Lost Places

Objekte, die dem Zerfall ausgesetzt sind, werden Lost Places (verlorene Orte) genannt. Die Zukunft der Orte liegt oft im Ungewissen. Bebauungspläne, Restaurationen oder ein kompletter Abriss der Lost Places sind meist nicht leicht in die Tat umzusetzen. Lost Place wird zwar häufig gleichbedeutend mit Industrieruinen oder nicht mehr genutzten militärischen Anlagen gebraucht, die eigentliche Bezeichnung gilt aber für jedweden Ort, der im Kontext seiner ursprünglichen Nutzung in Vergessenheit geraten ist.


Grundsätzlich unterscheidet sich die Fotografie der verlassenen Orte von keiner anderen Form der Malerei mit Licht. Die Grundprinzipien der Bildkomposition, der Beleuchtung oder der Farblehre bleiben auch hier erhalten. Wie bei jedem gutem Foto gilt es auch hier die perfekte Blickführung oder den besten Lichtverlauf abzubilden. Grundprinzipien wie der „Goldene Schnitt“ bleiben erhalten.


Oftmals sind derartige Objekte jedoch nur schwer zugängig, da mit dem Betreten oftmals Gefahren verbunden sind. Kein noch so gutes Foto ist es wert, die Gesundheit und körperliche Unversehrtheit aufs Spiel zu setzen.

Auch so mancher Hinterhof in Witten kann - obwohl noch bewohnt - den Charme eines "Vergessenen Ortes" nicht verleugnen.

Eine Frage der Zeit? Derzeit wohl noch bewohnt, soll aber gemäß Bebauungsplan 231 der Stadt Witten einer Umstrukturierungsmaßnahme weichen: Gebäude Ruhrstraße 88.  Im Erdgeschoß befand sich in den 60er Jahren die Gaststätte "Oase", gerne von den Nachtschichtlern des Gussstahlwerkes nach getaner Arbeit auf ein kühles Bier besucht.  Die ehemalige Eingangstür ist heute zugemauert.  

Bahnhof Witten-Höhe


Die Bahnstrecke Witten - Schwelm (auch Elbschetalbahn genannt) ist eine heute zum größten Teil stillgelegte und nur noch an den Endteilstrecken in Betrieb befindliche Eisenbahnstrecke im Ennepe-Ruhr-Kreis im südöstlichen Ruhrgebiet. Der Betrieb der Eisenbahn wurde nach 1945 wieder aufgenommen; der Verkehr nahm aber in der Nachkriegszeit kontinuierlich ab. Als Folge dieser Abnahme wurde auf dem mittleren Teil von Witten-Höhe (Bommern) über Wengern West und Albringhausen nach Gevelsberg West am 30. November 1979 der Personenverkehr eingestellt. Am 14. Januar 1980 wurde dieser Abschnitt für den Gesamtverkehr gesperrt und zum 1. Januar 1983 stillgelegt.

Bahnhof Bommern


Der Bahnhof Bommern (heute Witten-Bommern) der Ruhrtalbahn ist heute noch vorhanden, aber auch hier ist die offizielle Strecke längst stillgelegt worden. 1971 fuhr der letzte Personen- und 1982 der letzte Güterzug. In den Sommermonaten fährt auf der stillgelegten Strecke jeden ersten Sonntag im Monat der Museumszug. Das Gebäude beherbergt heute eine Kinder-Tagesstätte.

Wittener Güterbahnhof Ost

 

Der ehemalige Güterbahnhof Ost ist eins von rund 150 historischen Gebäuden in Witten. 1957 wurde er wieder aufgebaut, die Strecke 1972 für den Personen- und 1982 für den Güterverkehr stillgelegt. Bis vor ein paar Jahren war er noch ein stark frequentierter Umschlagplatz mit Speditionsbetrieben und Zollabfertigung. Mittlerweile sind alle Strecken dieses Abschnitts stillgelegt und zum Teil entfernt worden. Übrig geblieben ist die große leere Halle mit einem Anbau und ein alter Waggon, der wohl vergessen wurde. Das Gelände wird seit 2002 durch die Bahnflächenentwicklungsgesellschaft (BEG) NRW vermarktet. Ende 2016, Anfang 2017 sollen hier umfangreiche Abriss- und Neubaumaßnahmen erfolgen. Arztpraxen und Büros und Verwaltungs- Räume sowie eine große Bushalle sollen auf der Brache entstehen.

Treppenhaus an der Herbeder Ruhrbrücke, erbaut 1927-1934.

Alte Hallen Phoenix West, Dortmund.

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