große Fresko links vom Eingang stellt die Auferstehung der Toten zum Jüngsten Gericht dar, daneben sind der Sündenfall im Paradies (Epitaph an der Stirnwand, Mitte) sowie die Heilserwartung des Alten wie des Neuen Bundes (Epitaph an der Stirnwand, Seitenbilder) zu sehen.

Die Mitte des Raumes bildet das etwa 1570 bis 1580 angefertigte Hochgrab des Stifters. Vom Eingang aus an der rechten Wand ist sein Stammbaum abgebildet. Die Wand ist in der Art eines Kolumbariums bemalt und enthält über 140 inschriftliche Einträge zu Vorfahren des Bischofs. In der Kapelle befinden sich auch noch weitere Grabsteine, so unter anderem der von Hans Gerl, Trennbachs Hofnarren.

Von Bedeutung ist auch ein dreiteiliger Altar aus rotem Marmor und gelbgrauem Kalkstein. Er stammt aus dem frühen 17. Jahrhundert und zeigt auf seinen Reliefs Szenen aus dem Alten und dem Neuen Testament. Diese sind typologisch aufeinander bezogen und mit Inschriften in lateinischer, griechischer und hebräischer Sprache erläutert.

Kanzel
Die vergoldete Kanzel fertigte 1722 bis 1726 der Wiener Hoftischler Johann Georg Series.

Der Hochaltar, der die Steinigung des hl. Stephanus zeigt, wurde 1947 bis 1953 von Josef Henselmann geschaffen, von dem auch der Volksaltar von 1961 stammt. Die Nebenaltäre wurden durchweg zwischen 1685 und 1693 von Giovanni Battista Carlone angefertigt. Auf der rechten Seite vorne steht der Marienaltar, dann folgen nach hinten der Pauli-Bekehrungs-Altar mit Gemälde von Johann Michael Rottmayr (Bekehrung des Apostels Paulus, 1693), Martinsaltar mit einem Gemälde von Johann Carl Resler von Reslfeld, Christi-Geburts-Altar mit Gemälde von Johann Andreas Wolff (Anbetung der Hirten, 1698) und Sebastiansaltar mit Gemälde von Rottmayr (Rettung des hl. Sebastian durch Irene).

Auf der linken Seite vorn befindet sich der Agnesaltar mit dem Tabernakel und einem Gemälde von Rottmayr (Martyrium der hl. Agnes), es folgen Dreikönigsaltar mit Gemälde von Johann Caspar Sing (Anbetung der hl. drei Könige, 1697), Katharinenaltar mit Gemälde von Johann Carl Resler von Reslfeld (Katharina vor dem Thron der Muttergottes), Johannesaltar mit Gemälde von Rottmayr (Enthauptung des Täufers, 1693) und zuletzt der Maximilians- und Valentinsaltar.

Stuckierung und Fresken im Mittelschiff

17974 Pfeifen und 233 Register erklingen zur Ehre Gottes: Die größte Domorgel der Welt steht im Passauer Stephansdom

 

Mit den 17974 Pfeifen und ihren 233 Registern gilt die Orgel im Passauer Stephansdom als größte katholische Kirchenorgel der Welt. Die Gesamtanlage der fünf Orgelwerke, die von einem Hauptspieltisch aus gemeinsam gespielt werden können, gilt als technisches Wunderwerk. Für Besucher aus der ganzen Welt ist die Domorgel ein "Muß" beim Aufenthalt in der Dreiflüssestadt. Am 2. Mai beginnt die Saison der Orgelkonzerte. Jeden Werktag um 12.00 Uhr und jeden Donnerstag um 19.30 Uhr finden sie statt.

Die Orgel im Passauer Dom war allerdings nicht als größte Domorgel der Welt gebaut worden. Die besondere und großartige Akkustik im Barockdom hat von jeher eine mächtige und farbenreiche Chor- und Orgelmusik notwendig gemacht. So entstand nach und nach die große Domorgel. Sie besteht aus fünf räumlich voneinander getrennten Werken: der Hauptorgel, Epistel- und Evangelienorgel auf den Westemporen, der Chororgel am Eingang zum Altarraum und der Fernorgel auf dem Dachboden im Langhaus des Domes. Bei letzterer kommt der Ton durch das "Heiliggeistloch" in den Kirchenraum. Alle fünf Orgelwerke können vom Hauptspieltisch auf der Empore aus gespielt werden, für sich ein technisches Wunderwerk. Von dort kann der Domorganist jedes der 233 Register und jede der 17974 Pfeifen zum Erklingen bringen, Pfeifen aus Metall, Holz und dazu vier Glockenspiele mit zusammen 134 Resonanzkörpern. 

Hauptorgel (mitte), Epistel- (links) und Evangelienorgel (rechts) des Passauer Domes

Das 1989 eröffnete Domschatz- und Diözesanmuseum Passau zeigt Meisterwerke von der Romanik bis zum 20. Jahrhundert. Vom rechten Seitenschiff des Passauer Domes führt eine von dem bedeutenden Stuckateur Giovanni Battista Carlone gestaltete Wendeltreppe hinauf in den sog. “Großen Hofsaal”, in dem im Jahre 1676 der österreichische Kaiser Leopold I. seine Vermählung mit Eleonora, Tochter des Pfalzgrafen und Herzogs von Pfalz – Neuburg, feierte. Der an der Flachdecke reich mit Stuckaturen aus der Zeit um 1730 verzierte Festsaal wird heute für Sonderausstellungen genutzt mit Schwerpunkt zeitgenössische Kunst.
Ein Stockwerk tiefer liegt die einstige Fürstbischöfliche Bibliothek. Die 1984 – 86 freigelegten Fresken, 1694 von Johann Carlone geschaffen, zeigen eine Scheinarchitektur mit Personifikationen verschiedener Künste und Wissenschaften. Der großzügige Raum vermittelt mit der historischen Ausstattung, dem barocken Buchbestand und kostbaren Objekten aus dem Domschatz ein faszinierendes Erlebnis. Als kostbarstes Exponat ist die um 1733 von Antonio Corradini geschaffene Modellreplik des Johann-Nepomuk-Grabmals aus dem Prager Veitsdom zu nennen. 
Vom Bibliothekssaal führt der Weg weiter zum prächtigen Treppenhaus der Neuen Residenz, dessen feinen Rokokostuck 1768 Johann Baptist Modler schuf. Das Deckengemälde des Troger-Schülers Johann Georg Unruhe zeigt den Himmel des Olymps, dessen Götter das unvergängliche Passau schützen.

Deckenfresko im Museum

November 2017
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