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Ev. Dorfkirche Bochum-Stiepel

Dorfkirche

Nur wenige Baudenkmäler zeugen von der Geschichte Bochums. Eins davon ist die Stiepeler Dorfkirche, die über 1000 Jahre alt und das älteste Bauwerk der Stadt ist. Im Jahre 1001 schenkte Kaiser Otto III. dem Grafen Liudger aus dem Geschlecht der Billunger den Hof Stiepel. Liudgers Frau, die Gräfin Imma aus dem Geschlecht der Immedinger, erhielt 1008 vom Erzbischof von Köln die Erlaubnis, auf ihrem Hof eine Kirche zu bauen.

 

Die Baugeschichte der Kirche ist durch die Ergebnisse der 1952 und 1965 durchgeführten Grabungen im Wesentlichen geklärt. Die erste, von der Gräfin Imma gestiftete Kirche, war eine kleine, wahrscheinlich flach gedeckte Saalkirche mit eingezogener, gestelzter Apsis, die nach außen rechteckig ummantelt war. Der bei der Restaurierung aufgedeckte Tonplattenboden stammt aus dieser Zeit. In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde die Kirche völlig neu gebaut. Anstelle der Saalkirche wurde eine romanische Basilika mit einjochigem Mittelschiff, dreijochigem Querhaus, Nebenapsiden und Chorjoch errichtet. Das Mittelschiff wurde nach Norden und Süden um ein halbes Seitenschiff erweitert. Der Bau ist vor Abschluss der Bauarbeiten mit Kreuzgratgewölben eingewölbt und dann im Innern verputzt worden. Spätestens aus dieser Zeit stammt auch der Turm. Vermutlich im letzten Viertel des 15. Jahrhunderts wurde die Basilika zur jetzigen Hallenkirche ausgebaut.

 

Bilder und Informationen zu dem historischen Friedhof rund um die Dorfkirche  finden sie hier.

Blick auf die Stiepeler Dorfkirche vom Turm der Burg Blankenstein
Grundriss der Stiepeler Dorfkirche

Christliche Kirchen sind im Wesentlichen geostet. D.h. der Altar steht im Osten, der Eingang liegt im Westen. Der Osten entspricht mit der Richtung des Sonnenaufganges der erwarteten Wiederkunft Christi, dem solaren Heros (sol invictus). Die Gemeinde und im alten liturgischen Ritual auch der Priester wenden sich im Gebet und Ritual dem Osten zu. Der Osten wird als spirituelle Richtung gesehen. Der Gläubige beginnt jedoch seinen Weg im Westen. Westliche Vorbauten - oft wie auch hier im Turm, der axis mundi - wurden “Paradies” genannt. Aus dem Paradiese kommend durchschreitet der Mensch die Achse der Kirche als symbolischen Lebensweg mit (innerer) Ausrichtung nach Osten, den Erlöser erwartend. Es ist der Weg aus der Dunkelheit (Sonnenuntergang, Westen) in das erwartete Licht (Osten).

Eine zunehmende Instabilität des Turms gab 1998 den Anlass zu einer Grundsanierung und Restaurierung des Turms, des Außenmauerwerks und des Innenraums der Kirche. Den Abschluss der Restaurierung bildete 2004 der Einbau der neuen Orgel. Im Jahr 2007 folgte die Restaurierung des historischen Kirchhofs. Die über 1,7 Millionen Euro Kosten konnten von der Kirchengemeinde nicht aufgebracht werden. Die Finanzierung wurde möglich durch Spenden und Zuschüsse verschiedener Stiftungen und zahlreiche Einzelspenden. Dass die Finanzierung gelang, ist im Wesentlichen der Initiative des "Freundeskreis Stiepeler Dorfkirche" zu verdanken, ein freier, nicht vereinsgebundener Zusammenschluss engagierter Stiepeler und Bochumer Bürgerinnen und Bürger.

---dreieck Blick auf den nachträglich angebauten gotischen Chor und die romanischen Bauteile des Nordquerhauses mit der kleinen Seitenapsis, dem Rundbogenfries darüber und den Lisenen auf der Ostwand und der Nordwand des Querhauses. Gen Westen wird die Außenmauer der gotischen Erweiterung des Seitenschiffs sichtbar, mit größerem Spitzbogenfenster und fehlendem Rundbogenfries. Dahinter erscheint der zum romanischen Baukörper gehörige Westturm.

---dreieck-1 Blick auf die Dorfkirche von Südwesten mit Sicht auf das schlichte Eingangsportal. Der Turm, der aufgestockt wurde, bekam an seiner Nordseite einen Treppenaufgang. Die westlichen Joche des nördlichen und südlichen Seitenschiffes wurden neu gebaut und auf die Breite des Querhauses gebracht, sowie mit Kreuzrippengewölbe und Spitzbogenfenster versehen. Die romanischen Fenster der Nord- und Südwand des ehemaligen Querschiffes wurden vergrößert und der Form der gotischen Fenster angepasst (1952 in der ursprünglichen Form wiederhergestellt), die Fenster in den Nebenapsiden vermauert (1952 wieder geöffnet). Der Chor erhielt in dieser Zeit einen polygonalen Abschluss. An der Nordwand, die bei der gotischen Umbildung des Chores zum größten Teil erhalten blieb, wurde die Sakristei angebaut. Der Turm war ursprünglich als Wehrturm gebaut. Das obere Turmgeschoß konnte nur durch eine enge, mit zwei romanischen Säulen und Rundbogen geschmückte Pforte vom Kircheninneren erreicht werden. Leider wurde die Turmwand mit der Pforte 1952 herausgenommen. 

 

---dreieck Die Kirche besitzt drei Portale, von denen der Eingang in der westlichen Turmmauer der älteste ist. Das Portal an der Westseite des nördlichen Seitenschiffes ist ein spätromanisches Säulenportal. Es befand sich wohl ursprünglich im nördlichen Seitenschiffjoch der Basilika, wo es nachträglich (um 1200) eingefügt worden ist. Beim spätgotischen Hallenausbau der Seitenschiffe wurde das Portal wiederverwendet. Es besitzt eine runde Archivolte und einen Dreipaßtympanon (stark verwittert), in dessen Mittelfeld in einer Aureole (Heikigenschein) Christus erscheint. Weitere Einzelheiten sind nicht mehr klar erkennbar.

 

Archivolte = (ital., Oberbogen) Bogenlauf über dem Gewändeportal, oft plastisch gestaltet. Gewände die schräggeschnittenen Wände einer Wand- oder Fensteröffnung (Stufenportal, Gewändeportal)
Tympanon =  Bogenfeld über dem Türsturz einer christlichen Kirche, meist mit figürlichem Schmuck versehen

---dreieck Blickt man von der Westseite auf den Kirchbau, so findet man im nordwestlichen Schiffjoch das heute zugemauerte, frühere romanische Portal mit Christus-Aureole. Vor dem Portal fand man bei Grabungsarbeiten einen rechteckigen, 33 x 45 cm großen, 1,4 m tiefen Brunnen, einen sogenannten Hilligen Pütt oder Hilgenpütgen.  (Hillig = Heilig, Pütt m. Pütte f. (Pütten; Püttken) gemauerter Brunnen.)

Blick auf die Südseite der Hallenkirche mit der Lisenengliederung* ohne Rundbögen und dem reromanisierten Fenster auf der romanischen Querhausstirn und dem Maßwerkfenster über dem schlichten Südportal im gotischen Westjoch des Seitenschiffs. Die äußerste Lisene links bildete ursprünglich die Ecklisene an der Querhausecke, die zum schmaleren Seitenschiff deutlich zurücksprang. (*Lisenen sind wenig vortretende senkrechte Wandvorlagen)

---dreieck Unmittelbar vor dem Nebeneingang in der Südwand des Kirchenschiffs im Boden liegt ein Fragment einer Gruftplatte, auf dem nur noch die unteren zwei von sicherlich ehemals insgesamt fünf Wappen zu erahnen sind, dazu einige wenige gotische Lettern einer vielleicht ursprünglich den Stein umlaufenden Inschrift, ähnlich der auf der Platte des Christopher von Dücker-Neylinck. In dem Falle wäre der Stein nicht nur unterhalb seiner Mitte entlang einer schmalen geraden Leiste, die wohl ein Bildfeld abtrennte, quer durchschnitten, sondern auch an den Langseiten abgearbeitet worden. Die Leiste stößt in der aktuellen Lage an die Türschwelle.

Fragment einer Gruftplatte - wie eine Fußmatte vor dem Nebeneingang in der Südwand der Kirche. Auf diesem Fragment sind noch zwei kleinere Wappen der Eltern des Verstorbenen zu erkennen, bzw. zu erahnen.

Grabplatten im Torhaus

Es war in früheren Jahrhunderten üblich, dass die Geistlichkeit, der Adel und eine bevorzugte Schicht des Bürgertums ihre letzte Ruhestätte in der Kirche fanden. In ausgemauerten Gewölben wurden diese Erbgruften von Generation zu Generation belegt. Eine Grabplatte - meistens mit dem Wappen oder der Hausmarke und Inschriften geschmückt - hielt die Erinnerung an den Verstorbenen wach. Eine bevorzugte Stellung nahm der Patron der Kirche ein, er hatte das Anrecht auf eine Bestattung im Chor der Kirche. So war auch in der Kirche von Stiepel ein Erbbegräbnis für die Patronatsherren unter dem Chor der Kirche. Jeder Patronatsherr erhielt eine Gedenkplatte, mit Wappen geschmückt. Nach dem Tode des jeweiligen Patronatsherrn wurde die alte Platte an eine andere Stelle ins Innere der Kirche verlegt. So bedeckte schließlich eine ganze Anzahl von Grabplatten den Fußboden. Sie wurden allmählich von den Kirchenbesuchern im Laufe der Zeit abgetreten oder bei Erneuerungsarbeiten beschädigt. Bei der letzten umfassenden Renovierung der Kirche (1952) wurden diese alten Grabsteine aus der Kirche entfernt und die am besten erhaltenen im Torhaus zum alten Kirchhof aufgestellt.

Durch einen spätromanischen Torbau gelangt man auf den alten Friedhof (Kirchhof), der rings um die Kirche liegt. Im Torbau sind Grabsteinplatten der in der Kirche beigesetzten Patronatsherren und Pfarrer aufgestellt. Die Platten lagen bis 1952 im Fußboden der Kirche.
Unter den Grabsteinen sind in der Mehrzahl diejenigen der auf Haus Kemnade wohnhaften Adelsfamilien erhalten. Die Herren dieses Rittersitzes waren die Patronatsherren der Kirche und spielten auch sonst als Gerichtsherren ihres kleinen selbständigen Bezirks, des „Königsreichs Stiepel", die größte Rolle.

WEITERE BILDER vom historischen Friedhof, seinen Gräbern und dem alten Baumbestand finden Sie hier.

Der Kirchenraum

Die Wand- und Gewölbemalereien, die 1698 übertüncht wurden, sind 1952 wieder aufgedeckt worden. Sie wurden aber nur unvollständig freigelegt, übermalt und ergänzt. 1963/65 fand eine umfangreiche Nachrestaurierung statt, in der die Gemälde vollständig freigelegt und gefestigt wurden. Fehlende Partien wurden in Grisaille ergänzt. Die Originalbefunde sind so unberührt und erkennbar geblieben. Insgesamt wurden acht verschiedene Malschichten freigelegt. Schicht eins stammt aus dem Jahre 1952, Schicht acht ist die erste im romanischen Teil der Kirche aufgebrachte Bemalungsschicht. Zu der ältesten Malschicht aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts gehören der Löwe (Nische der nördlichen Querhauswand), der Bethlehemitische Kindermord (nördliche Apsis), die Flucht nach Ägypten (Ostwand des Querbaues), das Opfer von Kain (mit Ährengabe) und Abel (mit Lamm) und der segnende Christus (auf der Triumphbogenwand), das Symbol der Gotteshand (Südapsis) und die Dekorationsmalerei (Ornamentbänder, Marmorierungen, Lebensbäume, Tierdarstellungen, gemalte Teppiche und hockende Jünglinge, die aus Amphoren Wasser gießen). Dem Umbau der Basilika zur gotischen Hallenkirche (Ende des 15. Jahrhunderts) folgte die zweite Gesamtausmalung: der Drachenkampf des heiligen Georg, Christus im Hause Simon, des Pharisäers (nördliche Querwand), die Apostel St. Andreas (mit Kreuz), St. Thomas (mit Winkelmaß), St. Simon (mit Säge), St. Judas Thaddäus (mit Walkerstab), St. Philippus (mit Kreuzstab) an den Chorwänden, der Weltenrichter (am Chorabschlussgewölbe) und die vier Darstellungen des Paradieses (nordwestlich gotisches Joch).

Blick nach Osten in das romanische Mittelschiff mit der aufwendig gestalteten Triumphbogenwand in der Vierung und darunter in den gotischen Chor. Ungewöhnlich sind die Tierreliefs an den Westseiten der Mittelschiffspfeiler und die danebenstehenden, auf halber Höhe eingestellten Säulen mit Würfelkapitellen.

---dreieck Triumphbogenwand, Gottvater mit Schriftrolle und Segenshand in der Mitte, Figur des Abel links, Figur des Kain rechts.

Zentral in der mittleren von drei Nischen, deren seitliche wohl ursprünglich im oberen Bereich durchfenstert waren, steht die Gottesfigur mit Schriftrolle und zum Segensgruß erhobenen Rechten. Bislang als Christus gedeutet, ist doch zu erwägen, ob es sich nicht eher um eine Gottvaterdarstellung handelt, die in üblicher Weise auf die flankierenden Darstellungen von Abel, den er segnet und Kain, der er nicht beachtet Bezug nimmt. Auch die gedankliche Vorwegnahme der verlorenen Darstellungen im Chor darunter, mit einer zu vermutenden Maiestas Christi in der Kalotte, unterstützt diese Deutung.

---dreieck Blick nach Osten in das romanische Mittelschiff mit der aufwendig gestalteten Triumphbogenwand in der Vierung. Sie zeigt Gottvater mit Schriftrolle und Segenshand in der Mitte, Figur des Abel links, Figur des Kain rechts  und darunter in den gotischen Chor. 

Diese recht gut erhaltene Darstellung des Drachenkampfs des Heiligen Georg auf der nördlichen Wand des Chorraumes zeigt eine bis in alle Einzelheiten gehende Schilderung des Geschehens. Über eine Breite von 3,75 m erstreckt sie sich in Rotbraun, Schwarz, Ocker, Graugrün und Weiß. Im Vordergrund sprengt von rechts, abweichend von der Legende auf einem dunklen Ross, der Märtyrer, eigentlich ein römischer Offizier, hier in mittelalterlicher Manier als Ritter dargestellt, heran. Über seinem Kopf schwingt er hoch das Schwert, um dem Drachen den Todesstoß zu geben. Feuerspeiend wendet sich das Ungeheuer, in dessen Kopf schon eine abgebrochene Lanze steckt, ab. Diagonal aufgereihte Büsche leiten in die Tiefe der Landschaft, in der in einiger Entfernung die Prinzessin mit dem Lamm kniet. Auf einer Anhöhe am rechten Bildrand beobachtet das Königspaar von seiner Burg aus den Kampf. Links ragen am Horizont die Türme einer Stadt auf. Der Himmel ist von Sternen übersät, während den unteren Bildrand ein Fluss bildet, in dem ein Totenkopf liegt. Dies lässt eine nicht ganz abwegige Vermutung zu, dass damit durchaus die Ruhr gemeint sein kann, die 1486, also etwa zur Entstehungszeit der Malerei, viel Wasser führte und sich ein neues Bett brach, was Verluste gebracht haben könnte. Auch die gemalte hügelige Landschaft zeigt Ähnlichkeiten mit der heimatlichen Stiepeler.

---dreieck Noch bis 1872 trug der aus Steinquadern 1698 errichtete Altar-Vorgänger im Chorabschlussgewölbe einen Flügelaltaraufsatz mit Darstellungen der Kreuzigung, der Grablegung und der Auferstehung. Dieser war 1502 erworben worden. Der heutige Altar besticht durch seine klare und zurückhaltende Form aus vier glatten Sandsteinquadern, zwischen denen sich zwei vorstehende schwarze Stahlplatten kreuzen. Diese Trennung wird wieder aufgehoben durch zwei mal drei die Materialien verbindende Stahlstangen, deren runde Köpfe nach vorn zeigen. Auf dieser Konstruktion ruht die grob behauene alte Altarplatte von 1698. Das neue Altarkreuz, jetzt in einer gleichschenkeligen griechischen Form und ebenfalls aus schwarzem Stahl scheint über seiner Stützstange fast zu schweben.

Lesepult

---dreieck Gleichzeitig wurde die 1955 errichtete hölzerne Kanzel ausgetauscht gegen ein schmales Lesepult in der gleichen Material-Kombination. Dieser ganze Komplex wurde, wie auch der Osterleuchter in zeitgemäßer Form und mit für die heimische Region typischen Materialien, von dem Essener Künstler Michael Stratmann geschaffen.

Osterleuchter

---dreieck Die Ausstattung des Chorraumes hat im Laufe der Jahrhunderte viele Veränderungen erfahren. Geblieben ist neben den Malereien vor der Nordwand das Sakramentshäuschen aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Dieses turmartige Gebilde aus hellem Sandstein vereinigt typische Merkmale der Gotik, schmal und hoch aufragend mit reichhaltigen filigranen Verzierungen. In den zwei spitzbogigen Nischen des Fußes stehen Säulen, auf denen wohl Figuren standen.  

---dreieck Das rechteckige Gehäuse, der Aufbewahrungsort der Eucharistie, ist mehrfach gerahmt und durch ein Metallgitter mit Diagonalstreben gesichert. Die Bekrönung darüber beginnt mit einem geschweiften Spitzbogen und aufgesetzter Kreuzblume, Fialen krönen die Wimperge. Unter einem rot unterlegten Baldachin befindet sich vollplastisch die zentrale Figur einer Kreuzigungsgruppe, der leidende Christus. Etwas tiefer steht auf einer Säule in einer Nische trauernd Maria, während die Johannes-Statue in der rechten Nische leider verloren gegangen ist.

---dreieck Die Bekrönung  beginnt mit einem geschweiften Spitzbogen und aufgesetzter Kreuzblume, Fialen krönen die Wimperge. Unter einem rot unterlegten Baldachin befindet sich vollplastisch die zentrale Figur einer Kreuzigungsgruppe, der leidende Christus. Etwas tiefer steht auf einer Säule in einer Nische trauernd Maria, während die Johannes-Statue in der rechten Nische leider verloren gegangen ist.

---dreieck Auf der linken Chorwand (rechts im Bild) ist der Apostel Andreas zu erkennen, dessen Attribut, das Diagonalkreuz in Form eines griechischen X (chi für Christos) über die Rahmung hinaus reicht. Rechts neben dem Frontfenster steht Thomas mit dem Winkelmaß. 

V.l.n.r.: Judas Thaddäus und Philippus, etwas abseits davon Simeon Zelotes

---dreieck Auf der südlichen Chorwand sind Judas Thaddäus mit dem Walkerstab und Philippus mit dem Kreuzstab unter einem Rahmenbaldachin verbunden. Rechts des Apostelpaares Jacobus / Philippus, aber etwas abgesetzt davon, schaut Sim(e)on Zelotes zu beiden herüber, die Säge als Attribut haltend. Durch den Beinamen lässt er sich von Simon Petrus unterscheiden. Bevor er zu den Jüngern Jesu stieß, war Simon Mitglied der Religionsgemeinschaft der Zeloten, weshalb er auch als Simon der Eiferer bezeichnet wird. Weitere Informationen sind nur den Legenden zu entnehmen. Zusammen mit Judas Thaddäus soll er im Vorderen Orient und in Persien missioniert haben, wo beide unterschiedliche Märtyrertode starben. Simeon soll mit einer Säge gemartert oder gar zersägt worden sein, weswegen er Schutzpatron der Holz- und Waldarbeiter wurde.

Kirschner-Orgel von 2004

---dreieck Die erste Orgel der Kirche soll laut Überlieferung Anfang des 16. Jahrhunderts aufgestellt worden sein. 1710 folgte die zweite Orgel mit einem Tonumfang über 4 Oktaven, die auf einer Empore vor dem Turm über dem Haupteingang stand. 1878 wurde die dritte Orgel installiert, die nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg erneut ersetzt werden musste. Die letzte Orgel, die entfernt wurde, musste wegen der 1998 begonnen umfangreichen Sanierungsarbeiten weichen. Die Empore wurde entfernt. Die Orgel, die heute zur kirchlichen Andacht den Raum erfüllt, stammt aus der Werkstatt von Harm Dieder Kirschner (Weener) und wurde 2004 in den Rundbogen über dem Eingang eingepasst. Sie verfügt über 15 Register und gilt als eine Besonderheit, da die Orgelpfeifen nach einer alten Methode in Sand gegossen und später gehämmert wurden. Die Orgel wurde am 30. Oktober eingeweiht und wird seitdem nicht nur zur kirchlichen Andacht eingesetzt, sondern auch zu regelmäßig stattfindenden Orgelkonzerten.

Kirschner-Orgel von 2004

---dreieck Blick aus dem gotischen Chor mit den gotischen Wandmalereien in das romanische Langhaus gen Westen auf die Orgel. 

Kirschner-Orgel von 2004
Orgel - Spieltisch
Unten rechts: Apostel Thomas
Apostel Thomas

Von der spätgotischen Malerei im Gewölbe des Chorraumes waren nur noch kleine unzusammenhängende Stücke vorhanden. Zugunsten der ruhigen Wirkung wurden die Malereireste übermalt. Zu einer Vervollständigung in Grisailletönen reichten sie nicht aus.

Bild an dem südöstlichen Vierungspfeiler: Judas Thaddäus (?) mit einem Stock, der nach unten zu etwas dicker wird und eine Keule darstellen könnte.

Judas Thaddäus wurde nach der Legende von Magiern mit einer Keule erschlagen, die ihm „[…] deshalb auf Abbildungen immer beigegeben ist.“ Der Apostel an dem südöstlichen Vierungspfeiler rechts neben Simeon könnte durchaus Judas Thaddäus sein, denn auch das Namensfest dieser beiden wird gemeinsam an demselben Tag, dem 28.Oktober, begangen. Doch die Malerei ist derart unvollständig erhalten, dass keine gesicherte Bestimmung dieses Apostels möglich wäre, die Zuordnung also hypothetisch bleiben muss.

Blick auf die Nische der Nordwand des Nordquerhauses
Blick auf die Nische der Nordwand des Nordquerhauses

---dreieck Unterhalb des Fensters befindet sich auf der Wandfläche der von einem weiten Rundbogen überfangenen Nische eine Darstellung mit zwei Tieren, einem großen zentral angeordneten Vierbeiner und einem kleineren ähnlicher Art, der diesem rechts vorangeht. Die ursprüngliche Marmorierung der Stirnfläche des Rundbogens der Nische ist an den beiden Flanken recht gut erhalten. Darüber zieht das ocker und außen rot gerahmte, ehemals mit Ranken gefüllte Friesband unterhalb des Fensters entlang, auf dem ursprünglich die gemalte Bogenstellung seitlich des Fensters fußte. Die Deutungen dieses sich umwendenden Vierbeiners sind mannigfaltig. Häufig wird ein Christusbezug gesehen und das dargestellte Tier als Löwe oder Panther angesprochen.

---dreieck Der gemalte Teppich mit weißen Ornamenten auf dunkelrotem Grund ahmt in seiner präzisen Ausgestaltung kostbare Seidenteppiche aus dem Orient nach. Trotz einiger Fehlstellen haben sich viele zarte Blattranken des umlaufenden Rahmens ebenso wie die in Rauten eingeschriebenen Kreuzblättchen bis in alle Feinheiten erhalten. Darunter: Flucht nach Ägyten

---dreieck Die Nordapsis sitzt auf der linken Seite der Nordquerhausostwand. Aufgrund dieser asymmetrischen Einbettung war auch nur für eine gemalte Säule Platz, die den rahmenden Bogen aus gemalten Marmorquadern trägt. Der zugehörige, scheinbar über den Bogen fallende gemalte Teppich verstärkt noch den Eindruck des Eigenwilligen; gleichwohl schafft er für die darunter stehende Szene mit der Flucht nach Ägypten ein kompositorisches Gegengewicht.

---dreieck Flucht nach Ägypten. Von Josef am Zügel geführt, trägt der lebendig gestaltete Esel Maria, die das Christuskind auf dem Schoß hält. Der Esel hat sich besser erhalten als die Figuren, bei denen leider gerade die Partien mit den Händen und Gesichtern in Teilen gestört sind. Nichtsdestotrotz lässt sich die einstige Qualität der Malereien noch erahnen.

---dreieck Blick auf die Kalotte mit den zwei noch erkennbaren Evangelistensymbolen Markus-Löwe und Johannes-Adler. Zentral im Bogenrund ist der stehende Christus in der Mandorla dargestellt. Unter UV-Licht zeigt sich ein weiterer, auf Brusthöhe des Gottessohnes liegender Nimbus einer nicht mehr vorhandenen Malerei, einer thronenden Madonna? Diese Kalottenausmalung konnte als zweite Malschicht identifiziert werden und ist u. a. aufgrund der zugehörigen üppigen Blattfriese auf schwarzem Grund auf kurz nach Mitte des 13. Jahrhunderts zu datieren.

---dreieck Auf der südlichen Flanke der Nordapsis hat sich die dramatisch geschilderte Szene des Kindermordes unter der noch im Bereich der Köpfe zu erkennenden Übermalung des 13. Jahrhunderts erhalten (rechts im Bild). Der linke Soldat hält zwei Babys im Arm, der rechte mit erhobenem Schwert wird von einer verzweifelten Mutter von der durch Herodes angeordneten Bluttat zurückgehalten. Die mittlere der drei Frauen hält ihre linke Hand im Melancholiegestus an die Wange, ihre rechte hängt – großartig verdeutlicht durch den herabhängenden modischen Schlaufenärmel – schlaff herab. Die äußerste der Frauen ist schon vor Trauer zusammengesunken und beklagt ihr Schicksal. 

---dreieck Die Säule ist sehr gut erhalten. Das Kapitell wurde mit Ocker angelegt, danach die Zeichnung mit Rot aufgetragen und die weißen Lichter zuletzt mit Kalk aufgesetzt. Der Säulenschaft ist mit Grautönen (wahrscheinlich Holzkohleschwarz mit Kalk vermischt) plastisch modelliert. Licht und Schatten sind zuletzt über den ockerfarbenen und roten Spiralbändern aufgetragen.

Ausschnitt der Szene: Maria mit dem Christuskind im Auflicht. Die Malschicht ist stark reduziert, die Kalktünche ist hier sehr dünn. Am Gewand des Joseph findet sich in Resten ein leuchtendes Rot (Zinnober?)

---dreieck Lange Zeit war der Boden des Chorraumes mit alten Grabsteinplatten bedeckt, die bei den Renovierungsmaßnahmen 1951 aufgenommen wurden und einen neuen Platz im Torhaus gefunden haben. Der Einbau einer neuen mit Warmluft kombinierten Fußbodenheizung im Jahre 2002 ergab die Möglichkeit zu einer grundlegenden Neugestaltung des Innenraums. Turmraum, Kirchenschiff und Chor erhielten gleichartige Beläge aus hellen Ruhrsandsteinplatten und bilden nunmehr eine Einheit.

---dreieck-1 Das Vierungsgewölbe zeigt die typischen Gratbegleitbänder, Lebensbäume, kleinen Sterne und Fabeltiere des sog. „Westfälischen Ausmalungssystems“. Die Farbigkeit der Gratbegleiter und der Lebensbäume wechselte von Kappe zu Kappe, ganz im Sinne der angestrebten Variation.

Blick auf die südliche Schildbogenwand der Vierung

---dreieck Oben im Zentrum der Schildbogenwand befindet sich ein gemalter Teppich, der einen ocker und rot gerahmten Stoff mit edelsteingeschmückten Medaillons imitiert. In diese Medaillons waren auf weißem Grund rosafarbene Kreuzblüten eingeschrieben; die Zwickelflächen schmückten weiße fiedrige Kreuzblättchen auf rosafarbenem Grund. Zu Seiten des Teppichs sitzt je ein als Jüngling personifizierter Paradiesfluss mit angewinkelten Beinen und unterschiedlich gestaltetem Krug, aus dem permanent Wasser strömt. Bei dem rechten Jüngling wurde der fehlende Wasserstrom nicht ergänzt, anders als bei seinem Pendant auf der Südseite. Dem linken, hellen Wassergefäß entströmt hingegen ein aus fünf Wellenlinien gebildeter, sehr gut erhaltener kräftiger Strahl.

Blick auf die südliche Schildbogenwand der Vierung

---dreieck Bis auf das untere dunkelrote Kreisband vor hellem Grund sind die drei ineinandergeschobenen Aureolen zusammengehörig und stammen von der Erstausmalung im 12. Jahrhundert. In den flankierenden Medaillons sind Sonne und Mond dargestellt, wobei der linksstehende Mond deutlich besser erhalten ist als die Sonne. Die Köpfe der jeweils zwei Figuren darunter und ihre bittflehend erhobenen Hände gehören auch noch zu dieser Ausmalung, wenn auch ihre Körper in späteren Phasen stark verändert und damit verunklärt wurden. Die aus den Wolken hervorkommende Gotteshand in der obersten Aureole steht über den sieben hellen Strahlen, welche die sieben Gaben des Heiligen Geistes verbildlichen. Ein kleiner roter Stern auf dem hellen Grund links oben innerhalb des dunkelroten untersten Kreisrings zeigt die Himmelszone an. Der dunkelrote Ring ist eine Übermalung aus späterer Zeit. Er verlief, dabei die darunterliegenden Aureolen überschneidend, als geschlossener Kreis mit beidseitigen farbigen Bändern im Zentrum der Kalotte.

---dreieck Blick auf die Südapsis und die Ostwand des Südquerhauses. Anders als die Nordapsis sitzt die Südapsis nicht ganz so nah an der Raumecke, sondern bietet an beiden Seiten genügend Platz für die Bogenstellung. 

---dreieck Hier wird suggeriert, dass der gemalte Teppich annähernd mittig unterhalb des Gewölbes an einer Stange aufgehängt ist. Die seitliche Apostelfigur, Jakobus der Ältere, gehört zu einer späteren, gotischen Malschicht. Innerhalb der Apsis sind bis zu drei Malschichten anzutreffen. Bisweilen liegen sie über- oder unmittelbar nebeneinander, was die Lesbarkeit der Darstellungen stark beeinträchtigt. Die ursprüngliche Malerei des 12. Jahrhunderts ist in der Kalotte gut erhalten, auch die Engeldarstellungen in der Sockelzone stammen in ihrer Anlage aus dieser Zeit.

---dreieck In der Südapsis hat der gotische Taufstein nach wechselvoller Geschichte wieder einen Platz gefunden. Dieser massive oktogonale Steinblock, nach unten hin abgerundet und auf einem schmaleren, ebenfalls achteckigen (erneuerten) Sockel lagernd, stand bis 1698 in der Kirche und lag dann im Garten des Pfarrhauses. 

---dreieck Er hat eine in Kupfer getriebene Abdeckung und wird von einem glänzenden Lateinischen Kreuz gekrönt. Das damals neue barocke Taufbecken aus Birnbaumholz mit farbiger Fassung, heute im Stadtarchiv-Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, wurde von dem Bildhauer Schmidt aus Schwelm geschaffen.

---dreieck Wie der Engel gegenüber geht auch dieser Engel auf die erste Ausmalung zurück, ist jedoch gleichfalls stark übergangen. Die Hände mit dem verdeutlichten Handballen und dem Griff am Schwert zeigen Parallelen zu den Darstellungen in der Vierung und der Nordapsis. Das Schwert weist den Engel als Erzengel Michael aus. Eine Kombination der beiden Erzengel Gabriel und Michael als Wächter an Kirchenportalen oder als Begleiter Mariens in Chören ist sehr verbreitet in der christlichen Ikonographie.

Blick quer durch die Kirche gen Osten zeigt die Nordwand des Chores.

Apostel Johannes mit dem Giftkelch an dem südwestlichen Vierungspfeiler

Auf dem südwestlichen Vierungspfeiler ist der Evangelist Johannes mit einem Kelch zu erkennen. Obwohl er unter der Christenverfolgung des Kaisers Domitian (81-96) zu leiden hatte, starb Johannes um 100/101 n.Chr. als einziger der Apostel hochbetagt eines natürlichen Todes in Ephesus. Aus dem Kelch, den der Johannes an dem Stiepeler Pfeiler vor sich hält, müsste sich eine Schlange herausgewunden haben, als die Malerei noch unbeschädigt war. Dieses Attribut bezieht sich auf eine heute weniger bekannte Legende.

Am Nordpfeiler befindet sich ein steinernes Weihwasserbecken, das sicherlich aus der Zeit stammt, in der das Nordwestportal überwiegend benutzt wurde.

---dreieck-2 Interessant sind die Reste der ehemaligen Fensteröffnungen auf der südlichen Scheidbogenwand, dem ehemaligen Obergaden der kleinen Basilika. Ein Teil einer Fenstersäule mit Schaft, Kapitell und Kämpfer ist bei der Maueröffnung zutage getreten, die noch eine dem übrigen Gewölbe entsprechende Marmorierung auf ihrer Bogenstirn zeigt.

---dreieck-2 Reliefs Löwe und Drache: Gegenüber der Vielfalt der Malereien ist die Innenausstattung eher karg. Den Besucher empfangen gleich beim Betreten der Kirche auf den Westseiten der beiden Langhauspfeiler zwei gedrungene, quer gelagerte Reliefs. Der Löwe links am Nordpfeiler verweist in seiner Eingangssymbolik auf den Kampf zwischen Christus und dem Satan, rechts am Südpfeiler als geflügelter Drache mit Ringelschwanz dargestellt. 

Der historische Friedhof

Der „Verein der Freunde und Förderer der Stiepeler Dorfkirche“ setzt sich seit dem 9. November 2005 für den Kirchenbau ein. Drei Aufgaben bilden den Schwerpunkt: Erhalt der Kirche, der mittelalterlichen Fresken und Wandmalereien sowie des Kirchhofes samt Grabsteinen – sämtliche Teilbereiche, die 1988 unter Denkmalschutz gestellt wurden.

Auf dem Kirchhof, der von einer Mauer umsäumt wird, befinden sich noch 72 aus Ruhrsandstein gefertigte Grabsteine. Sie entstammen alle aus Zeit von 1600 bis 1709. Da die Gemeinde Stiepel bis 1595 noch katholisch war, kann man davon ausgehen, dass nach der Reformation alle früheren Grabsteine entfernt wurden. Ein Lageplan von 1852 wies rund um die Kirchen 112 Gräber aus.Die Grabplatten, die am Hofeingang und auf dem Kirchhof zu besichtigen sind, entstammen der Zeit von 1360 bis 1744 und können trotz der teilweise fortgeschrittenen Verwitterung noch den jeweiligen Gerichts- und Patronatsherren von Stiepel zugeordnet werden.

WEITERE BILDER vom historischen Friedhof, seinen Gräbern und dem alten Baumbestand finden Sie hier.

Gemeindehaus

In zwei Bauabschnitten - 1999 und 2009-  wurde das Gemeindehaus an der Brockhauser Straße errichtet. Die Fassade aus Ruhrsandstein passt sich stimmig in das Ensemble von 1000-jähriger Dorfkirche und dazugehörigem historischen Kirchhof ein. Die Innenräume bieten viele Möglichkeiten zur Nutzung. Es stehen ein großer und ein kleiner Saal sowie eine Küche in der oberen Etage zur Verfügung. In der unteren Etagen befinden sich zwei funktional gestaltete Gemeinderäume. Von hier kann man auch den schattigen Innenhof betreten. Haben Sie Interesse einen Raum dauerhaft und regelmässig als Gruppe zu nutzen? Dann melden Sie sich bitte im Gemeindebüro.

 


Brockhauser Str. 74 a, 44797 Bochum
Tel.: 79 13 37 Fax 79 12 87
bo-kg-stiepel@kk-ekvw.de


Öffnungszeiten: 
Mo., Mi., Fr. 9.00 - 11.00 Uhr,
Do. 14.30 - 17.00 Uhr

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