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St. Michaelis: Michel - Das Hamburger Wahrzeichen

Der gegenwärtige Kirchenbau von St. Michaelis musste im Laufe seiner Geschichte zweimal neu erbaut werden. Der erste Bau wurde im Zeitraum von 1647 bis 1669 auf dem Gebiet der früheren St. Michaeliskapelle erbaut und besaß ursprünglich nicht den charakteristischen runden Kirchturm. Im Jahr 1685 wurde St. Michaelis zu Hamburgs fünfter Hauptkirche erhoben – so erhielt die Neustadt ein eigenes Kirchspiel. Am 10. März 1750 wurde die Kirche gegen 11 Uhr am Vormittag von einem Blitzeinschlag getroffen. Der Brand konnte nicht rechtzeitig gelöscht werden, der Kirchturm brach auf das Kirchendach und setzte das gesamte Gotteshaus in Brand.

Bereits ein Jahr nach dem Blitzeinschlag wurde der Grundstein für den zweiten Michel gelegt. Dabei erfolgte auch der Bau der Krypta. Dieser wurde am 19. Oktober 1762 eingeweiht. Die Fertigstellung des Turmes erfolgte erst im Jahr 1786. Der Turm war aus Holz und mit Kupfer verkleidet. Johann Friedrich Benzenberg nutzte den Kirchturm in 1802, um Fallexperimente zum Nachweis der Erdrotation durchzuführen – rund 50 Jahre vor Léon Foucault und seinem berühmten Pendelversuch. 

Am 3. Juli 1906 fing der Turm bei Lötarbeiten am Dachstuhl Feuer und brannte zusammen mit dem Kirchenschiff erneut bis auf die Grundmauern ab. Noch im selben Jahr erfolgte der erneute Wiederaufbau der Kirche nach Plänen aus dem Jahr 1762. Obwohl sich einige namhafte Architekten wie Fritz Schumacher gegen einen Wiederaufbau nach alten Plänen aussprachen, wurde die Kirche mit Rücksicht auf den Wahrzeichencharakter und den Wunsch der Bevölkerung in der alten äußeren Form errichtet. Doch anstelle von Holz wurde Stahl und Beton verwendet, um das Bauwerk sicherer zu machen. Nach sechsjähriger Bauzeit wurde die Kirche am 19. Oktober 1912 wiederholt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Taufstein und der Gotteskasten für Spenden stammen noch aus dem Jahr 1763.Im Zweiten Weltkrieg und vor allem während der Operation Gomorrha im Juli und August 1943 wurde Hamburg massiv durch Luftangriffe der Alliierten zerstört. Auch die Umgebung der Kirche wurde verwüstet, doch der Michel blieb so gut wie unbeschädigt. Erst in den letzten zwei Jahren des Krieges wurde schließlich das Hauptschiff getroffen, dessen Schäden bis ins Jahr 1952 beseitigt wurden – der Kirchturm überstand den Krieg unbeschadet. So dient der Kirchturm heute immer noch als Orientierungspunkt für die auf der Elbe nach Hamburg fahrenden Schiffe.

---dreieck St. Michaelis (Michel) ist eine der schönsten Barockkirchen Norddeutschlands. Der Turm mit der unverwechselbaren Kupferhaube ist das Wahrzeichen Hamburgs. Der Hamburger Michel hat viele Facetten. Es lohnt sich, diese Kirche zu besuchen.

Die Michel-Uhr im Kirchturm ist die größte ihrer Art in Deutschland.

---dreieck Der Turm: Der Turm ist 132 m hoch. 106 Meter über der Elbe befindet sich die Aussichtsplattform. Die Turmuhr ist mit einem Durchmesser von 8 Metern die größte in Deutschland. Der lange Zeiger misst knapp 5 Meter, der kleine 3,6 Meter Länge. Jeder Zeiger wiegt 130 kg. Im Turm befinden sich 6 Glocken und 2 Schlagglocken für die Turmuhr.

Fassade über dem Westportal vom Michel.

---dreieck Erzengel Michael über dem Michel Portal. Der Erzengel Michael gilt als der Besieger Satans und als Seelenwäger am Tag des Jüngsten Gerichts.

Der Erzengel Michael besiegt den Satan. Erzengel-Statue von August Vogel über dem Westportal
Innenansicht der barocken St.-Michaelis-Kirche mit Altar. Der Altar ist 20m hoch und wurde 1910 aus kostbarem Marmor gestaltet.
Auch der Altar ist reich mit Gold verziert. Die Darstellungen der Figuren zeigen an, dass es sich bei der Kirche um eine 'österliche' Kirche handelt.

---dreieck Seit 2010 hat der Hamburger Michel einen neuen Altar (Mitte). Das neue Prachtstück der St.-Michaelis-Kirche ist anderthalb Meter breit, steht auf zwölf Säulen und hat auf der Altarplatte ein eingefasstes Kreuz aus Mooreichenholz. Der 500 Kilo schwere Koloss wurde mit Kränen und Menschenkraft über die Vorstufen in den Altarraum getragen und in dessen Mitte in goldene, schmiedeeiserne Gitter eingepasst. Der Altar aus weißem, italienischen Carrara-Marmor steht acht Meter näher an der Gemeinde als sein älterer, aus dem Jahr 1910 stammender Bruder. Der Altartisch steht während der Abendmahlsfeier den Mittelpunkt der Gemeinde. Der neue Marmortisch ist ein Geschenk der Ingenieurgesellschaft Sellhorn aus der unmittelbaren Nachbarschaft des Michels.

Die 5 Orgeln

  • Die Große Orgel (Steinmeyer-Orgel) auf der Westempore ist von 1962. Sie hat 5 Manuale, Pedal, 86 Register und 6.674 Pfeifen.

  • Das Fernwerk im Dachboden über der Großen Orgel hat 17 Register und 1.222 Pfeifen. Über einen ca. 20 Meter langen Schallkanal werden die Töne zur Deckenrosette in der Mitte der Kirchendecke in 26 Metern Höhe geführt.
    Die Orgel wird vom Zentralspieltisch aus gespielt.
  • Die Konzert-Orgel (Marcussen-Orgel) auf der Nordempore ist von 1912. Sie wurde zweimal renoviert, hat 2 Manuale, Pedal, 42Register und 2.671 Pfeifen.
  • Die Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Orgel auf der Südempore wurde Mitte November 2010 eingebaut.
    Sie ist mit 676 Pfeifen ausgestattet und hat 13 Register auf 2 Manualen und Pedal.
  • Die Kryptaorgel ”Felix Mendelssohn Bartholdy” ist ein romantisches Instrument der Firma Striebel von 1917.
    Sie hat 2 Manuale, 7 Register und 435 Pfeifen.

---dreieck Die Konzert-OrgelNach dem Wiederaufbau des Michel nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das beschädigte Werk mit den damals verfügbaren bescheidenen Mitteln zur provisorischen Hauptorgel umgestaltet. Ein kompliziertes Unterfangen war es entsprechend, bei der Konzertorgel dem Originalzustand von 1914 wieder so nahe wie möglich zu kommen. Durch den Umbau und die stilistisch ungeschickten Erweiterungen in den 1950er Jahren waren technische Bauteile und das Pfeifenwerk entscheidend verändert und in der Orgel verstellt worden. Wie bei einem Puzzle mussten die ursprünglichen Positionen der mehr als 2000 Pfeifen ermittelt werden. Dabei konnte man sich an Vergleichsinstrumenten der Werkstatt Marcussen aus dem frühen 20. Jahrhundert orientieren. Auf diese Weise wurde auch der Spieltisch samt der rein pneumatischen Steuerung rekonstruiert. Fehlende Teile oder Register wurden im Stil der Zeit ergänzt.  Wiedergewonnen wurde so das hochromantische Klangbild dieser Orgel mit seinen orchestralen Farben, dem großen Fundus an differenzierten Flöten- und Streicherstimmen. Charakteristika sind der grundtönige Klang, die dynamische Elastizität sowie die Lebendigkeit der schmetternden Zungenstimmen und der überblasenden Flöten.

---dreieck Die Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Orgel wurde 2010 von der Firma Freiburger Orgelbau Hartwig und Tilmann Späth OHG gebaut. Sie hat 13 Register, 676 Pfeifen, zwei Manuale und Pedal. Eine Besonderheit ist das Effekt-Register "Nachtigall".

Das kleine Instrument auf der Südempore ist ein ergänzender Bestandteil des Ensembles der Orgeln im Michel. Vis-à-vis der Konzertorgel ist es schon architektonisch deren Pendant. Jedoch sind ihre Gehäusekonturen gestreckt und in eine grazile, zeitunabhängige Formensprache übertragen. Sie greift einerseits die Rundelemente der Raumschale auf und verkörpert andererseits ein Musikinstrument unserer Tage. Damit ist auch ihre musikalische Aufgabe umrissen: Solo- und Begleitinstrument für kammermusikalisch angelegte ältere Werke ohne eine reine Stilkopie zu sein. Ein kleiner Fundus authentischer Register wird über eine hoch sensible Mechanik angespielt. Die Temperierung (Einteilung der Tonschritte) ist ebenfalls für dieses Repertoire eingerichtet. Gewidmet ist diese Orgel Carl Philipp Emanuel Bach, der in Hamburg wirkte und dessen Grabmal in der Krypta des Michel zu sehen ist.

Barocke Kanzel mit dem Erzengel Michael über der Schalldecke
Als geschwungener Kelch aus Mamor gestaltet, wurde die Kanzel 1910 wieder erschaffen. Der große Schalldeckel wird von dem Verkündigungsengel bekrönt.
Marmorsockel der Kanzel

---dreieck Die Große Orgel auf der Westempore ist ein Neubau der weltweit bekannten Werkstätte G. F. Steinmeyer & Co. (Oettingen in Bayern) von 1962. Sie hat fünf Manuale, Pedal, 86 Register und 6.697 Pfeifen. Zu ihren Besonderheiten zählen der Zimbelstern und die 2015 eingebauten Röhrenglocken. Ausgehend vom Orgeltypus Johann Gottfried Hildebrandts (1768) entwarf Steinmeyer eine Großorgel, die für ein stilistisch breit angelegtes Orgelrepertoire einsetzbar ist. Der Prospekt strebt wie bei den Vorgängerorgeln zur zentralen Mittelachse hin, flankiert von gestuften und geschwungenen Seitenfeldern, die das Zentrum gleich einem Kleid umhüllen und fügt sich so homogen in den lichten barocken Raum von Johann Leonhard Prey und Ernst Georg Sonnin ein. Das Instrument wurde im Rahmen der Arbeiten 2009–2010 technisch komplett überholt. Die Spieltraktur (die Verbindung von den Tasten zu den einzelnen Tonventilen) wurde weitgehend neu gebaut. Bauteile aus Aluminium und Kunststoff wurden durch seit Jahrhunderten bewährte Systeme, überwiegend in Hartholz, ersetzt, so dass die zum Teil extrem langen Wege leichter überwunden werden können. Nahezu unangetastet blieb der klangliche Aufbau dieser Orgel, die so genannte Disposition: Sie ist in sich logisch und bietet eine überaus große, mittlerweile selten gewordene Auswahl an Prinzipalen, Mixturen, Flöten und Zungenregistern. Auch die Qualität des Pfeifenwerks und die Intonation (die Feineinstellung der einzelnen Pfeifen) zeigten ein hohes Niveau. Durch die stabilisierte Windversorgung und eine sorgfältige Nachintonation konnte etwas heute nicht Selbstverständliches erreicht werden: Die klangliche Intention von 1962 blieb komplett erhalten, kommt nun aber erst richtig in ihrer Schönheit und Differenziertheit zur Entfaltung. Trotz der beachtlichen Größe strahlt das Instrument noble Eleganz und Wärme aus. 2015 wurde an der Rückwand der Orgel durch die Orgelbauwerkstatt Johannes Klais (Bonn) ein Glockenspiel eingebaut. Es arbeitet mit 25 Röhrenglocken (Klangstäben von d0 bis d2) und kann elektrisch vom Zentralspieltisch aus gespielt werden.

Überall zieren Goldornamente das Weiß der Kirche.

DIE GESCHICHTE DER KIRCHE . . .

 

...begann um 1600. Wegen der vielen Toten, die von der Pest hinweg gerafft wurden, hatte man außerhalb der Stadt, wo heute die kleine St. Michaeliskirche steht, einen Begräbnisplatz angelegt. Er erhielt im Jahre 1600 eine Kapelle, die schon bald zu einer kleinen Kirche erweitert wurde. Immer mehr Menschen siedelten sich vor der Stadt an. Rechtzeitig vor Beginn des dreißigjährigen Krieges bezog die Stadt das neue Siedlungsgebiet, die Neustadt, in ihr Befestigungssystem ein. Die neuen Befestigungs-Anlagen kosteten die Stadt zehn Jahre lang 25 v.H. ihrer Einnahmen Sie machten sie aber in den Wirren des Krieges zu einer Oase des Friedens, in der viele Menschen Schutz suchten und fanden. Von 1625 - 1646 stieg so die Zahl der Bewohner in der Neustadt von 8.000 auf 20.000. Die Kirche wurde daher schon bald zu klein, so dass bei gutem Wetter die Fenster geöffnet wurden, damit die vielen Menschen, die nicht mehr mit hinein konnten, die Predigt draußen auf dem Kirchhof hören konnten.

 

Im Juli 1647 fassten Rat und Bürger schaft den Beschluss, etwa 200 Meter westlich, wo die heutige große St. Michaeliskirche steht, eine neue große Kirche zu bauen. Unter Leitung des Baumeisters Christoph Corbinus und später des Baumeisters Peter Marquard wurde der Kirchenbau mit einigen Unterbrechungen nach 12 Jahren vollendet und am 14. März 1661 eingeweiht. Der Turm wurde jedoch erst 1669 fertiggestellt. Im Jahre 1685 wird St. Michaelis neben den vier Hauptkirchen St. Petri, St. Jacobi, St. Nikolai und St. Katharinen die fünfte Hauptkirche in Hamburg.

 

Am 10.März 1750 zog sich, wie es heißt "zur ungewöhnlichen Jahreszeit eine Gewitterwolke zusammen. Es geschahe plötzlich, ohngefehr des Mittags gegen elf Uhr, ein erschrecklicher Blitz, und der traf gleich auf einmal den unteren Teil der Turmspitze..." Die Kirche brannte bis auf die Grundmauern nieder. Kurz vor dem Unglück war die kleine St. Michaeliskirche wegen Baufälligkeit abgebrochen worden, so dass die Gemeinde nun überhaupt kein Gotteshaus mehr besaß. Mit Hilfe einer Spende des Senators Joachim Caspar Voigt, der jedoch bis zu seinem Tode als solcher unbekannt blieb, konnte die kleine St. Michaeliskirche bald wieder aufgebaut und am 14. Juni 1757 eingeweiht werden.

 

Schon am 29.Juni 1751 wurde der Grundstein für den Wiederaufbau der großen St. Michaeliskirche gelegt. Johann Leonhard Prey, Erbauer der Kirche in St. Georg und Ernst Georg Sonnin, ein damals noch unbekannter Mann, wurden mit dem Neubau beauftragt. Uneinigkeit zwischen den Baumeistern hemmte jedoch den Baufortschritt. Erst mit dem Tod von Prey am 1.Dezember 1757, kurz vor Vollendung des Dachstuhls, fanden die Streitigkeiten ihr Ende. Sonnin wurde nun alleiniger Baumeister der Kirche, die am 19.Oktober 1762 eingeweiht werden konnte.

 

Der Turm war bei der Kirchweih nur bis zur Höhe des Kirchendaches ausgeführt. Erst nachdem das Kirchen-Kollegium 1776 beim Senat vorgebracht hatte, dass die Fremden behaupteten, Hamburg müsse es sehr schlecht gehen, weil der Kirche immer noch der Turm fehle, entschloss man sich, nun auch den Turm zu bauen und ernannte Sonnin zum Turmbaumeister. Sonnin errichtete den Turm, wie wir ihn kennen und der zum Wahrzeichen Hamburgs wurde, ganz ohne Gerüst. Am 31.Oktober 1786, 24 Jahre nach der Kirchweih, konnte auch der Turm eingeweiht werden. Als die Franzosen Hamburg besetzten und in das Kaiserreich Frankreich eingliederten, musste die kleine St. Michaeliskirche ab 1807 zeitweise und mit Wirkung vom 13. März 1811 ganz den französischen Truppen für katholische Messen zur Verfügung gestellt werden. Der großen Kirche blieb das Los der anderen Hauptkirchen, in Pferdeställe verwandelt zu werden, erspart, weil zwölf Gemeindemitglieder freiwillig die verlangten Stellplätze für 300 Pferde selbst zur Verfügung stellten oder anderweitig besorgten. 1824 erwarb die Stadt die kleine St. Michaeliskirche und machte sie der Katholischen Kirche zum Geschenk. Die Kirche wurde 1943 durch Bomben zerstört und durch einen Neubau ersetzt Sie ist St. Ansgar geweiht, wird im Volksmund aber immer noch "Kleiner Michel" genannt. Am 3.Juli 1906, einem herrlichen Sommertag, waren Arbeiter damit beschäftigt, an der Südseite des Turms einige Kupferplatten zu erneuern. Dabei benutzten sie eine Benzinlötlampe. Unbemerkt entwickelte sich ein Schwelbrand. Ein Uhrmacher, der an der Turmuhr arbeitete, bemerkte Brandgeruch und verständigte den Turmwächter Beurle, der als Bediensteter der Feuerwehr in seiner Wachstube Dienst tat und sofort über einen Morseapparat Feueralarm gab. Es war aber bereits zu spät. Turm und Kirche wurden völlig vernichtet. Beurle kam in den Flammen um.

 

Bereits am nächsten Tag beschloss die Bürgerschaft den Wiederaufbau der Kirche. Nach alten Plänen erstand die Kirche wieder fast genau in ihrer alten Gestalt. Turm und Dachstuhl waren jetzt aber nicht mehr aus Holz, sondern aus Stahl und Beton. Am 19.Oktober 1912 konnte sie wieder eingeweiht werden. Im Jahre 1943 wurde die Umgebung der Kirche fast völlig zerstört. Die Kirche blieb weitgehend verschont bis erstmals im Juni 1944 größere Bombenschäden auftraten.. Am schwersten wurde die Kirche aber kurz vor Kriegsende im März 1945 getroffen. Dabei wurden das Dach und der Innenraum der Kirche stark beschädigt. Nach Beseitigung der Schäden konnte die Kirche am 19.Oktober 1952 endlich wieder eingeweiht werden. Ende der 70 er Jahre stellte man schwere Schäden am Turm fest. Ein aus Hamburg stammender Kaufmann spendete die von Fachleuten geschätzte Summe von 4 Millionen Mark für die Reparaturarbeiten. Nachdem man aber im November 1983 an der Turmspitze mit den Arbeiten begonnen hatte, stellte man fest, dass die Schäden viel größer waren, als man geglaubt hatte. Die hinter der Kupferaußenhaut ohne Zwischenraum direkt auf dem Stahlgerüst angebrachte Bimsbetonverkleidung hatte jahrzehntelang Wasser aufgenommen, dies an den Stahl abgegeben und so erhebliche Rostschäden verursacht. Jetzt wurde der Bimsbeton durch Rubinholz ersetzt und vor allem zwischen diesem und dem Stahlgerüst ein Zwischenraum gelassen, der für ständige Belüftung sorgt und auch die Pflege des Stahls ermöglicht. Die Kosten stiegen dadurch jedoch auf 26,5 Millionen Mark. Mehr als 11 Millionen Mark brachten die Hamburger in vielen Einzelaktionen durch Spenden auf. Dafür sind wir sehr dankbar.

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