Naherholungsgebiet Ümminger See - Impressionen 2020

Der Umminger See gilt heute als modernes Naherholungsgebiet im Grünzug des Ölbachtals, an dem die ökologischen Sünden der Vergangenheit kaum noch erkennbar sind. Früher wurden darin die von umliegenden Zechen abgepumpten Grubenwasser aufgefangen und geklärt. Mitten im See liegt eine kleine Insel, die den einheimischen Vögeln in einem Schutzreservat eine natürliche Umgebung zur Aufzucht des Nachwuchses bietet.

In den nächsten zwei Jahren wird der Ümminger See im Bochumer Osten umgestaltet. Im Förderprogramm „Grüne Infrastruktur“ starteten am 23. Januar 2020 die ersten Bauarbeiten am Ümminger See. Einige Wege auf der Ostseite des Sees erhalten neue Beläge und darüber hinaus neue Bänke und Papierkörbe. An der Südseite des Sees, Richtung Wittener Straße, entsteht ein Sitzkreis mit Fernrohr als „Grünes Klassenzimmer“. So haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, den Ort zu erkunden. Während der Bauarbeiten sind die Wege teilweise gesperrt. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte April 2020.

Im östlichen Bereich des Sees stehen Betonmauern - diese Fläche soll entsiegelt und zu einer nicht-begehbaren Insel umgestaltet werden. Dort sollen sich dann in naher Zukunft Insekten, Tiere und Pflanzen ansiedeln, und zwar ganz selbstständig, ohne Eingriffe von außen. Auch als Brutstätte für Vögel soll die Insel dienen, so die Hoffnung der Planer.

Suntums Hof

Eine Entwickler-Gesellschaft will aus dem Herrenhaus einen Ort für besondere Feiern machen. Auch der Biergarten soll wieder in Betrieb gehen. Der Suntums Hof hat seit 2018 nach Jahren des Leerstandes einen neuen Eigentümer. Ein Düsseldorfer Projektentwickler erwarb das Grundstück am Ümminger See. Es umfasst etwa 4000 Quadratmeter Fläche und sowohl das Herrenhaus, als auch die ehemaligen Stallgebäude sowie die ehemalige Scheune. Die Fläche des Biergartens neben dem Herrenhaus bleibt zwar im Besitz der Stadt Bochum, wird aber vom neuen Besitzer gepachtet und weiterhin gastronomisch bewirtet. Geplant ist eine multifunktionale Eventlocation. Im Sommer soll vor allem der Biergarten genutzt werden, in den kälteren Jahreszeiten soll das Herrenhaus Raum für Familienfeste, Hochzeiten oder Firmen-Events bieten. Die Umbau- und Renovierungsarbeiten starteten im Frühjahr 2020, sollten geplant schon im Herbst 2018 starten.

Ende 2020 sind die Arbeiten weitgehend beendet.

Die ursprünglich geplante Umbenennung in „Villa Schwanensee“ hatte Stadt und Besucher nicht begeistert. Grund: Sie würde den Untergang eines Namens besiegeln, mit dem sich im Bochumer Osten eine mehr als tausendjährige Geschichte verbinde. Wie sein ehemaliger Nachbarhof Frenking, über dessen Hofstelle längst die Wellen des Ümminger Sees plätschern, gehört er zu den Einzelhofgründungen der Region in fränkischer Zeit. Dabei beschränke sich der historische Ortsname Suntum nicht auf die Hofstelle, er sei vielmehr ein uralter Flurname im östlichen Laer und westlichen Langendreer (Sontener Berg). Urkundlich erwähnt wird der Hof 1259, als der Ritter Hugo von Lore (Laer), ein Dienstmann des Grafen Dietrich von (Hohen-)Limburg, seinen Hof zu Suntum dem Kloster (späteren Stift) Elsey übereignet. Die Klosterfrauen ließen ihn durch ihre „Schulten zu Suntum“ bewirtschaften, deren gesamte Familien Eigenhörige des Klosters/Stiftes waren. Das alles endete mit der Aufhebung des freiadeligen Stiftes im Jahre 1811. Die Schulten zu Suntum wurden Eigentümer des Hofes. Schon vorher traten die Suntumer Schulten häufig als Sprecher der Laer’schen Bauern in Erscheinung, waren sie immer wieder auch Kirchmeister der Ümminger Dorfkirche, deren Instandsetzung und Ausstattung sie förderten. Mehrere historische Grabsteine auf dem 2018 restaurierten Ümminger Kirchhof erinnern an sie. Sie repräsentieren ein wichtiges Stück Geschichte des Bochumer Ostens.

„Grüne Infrastruktur“: Am Ostufer des Ümminger Sees entsteht naturnahe Insel

Im September 2020 begann das Umwelt- und Grünflächenamt damit, eine naturnahe, 2.500 Quadratmeter große Insel am Ostufer des Ümminger Sees anzulegen. Das Vorhaben ist Teil des Förderprojektes „Grüne Infrastruktur“. Dazu lässt das Umwelt- und Grünflächenamt für rund eine halbe Million Euro eine versiegelte Fläche ökologisch umgestalten. Zwischen dem Ostufer und der neuen Insel entsteht ein etwa 90 Meter langer Graben. Vor der Insel lässt das Umwelt- und Grünflächenamt eine Zone aus Schilf pflanzen, um neuen Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu schaffen. Die vorhandenen Wege passt es in ihrem Verlauf an und schließt sie an im Frühjahr fertiggestellte neue Wege an. Die Arbeiten sind abhängig von der Witterung; sie sollen bis Ende März 2021 fertiggestellt sein. Für den Umbau und die Anlage der naturnahen Insel investiert die Stadt Bochum zirka 556.000 Euro. Gefördert wird die Umgestaltung zu 50 Prozent von der Europäischen Union und zu 40 Prozent vom Land NRW. Die restlichen zehn Prozent der Baukosten trägt die Stadt Bochum.

Auf einem Eiland sollen sich Vögel und Pflanzen ungebremst entfalten.

Die hölzernen Stege sollen verschwinden. Wie genau sich die neue Insel ökologisch entwickeln wird: In solche natürlichen Verläufe möchte sich das Umwelt- und Grünflächenamt so wenig wie möglich einmischen. Der Boden wird mit einem Gemisch aus Lehm, Schotter und Sand bedeckt. Die Mauer, die sich auf der Seite des jetzigen Ufers befindet, wird auf Höhe des Wasserspiegels abgesenkt. Anschließend sollen zwei Brutröhren in eine kleine Stellwand eingebaut werden. Diese sollen vor allem den Eisvögeln Brutmöglichkeiten bieten, die bislang nur zur Nahrungsaufnahme am Ümminger See gesichtet wurden. 

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