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Evangelische Kirche in Witten-Herbede

Die Evangelische Kirche in Herbede, denkmalgeschützt seit dem 18.08.1992, ist eine 3-jochige Saalkirche, gebaut 1811/12 aus hammerrechtem Bruchstein, mit einem Mansardwalmdach gedeckt. Der romanisch, wuchtige Turmsockel, der selber Zeuge vom Werden und Vergehen geblieben ist, trägt jetzt einen Spitzhelm mit gotischen Stilelementen und stammt vermutlich aus dem 13. Jahrhundert.

Die evangelische Kirche in Herbede liegt auf halber Hanghöhe innerhalb der alten, durch Fachwerkhäuser geprägten Dorflage von Westherbede und prägt mit ihrem steilen Turmhelm den alten Dorfkern. Die Kirche ist eingebettet in den alten Kirchhof, der lange Zeit als Friedhof für die Gemeinde diente, was einige erhaltene Grabmäler noch heute dokumentieren. Eine Kirche wird an dieser Stelle schon im Jahr 1032 erstmalig erwähnt. Einer alten Urkunde zufolge schenkte der Erzbischof von Köln dem Kloster Deutz die Herbeder Kirche in dieser Zeit. Der Abt des Klosters hatte unter anderem Einfluss auf die Besetzung der Pfarrstelle. Der Patron der Kirche war der heilige Vitus, ein Märtyrer der in der römisch-katholischen Kirche als Heiliger und Nothelfer verehrt wird. 

Um ca. 1225 kam die Kirche unter die Vogteiherrschaft der Grafen von Isenburg, ab 1311 dann unter die Vogtei- und Gerichtsherren derer von Elverfeldt. Die Ritter und späteren Freiherren von Elverfeldt lebten auf Haus Herbede und bestimmen über viele Generationen hinweg die Geschicke des Ortes und der Kirche. Einige der Grabsteine auf dem Kirchhof ziert sogar das Wappen der Familie von Elverfeldt, im Eingang unter dem Turm befindet sich z.B. ein Grabstein von 1641.Im Jahr 1545 erreichte die Reformation auch Herbede. Unter Pfarrer Saldenberg, dessen Haus der heutige „Pfannkuchenhof“ war, traten die meisten Herbeder zum lutherischen Bekenntnis über. 

Im Jahr 1590 verließ dann der letzte katholische Priester Herbede und der Ort war fast vollständig evangelisch. Obwohl die Herbeder Gemeinde Jahrelang um Unterstützung für die Bauunterhaltung gekämpft hatte, bis hin zu einem Bittbrief an Friedrich den Großen, stürzte das baufällige alte Kirchenschiff im Jahr 1803 während des Ostergottesdienstes in sich zusammen. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt. Einzig der romanische Turm aus dem 13. Jahrhundert blieb bis heute erhalten. Mit Hilfe von Spendengeldern konnte schon bald mit dem Neubau des Kirchenschiffes begonnen werden. Die am 11. Dezember 1814 eingeweihte Saalkirche folgt dem vom bergischen Land ausgehenden Regionaltypus der Jahre 1780-1830, einer Form des späten Barock. Ursprünglich besaß die Kirche dreiseitig umlaufende Emporen und einen Altarkanzelprospekt. Davon ist jedoch nichts mehr erhalten. Im Jahr 1966 erfolgte ein Umbau des Innenraums im Stil der späten Moderne. Der frühere doppelgeschossige Sakristeiraum hinter dem Altar mit Treppenaufgang zur Kanzel wurde dem Gesamtraum angefügt und der heutige Sakristeianbau neu geschaffen. Beachtenswerte neue Einrichtungsgegenstände sind der neue Altar, die Kanzel, das Taufbecken und das Bronze-Kreuz von Bildhauer Kreutter aus Berleburg. 

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