Rausfahren, wenn andere reinkommen: Die Seenotretter
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Kunst / Ausstellungen auf der Hütte

"Ilva" - Eiserne Spuren in der Toskana

Die Toskana ist die Wiege der europäischen Eisen- und Stahlproduktion. Über 3000 Jahre wurde hier „Ilva“ (etruskisch für „Eisen“) hergestellt. Seit den 1960er Jahren befindet sich die Region im Umbruch. 2015 und 2017 haben zwei deutsche Fotografinnen und drei italienische Fotografen Stätten dieses Strukturwandels dokumentiert. Ihre Aufnahmen zeigt der LWL bis zum 9. September 2018 in der Gebläsehalle des Industriemuseums. Die Motive reichen von ästhetischen Details über die dokumentarische Totale bis hin zu Menschen an ihrem Arbeitsplatz. Manche Aufnahmen sind heute schon Geschichte. Nicht nur Kunst und Kultur, sondern auch Eisen und Stahl haben die Landschaft und ihre Menschen geprägt, das macht die Ausstellung sehr deutlich. Die Ausstellung zeigt über 100 Fotografien von Annette Hudemann und Sabine Korth sowie Fabio Capaccioli, Andrea Cesarini und Mattias Crocetti. Sie alle haben sich mit ihren Kameras auf die Suche nach den „eisernen Spuren in der Toskana“ gemacht.

Ausstellung HELDEN, 2010

Ausstellung: 20 Jahre KünstlerBunt MultiColor, 2017

10. – 19. März 2017

20 Jahre KünstlerBunt MultiColor

Jubiläumsausstellung mit aktiven und ehemaligen Mitgliedern

im LWL Industriemuseum Henrichshütte Hattingen, Werkstraße 31-33 Gebläsehalle

Ausstellungen im Foyer

Ausstellung 2016/2017: "Zum Wohl! Getränke zwischen Kultur und Konsum"

Getränke spielten auf der Henrichshütte eine besondere Rolle. Ob am Hochofen, im Walzwerk oder in der Schmiede: überall wurde hier körperlich schwer gearbeitet und das meist an einem hitzigen Arbeitsplatz. Daher verlor der Körper eines Hochöfners etwa zehn Liter Flüssigkeit pro Schicht. Dem Betrieb war es wichtig, dass ein Arbeiter trotzdem weiter gut "funktionierte" und die Produktion auf der Hütte optimal ablief. Der enorme Flüssigkeitsverlust musste stets wieder ausgeglichen werden. Deshalb wurde 1926 für die ausreichende Versorgung der Arbeiter mit gesunden, also nicht alkoholischen Getränken eine Mineralwasseranlage auf dem Hüttengelände eingerichtet. Dort konnte jeder gegen Pfand den eigenen Durst mit dem vor Ort abgefüllten Sprudel löschen. 1957 empfahl der Werksarzt der Henrichshütte den Arbeitern Tee zu trinken, da kühles Mineralwasser häufig zu Magen-Darm-Störungen führe. Dass dieses Hüttentee-Rezept mit reichlich Zucker schließlich ganz andere Auswirkungen hatte, merkten die Arbeiter später beim Gang auf die Waage. Eine zeitgemäße Version des "Hüttentees" wurde für die Ausstellung entwickelt und kann im Museumsshop erworben werden.

Die Bude von Emmy Olschewski steht jetzt auf der Henrichshütte. Im Innern laufen historische Werbefilme.

Die originale historische Trinkhalle von Emmy Olschewski aus dem Jahr 1921 bildet entsprechend den Mittelpunkt der Ausstellung. Bis 1998 stand sie in der Bergarbeitersiedlung Schwerin in Castrop-Rauxel. Die Trinkhalle sicherte der Bergmannswitwe Anna Jaeger und ihrer Tochter Emmy Jahrzehnte lang das Einkommen und galt als wichtiger Ort der Nahversorgung sowie Nachrichtentreff der Nachbarschaft. 

 

Mit zahlreichen Exponaten, Fotos und Dokumenten gibt die Ausstellung am Beispiel von Wasser, Limonade, Bier, Schnaps, Wasser, Milch, Kaffee und Tee einen Einblick in die Produktion, das Image und den Konsum des flüssigen Kulturguts im Wandel der Zeit. Welche Rolle spielten Getränke im Alltag? 

Limonade wurde Anfang des 20. Jahrhunderts im Zuge der Mäßigkeitsbewegung als alkoholfreie Alternative zu Schnaps und Bier propagiert. Die Marke Sinalco - ein Kunstwort aus dem lateinischen "sine alcohol" - ohne Alkohol - trat ab 1905 aus dem ostwestfälischen Städtchen Lage und später Detmold ihren Siegeszug durch ganz Deutschland und Europa an. 

Die Knickerflaschen, deren Name auf die Verschlusskugel im Hals zurückgeht, waren bis in die 1950er Jahre für Limonade und Mineralwasser in Gebrauch.

Bier erlebte als erfrischendes Getränk mit geringem Alkoholgehalt im Industriezeitalter eine einzigartige Hochkonjunktur. Neue Brau- und Kühlverfahren machten Bier zum beliebten Massengetränk im Ruhrgebiet. Die Biermetropole Dortmund war Anfang der 1970er Jahre mit mehr als siebeneinhalb Millionen Hektolitern Bierausstoß pro Jahr in Europa Spitze. Mit dem Niedergang von Bergbau, Eisen- und Stahlindustrie schwanden seit Mitte der 1960er Jahren die Massenarbeitsplätze, und auch der Bierkonsum ging deutlich zurück. Heute dominieren wenige Großbrauereien den deutschen Markt. Viele der bekannten Biersorten und Biermarken sind verschwunden. Einige wenige kleinere können sich jedoch am Markt behaupten.

Aber nicht nur die Hütte liefert Geschichten zur Trinkkultur Hattingens. Die Stadt und ihre Bewohner selbst bieten Einblicke in die historische Kultur der Getränke: 195 Jahre lang wurde in Hattingen Schnaps im Familienbetrieb Weygand produziert. An der ehemaligen Produktionsstätte des bekannten "Weygänders" steht heute das Reschop Carré. Kaffee wurde und wird wieder in Hattingen geröstet. Die Kaffeerösterei Hildebrandt, die von 1911 bis 1972 bestand, röstete Kaffee aus bis zu 20 verschiedenen Kaffee-"Partien". Heute gibt es "Mayola", einen kleinen Röstbetrieb, der 500 Metern von der damaligen Rösterei Hildebrandt entfernt steht. Ein kleiner und erfolgreicher Betrieb: zwei Röstmischungen machten beim Verkostungswettbewerb der Deutschen Röstergilde den ersten Platz.

Peter Oberdellmann vom örtlichen Landwirtschaftsverband brachte eine Kuh mit ins Museum. Sie ist mit Fotos aus Hattinger Betrieben beklebt und kann sogar gemolken werden.

Milch ist nahrhaft, galt aber wegen der geringen Haltbarkeit bis Anfang des 20. Jahrhunderts als riskant. Mit verbesserten Möglichkeiten zur Kühlung und Vorbeugung gegen Keime entwickelte sich die Milch schließlich vom Risikogetränk zum gesunden Grundnahrungsmittel. Der Mythos vom Gegenmittel bei Vergiftungen verankerte die Milch nicht nur in der Hausapotheke, sondern auch an gefährlichen Arbeitsplätzen in Kokereien und an Hochöfen.

Schnaps diente bis in die Anfänge der Industrialisierung als günstiger und haltbarer Energielieferant für die Ärmsten der Gesellschaft. Im Maschinenzeitalter brachten die berauschende Wirkung und drohende Alkoholsucht hochprozentigen Alkohol in Verruf. Vor allem in den ländlichen Regionen Westfalens haben Konsum und Herstellung von Schnaps bis heute jedoch ihre Bedeutung bewahrt.

Auch in anderen Großunternehmen - wie hier beim Gussstahlwerl in Witten - wurde auf die (Zwischen)-Verpflegung der Mitarbeiter geachtet. An der "Teeküche" auf dem Werksgelände gab es Kalt- und Warmgetränke, Brötchen, Wurst, Süssigkeiten und vieles mehr.

Weitere Kunstwerke auf dem Außengelände

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