Hafen City

Blick über den Hamburger Binnenhafen zum Hochbahnviadukt am Steinhöft - rechts der Kirchturm der Hamburger St. Michaeliskirche. Barkassen und Arbeitsboote liegen im Hafenbecken

Der Binnenhafen in Hamburg ist der älteste Teil im Hamburger Hafen, der noch als Hafenanlage genutzt wird. Er liegt vor der Nikolaifleetmündung und wird im Westen durch die Niederbaumbrücke vom Niederhafen getrennt. Ausgebaut wurde der Binnenhafen im 16. Jahrhundert mit einer vorgelagerten Reede, als der Hauptumschlag noch im innerstädtischen Nikolaifleet stattfand. Mit Bau der Hamburger Wallanlagen am Anfang des 17. Jahrhunderts bezog man den Hafen mit Schaffung des Baumwalls in die Stadt ein. Durch die Ausweitung des Warenverkehrs und dem damit einhergehenden Anwachsen der Schiffsgrößen gewann dieser vorgelagerte Hafenteil zunehmend an Bedeutung, musste jedoch zur Wende zum 18. Jahrhundert um den Niederhafen in die Elbe hinein erweitert werden.  

Blick über den Binnenhafen auf das Slomanhaus

Das Slomanhaus ist ein Kontorhaus, das die Reederei Robert Miles Sloman von 1908 bis 1910 nach Plänen des Architekten Martin Haller errichten ließ. 1921/1922 wurde es nach Plänen von Fritz Höger erweitert und verändert. Es war seinerzeit der größte Kontorhaus-Komplex am Hafenrand. Bis 2003 wurde das Slomanhaus saniert und wird heute als Bürokomplex mit 11.000 Quadratmetern Bürofläche genutzt. Im Slomanhaus hatte bis September 2008 der marebuchverlag, ein Tochterunternehmen des Dreiviertel Verlags, der die Zeitschrift „Mare“ herausgibt, seinen Sitz. Der Paternoster von 1921 im Treppenhaus Steinhöft ist einer der wenigen historischen Aufzüge, die noch in Betrieb sind. Er ist der älteste noch funktionierende Aufzug dieser Art weltweit. Das Slomanhaus gehört zu einer Reihe von Kontorhäusern in der Gegend und hat Eingänge am Baumwall und Steinhöft. Es liegt gegenüber der Kehrwiederspitze der Speicherstadt. 2000 wurde das Slomanhaus unter Denkmalschutz gestellt.

Kehrwiedersteg: Der Kehrwiedersteg ist über dem Zollkanal als Schrägseilbrücke und über das Kehrwiederfleet als Bogenbrücke ausgebildet. Der Steg führt um die Ecke eines Gebäudes herum und hat mehrere Abgänge.

Der Sandtorhafen war bei seiner Eröffnung in den 1860er Jahren das erste künstlich geschaffene Hafenbecken Hamburgs. Lange Zeit herrschte hier ein geschäftiges Treiben. Als aber der Containertransport immer mehr den Stückgutverkehr ersetzte, verlor der Hafen seine Bedeutung. Nach Jahren der Stilllegung wurde der Sandtorhafen 2008 als Traditionsschiffhafen wiedereröffnet.  Die Pontonanlage ist von den Magellan-Terrassen aus über eine hístorische Brücke zu erreichen.

Die alten Schiffe sind von der Promenade aus sichtbar und auf einem 380 Meter langen schwimmenden Ponton (Bildmitte) können die anliegenden Schiffen noch näher begutachtet werden. Insgesamt gibt es Liegeplätze für 25 Boote. Flankiert wird das Becken durch drei restaurierte Hafenkräne. In dem Pavillion etwa in der Mitte der Pontonanlage befindet sich das Hafenmeisterbüro. Die ehrenamtlich arbeitenden Hafenmeister organisieren den Betrieb im Traditionsschiffhafen, darunter fällt beispielsweise die Betreuung der Schiffe und die Unterstützung bei Großveranstaltungen wie dem Hafengeburtstag. 

Blick über den Traditionsschiffhafen in Richtung Elbphilharmonie

Im Hintergrund links der eingerüstete Turm von St. Nikolai: Die ehemalige Hauptkirche St. Nikolai ist eine der ältesten Kirchen Hamburgs. 1842 beim großen Hamburger Brand zerstört, wurde sie auf Initiative der Hamburger Bürger als neogotischer Prachtbau wieder aufgebaut und war mit einer Höhe von 147 Metern zeitweise das höchste Gebäude der Welt. Während der alliierten Luftangriffe auf Hamburg im Zweiten Weltkrieg diente der Kirchturm den Piloten als Orientierungspunkt. Bei den Angriffen wurde die Kirche zerstört und brannte aus, der Turm aber blieb erhalten. Heute erinnert die Ruine an die Opfer von Krieg und Verfolgung. Der nahezu unversehrte Turm ist der höchste Kirchturm der Stadt. Mit einem gläsernen Fahrstuhl gelangen Besucher zur Aussichtsplattform in 76 m Höhe. Von dort bietet sich ein imposanter Blick auf den Hafen und die Hamburger Innenstadt. Eines der größten Glockenspiele Deutschlands wurde 1993 in den Turm von St. Nikolai eingebaut; es erklingt bei Live-Konzerten und zum Quartals- und Stundenschlag. Das Museum in den Kellergewölben der zerstörten Kirche informiert in einer Dauerausstellung über die historischen Zusammenhänge.

Der Binnenhafen in Hamburg ist der älteste Teil im Hamburger Hafen, der noch als Hafenanlage genutzt wird. Er liegt vor der Nikolaifleetmündung und wird im Westen durch die Niederbaumbrücke vom Niederhafen getrennt. Ausgebaut wurde der Binnenhafen im 16. Jahrhundert mit einer vorgelagerten Reede, als der Hauptumschlag noch im innerstädtischen Nikolaifleet stattfand. Mit Bau der Hamburger Wallanlagen am Anfang des 17. Jahrhunderts bezog man den Hafen mit Schaffung des Baumwalls in die Stadt ein. Durch die Ausweitung des Warenverkehrs und dem damit einhergehenden Anwachsen der Schiffsgrößen gewann dieser vorgelagerte Hafenteil zunehmend an Bedeutung, musste jedoch zur Wende zum 18. Jahrhundert um den Niederhafen in die Elbe hinein erweitert werden.  

Die Kornhausbrücke wurde im 17. Jahrhundert gebaut. Sie führt direkt über den Zollkanal auf die Brookinsel. Hier befand sich von 1661 bis 1871 der städtische Kornspeicher. Als im 19. Jahrhundert der Zollkanal verbreitert wurde, entstand die heutige Brücke. Man schrieb das Jahr 1887. Seither ruhen die schmiedeeisernen Träger auf vier Granitpfeilern. Die vier Auflagepfeiler des Sichelträgerüberbaus wurden 1903 mit Skulpturen von Magellan und Cook auf der Brookinselseite sowie Christoph Columbus und Vasco da Gama auf der Stadtseite geschmückt. Sie wurden von den Künstlern Hermann Hosaeus und Carl Börner gestaltet. Die Skulpturen auf der Brookinselseite wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Weltkulturerbe Fleetschlösschen

Es befindet sich an der Kreuzung Brooktorkai/St.-Annen-Brücke, steht unter Denkmalschutz und zählt seit Juli 2015 zum Weltkulturerbe Speicherstadt. In der Denkmalliste Hamburg wird das Haus als Toilettengebäude geführt. Bis 1869 stand auf dem Platz des heutigen Fleetschlösschens die im Jahre 1566 errichtete St.-Annen-Kapelle, die als Begräbniskapelle für den St. Annen-Friedhof gebaut worden war.

Das heutige Fleetschlösschen wurde Ende des 19. Jahrhunderts als zweites Gebäude des Speicherstadtkomplexes in neugotischer Bauweise direkt am Fleet erbaut. Es verfügt über einen direkten Wasserzugang; drei Säulen bilden die Basis des Gebäudes.

In der Folgezeit diente es dem Zoll als Dienstgebäude, um die Schuten zu kontrollieren und die Waren zu registrieren, die aus den Großseglern zu den Speicherböden der Kaufleute transportiert wurden. Das Gebiet gehörte damals zum Freihafen und damit zum Zollgebiet.

Als der Großteil des Hafens auf die südliche Elbseite verlagert wurde, konnte das Haus eine neue Nutzung erhalten - es wurde als kleine Brandwache genutzt. Später diente das Gebäude erst als Toilettenhäuschen, dann als Kaffeeklappe für die Hafenarbeiter. Als ersten prominenten Besucher verzeichnen wir Kaiser Wilhelm II, welcher im Jahre 1888 nach der feierlichen Einweihung der Speicherstadt die Wassertreppen des Fleetschlösschen nutzte, um von hier zum Baumwall per Barkasse zu fahren. 2004 wurde der Lagerhauskomplex „Speicherstadt“ durch die Verlegung der Freihafengrenze zollrechtliches Inland und somit eine zivile Nutzung des Gebäudes möglich. Seit demselben Jahr wird das Gebäude als „Fleetschlösschen“ gastronomisch genutzt. Das Gebäude wurde im Jahre 2017 außen und innen aufwendig restauriert und modernisiert und Anfang 2018 als Filiale der Daniel Wischer GmbH & Co. KG wiedereröffnet.

3 Säulen bilden die Basis des Gebäudes.
Die hellen Steine in der Fassade zeugen von Ausbesserungen nach Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg, dem die St.-Annen-Brücke und zahlreiche Speicher zum Opfer fielen.
3 Säulen - oft unter Wasser bei Flut - bilden die Basis des Gebäudes.

Neuerwegsbrücke über dem St. Annenfleet, links das erste Verwaltungsgebäude der damaligen Hafenbehörde (HFLG-Verwaltungshaus)

Speicherstadt Sandtorkai
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