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Föhr 2022: Inselfrühling (Teil 2), April/Mai 2022

An-/Abreise

An- und Abreise mit der Deutschen Bahn verliefen in diesem Jahr - abgesehen von einer einstündigen Verspätung (verpasster Anschlusszug und Fähre) - fast normal. Wieder über Hamburg und - Glück gehabt -  exakt 14 Tage vor dem großen Kabelbrand, der den Knotenpunkt für knapp 4 Tage in ein Chaos versetzte.  

In der Nacht zu Freitag hatte ein Kabel auf Höhe des Hamburger Bahnhofes Sternschanze gebrannt. Der Abschnitt gehört zu den verkehrsreichsten in Deutschland. Über das betroffene Kabel laufe die gesamte Kommunikation auf dieser Strecke zwischen den Stellwerken, darüber würden etwa die Weichen und die Signale gesteuert, hatte es am Freitag geheißen. Beim betroffenen Kabel handelt es sich nach Angaben einer Bahnsprecherin um ein 1.000-adriges Kupferkabel. Das sei sehr aufwendig wieder zu reparieren. Aber wenn es einmal läuft….: Erst ein Kabelbrand, dann bleibt auch noch ein ICE mit einem technischen Defekt dort stehen. Alle Passagiere mussten aus dem Zug gebracht werden. Anschließend musste ein Spezialfahrzeug auf der Strecke prüfen, ob durch die Stromabnehmer am Zug die Oberleitungen beschädigt wurden. Das führt wiederum zu Verzögerungen bei den Reparaturarbeiten. Die Beeinträchtigungen im Fernverkehr dauerten noch bis in die Nacht zu Montag an. Nachdem die Feuerwehr dann am Sonntagabend erneut zu den Gleisen an der sogenannten Verbindungsbahn zwischen Altona und Hauptbahnhof ausrücken musste, fahren die Züge nun am Montag wieder fast normal (s.o.)

Anreise

„Wir begrüßen alle Fahrgäste hier an Bord der >Schleswig-Holstein< und legen ab zur Reise nach Wyk auf Föhr.“

 

Nicht acht Stunden Flug, sondern 50 Minuten Fähre führen zum Ziel. Der Slogan von der Friesischen Karibik wirkt bis heute. Mit immer neuen Ideen und Attraktionen werden die Gäste seit Jahren gelockt und verwöhnt: Jazz goes Föhr, Lesungen, Klassik, Lasershow, Kurkonzert, Musik bis abends um zehn. Und ein Fischmarkt, auf dem außer Makrelen und Krabben der Fisch aus Hamburg angeliefert wird. Ansonsten viel Souvenirs oder ein Föhr Triathlon auf allen drei Inseln. Föhr macht erfolgreich von sich reden. Was es auf Föhr zum Glück nicht gibt, ist ein Boulevard wie in Kampen, wo die Reichen und Möchtegern-Promis defilieren und einkehren. Föhr ist anders. Bodenständig. Familiär. Gemütlich. Keine Insel für Protzkis. Urlauber finden noch immer gute preiswerte Angebote. Als "alter Föhringer" weiß ich: Es lohnt sich, hier Urlaub zu machen – Föhr bietet viele angenehme Überraschungen und Entdeckungen von und mit gastfreundlichen Einheimischen, die sich und ihren Traditionen treu bleiben.

Wieder einmal auf Föhr - wieder im Schloss am Meer am Wyker Südstrand

 
 
2010/11: Hier entsteht das neue Schloss am Meer. Die historische Fassade wurde beim Neubau erhalten.

Das Schloss am Meer war ein Kinderheim, wurde dann zur Klinik, bevor man es zum Hotel umfunktionierte. Dann kamen Abriss und Neubau.

 

Als Ende der neunziger Jahre die Barmer Ersatzkasse ihr Kinderkurheim im "Schloss am Meer" aufgab, wurde das direkt am Strand gelegene Haus nach Umbau und Modernisierung zunächst als Hypnoseklinik wiedereröffnet. Doch schon nach kurzer Zeit wurde aus der Klinik ein Hotel. Dann waren auch die Tage des Hotels gezählt, im "Schloss am Meer" entstand ein Neubau mit 20 Eigentumswohnungen mit jeweils zwei bis drei Zimmern, Balkon, Loggia oder Dachterrasse und Meerblick. Dazu wurde das Gebäude komplett entkernt, die Anbauten wurden abgerissen und vom eigentlichen Hotel blieb nur eine Außenwand (Straßenseite) stehen. Baubeginn war im Spätsommer 2010, die Baufertigstellung ist für den Sommer oder Herbst 2011 geplant.


Der Hotelbetrieb im "Schloss am Meer" war bereits 2009 eingestellt worden, nachdem das Gebäude an einen Investor verkauft worden war. Bei der Schließung des Barmer-Kinderheims Ende des vergangenen Jahrtausends war es noch erklärtes Ziel der Stadt gewesen, den Bau von Ferienwohnungen in diesem Gebäude zu verhindern. So wurde im Bebauungsplan eine "Einrichtung für gesundheitliche Zwecke" genehmigt, später dann das Hotel stillschweigend geduldet. Da das "Schloss am Meer" aber in einem "allgemeinen Wohngebiet" liegt, habe die Stadt nun den Bau von Wohnungen genehmigen müssen, hieß es aus dem Bauamt, wo man aber die Gestaltung des Neubaus und die Einbindung der historischen Fassade für ein positives Beispiel hielt.

 

Hätte man die alte Fassade nicht erhalten, hätte der Neubau wesentlich kleiner ausfallen müssen.

Hotel Gästehaus Rothtraut (rechts)
 
 
Badestraße: Hier stand früher das Privatkinderheim und Internat für Jungen und Mädchen Haus Rothtraut, Träger: Horst und Hilde Ohl-Böhnig

▲ Das Gästehaus Rothtraut in der Badestraße am Wyker Südstrand kann auf eine lange und traditionsreiche Geschichte zurückblicken: Nachdem 1916 ein Sommerhaus, das jetzige Stammhaus, gebaut und Schritt für Schritt mit weiteren Gebäuden ergänzt worden war, wurden hier ein Kindererholungsheim, Kinderheim und Internat betrieben. In den 80er Jahren führten zurückgehende Schülerzahlen dazu, dass das Internat geschlossen werden musste. In einem umfangreichen, halbjährigen Umbau wurden in den Häusern komfortable Ferienwohnungen eingerichtet. Diese waren nun so stark sanierungsbedürftig, dass der heutige Geschäftsführer des fast 100 Jahre alten Familienunternehmens diese hohe Investition nicht mehr tätigen wollte. Die FöhrBau GmbH erwarb das Grundstück und realisiert an gleicher Stelle, eben in dieser Traumlage am Südstrand, das Quartier Rothtraut. Auf dem 3.500 Quadratmeter großen, einmalig gelegenen Areal entstand eine exklusive Wohnanlage mit drei Penthäusern, zehn Wohnungen, drei Doppelhäusern und einem Einfamilienhaus. Nur Giebel und Fassade des Haupt- beziehungsweise Stammhauses blieben stehen. Alle anderen vier Gebäude wie Personalhaus, Küchenanbau und Liegehalle wurden komplett abgerissen.

"Rundumblick" Wyk-Wattenmeer

 
Vom oberen Balkon entstanden die nachfolgenden Übersichtsbilder: Das geht natürlich nur mit einem entsprechenden Teleobjektiv und extrem guter Wetterlage.
 

Kühl, aber sehr sonnig: Im nördlichsten Bundesland Schleswig-Holstein erreichte der vierte Monat des Jahres 2022 eine Temperatur von 7,4 °C und eine Niederschlagssumme von 49 l/m². Mit 195 Stunden überragte die Sonnenscheindauer im April ihr Soll von 154 Stunden (Periode 1961 bis 1990) um rund 20 Prozent. Im Vergleich zu 1991 bis 2020 betrug die positive Abweichung 5 Prozent. Nach trüben Tagen konnte die Sonne ab Ostern verlorenes Terrain wieder gut machen. Besonders privilegiert wurden im April die Küsten mit über 200 Stunden, an der Nord- und Ostsee schien die Sonne sogar über 250 Stunden.

Beinahe täglich war im April die „Catjan“ vor Wyk im Einsatz. Grund sind Baggerarbeiten, in deren Rahmen Sandablagerungen entfernt werden. Bei der filigranen Maßarbeit, die nur zu bestimmten Jahreszeiten und bei Wassertemperaturen bis zu zehn Grad erlaubt ist, richtet man sich nach zuvor erstellten Peilplänen. Die zeigen auf, wo die größten Sedimentansammlungen sind. Haltepfähle helfen bei der Positionierung und Orientierung und der Boden wird rasterähnlich mit dem Greifer beackert. Ist die Reichweite des Baggers abgearbeitet, ändert das Schiff seine Position.

Die stabile Wetterlage mit häufigen Ost- oder Nordostwind bereitet der W.D.R. zunehmend Schwierigkeiten, bei Ebbe liegen die Wasserstände regelmäßig deutlich unter dem mittleren Niedrigwasser. Am letzten Aprilwochenende betrug die Abweichung zwischen einem und zwei Metern. Das hört sich nicht viel an, in der Praxis bedeutet diese Abweichung jedoch, dass die großen Fähr-Schiffe bei Niedrigwasser den Dagebüller Hafen nicht mehr anlaufen können. Umfangreiche Fahrplanänderungen waren und sind die Folge! Abfahrten müssen vorverlegt werden oder verzögern sich, immer wieder sind auch Streichungen einzelner Überfahrten notwendig. So erlebten auch wir am Abfahrtstag eine Überraschung, als wir am Hafen erfuhren, dass unsere Fähre statt zur geplanten Abfahrtszeit 08:20 Uhr schon um 07:50 Uhr in Richtung Dagebüll ablegen würde. Zum Glück (und durch Zufall) waren wir rechtzeitig vor Ort, um das Schiff noch zu erreichen.  

 

Das Nadelöhr vor Dagebüll ist ein Engpass bei Tonne 43, dadurch ist die Tidenunabhängigkeit in Gefahr! Die Fahrwasser im Wattenmeer sollten sich eigentlich im Frühjahr stets in gutem Zustand präsentieren, denn in den Wintermonaten steht jeweils die „Fahrwasserpflege“ an. Durchgeführt wird sie von Spezialschiffen im Auftrag der Generaldirektion Wasserstraßen- und Schifffahrt bzw. in den einzelnen Häfen durch die Hafenbetreiber. Auch in den letzten Monaten waren wieder Arbeitsschiffe im Einsatz, der Erfolg ist jedoch sehr überschaubar. Angestrebt war im Dagebüller Fahrwasser auf 30 Metern Breite eine Solltiefe von 2,10 m. Eine Peilung am 19. April hat allerdings gezeigt, dass dieses Ziel in weiter Ferne liegt. Gerade im Bereich der Tonne 43 liegen die tatsächlich erreichten Tiefen um 1,80 m – teilweise nur bei 1,60 m. Die Schiffe kommen dort auch bei normalem Niedrigwasser einfach nicht mehr durch, berichtet Kapitän Tholund. Schäden sind durch Grundberührungen bereits entstanden, am Flaggschiff MS NORDERAUE entstand kürzlich ein Schaden am Antrieb für ca. 50.000 Euro.

Spaß am Strand – den findet man bei Windsurfing Föhr und dem Pitschi's. Windsurfen, Katamaran- und Optimistensegeln, Kitesurfen und Stand Up Paddeln sind hier möglich. Sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene finden hier den passenden Kurs. Den Profis steht das gesamte Material zum Verleih zur Verfügung.

Begegnung auf Augenhöhe: Die modernen Doppelendfähren "Norderaue" (li) und "Uthlande" (re)

MS Adler Rüm Hart: Neue Schnellverbindungen an der Nordsee

Der 2019 erbaute Katamaran Rüm Hart der Wyker Dampfschiffs-Reederei wird durch unsere Reederei für den Einsatz im Wattenmeer eingechartert. Das Schiff wurde von der niederländischen Bauwerft Thecla Bodewes Shipyards gebaut. Eingesetzt wird der schnelle Katamaran unter dem Charternamen MS Adler Rüm Hart und verkehrt zwischen Föhr, Amrum, Hooge, Langeness und Dagebüll. Ausgestattet mit 150 Plätzen im Innenbereich und 100 Plätzen auf dem Außendeck befördert der Katamaran im Sommer bis zu 250 Fahrgäste. Der Neubau wurde von Conoship International BV designed, wobei es galt ein maßgeschneidertes Schiff für den Einsatz im Wattenmeer zu kreieren.

Von Wyk auf Föhr aus hat man die Möglichkeit die Inseln Sylt und Amrum, die Halligen Hooge, Gröde und Langeness sowie die Hochseeinsel Helgoland zu besuchen, immer mit ausreichend Zeit das Eiland zu erkunden. Ab Mai geht es immer montags bis donnerstags mit der Adler IV auf Seetierfang und in den Lebensraum der Seehunde.  Es wird ein Schleppnetz zu Wasser gelassen und ein Mitarbeiter der Schutzstation Wattenmeer erklärt den Fang. Je nach Tide ist es möglich auch die Seehunde schwimmend oder auf den Seehundsbänken zu entdecken. In den Sommermonaten Juli und August geht es immer samstags zum Offshore Windpark. Mit dem schnellen Katamarn Adler Cat geht es zum Helwing Cluster - von dort hat man einen guten Blick auf den Windpark und die Konverter Plattform.

 

Viel Brücke ist da nicht mehr: Die Sturmfluten haben fast die Hälfte weggerissen.

 
 
 

Inselrundfahrt

Kopp's Schinkenkate in Nieblum - ein fester Bestandteil der Insel

Ein Ausflug ins ► Friesendorf Nieblum gehört zu einem Föhr-Urlaub dazu. Reetgedeckte Häuser, hübsche Gassen und Gärten prägen den Ort. Die ► St. Johanniskirche, der sogenannte Friesendom, entstand bereits im 13. Jahrhundert im Stil romanischer Ziegelbauten. In dem hellen Kirchenschiff mit seinem kreuzförmigen Grundriss dominieren klare, kühle Strukturen. Zu den Kunstschätzen gehört der Flügelaltar von 1487. In der Mitte einer Reihe von geschnitzten Figuren sitzen Maria und Christus. Geschlossen zeigt der Altar zwei Ölgemälde mit Szenen aus dem Leben Johannes des Täufers. Zu den Besonderheiten zählt auch der ► Friedhof um das Gotteshaus. 265 historische "sprechende" Grabsteine geben Auskunft über Lebensauffassung, Beruf, Rang und Familie des Toten sowie die Anzahl seiner Kinder.

Draußen auf dem Friedhof, die für die Insel typischen Grabsteine auf denen die Familienchroniken von Generationen in Sandstein eingemeißelt erzählt werden. Geschichten von Seefahrern, Bauern und Walfängern.

Föhr ist eine ganz besondere Insel, sehr naturverbunden. In den Kirche von Nieblum, Süderende und Boldixum trifft man sehr viel Menschen, die am Sonntag in den Gottesdienst kommen, mit ihrem Gesang den Raum füllen. Es ist eine wunderbare Atmosphäre. Und ich kann nur jedem, der noch nie in einer solchen Kirche war auf einer Insel, raten: Geht da mal hin, guckt auch das an. Es ist einfach ein Geschenk, hier sein zu dürfen. Die Leute kommen, weil sie auch im Urlaub Zeit haben, sich mit ihrem Glauben auseinanderzusetzen und Dinge anzusprechen, die man sonst im Alltag nicht mehr ansprechen kann.

 
 

Zurück geht es mit der Buslinie 2 über Alkersum, Midlum, Oevenum, Wrixum, Boldixum nach Wyk.

 
 
 
 
FÖHRER SNUPKROOM OEVENUM, Wohlackerum 2, 25938 Oevenum

Welches Kind hätte nicht wie Pippi Langstrumpf im Film mal den Wunsch verspürt, einen eigenen Bonbonladen zu besitzen. Enken Brodersen aus Midlum erinnerte sich dieses Kindheitstraums und beschloss, kurzerhand die Idee einer Bonbonherstellung nach traditionellen Rezepten in die Tat umzusetzen. Begleitet von intensiver Recherche wurde monatelang Zucker gekocht, geknetet und gezogen. Zu Beginn nicht immer mit zufriedenstellendem Ergebnis, musste man doch zunächst lernen, in der richtigen Mischung aus Geduld und Schnelligkeit die süße Masse bei der richtigen Temperatur und im richtigen Moment zu bearbeiten, wobei auch äußere Faktoren wie Luftfeuchtigkeit und Wetter durchaus eine Rolle spielen.  Anfang November 2012 konnte das Vorhaben einer eigenen Bonbonfabrikation dann einen großen Schritt nach vorn machen, als nämlich eine historische Bonbon-Walzenmaschine, die vor über 100 Jahren von Thomas Mills & Brothers in Philadelphia gefertigt worden war, erworben wurde. Ein Sammler reiste extra aus Süddeutschland an, um den gespannt wartenden Bonbonmacherinnen von der Insel das wertvolle Stück in Dagebüll persönlich zu übergeben. Mittlerweile ist die jüngste Tochter, Svenja Brodersen noch als Verstärkung zum Team von "Föhrer Snupkroom" hinzugestoßen.

... auch auf dem sonntäglichen Fischmarkt anzutreffen.

▲ Heute hat Föhr – wie man auf diesem Bild sieht zu recht – den Ruf der „grünen Insel“. Das war nicht immer so. Das Abschmelzen des Inlandeises führte vor etwa 12.000 Jahren zu einem langsamen Meeresspiegelanstieg, der im Nordseeraum durch eine Landsenkung begleitet wurde. In Nordfriesland trat die Hauptwirkung dieser Transgression erst ab 5000 v. Chr. auf. Das flache Relief begünstigte die Ablagerung tonhaltiger Meeres-Sedimente innerhalb des regelmäßig trockenfallenden Wattgebietes. Kurzzeitige Regressionsphasen und Änderungen der Strömungsverhältnisse ließen daraus die Marsch entstehen, eine flache, baumlose Landschaft etwa auf Meeresspiegelniveau. Weite, baumlose Heideflächen kennzeichneten zu dieser Zeit den Südstrand, der nur ein unerschlossenes, unbebautes, wild grünendes Land mit Sand- und Matschwegen war. Von der so genannten „Roten Heide“, einer kleinen Anhöhe, konnte man bei guter Sicht weit über die Insel und das Meer sehen. Bis auf ein paar gelegentliche Ausflügler aber wusste niemand etwas mit diesem sandigen Geestboden, der Wind und Wetter ausgesetzt war, anzufangen. Baumaterial war auf den baumlosen Marschinseln Mangelware und musste vom Festland herangeschafft werden. Als Brennmaterial im Winter und zum Verfeuern diente Schafkot, Kuhmist oder Seetorf. Im Jahre 1898 wurde am damals noch nicht bewohnten Südstrand von Karl Gmelin (1863–1941) das Nordsee-Sanatorium errichtet, 1908 folgten das Nordsee-Pädagogium und das Dr.-Carl-Haeberlin-Friesen-Museum. Es entstand eine große Parkanlage, der sich in späteren Jahrzehnten große Baumanpflanzungen in allen Teilen der Stadt anschlossen und den Ruf Föhrs als „grüne Insel“ festigten.

500 Jahre Boldixum: 1463-1963

Etwa ein Jahr, nachdem die ersten Pläne für den Umbau des Miele-Gosche-Platzes im Amtsgebäude vorgestellt worden waren, fanden die Arbeiten 2011 ihr Ende, erstrahlt der traditionsreiche Platz in neuem Glanz und wurde kürzlich feierlich eingeweiht.

 

Freundlich mutet der Platz an, auf dem Bänke zum Verweilen einladen. Die alte Dornenhecke wurde entfernt und durch einen rustikalen Steinwall, der gut mit den Friesenhäusern harmoniert, ersetzt, ergänzt um eine Haselnusshecke und Kirschlorbeer-Büsche. Auf Kandelaber als Ersatz für die bisherigen Peitschenlampen wurde verzichtet. Die passten nicht in den Reetdach-Ortskern. Installiert wurden stattdessen vier neue Lampen des Typs, die auch bei der Umgestaltung des Sandwalls Verwendung fanden. Einer der "Hingucker" des Platzes ist ein 17 Meter langes und drei Meter tiefes Blumenbeet, dessen rund 50 Quadratmeter sich vom Steinwall zur Mitte des Platzes neigen. Für die erforderliche Farben- und Blütenpracht sorgen Stauden, Sträucher und Sommerblüher sowie Buchsbäume und verschiedene Rosenarten. Ein Sockel erhöht den Gedenkstein um gut 40 Zentimeter und die Inschrift erstrahlt ebenfalls in neuer Farbenpracht. Dazu kam ein Stein in Höhe der Bushaltestelle, mit einer eingelassenen Messingtafel, auf der der Lebenslauf der Namensgeberin des Platzes nachzulesen ist. Die neu angeordneten Informationstafeln und ein neues, überwiegend gläsernes Bus-Wartehäuschen runden das positive Gesamtbild ebenso ab, wie eine neue Telefonsäule, die sich unauffällig in den Steinwall einfügt.

Miele-Gosche-Platz 2022
Repro: Friesenmuseum Wyk auf Föhr, Hökerladen und Gastwirtschaft, Stockfleth 1929

Miele-Gosche-Platz

Ein Platz, der in der Kindheit vieler ein Treffpunkt und Bolzplatz war. Entsprechend positiv fiel die Resonanz der Boldixumer aus, die sich gut an Miele Gosche (Gosche: Großmutter) erinnern können. Die wurde 1847 in Nieblum als Emilie Zimmermann geboren und heiratete in den 1870-er Jahren mit dem aus Boldixum stammenden Roluf Peters einen der ersten Föhrer, die als Goldgräber in Kalifornien ihr Glück suchten. Miele folgte ihrem Mann in das Goldgräbercamp, wo sie 1873 eine Tochter gebar. Nach ihrer Rückkehr auf die Insel erwarb die Familie das Haus auf dem nun restaurierten Platz, das als Hökerladen und Gastwirtschaft diente und um 1930 abgerissen wurde. Miele Gosche überlebte ihren Mann und starb 1937 im Alter von 90 Jahren.

Die neue Hafenmole / Anleger 1, 2 und 3

▲ Der neue Seiteneinstieg bestand 2020 seinen letzten Test: Finaler Probelauf verlief ohne Probleme. Die Bauarbeiten an der Alten Mole und dem Anleger 1 konnten nach vier Jahren Bauzeit abgeschlossen werden. Der geplante Zeitrahmen wurde dabei um rund ein Jahr überschritten, die Kosten blieben mit elf Millionen Euro im kalkulierten Rahmen. 

▲ Eine echte Verbesserung ist die Neugestaltung der „Alten Mole“ schließlich auch optisch geworden: Für die Oberflächengestaltung ist eine attraktive, verschiedenfarbige Pflasterung im Strichcodemuster verwendet worden, und am Molenkopf hat ein pittoresker ‚Leuchtturm‘ das Pegelhaus ersetzt. Im ‚Leuchtturm‘ befindet sich die ebenfalls komplett erneuerte Pegeltechnik. Während der Bauarbeiten war der Anleger 1 kaum zu benutzen. Fußgänger und Autofahrer nutzen in dieser Zeit die Anleger 2 und 3.

01. Mai 2022 - Tag der Arbeit!
Im sturmflutsicher auf einem Hügel erbauten Reedereigebäude am Fähranleger bef indet sich auch Föhrs zentrale Touristeninformation.
Entspannt am Nordseestrand

Von feinsandig und weiß bis saftig grün und idyllisch ruhig. Mit rauer Brandung oder Blick auf das Wattenmeer. Ideal für Wassersportler oder bei Familien beliebt: Die Strände an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins sind in ihrer Vielfalt kaum zu überbieten. 

Königstraße / Sandwall
Von der Promenade in Wyk schweift der Blick Richtung Südosten. Was dort am Horizont wie kleine Inseln erscheint, sind die Warften der Hallig Langeneß.
 
 

▲ Die Uthlande ist eine kombinierte Auto- und Personenfähre und die erste Doppelendfähre der der Wyker Dampfschiffs-Reederei Föhr-Amrum GmbH (W.D.R.). Sie war außerdem der erste Fährschiffsneubau für die W.D.R. seit 1995. Gebaut wurde die Uthlande 2009/2010 auf der Sietas-Werft in Hamburg-Neuenfelde. Die Indienststellung war am 15. Juni 2010 in Wyk auf Föhr, seitdem verkehrt sie zwischen Dagebüll, Wyk auf Föhr und Wittdün auf Amrum. Sie ist das 5. Schiff mit diesem Namen bei der WDR, und ersetzt die alte Uthlande von 1980. Im Dezember 2011 wurde das fast baugleiche Schwesterschiff Schleswig-Holstein in Dienst gestellt. Die Kapazität der Uthlande ist bei fast gleicher Größe gegenüber den älteren Fähren deutlich erhöht. So hat die Fähre fünf statt vier Spuren zum Transport von Kraftfahrzeugen, außerdem hat sie ein größeres Sonnendeck. Dieses wird zwar durch das große Ruderhaus geteilt und eine Hälfte des Decks liegt teilweise im Schatten, jedoch spendet der Aufbau auch einen gewissen Windschatten. Eine große Veränderung durch die neuen Schiffe war, dass das Ein- und Ausschiffen der Fahrgäste seitdem nicht mehr über das Fahrzeugdeck läuft, sondern über barrierefreie Fußgängerrampen. Diese Rampen mussten zunächst in den Häfen gebaut werden, sie werden aber nun auch für die beiden älteren Fähren Nordfriesland und Rungholt verwendet, und tragen sehr zum Komfort der Fahrgäste bei. Das wirklich Besondere an der Uthlande ist aber ihr innovatives Design: Zunächst einmal ist die Fähre ein echter Doppelender, d.h. es gibt keine Unterschiede zwischen Bug und Heck, bzw. eine bevorzugte Fahrtrichtung, so dass sie nicht mehr im Hafen drehen muss. Der Voith-Schneider-Antrieb mit 4 unabhängigen Motor/Propeller-Einheiten verleiht ihr sehr gute Manövriereigenschaften, so kann die Uthlande z.B. auch seitwärts fahren oder auf der Stelle drehen. Beim Design der Fähre, das komplett in den Händen der Reederei lag, wurde sehr viel Wert auf hohe Effizienz und Umweltschutz gelegt. So braucht die Uthlande z.B. kein extra Ballastwasser, da ihre Bunkertanks für den Trimm ausreichen. Die älteren Fähren benötigen eine Ballastmasse von ca.100 Tonnen. Außerdem wurde durch die Verwendung von Spezialstahl der komplette Rumpf leichter, was Tiefgang und damit den Treibstoffverbrauch senkt. Der geringe Tiefgang der Fähre trägt außerdem sehr zur Fahrplanstabilität bei, so kann die Uthlande auch bei Niedrigwasser ihre Kapazität ausnutzen.

Die Reederei verzichtet in ihrer gesamten Flotte schon seit sehr vielen Jahren auf die Verwendung von schädlichem weil schwefelhaltigen Schweröl, und verwendet teureren Diesel zugunsten der geringeren Emissionen ihrer Schiffe. Im April 2011 bekam die Uthlande schon den Ship Pax Award für ihr innovatives Konzept. 2013 bekamen die beiden Fähren Uthlande und Schleswig-Holstein dann den Blauen Umweltengel für umweltfreundliches Schiffsdesign verliehen, den sie seitdem als großes Logo am Aufbau tragen dürfen.

 
 
Haus Olesen im Dr. Carl-Haeberlin - Friesenmuseum in Wyk

Das Föhringer Haus, von dem viele heute noch in den alten Dorfkernen zu finden sind, ist ein sogenanntes "uthlandfriesisches Haus", das auf den Inseln und früher wassergefährdeten Küstensaum heimisch ist. Das älteste Beispiel dafür ist das ► "Haus Olesen", von 1617, das 1927 nach dem Tod der letzten Bewohnerin in Alkersum abgerissen und auf das Gelände des ► Dr. Carl Haeberlin Museum in Wyk auf Föhr versetzt wurde.

Seenotrettungskreuzer "ERNST MEIER-HEDDE" mit Beiboot "LOTTE" vor Langeness auf dem Weg nach Amrum

▲ Das Typschiff der neuen 28 Meter Klasse wurde am 28. April 2014 unter der DGzRS-internen Bezeichnung SK 35 in Bardenfleth auf Kiel gelegt. In der ersten Bauphase lag der Seenotrettungskreuzer kieloben, damit die Schiffbauer das Netzspantengerüst nicht kopfüber zusammenschweißen mussten. Nach dem Auflegen der Außenhaut wurde der Kasko gedreht. Die völlig neu konstruierte 28-Meter-Klasse wird nach und nach die bewährte 27,5-Meter-Klasse ersetzen. Der Seenotrettungskreuzer ► ERNST MEIER-HEDDE wurde zum 150-jährigen Gründungsjubiläum der DGzRS am 30. Mai 2015 in Bremerhaven auf den Namen des ehemaligen DGzRS-Vorsitzers getauft. Das Tochterboot erhielt den Namen nach dem Vornamen von Meier-Heddes Ehefrau Lotte.
Die ERNST MEIER-HEDDE ersetzt die 23,3 Meter lange VORMANN LEISS, den dienstältesten Seenotkreuzer an der schleswig-holsteinischen Westküste (Baujahr 1985) und sichert gemeinsam mit den in den vergangenen Jahren in Dienst gestellten kleineren neuen Seenotkreuzern der Nachbarstationen diesen Teil der viel befahrenen Deutschen Bucht ab.

▲ Der neue Platz mit Blick aufs Meer: Südstrandbewohner finanzierten einen hübschen Platz mit Blick aufs Wattenmeer. Mit dem Erlös eines Straßenfestes und Spenden wurde ein neues Schmuckstück geschaffen.

Südstrand, Blick nach Wittdün / Amrum
 
 
 
 
Upstalsboom
Rundflüge
 
 
"Seehund"
 
 
Vorbei die Zeit der Badekarren!

Das Plattbodenschiff "Labor Sanitas" segelt ab dem Heimathafen Wyk auf Föhr, Segeltörns im nordfriesische Wattenmeer. Hier  lernt man die einzigartige Natur und Kultur der Inseln und der Halligen kennen. Egal ob mit der Familie, den Freunden oder dem Verein jeder ist an Bord der Labor Sanitas herzlich Willkommen um das Segeln auf dem Wattenmeer zu erleben.

Seit diesem Sommer 2016 liegt im Hafen von Wyk auf Föhr ein neuer Hingucker: die “Labor Sanitas“. Das große Schwesterschiff der “Ronja“ wurde vor 120 Jahren in den Niederlanden gebaut. Im vergangenen Jahr kauften die beiden Skipper Katja Wendt und John von Eitzen die Groninger Tjalk – ein spezieller holländischer Schiffstyp – und überführten sie von den Niederlanden nach Föhr.  Die ► "Ronja" wird derzeit in den Niederlanden zum Verkauf angeboten.

 

Das Amt Föhr-Amrum ist Träger eines gemeinsamen Projekts zur Aufstellung von Mitfahrbänken auf den Inseln Pellworm, Amrum, Föhr und Sylt. Mitfahrbänke sollen die Mobilität im ländlichen Raum verbessern, das Angebot des ÖPNV ergänzen, die Dorfgemeinschaft stärken sowie einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten. Die Mitfahrbänke werden an besonders zentralen Orten oder wichtigen Straßen einer Gemeinde aufgestellt und entsprechend gekennzeichnet. An Orten, wo bereits Bänke vorhanden sind, sollen nur Richtungsanzeiger neben der Bank aufgestellt werden. Die Mitfahrbank ist ein Treffpunkt für spontane Fahrgemeinschaften.

 
MS Schleswig-Holstein auf dem Weg nach Amrum.
"Rungholt" (doch nicht versunken) im Wyker Jachthafen

Trutz Blanke Hans ist das bekannteste Gedicht Detlev von Liliencrons (1844-1909). Es handelt vom Untergang der auf einer Nordseehallig gelegenen Stadt Rungholt. Diese Stadt gab es tatsächlich und sie soll außerordentlich wohlhabend gewesen sein. Im 14. Jahrhundert wurde sie von einer Sturmflut überrannt, in die Tiefe gerissen und vom Meer verschluckt.
Liliencron erfuhr von dieser Geschichte, nachdem er zum Hardesvogt der schleswigschen Wattenmeerinsel Pellworm, d. h. zum örtlichen Stellvertreter des zuständigen Landrats berufen worden war. Er bezeichnet in seiner Ballade die Nordsee als „Mordsee" und beschreibt den Atlantischen Ozean als wildes Tier, dessen Atem die Sturmfluten an den Gestaden der Nordsee auslöst. Der „blanke Hans" ist das personifizierte Meer und „Trutz" der Wille der Küsten- und Inselbewohner, seinen Wallungen zu trotzen.

Sonntags ist Fischmarkt

 
"Klingelmann" Knudt Kloborg auf dem Wyker Fischmarkt
 

Seit Ostersamstag 2013 dreht der Klingelmann von Wyk wieder seine Runden.

Groß gewachsen, Kapitänsuniform, weißer Rauschebart - Knudt Kloborg ist ein Mann, der auch im Getümmel des Fischmarktes schwer zu übersehen ist. Er schiebt ein knallblaues Fahrrad vor sich her. Auf dem Frontgepäckträger thront eine große Schiffsglocke. Seit 2013 zieht der ehemalige Seefahrer in den Sommermonaten mit Glocke und Fahrrad durch Wyk und verkündet seine Neuigkeiten. Mal sind das Veranstaltungshinweise, die er sich selbst aus dem Kalender heraussucht. Oft sind es Tipps von Bekannten oder Nachbarn, die er, zu markigen Sprüchen verarbeitet, lauthals in Wyk ausruft. Trotz aller Ironie ist Knudt bei seinen Klingeltouren ein Aspekt sehr wichtig. Er sammelt Spenden für die Seenotretter der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger).

Der Klingelmann von Wyk ist ein traditionsreiches Amt, das es in der Stadt eigentlich seit mehr als 30 Jahren gar nicht mehr gibt. Seit Ende des 19. Jahrhunderts radelten Klingelmänner mit ihren Schiffsglocken durch Wyk und verkündeten amtliche Neuigkeiten. Später kamen auch Werbung für lokale Unternehmen, Veranstaltungshinweise und die eine oder andere Entertainmenteinlage hinzu. Nachdem der letzte Klingelmann Karl Carstens 1979 verstarb, trat jedoch lange niemand in dessen Fußstapfen und die Klingelmanntradition schlief auf Jahre ein.

 
 

Auch die Sanierung der Fußgängerzone ist ein Dauerbrenner auf den Tagesordnungen der Wyker politischen Gremien. Seit 2008 werden notwendige Maßnahmen in regelmäßigen Abständen diskutiert und ebenso regelmäßig stellte der Planer seine Ideen dem zuständigen Bauausschuss vor. Doch obwohl die Pläne längst fertig in der Schublade lagen, blieb der Startschuss aus. Immer wieder gab es Probleme, von denen einige hausgemacht waren. Seit 2018 wird das Projekt nun vorangetrieben. Vorgesehen ist die Realisierung in vier Teilabschnitten, mit der Großen Straße wurde im August 2021 begonnen.

Das Aquaföhr und die ▲ Wyker Mittelbrücke sind in die Jahre gekommen und werden Neubauten weichen. Der Abriss der Mittelbrücke ist ab Herbst 2021 geplant, vorbereitende Arbeiten für das neue AquaFöhr beginnen 2022. Die Baumaßnahmen werden zu Beeinträchtigungen des Strandlebens führen – Strandkörbe sowie auch die Saisonkörbe sind betroffen. In der Saison 2022 werden in den Strandabschnitten Hafen bis Mittelbrücke und AquaFöhr bis Durchgang Olhörn keine Vorbestellungen für Strandkörbe möglich sein. In diesen und den angrenzenden Strandabschnitten muss mit Baulärm gerechnet werden.

Sandwall mit Café Steigleder

Café Steigleder, Café und seit über 90 Jahren bestehende Konditorei direkt am Sandwall mit Frühstück und Brotzeiten. Die Geschichte des Cafés beginnt 1919, als Karl Steigleder aus Heidelberg auf der Insel strandet. Er gründet das heutige Café mit hauseigener Konditorei, das noch immer in Familienbesitz ist.

Ein Traum aus lockerem Kaffeebiskuit, Rum-Sahne-Creme und zarter Schokolade: Pharisäer-Torte ist (nicht nur hier) ein Klassiker unter den Backwerken und schmeckt uns immer wieder gut.

1992 wurde im Kurgarten am Sandwall in Wyk ein Gedenkstein mit der Aufschrift „1945 Unvergessene Heimat“ eingeweiht.

Sandwall, neben dem Kurhaus: Gedenkstein "1945 Unvergessene Heimat". Der Stein trägt die Wappen von Ostpreußen, Westpreußen, Danzig und Pommern

Die Föhrer haben sich auch in den Liedern des mittlerweile 150 Jahre alten Männergesangvereins Föhr West ihre Tradition bewahrt. „Zog ein junger Mann aus Föhr weit weg übers Wasser“: Das Lied handelt von der Sehnsucht eines Amerika-Auswanderers nach seiner alten Heimat. Mehr als die Hälfte der Insulaner suchte im 19. und 20. Jahrhundert das Glück in der Neuen Welt. Von denen, die in den 50er-Jahren in die Bronx von New York, Long Island und Kalifornien auswanderten, kehrte die Hälfte mit guten Ersparnissen nach Hause zurück.  Musik mit Blick auf die Nordsee genießen – das ist »Musik am Meer« mit verschiedenen Bands den ganzen Sommer über in der Muschel am Wyker Sandwall.

Musik mit Blick auf die Nordsee genießen – das ist »Musik am Meer« im Strandpavillon mit verschiedenen Bands den ganzen Sommer über.

 
 

▲ Restaurant "Zum glücklichen Matthias": Ein stimmungsvolles, gemütliches Restaurant mit ausgezeichneten Gerichten, vornehmlich Fisch.

Matthias Petersen, geboren in Oldsum den 24. Dez. 1632, gest. den 16. Sept. 1706. Er war in der Schifffahrt nach Grönland sehr kundig, wo er mit unglaublichem Erfolg 373 Wale gefangen hat, sodass er von da an mit Zustimmung aller den Namen ‚der Glückliche‘ annahm; und dessen Frau Inge Matthiesen, geboren den 7. Okt. 1641, gest. den 5. April 1727.” Sein Grabstein - einer der mächtigsten und schönsten - steht auf dem Friedhof in Süderende.

Rudolf-Ballin-Stiftung: Kinderkurhaus Wyk auf Föhr "KinderJugendHaus"
Die mehrere Kilometer lange Promenade lädt zum Bummeln und Spazierengehen ein. Sie beginnt am Wyker Anleger und führt bis kurz vor Nieblum.
Windsurfing Föhr / Pitschi's

▲ Legendär sind die Windsurf- und Kitesurf Events in St.Peter-Ording und auf Sylt, die aufgrund ihrer Top-Bedingungen jedes Jahr passionierte Spitzensportler anziehen. Aber nicht nur Profis kommen an der Westküste auf ihre Kosten; auch Einsteiger und Kinder können in puncto Wassersport aus dem Vollen schöpfen und aus den verschiedenen Disziplinen ihre Lieblingsart wählen: Windsurfen, Kitesurfen, Segeln oder das bei Jung und Alt gleichermaßen beliebte Stand-up-Paddling stehen auch auf Föhr in den Wassersportschulen auf dem Programm. Spaß am Strand – den findet man zum Beispiel bei "Windsurfing Föhr" und dem Pitschi's. "Windsurfen, Katamaran- und Optimistensegeln, Kitesurfen und Stand Up Paddeln sind unsere Leidenschaft, die wir nur zu gerne mit euch teilen möchten", so der Slogan der Betreiber. Sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene finden hier den passenden Kurs. 

"Sterne glühn und Schiffe werden fahren
Und das Meer wird stürmisch sein - ... "

 

Hans-Eckardt Wenzel 

Carl-Häberlin-Friesenmuseum

Zwei gewaltige Walzähne bilden den Eingang zum über 100-jährigen ►Friesenmuseum zu den drei Schwestern in Wyk. Dort lässt sich vieles über die Vergangenheit auf Föhr entdecken, zur Geschichte des Walfangs, über die Kapitäne aus Nautischen Schulen, die schon Mitte des 17. Jahrhunderts von Pastor Ricardus Petri begründet wurden. Und über die Auswanderer nach Amerika, die ihre Heimat aus bitterer Armut verließen.

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