Ev. Kichengemeinde St. Peter zu Syburg in Dortmund
Der Erfolg Karls des Großen bei der Eroberung Sachsens fußte auf zwei Säulen: Mittelfristig konnten die Franken die Sachsen militärisch unterwerfen; langfristig konnten sie das sächsische Volk durch die Christianisierung gewinnen. Die stärkste Waffe der Karolinger war ihre Missionstätigkeit östlich des Rheins. Der Vorgänger der heutigen Kirche St. Peter aus karolingischer Zeit steht im Zusammenhang mit der sächsischen Burg auf dem Syberg, die um 700 n. Chr. zur Eroberung der umliegenden Gebiete erbaut wurde. Erst zwischen 1100 und 1200 entstanden die salische Steinburg, die noch heute als Ruine erhalten ist, und wohl auch eine neue Kirche. Diese Kirche enthält im Kern noch Reste des Baus aus dem 11. Jahrhundert. Der mächtige Westturm, der beinahe die gesamte Breite des Langhauses einnimmt, wurde um 1200 an die Kirche angebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche jedoch stark zerstört und 1953 und 1954 in Teilen rekonstruiert. Dabei wurden beispielsweise die kleinen, hoch sitzenden, romanischen Rundbogenfenster des Langhauses durch größere, tiefer sitzende Rundbogenfenster ersetzt. Im Osten besitzt die Kirche einen gotischen Chor mit spitzbogigen, ebenfalls in den frühen 1950er Jahren erneuerten Maßwerkfenstern und mächtigen Strebepfeilern. Zur Ausstattung zählen ein frühromanisches Taufbecken, das heute im Eingangsbereich aufgestellt ist, drei Grabplatten aus karolingischer und merowingischer Zeit sowie etliche Grabplatten des 17. und 18. Jahrhunderts.
▲ Die Kirche St. Peter zu Syburg mit Umfassungsmauer, Kirchhof und ehemaliges Schulgebäude (nördlich), Blick von Westen.
Heute liegt die Kirche St. Peter zu Syburg inmitten eines mit Trockenmauerwerk aus Naturstein ummauerten Kirchhofs, welcher nicht mehr seiner ursprünglichen Fläche entspricht. Denn 1860 wurde der Kirchhof im Norden für den Bau des Schulhauses verkleinert.
Diese Peterskirche enthält im Kern noch Reste des Baus aus dem 11. Jahrhundert. Der mächtige Westturm, der beinahe die gesamte Breite des Langhauses einnimmt, wurde um 1200 an die Kirche angebaut.
Das Limburger Tor
An der Südwand der Kirche befand sich das so genannte „Limburger Tor“. Das Tor ist heute nur noch an der unterschiedlichen Farbgebung der Steine im Mauerwerk zu erkennen. Die Bezeichnung „Limburger Tor“ ist im Zusammenhang mit dem Collationsrecht entstanden. Die Syburger Kirchengemeinde war seit 1202 mit dem „Collationsrecht“ ausgestattet. Die Gemeinde hatte zwar das Recht, ihren Pastor selbst zu wählen, dieser musste jedoch vom Kaiser oder König bestätigt werden. Das Recht der Bestätigung wurde an die Grafen von Limburg (Hohenlimburg) übertragen. Damit war das Privileg verbunden, einmal im Jahr durch das Limburger Tor hoch zu Ross einzureiten. Das „Limburger Tor“ wurde 1929/30 zugemauert.
Kirchenburgen - mittelalterliche Trutzmauern: damals Schutz, heute Schmuck
▲Evangelische Kirche Sankt Peter zu Syburg, der Turm aus dem 12. Jahrhundert im Gelände der sächsischen Hohensyburg, bis 1945 wurde sie auch „Wittekinds-Kirche“ genannt.
▲ Südliche und westliche Turmfassaden aus unregelmäßigen Bruchstein mit Schießscharten und Fensteröffnungen in Form der gotischen Baukunst.
Der Turm diente auch als Wehrturm. Dies bezeugen u.a. die an den Fassaden ablesbaren Schießscharten. Die Wehrhaftigkeit des Turmes wird auch durch das unregelmäßige, mächtige Quadermauerwerk in den beiden unteren Geschossen akzentuiert. Das dritte Geschoss und die Giebel des Rhombendaches sind aus unregelmäßigen Bruchstein hergestellt. Hier sind die Fassadenflächen mit Fensteröffnungen in Form der gotischen Baukunst versehen. Sie sind durch eine Mittelsäule gegliedert. Die im Turm erhaltenen drei Bronzeglocken stammen aus der Zeit von 1584, 1681 und 1850, letztere wurde jedoch im zweiten Weltkrieg zerstört und 1961 ersetzt. An der Westfassade befindet sich im Giebelfeld die Turmuhr aus dem 18. Jh. Der stattliche, wehrhaft wirkende Turm wird an der Westfassade durch ein großes Fenster (Barbarafenster) in der oberen Hälfte des untersten Geschosses geöffnet.
Auch auf dem Kirchhof sind nicht nur die Folgen des zweiten Weltkriegs heute ablesbar, sondern es gingen auch ca. 60 Grabsteine verloren. Darüber hinaus wurden die noch vorhandenen Grabsteine mehrmals umgesetzt und neu aufgerichtet. Somit entspricht die heutige Platzierung der Grabsteine nicht mehr dem ursprünglichen Ort der Bestattungen. Trotzdem ist der Kirchhof auch heute noch ein besonderer Ort mit hohem Zeugniswert. Die Kirche St. Peter zu Syburg mit Kirchhof ist ein bedeutendes Gesamtkunstwerk und ein herausragendes Zeugnis der Bau-, Geschichts- und Kunstkultur. Das Kirchengebäude steht eingebettet im Kirchhof, welcher ein wichtiges Zeugnis der Begräbniskultur ist. Das Gesamtensemble ist ein Ort von überregionaler Bedeutung.
Das Kirchenportal
Zwei Säulenpaare tragen einen romanisch geformten Portalbogen. Jede der vier Säulen ist verziert mit einem Kapitell. Die beiden Kapitelle auf der rechten Seite des Portals zeigen eine Palmette und einen Palmzweig. Nach christlichem Verständnis symbolisiert die Palme den Eingang zum Paradies. Auf der linken Seite des Portals kann man mit ein wenig Fantasie einen Löwenkopf erkennen. Der Löwe gilt als das Symbol des Evangelisten Markus. Er symbolisiert von jeher Macht und Schutz. In der romanischen Portalarchitektur wird der Löwe häufig symbolisch als Wächter dargestellt. Die Form des Kapitells links neben dem Löwen ist nicht mehr zu erkennen.
Innenraum
Ein Triumphbogen grenzt das Langhaus vom Chorraum ab. Zur Kuppelmitte des Sterngewölbes führen sechs Strebebögen. An ihrem Schnittpunkt befindet sich der Schlussstein mit den Jahreszahlen 1688 (Originalstein unter der Kanzel) und 1954.
Der ehemalige Chorschlussstein mit der Jahreszahl 1688 wurde nach der Zerstörung durch eine Fliegerbombe im März 1945 vermisst. Als Ersatz wurde ein neuer Chorschlussstein mit den Daten 1688 und 1954 eingefügt. Der Schlussstein von 1688 wurde später wiedergefunden. Er wird unterhalb der Kanzel aufbewahrt.
Die geschnitzte Kanzel mit Schalldeckel (1573) stammt aus der Kirche in Alswede bei Lübbecke. Sie wurde 1960 von der Syburger Kirchengemeinde vom Dortmunder Museum für Kunst- und Kulturgeschichte erworben. Die Schnitzarbeiten zeigen Wappen und die Namen der Geschlechter, die diese führten. Die vier Wappenfelder gelten für: Statius von Münch (Monnik) zu Ellerberg und seine Ehefrau Anne von Behr (Behre) zu Alfelden, Ernst von Schloen (Chalon) und seine Gemahlin Gosta von Querenheim, gest. 1653. er Schalldeckel der Kanzel, datiert 1573, verweist auf den 68. Psalm, Vers 12.
2 rote Sessel werden heute für feierliche Anlässe (Hochzeiten) eingesetzt.
Die farbigen Chorfenster schildern Szenen aus dem Leben des Apostels Petrus. Sie sind ein Werk von Walther Benner und wurden 1956 eingebaut. Walther Benner (1912 - 2005) war ein herausragender Glasmaler des 20. Jahrhunderts. Seine bekanntesten Werke sind die Chorfenster im Aachener Dom, die in den Jahren 1949 - 1951 entstanden. Walther Benner orientiert sich bei seinen Darstellungsformen und seinen Techniken an Vorbildern der mittelalterlichen Kunst.
- Das Nordfenster zeigt den sinkenden Petrus (Matthäus 14,22-33), den Fischzug (Lukas 5,1-11) und die Schlüsselübergabe (Matthäus 16,13-20). Das Fenster wurde gestiftet von der Familie Körver.
- Das Ostfenster zeigt das Abendmahl, die Fußwaschung (Matthäus 16,13-20), den Verrat durch Petrus (Johannes 18,15-17) und das Pfingstgeschehen (Apostelgeschichte 2). Das Fenster wurde gestiftet von der Dortmund-Hörder Hüttenunion.
- Das Südfenster zeigt die Befreiung aus dem Kerker (Apostelgeschichte 12), die Erweckung der Tabea (Apostelgeschichte 9,36-42) und die Taufe des Hauptmanns Cornelius (Apostelgeschichte 10). Das Fenster wurde gestiftet von Adolf und Bertha von Schell.
▲▼ Szenen aus dem Leben des hl. Petrus (Antikglas/Blei/Schwarzlot)
▲ Blick vom Chorraum auf den Westturm mit frühromanischem Taufbecken, Barbarafenster, Orgel und Treppenaufgang zum ehemaligen "Wehrturm."
lm Eingangsbereich der Kirche steht das frühromanische Taufbecken mit geschrägter Wandung und Rundbogenarkatur. Früher stand es vor dem Kloster Marienborn in Lütgendortmund. Die Bedeutung des Taufbeckens geriet in Vergessenheit. Es diente als Pferdetränke und Blumenkübel, bis es in das Ostwall Museum in Dortmund gelangte. Nach dem Wiederaufbau der Kirche St. Peter zu Syburg wurde das Taufbecken von der Kirchengemeinde Syburg erworben. Das romanische Taufbecken diente der Erwachsenentaufe. Es hat einen neuen würdigen Standort im Westturm gefunden. Vom Taufbecken führt der Weg in das Kırchenschiff bis zu den strahlenden Chorfenstern im Osten des Kirchenraumes.
Das Barbarafenster an der Westseite des Turmraums stammt aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und ist gestiftet worden von der Familie Wasmuht. Das Spruchband verweist auf Psalm 92, Vers 13: iustus florebit ut palma, ut cedrus multiplicabitur - Der Gerechte wird blühen wie ein Palmbaum, er wird wachsen wie eine Zeder. In der Mitte des Fensters ist die heilige Barbara dargestellt mit dem Turm als ihrem Attribut. Das Stifterwappen der Familie Wasmuht mit der Palme unter dem Harnisch füllt den linken unteren Bereich des Fensters aus.
Man kann davon ausgehen, dass das Deckengewölbe im Turmraum mit Gemälden ausgestattet war. Der Deckenputz wurde 1954 während des Wiederaufbaus abgeschlagen, um eine damals sehr geschätzte Steinsichtigkeit herzustellen. Das Deckengewölbe im Turmeingang ist mit acht mit Glas ausgekleideten Öffnungen versehen. Zu welchem Zweck die acht Durchlässe im Deckenbereich angebracht worden sind, konnte bisher nicht nachgewiesen werden.
▲Die heilige Barbara gilt als Schutzpatronin der Bergleute und ist für das Bergbaugebiet rund um Syburg von besonderer Bedeutung. Die thematische Gestaltung des Fensters erinnert auch an die Zeit, als die Kirche in Syburg Wallfahrtskirche war und eine Reliquie der heiligen Barbara in der Kirche St. Peter verehrt wurde.
▲Die Orgel stammt aus dem Jahr 1998 und wurde von Claus Sebastian aus Geesthacht gefertigt. Das Gehäuse der Orgel besteht aus massivem Eichenholz. Die Orgel verfügt in drei Werken über siebzehn Register. Der Spieltisch ist unter dem Schwellwerk zentral im Orgelgehäuse angeordnet. Die Metallpfeifen wurden aus einer Zinn- und Bleilegierung hergestellt, die Holzpfeifen bestehen aus Eichenholz.
▲Der Altar ist ein neuzeitlicher, aus Ruhrsandstein schlicht gestalteter Tisch. Die Entstehungszeit wird mit 1950 angegeben.
▲Die Apostelfiguren
Die beiden Holzplastiken hinter dem Altar stellen (wahrscheinlich) die Apostel Petrus und Paulus dar. Sie sind um 1955 erworben worden und stammen aus Österreich. Bei der Plastik rechts vom Altar könnte es sich um eine Darstellung des Petrus handeln, bei der auf der linken Seite um eine des Paulus. Aufgrund der fehlenden Attribute und der ähnlichen Haar- und Barttracht der beiden Figuren ist bisher keine exakte Zuordnung möglich.
Apostel / Attribute der 12 Apostel
Das Neue Testament nennt folgende Männer, die Jesus Christus als seine Gesandte zur Verkündigung des Gottesreiches erwählte:
- Simon Petrus (der Fels, auf den Jesus Christus seine Kirche baute; Attribut: Schlüssel)
- Andreas (Bruder von Simon Petrus; Attribut: X-förmiges Kreuz)
- Jakobus der Ältere (Sohn des Zebedäus; Attribute: Muschel und Pilgerhut)
- Johannes (Bruder von Jakobus dem Älteren; Evangelist; Attribut: Kelch mit Schlange)
- Philippus (Attribut: Kreuz)
- Bartholomäus (Attribut: Messer)
- Matthäus (Evangelist; Attribute: Beil, Maßstab bzw. Winkelmaß)
- Thomas (Attribute: Lanze bzw. Winkelmaß)
- Jakobus der Jüngere (Sohn des Alphäus; Attribut: Walkerstange)
- Simon Zelotes (Attribute: Säge und Beil)
- Judas Thaddäus (Attribute: Hellebarde, Steine, Keule bzw. Beil)
- Judas Ischariot (der gegen Geld Verrat an Jesus beging und sich danach das Leben nahm; Attribut Geldbeutel)
Nach der Himmelfahrt Jesu und dem Tod von Judas Ischariot wurden Matthias (Attribute: Beil, Lanze bzw. Steine) und Paulus (Attribut: Schwert) nachnominiert. Da sich dadurch statt der symbolträchtigen Zahl 12 (das ist die Anzahl der Stämme Israels) die Zahl 13 ergab, ließ man in den Darstellungen der Apostelgeschichte oft Matthias weg. Als weiterer Apostel wird später auch Barnabas genannt.
Die in Leder gebundene Bibel auf dem Bronzepult datiert aus dem Jahr 1745. Ihre Besitzerin war im Jahr 1747 nach dem Ex Libris „Catharina Steigerin zu Flahweil“. Das Buch ist mit einer Vielzahl von Kupferstichen reich bebildert.
Das Bronzekreuz mit dem Bronzepult auf dem Altartisch ist eine Arbeit von Egino Weinert aus Köln. Bronzepult und Bronzekreuz sind durch einen in der Mitte drehbaren und mit einem Bergkristall verzierten Schaft verbunden. Das Bronzepult zeigt auf einer schrägen Platte eine reliefierte Darstellung des Christusmonogramms XP und in den Ecken die Symbole der Evangelisten. Das auf der oberen Seite der Platte ansetzende Kreuz ist mit farbigen Emaille-Platten belegt. Die Vorderseite des Bronzekreuzes besteht aus Goldblech. Jeweils vier Bergkristalle schmücken die Enden der Kreuzarme. In der Mitte befindet sich ein Emaille-Medaillon, auf dem das Lamm Gottes mit der Siegesfahne auf dem „Buch mit den sieben Siegeln“ (Offenbarung 5) dargestellt ist. Auf der Rückseite hat Egino Weinert verschiedene biblische Szenen in Emaille gestaltet. lm Zentrum steht die Kreuzigung Jesu. lm unteren Bereich hat Egino Weinert Szenen aus dem Leben Jesu dargestellt. Ebenfalls aus der Werkstatt von Egino Weinert stammen der Ständer für die Osterkerze, das Lesepult und das Abendmahlsgerät. Sechs Kerzenleuchter im romanischen Stil umgeben das Kreuz.
▲ Die Grabplatten im Langschiff
Unterhalb der Fenster an beiden Seitenwänden im Kirchenschiff befinden sich Grabplatten aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Sie wurden im Rahmen des Wiederaufbaus der Kirche nach dem Zweiten Weltkrieg an den Langseiten des Kirchenschiffes angebracht. Bis zur Zerstörung des Kirchenschiffs im März 1945 waren die Grabplatten im Chorraum an der Außenwand aufgestellt. Die ursprüngliche Lage ist nicht mehr zu rekonstruieren. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sie, ebenso wie die Grabplatten, die heute im Chorraum verlegt sind, ursprünglich im Kirchenraum gelegen haben. Die Namen und Wappen verweisen auf Geistliche und Adelige der Umgebung. lm Reichshof, zu dem Syburg gehörte, gab es acht Burgmannssitze.
Grabstein des Zacharias Casparus von Pöppinckhaus
Wappen Droste, Harde, Knipping u.a., 28. July 1729
- Das Ahnenwappen (Zentral): In der Mitte befindet sich das große, kunstvoll gestaltete Hauptwappen der Familie, gekrönt von Helmdecken und einer Helmzier.
- Die Ahnenprobe (Seitenränder): Das Besondere an diesem Stein ist die lückenlose Darstellung seiner adeligen Abstammung über Generationen hinweg. An den Rändern sind insgesamt acht Ahnenwappen angeordnet, jeweils kunstvoll mit einer Adelskrone versehen.
- Oben rechts ist beispielsweise das Wappen der bedeutenden westfälischen Adelsfamilie Droste zu erkennen.
- Weitere Wappenschilde verweisen auf angeheiratete Familienzweige wie Harde oder Knipping
1712 erfolgte der Verkauf von Haus Steinhausen (Schwerte) für 8500 Reichstaler an die Eheleute Zacharias Kaspar von Pöppinghausen (Sohn eines Dortmunder Bürgermeisters) 1661-1733 und dessen Gattin Anna Catharina von Droste zum Strombergshove (Anna Kath. Dorothea von Drost zu Hove) 1659-1729, um mit dem Geld die verschuldeten Häuser Crange und Rittershove zu sanieren. Die Eheleute Pöppinghausen (Heirat 1688) begannen noch im gleichen Jahr mit dem Neubau des in Verfall geratenen Herrenhauses, über dessen Eingang noch heute deren Allianzwappen prangt. Nach dem Tode der Anna Catharina, 1729, und des Zacharias Kaspar von Pöppinghausen, 1733, fiel Haus Steinhausen, auf dem Prozesswege, an Zacharias Schwager, den Ehemann seiner Schwester, Otto von Blankennagel zu Dölberg bei Unna-Nordlünern.
Caspar von Scheid (ca. 1607– ca. 1670) gehört zu den bedeutenden Vertretern des westfälischen Landadels im Raum Dortmund–Syburg–Hörde. Er entstammte einer traditionsreichen Familie, die seit dem Spätmittelalter im Dienst der Grafen von der Mark stand. Caspar verstarb „im 63. Jahr seines Alters“, wie sein barockes Epitaph in der Kirche St. Peter zu Syburg bezeugt. Sein Grabstein zählt zu den kunsthistorisch wertvollen Ahnen-Wappen‑Epitaphien des 17. Jahrhunderts. In fünf Wappen-Feldern zeigt er die Herkunft Caspars über vier Großelternlinien sowie das zentrale Wappen seiner eigenen Familie.
Die Syburger Linie der Familie von Scheid war eng mit anderen Adels- und Bürgergeschlechtern der Region verbunden. Das Epitaph dokumentiert folgende Familien:
von Scheid – Hauptfamilie, zu der Caspar gehörte
Popinghaus – mütterliche Linie
von Mengede – väterliche Großeltern
Kalping / Kleping – mütterliche Großeltern
Diese Kombination zeigt die typische Struktur eines Vier-Ahnen-Epitaphs: Vater- und Mutterlinie sowie beide Großelternpaare werden heraldisch dargestellt und genealogisch miteinander verknüpft. Die Bestattung in St. Peter zu Syburg unterstreicht die Bedeutung der Familie im lokalen Machtgefüge und ihre enge Bindung an die Kirche.
Grabstein der Familie Wrede aus dem Jahr 1698
Grabstein der Familie Wrede
Über den Grabstein der Familie Wrede im Eingangs-Bereich der Kirche gibt es eine Besonderheit festzuhalten: Die Schriftstellerin Gertrud von le Fort berichtet, dass er ihr als Anlass für die Novelle „Spökenkieken“ gedient hat. Die Geschichte, die Gertrud von le Fort in ihrer Novelle erzählt, ist rund um die Kirche und Haus Villigst in Schwerte angesiedelt. Die neue Ausgabe des Textes ist erschienen unter dem Titel > Gertrud von le Fort: Spökenkieken, eine Liebesgeschichte rund um die Kirche St. Peter zu Syburg und Haus Villigst. <
Grabstein Rotger Schoer
St. Peter (Syburg), Turmraum, Karolingischer Grabstein (9.Jh.), Veränderung um 1500
Das sind die geschichtlichen Hintergründe zu diesem Stein:
- Die Inschrift: Zu lesen ist dort: ROTGER SCHOER KOSTER TO SYBERG VPDER RICHSMARCK 40 IAR HOLTKNECHT. Frei übersetzt bedeutet dies, dass Rotger Schoer Küster zu Syburg auf der Reichsmark war und 40 Jahre lang das Amt des Holzknechts (eines Försters bzw. Waldaufsehers) innehatte.
- Drei Zeitepochen in einem Stein: Das Besondere an diesem Objekt ist, dass es sich ursprünglich um einen merowingerzeitlichen oder karolingischen Grabstein aus dem 7. bis 9. Jahrhundert handelt. Er wurde um das Jahr 1500 wiederverwendet (Palimpsest) und mit der Inschrift für den Küster Rotger Schoer versehen. Das Palimpsest: Als man den Stein um das Jahr 1500 für den Küster Rotger Schoer wiederverwendete, ließ man das alte, ehrwürdige Kreuzrelief im oberen Drittel unberührt – es überdauerte somit weit über tausend Jahre.
- Das Tatzenkreuz: Das markante, eingemeißelte Kreuz im oberen Drittel zeugt von der jahrhundertealten christlichen Tradition an diesem geschichtsträchtigen Ort. Die Form mit den markant verbreiterten, fast dreieckigen Enden und dem schmalen Schaft stellt ein typisches Vortragekreuz der karolingischen Epoche dar. Es symbolisiert die frühe Christianisierung im sächsisch-westfälischen Raum nach den Sachsenkriegen Karls des Großen.
Auf der Rückseite sind keine Anzeichen von Steinmetzarbeiten vorhanden.
Grabstein Anna Christina Aldenbrück 1630-1694
- Das uralte Fundament (9. Jahrhundert): Der Stein selbst ist ein jahrhundertealter, karolingischer Grabstein aus lokalem Syburger Ruhrsandstein. Ursprünglich wurde er in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts behauen. Auf ihm befindet sich im oberen Teil das schlichte Relief eines frühen christlichen Kreuzes.
- Die Wiederverwendung (17. Jahrhundert): Im Jahr 1694 wurde dieser bereits damals über 800 Jahre alte Stein als sogenanntes Palimpsest recycelt. Man meißelte auf der Oberfläche die neue Inschrift für die verstorbene Anna Christina von Aldenbrück ein, um an ihre Lebensdaten (1630–1694) zu erinnern. Das alte karolingische Kreuz ließ man dabei respektvoll stehen.
- Der Aufstellungsort: Diese außergewöhnliche Kombination aus frühmittelalterlicher und barocker Memorialkultur wird heute geschützt im Innen- bzw. Eingangsbereich des Kirchengebäudes aufbewahrt, um sie vor der Witterung zu bewahren.
Das Adelsgeschlecht derer von Aldenbrück (auch Aldenbrüggen, Altenbrügge oder historisch zunehmend bekannt unter dem Namen Velbrück) ist eine überaus geschichtsträchtige Familie des rheinisch-westfälischen Raumes. Die Familie stieg über die Jahrhunderte von einfachen Rittern zu einflussreichen Reichsfreiherren und Staatsmännern auf. Folgende historische Details zeichnen das Geschlecht aus:
- Ursprung und Namensentwicklung: Der ursprüngliche Stammsitz der Familie lag am Niederrhein. Der Name Aldenbrüggen leitet sich schlicht von einer „alten Brücke“ ab (oft bezogen auf den Besitz Altenbrück bzw. Vellbrüggen bei Grevenbroich). Ab dem frühen 15. Jahrhundert nannte sich die Familie meist Altenbrück genannt Velbrück. Über die Generationen hinweg schliff sich der vordere Namensteil ab, sodass die Familie im Barock und der späten Neuzeit fast nur noch als von Velbrück auftrat.
- Besitzungen in Westfalen und im Rheinland: Obwohl die Familie ihre Wurzeln im Rheinland hatte, breitete sich eine bedeutende Linie nach Westfalen aus und erwarb dort durch Heirat und Erbschaften namhafte Güter:
- Burg Bachem: Über Jahrhunderte ein zentraler rheinischer Stützpunkt der Familie.
- Haus Graven: Konrad Gumprecht von Aldenbrück (1624–1672) war Herr zu Graven (Langenfeld) und ein direkter Zeitgenosse der in Syburg bestatteten Anna Christina.
Verbindungen zur Grafschaft Mark: Durch Allianzen mit dem märkischen Adel (wie den Herren von Syberg oder von Pöppinckhaus) kam die Familie zu Besitztümern und Beerdigungsrechten im Raum Dortmund/Schwerte – weshalb die Grabplatte der Anna Christina Aldenbrück überhaupt in St. Peter zu Syburg liegt.
Grabplatte des evangelischen Pfarrers Casparus Wever
- Der Verstorbene: Casparus Wever wirkte insgesamt 49 Jahre lang als Pfarrer der Gemeinde Syburg. Er verstarb im Februar 1734 im Alter von 74 Jahren.
- Die Inschriften:
- Ganz oben prangt gut lesbar sein lateinischer Name: CASPARUS WEVER.
- Am rechten Rand ist seine Funktion vermerkt: ECCLESIAE SYBURGENSIS... (der Kirche zu Syburg).
- Im oberen Schriftfeld ist ein bekanntes Bibelzitat aus dem Johannesevangelium (Kapitel 11, Vers 11) eingemeißelt: LAZARUS AMICUS NOSTER OBDORMIVIT („Lazarus, unser Freund, schläft“).
- Gestaltung: In der Mitte der Platte befindet sich das kunstvoll ausgearbeitete Familienwappen, umrahmt von barocken Voluten und floralen Ornamenten.
Nach seiner Ausbildung in Westhofen kam Caspar auf das Gymnasium Illustre in Bremen, das er 1684 im Alter von 24 Jahren verließ, um Theologie zu studieren. Als Nachfolger des 1685 verstorbenen Pastor Brüggemann berief ihn die Gemeinde Westhofen zum Prediger von Westhofen und Syburg. Den sonntägliche Gottesdienst hatte er im 17. Jahrhundert errichteten Westhofener Kirche abzuhalten. Sechsmal im Jahr predigte er in der Kirche in Syburg, die bereits 799 errichtet und von Papst Leo III geweiht worden war. Dort fanden auch die Beerdigungen statt. Neben der Beseitigung der Kriegsschäden fiel in seine Amtszeit die allmähliche Festigung der kirchlichen Reorganisation der Lutherischen Kirche. 1698 nahm Caspar Wever an der Klassifizierung in Schwerte teil. Die Eingänge der Kirchenrenten erwiesen sich in jener Zeit als mühsam. Insofern finden sich ab 1690 wiederholte Vermerke in den Kirchenbüchern, wie das Einkommen des Pastors gesichert wurde. 1708 fiel Westhofen den Flammen zum Opfer. Das Pfarrhaus wurde ebenso wie der Kirchturm zerstört. Nur mühsam gelang es Caspar Wever, durch Kollektenreisen in der Mark und in Holland Gelder für den Wiederaufbau der Kirche zu sammeln. Eine neue Turmuhr konnte erst von seinem Sohn erworben werden. In einer Eingabe berichtet er, dass das Pastorenhaus durchgehend niedrige, im unteren Stockwerk tiefer als der äußere Boden liegende, fortwährend feuchte, bisweilen überschwemmte Stuben, schlechte Treppen und Türen, zum Teil schlechte Fenster, wenige fast durchgehend kaum brauchbare Schlösser habe und daher insgesamt sehr schlecht sei. Erst 1729 hatten seine Gesuche um ein Einkommen an die Regierung Erfolg. Ihm wurde zur besseren Existenz von der Regierung ein Geldgeschenk von 100 Talern bewilligt. Hinzu kamen 200 Taler Obligationen von Seiten der Landstände und 50 Taler von Seiten der Gemeinde. 1732 testierte Caspar, dass ihm von der geistlichen Abteilung der Regierung in Cleve gegeben worden sei, die er dem Bürger Caspar Wilhelm Speenhof ausgeliehen habe, der dafür 5 Taler Zinsen entrichte. Zusätzlich erhielt er jährliche Renten größerer Güter der Gemeinde. Darunter befand sich auch Albert Wever. Am 18. Februar 1734 starb Caspar Wever im Alter von 74 Jahren. Im Kirchenbuch heißt es, dass der wohlehrwürdige und hochgelehrte Herr Casparus Wever 49 Jahre treufleißiger Prediger der Gemeinde gewesen sei. Am 22. Oktober 1687 hatte er in Kamen CATHARINA Elisabeth NEUHAUS geheiratet, geb. 22. Oktober 1669 in Kamen. Sie starb am 20. April 1743 im Alter von 73 Jahren in Westhofen und wurde in der Syburger Kirche beigesetzt. Dort befinden sich auch heute noch die Grabplatten des Ehepaares. Aus der Ehe stammen 10 Kinder.
Quelle: Buch 3[1].PDF
▲ Ein Merowingischer Grabstein aus Syburger Ruhrsandstein, Maße: 1,30 m hoch und 0,50 m breit. Der Stein weist drei Zeitstufen auf.
- Zeitstufe: vermutlich Mitte des 7. Jh., Trapezform. Das Diagonal- oder Missionarskreuz ist im unteren Bereich des Steins zu erkennen. Es gilt als Symbol eines wandernden Missionars und ist somit ein Zeugnis der frühen, punktuellen Christianisierung Westfalens.
- Zeitstufe: entstanden nach einer Abarbeitung des Steins, vermutlich um 700, umlaufende Doppellinie, Zierlinie ab dem Diagonalkreuz, mit merowingischem Scheiben- oder Radkreuz verziert.
- Zeitstufe: Die barocke Form hat der Stein durch eine Veränderung für ein Begräbnis 1692 erhalten. Auf der Rückseite des Steins soll die Gruftennummer 10 eingemeißelt sein, aus der das Begräbnis 1692 rekonstruiert werden kann.
▲Unterhalb des Turmaufganges befindet sich eine Grabplatte aus dem frühen Mittelalter. Diese Grabplatte, die als Schwelle verlegt worden war, wurde entdeckt, als der Kircheneingang an der Nordseite 1929/1930 zugemauert wurde. Es ist nicht mehr zu rekonstruieren, zu welcher Zeit die Platte dorthin gelegt wurde. Material: Syburger Ruhrsandstein, Maße 2,00 m hoch, oben 0,75 m und unten 0,60 m breit. An dem Stein sind zwei Zeitstufen nachzuweisen.
- Zeitstufe: vermutlich um 800, Trapezform, umlaufende merowingisch-karolingische Doppellinie, karolingisches Vortragekreuz. Die Interpretation der Inschrift ist nicht abgeschlossen. Die Inschrift ist in der Schriftart der Karolingischen Majuskeln der ersten Zeitstufe zuzuschreiben. Die Schriftzeichen sind durch den Steinmetz nur gering und in der Waagerechten unregelmäßig eingetieft. Der Text kann folgendermaßen gelesen werden: IIII NON(AS)MAR(TII) | OBIIT = Er starb am 4. Tag vor den Nonen des März (4. März).
- Zeitstufe: Die zweite Zeitstufe ist erkennbar an der Inschrift an der rechten Seite. Sie unterscheidet sich von der oberen Zeile durch stärkeres Eintiefen und gleichmäßige Größe der Buchstabenfolge, die als WERIN gelesen werden kann.Der Name Werin ist altgermanisch (warin, „Schützer, Verteidiger“) und kommt in karolingischen Quellen als Personenname vor – etwa Werinus, Werinbert, Werinfrid. Das spricht für eine fränkisch-sächsische Person, möglicherweise ein früher Geistlicher oder Siedler, der im Umfeld der Missionskirche bestattet wurde.
Diese Doppelskulptur des westfälischen Bildhauers Bernhard Kleinhans (1926–2004) fügt sich perfekt in die vielschichtige Geschichte dieser Kirche ein. Während die alten Grabplatten und das karolingische Kreuz tiefe historische Zeugnisse sind, bringt diese moderne Bronzeplastik eine theologische und kirchengeschichtliche Pointe in den Raum:
- Der theologische Augenzwinker: Indem der Künstler die Skulptur explizit „Papst Petrus I. mit seiner Frau“ nennt, greift er ein Thema auf, das in der traditionellen Papstgeschichte oft im Hintergrund bleibt. Petrus wird zwar als der erste Papst (Bischof von Rom) angesehen, war aber als jüdischer Fischer aus Galiläa verheiratet.
- Der biblische Beleg: Der Verweis auf das Matthäus-Evangelium ist präzise gewählt. Neben der Berufung der ersten Jünger (Matth. 4,18) wird kurz darauf in Matthäus 8,14-15 ganz konkret erzählt, wie Jesus im Haus des Petrus dessen Schwiegermutter von einem schweren Fieber heilt – was die Existenz einer Ehefrau logischerweise voraussetzt. Auch der Apostel Paulus erwähnt später im 1. Korintherbrief (9,5), dass „Kephas“ (Petrus) auf seinen Reisen von einer Ehefrau begleitet wurde.
- Zum Künstler: Bernhard Kleinhans, der in Sendenhorst lebte und wirkte, war bekannt für seine oft figürlichen, charakterstarken und manchmal feinsinnig-humorvollen Sakral- und Bronzekunstwerke. Seine Plastik in Syburg regt bis heute Besucher zum Nachdenken über Traditionen, das Amt des Papstes und den Zölibat an.
Der Künstler Bernhard Kleinhans (1926 – 2004) lebte in Sendenhorst. Er studierte in den Jahren nach dem II. Weltkrieg an der Werkkunstschule in Münster und an der Kunstakademie in München. Nach dem Abschluss seiner Studien kehrte er ins Münsterland zurück und richtete sich in Sendenhorst eine Bronzegießerei ein. 1956 erhielt Kleinhans den Kunstpreis „Jung-Westfalen“. Diese Auszeichnung machte Kleinhans in Westfalen und darüber hinaus bekannt. Kleinhans schuf neben zahlreichen Kleinplastiken mit religiösen Themen viele Figurenbilder mit profanem Inhalt.
Aufstieg zum Wehrturm
▲Der Turm kann besichtigt werden. Er diente in Zeiten der Gefahr als Rückzugsmöglichkeit. Der Wehrturm hat bis heute allen feindlichen Angriffen getrotzt, sogar dem Luftangriff von 1945. Die Glasarbeiten im Turmaufgang und in der ersten Turmetage sind von Walther Benner gestaltet. lm Mauerwerk der ersten Turmetage ist im Mauerwerk der Durchgang zu einer mittelalterlichen Außenkanzel zu erkennen, die typisch für eine Wallfahrtskirche war.
Alte Kirchturmspitze
Glocke von Haus Husen
Altes Uhrwerk der Turmuhr
In der ersten Etage ist ein Andachtsraum eingerichtet. Auf einer Abmauerung in der Außenwand steht ein schlichtes Altarkreuz aus weißem Marmor, das vermutlich aus dem 19. Jahrhundert stammt. Außerdem wird im Turm das ausgebaute alte Uhrwerk der Turmuhr aufbewahrt. Weiterhin findet man hier die alte Kirchturmspitze, das Uhrwerk der alten Kirchturmuhr sowie ein romanisches Säulenkapitell, vermutlich ein Überbleibsel des Vorgängerbaus.
▲In der zweiten Turmetage befindet sich ein weiterer Raum mit einem Tisch, dessen Tischplatte aus einer noch verbliebenen Eichenbohle aus der Decke über dem Langhaus gefertigt worden ist.
▲ Aus den verglasten Kirchturmfenstern hat man einen wunderbaren Rundumblick. Das Geläut der Syburger Kirche besteht aus drei Glocken. Die ehemalige große Glocke wurde 1850 von Wilhelm Rincker (Westhofen) umgegossen. Sie fiel knapp hundert Jahre später dem 2. Weltkrieg zum Opfer. Die beiden anderen Glocken stammen aus der Werkstatt von Hinrich von Collen und wurden 1584 gegossen. Die kleinere der beiden Glocken wurde im 1. Weltkrieg eingeschmolzen, die andere tut noch heute ihren Dienst in Syburg. Die erhalten gebliebene Glocke ist jetzt die „mittlere“ Glocke.


















































































