Rausfahren, wenn andere reinkommen: Die Seenotretter
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Burg(ruine) Wetter

Über die frühe Geschichte der Burg Wetter mit dem 1274 erbauten Turm ist wenig bekannt. Sie entstand wohl als märkischer Vorposten gegen das kurkölnische Volmarstein zur Sicherung der Gebiete südlich und nördlich der Ruhr. Zwischen 1784 und 1790 lebte hier der Leiter des Märkischen Bergamtes Freiherr vom und zum Stein . Ein Denkmal am Rathaus Wetter ist ihm gewidmet.

 

Berühmt wurde die Burganlage aber durch Friedrich Harkort (1793-1880), einem der wichtigsten Industriepioniere des Ruhrgebiets. Harkort stammte aus einer bedeutenden Reidemeisterfamilien der Grafschaft Mark. Er gründete in der ungenutzten Burg Wetter 1819 mit Johann Heinrich Kamp und mit Hilfe des englischen Technikers Thomas die "Mechanische Werkstätte Harkort & Co.", eine der ersten Maschinen-Baufirmen im Ruhrgebiet. Die Fabrik produzierte neben Dampfmaschinen auch Gasbeleuchtungs-Apparate. Da die angeworbenen englischen Arbeiter recht unzuverlässig waren, gründete Harkort eine eigene Ausbildungsstätte in der Firma. Dank staatlicher Förderung gehörte die "Mechanische Werkstätte" bereits 1825 mit 94 Arbeitern zu den größten Industriebetrieben Westfalens.

 

Als Harkort begann, in seine weit reichenden Eisenbahnpläne zu investieren, die Leitung des Werkes zu vernachlässigen und gleichzeitig die staatliche Förderung aufhörte, trennte sich Kamp von ihm. Kamps Söhne konsolidierten den Betrieb wieder. Unter anderem ging aus dem Harkort’schen Betrieb später die Deutsche Maschinenfabrik AG (DEMAG) am Bahnhof Wetter hervor. Heute ist es das Stammwerk der 2001 gegründeten Demag Cranes & Components mit Sitz in Wetter.

 

Von dem ehemaligen Fabrikstandort sind keine Spuren mehr vorhanden. Lediglich die Burgruine mit dem über 26 Meter hohen Burgturm und Reste der Ringmauer sind noch erhalten. Eine Treppe führt zu einem mit Zinnen versehenen Aussichtspunkt mit reizvollem Blick auf den Harkortsee.

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