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Bratislava - Hauptstadt der Slowakei

Bratislava ist die Hauptstadt der Slowakei und liegt im äußersten Südwesten des Landes beidseitig der Donau. Die Hauptstadt ist das kulturelle Zentrum der Slowakei und hat als Grenzstadt eine bewegte Geschichte. Die österreichische Hauptstadt Wien liegt nur rund 65 Kilometer entfernt. Die Geschichte der Metropole wurde maßgeblich bestimmt durch die Römer, den Slawen und dem Königreich Ungarn. Die Blütezeit erlebte die Stadt im 18. Jahrhundert unter Kaiserin Maria Theresia von Österreich. 

Am Ende des 19. Jahrhundert wurden weite Teile der Stadt modernisiert. Vor allem ausländische Investoren haben seit der Unabhängigkeit des Landes in die Metropole investiert, die heute rund 430.000 Einwohner hat und das wirtschaftliche Zentrum des Landes ist. Bratislava an der Donau hat sich vor allem im Städtetourismus entwickelt. Die Deutschen sind nach den Tschechen die meisten Besucher der Metropole. Viele Sehenswürdigkeiten befinden sich in der Altstadt. Viele historische Bauwerke sind im barocken Stil erbaut. Die Mitte der Stadt stellt die Burg mit der Altstadt Bratislavas dar. Das Hochgebirge der Karpaten fängt bereits in Bratislava an. Auf dem Stadtgebiet der Metropole gibt es zwei Landschaftsschutzgebiete in den Donauauen und den Kleinen Karpaten. Die Stadt liegt im Dreiländereck Slowakei-Österreich-Ungarn.

Bratislava gehört auf Grund seiner Grenznähe zu Österreich und Tschechien zur sogenannten Centrope. Dies ist eine Europaregion, die von Bratislava bis zu österreichischen Bundesländern wie Niederösterreich, dem Burgenland und der Hauptstadt Wien reicht. Auch der Nordwesten Ungarn gehört zu dieser Region. Centrope steht für Central Europe und wurde 2003 gegründet. Es hat das Ziel in den Regionen eine kulturelle und wirtschaftliche Zusammenarbeit zu fördern. Städte wie Bratislava profitieren vor allem auch im Bereich der Infrastruktur und der Bildung von dem Regionalbündnis. Vor allem in der Bildung arbeiten Bratislava und Wien sehr eng zusammen.

 

Die meisten historischen Bauwerke von Bratislava sind in der historischen Altstadt zu bewundern. Hierzu gehören zum Beispiel das Alte Rathaus aus dem 14. Jahrhundert oder der Präsidentenpalais. Viele Bauwerke sind im barocken Architekturstil erhalten geblieben. In der Altstadt ist der wichtigste Sakralbau die Kathedrale des Heiligen Martin, die im gotischen Stil erbaut wurde. Die Sankt-Elisabeth-Kirche wurde im Jugendstil erbaut und ist auch in der Altstadt zu bewundern. Die Preßburg ist in Bratislava ebenso ein Wahrzeichen wie die moderne SNP-Donaubrücke, die Richtung Zentrum führt. Die meisten Besucher von Bratislava genießen die verkehrsfreie historische Altstadt mit ihren vielen Bauwerken und Museen. Es gibt zum Beispiel ein Uhrenmuseum. Über der Altstadt thront die Burg Bratislava, die in den 1950er und 1960er Jahren originalgetreu wieder aufgebaut und 2008 nochmals saniert wurde. Die Burg liegt am linken Ufer der Donau auf einem Felsen. Es ist eines der Repräsentationsgebäude von Bratislava. Durch die Ausläufer der Karpaten ist Bratislava eine sehr grüne Stadt mit vielen Parks und Wäldern, die fast bis ins Zentrum reichen.

 

Wir erreichen Bratislava mit der MS Sophia am 13. Juli 2008, einem leicht bewölkten Sommertag.

Burg Bratislava (Bratislavsky Hrad oder auch einfach nur Pressburg). Während es oben (in der Burg) nicht wirklich viel zu sehen gibt, ist der Weg entlang der Burgmauer recht hübsch angelegt. Kein Wunder, denn 2009 wurden weite Teile der Burganlage restauriert. Der Burgberg selbst ist ein Ausläufer der Kleinen Karpaten. Aufgrund der günstigen Lage mit der nahen Donau wurde er schon während der Steinzeit von den Kelten besiedelt. Später kamen die Römer. Sie wollten auf dem Burgberg eine Grenzfestung errichten, um die Grenzlager auf dem rechten Ufer der Donau bzw. den Donaulimes zu ergänzen. Unter dem Druck der germanischen Visigoten mussten die Römer den Burgberg jedoch im Jahr 378 verlassen. Am Ende der großen Völkerwanderung gelang es schließlich den Slawen, hier Fuß zu fassen.

Burg Bratislava ist das Motiv der slowakischen Euromünzen zu 10, 20 und 50 Cent. Davor war die Burg auf dem 500-Kronen-Schein zu sehen.

Auf der Burg Bratislava angekommen, bietet sich uns ein weit reichender Ausblick über die Donau zum Stadtteil Petrzalka und auf die Neue Brücke (Novy Most). Sie überspannt die Donau auf rund 300 Meter Länge. Das Besondere der Brücke ist jedoch das Brückenrestaurant. Wie ein Ufo thront es auf dem 80 Meter hohen Brückenpfeiler und verspricht dem Besucher eine grandiose Aussicht auf die Stadt und die Donau.

Neue Brücke, eine kühne Konstruktion einer auf einem asymmetrisch schräg stehenden Pylon befestigten Hängebrücke, ohne Strompfeiler. Ein europäisches Unikat der modernen slowakischen Architektur.

Prešporáčik (eine Anspielung auf den früheren Slowakischen Namen der Stadt) ist eine Bummelbahn, die auf eine Besichtigungstour durch die ansonsten verkehrsfreie historische Altstadt führt. Manche Touren fahren bis zur Burg hoch. Die Bahn verkehrt täglich, gewöhnlich von 9:30 h bis 17:00 Uhr und je nach Bedarf.

Wer eine individuelle Führung bevorzugt, kann für zehn Euro eine Rundfahrt durch die engen Gassen in einem roten Oldtimer-Fahrzeug mit Anhänger buchen. Beim Einsteigen bekommt man ein Kopfhörergerät mit Erklärungen in rund 10 Sprachen, angepasst an Route und Stationen. Das originelle Touristenvehikel ist übrigens das einzige, das in der Fußgängerzone fahren darf.

Beim Spaziergang überraschen kleine, neue Metallstatuen. Sie stellen nicht etwa historische Persönlichkeiten dar, sondern zum Beispiel einen napoleonischen Soldaten, der dem Besucher hinter einer Bank stehend über die Schulter sieht, einen Kanalarbeiter, der aus dem Gully auf die überraschten Touristen blickt, oder einen Paparazzi, der sich hinter einer Straßenecke in Lauerposition gestellt hat.

Der Glotzer - Čumil: Ein einzigartiges Kuriosum in Bratislava: Keine andere Stadt der Welt hat eine Statue, die aus einem Kanaldeckel hervorschaut. Wer Bratislava besucht, kommt um den Gaffer nicht drum herum. Er ist eine der kuriosen Figuren in der Altstadt von Bratislava. Wobei, er kann sich wohl noch so anstrengen, heute ist er es, der die Blicke auf sich zieht. Die Idee, einen (Bau-) Arbeiter an der Ecke der Straße Panská und dem Fischertor aus einem Schacht schauen zu lassen, ist aber wirklich sehenswert. Als Folge zählt der Gaffer heute nicht nur zum Pflichtprogramm der Stadtführungen, sondern hat er längst einen Nachahmer gefunden. Gleich nebenan stellt er sich als lebendes Pendant für Fotos zur Verfügung und ist für Spenden natürlich immer dankbar.

.... und sein Pendant.

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