Rausfahren, wenn andere reinkommen: Die Seenotretter
Ihre Spende hält uns auf Kurs. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist einer der modernsten Seenot-Rettungsdienste der Welt. Wir finanzieren unsere Arbeit ausschließlich durch Spenden und freiwillige Zuwendungen. Als Seenotretter sind wir auf Nord- und Ostsee bei jedem Wetter mit einer Flotte von 60 Seenotkreuzern und Rettungsbooten rund um die Uhr einsatzbereit.
■ HINWEIS: Alle Bilder dieser Seiten unterliegen urheberrechtlichem Schutz. Wer Bilder dieser Seiten nutzen möchte, wende sich bitte an den Betreiber dieses Angebotes.

Kunst am Kemnader See

Rund um den Kemnader Stausee realisierten im Jahr 2005 Studenten der Alanus-Hochschule Alfter bei Bonn das Projekt ›Auf weiter Ruhr‹. Die Privat-Hochschule widmet sich in Forschung und Lehre der Verbindung verschiedener künstlerischer Fächer und ist einem ganzheitlichen Menschenbild verpflichtet. Das Bildhauerei-Projekt entstand aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der ›Freizeitgesellschaft Kemnader See‹, welche die Arbeit finanziell getragen hat. Mittlerweile gehören die Objekte und Installationen der Studenten genauso selbstverständlich zum Stausee, wie die Fahrgastschiffe ›MS Schwalbe‹ und ›MS Kemnade‹. Einige Arbeiten sind bereits dem Vandalismus zum Opfer gefallen, andere sind durch Wind und Wetter in Mitleidenschaft gezogen worden. 

Von den Werken, die noch erhalten sind, sticht besonders das ›Tor‹ von Muyan Ole Lindena hervor. Es besteht aus den etwa 15 cm dicken Ästen von Bäumen, die der Künstler direkt vor Ort ausgesucht hat. Er hat die Äste von Zweigen befreit und mit der Axt grob und archaisch zugespitzt. Die Hölzer sind so miteinander verbunden, dass sie eine Reihe von Toren bilden. Die Installation windet sich um einen Baum, der am Ufer steht. An einer Seite, die dem See zugewandt ist, ist eine Öffnung, so dass man in das ›Tor‹ hineinkriechen kann. Am anderen Ende versinkt die Torreihe im Boden.

Ebenso beeindruckend ist der aus Stahlblech gefertigte Quader von Philipp Jenkel, der den Titel ›Durchblick‹ trägt. Der Künstler hat quadratische Stücke, aus denen jeweils ein flächefüllender Kreis ausgestanzt ist, zu einer Skulptur zusammengefügt. Sie steht in der Nähe des Freizeitbades. Der Stahl hat mittlerweile Rost angesetzt, was durchaus in der Absicht des Künstlers lag. Durch die Ausstanzungen ist die 2,50 Meter hohe Skulptur durchlässig und wirkt filigran. Man kann wie durch Gucklöcher auf die Umgebung blicken.

Quader von Philipp Jenkel ›Durchblick‹

Eine andere Arbeit ist die von Felix Müller-Heydenreich. Er hat auf einer Böschung in Ufernähe vier seiner Objekte auf das Gras gesetzt. Sie bestehen aus Stacheldraht, der auf Holz aufgerollt ist wie der Faden einer Spindel. Indem Heydenreich die Objekte im Boden befestigt, erweckt er den Eindruck einer gestoppten Bewegung – der Gegensatz von Dynamik und Statik scheint in diesem Werk aufgehoben zu sein. Mit der Wahl des Materials Stacheldraht ist es dem Künstler gelungen, einen Akzent in die Landschaft zu setzten, der irritiert und nachdenklich macht. 

Felix Müller-Heydenreich: Stacheldraht, auf Holz aufgerollt
"Auf weiter Ruhr", LandArt-Projekt am Kemnader See, Bella Vista Qu Qiaoling 2005
Subway (2005) Johannes Lempelius / Philipp Jenckel
"Gemeinsam" heißt das Werk des Bildhauers Heinrich Brockmeyer aus Recklinghausen (2000). 

Die Plastik „Gemeinsam“ wurde vom Ruhrverband anlässlich der Eröffnung des Neubaus der Kläranlage Ölbachtal gestiftet. Der Ölbach mündet wenige Meter entfernt in das Becken des Hafens Heveney. Heinrich Brockmeier wurde 1938 in Berlin geboren. Seit 1969 ist er als Bildhauer tätig. In Recklinghausen hat er seit 1987 ein gemeinsames Atelier mit der Malerin Uschi Klaas. Sein Interesse gilt im Besonderen der menschlichen Figur in verschiedensten Gestaltungen von malerisch gegenständlich bis zur abstrakten Reduktion.  

Eine fehlt noch ....

Auch fast ein Kunstwerk, zumindest was den Preis anbelangt: Der Oelbach zwischen Hafen Heveney und dem Freizeitbad kann seit Oktober 2017 wieder auf zwei Brücken überquert werden. Die Kosten betrugen rund 110.000 Euro.

Die Holzbrücke für Fußgänger aus dem Jahr 1990 über den Oelbach wurde 2015 aufgrund von sichtbaren Schäden im Brückenunterbau gesperrt. Nach regelmäßiger Prüfung durch die Freizeitgesellschaft Kemnade wurde ein Gutachter beauftragt. Dieser stellte dann Schäden am Hauptträger und an der Auflage aus Holz fest. Die neue Brücke aus Aluminium ist zwei Meter breit und 31 Meter lang.

Nein, keine Kunst. Nur eine schwere Form der „amentia“
September 2018
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
 
 
 
 
 
 
 
Was Sie hier erwartet (Auswahl)