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Grotte de Han

Das kleine Dorf Han-sur-Lesse in den Ardennen liegt nur eine Autostunde von Brüssel entfernt und birgt eine der bekanntesten Grotten unseres Kontinents: die Grotte von Han.

 

Vor mehr als 100.000 Jahren verließ der Fluss Lesse, der an den Grenzen der Ardennen verläuft, sein natürliches Flusstal, um in das Kalkmassiv von Boine einzudringen. Nachdem die Lesse das Massiv teilweise durchquert hat, tritt sie 2 Kilometer weiter wieder aus. Beim Durchqueren des Massivs hat die Lesse zur Bildung eines außergewöhnlichen Gängesystems mit unterirdischen Grotten geführt, den Grotten von Han. Sie ist einzigartig durch die Schönheit der Tropfsteingebilde (auch Sinter genannt) und die immensen Säle, die durch die Lesse geformt wurden.

Einsteigen bitte, die Straßenbahn fährt pünktlich ab! Vor dem Besuch der Höhle steigt man in die hundertjährige Straßenbahn, um die Strecke von fast 4 Kilometer zur Grotte zurückzulegen. Die Führung durch die Grotte erstreckt sich über knapp 3 Kilometer, 400 Treppenstufen und dauert ungefähr 2 Stunden.

Das Restaurant "Le Pavillon", das sich am Ausgang der Grotte befindet, bietet eine sehr abwechslungsreiche Karte und setzt auf lokale Produkte. Für Genießer: Das Pavillon verfügt über eine große Terrasse am Ufer der Lesse, und das hiesige Bier Blonde de Han lässt sich dort sehr gut genießen!

Die Höhle von Han-sur-Lesse (franz. Grotte de Han) ist eine der bekanntesten Schauhöhlen Europas. Sie liegt in Han-sur-Lesse, der zur Gemeinde Rochefort, ca. 60 km östlich von Brüssel, am Fluss Lesse in den Ardennen (Provinz Namur, Belgien) gehört. Besonders interessant sind die schlanken Tropfsteinsäulen in ihrem Mittelteil, deren Vielzahl nur von wenigen Tropfsteinhöhlen übertroffen wird.

Im eiszeitlichen Europa floss die Lesse vorerst noch um das Massiv von Boine herum, wobei sie ein heute noch geomorphologisch sichtbares Trockental mit zahlreichen Mäandern formte. Irgendwann verschwand der Fluss in einem Loch, dem Gouffre von Belvaux (benannt nach einem Nachbarort von Han-sur-Lesse), und trat erst wieder auf der anderen Bergseite zu Tage. Er durchfloss fortan jene Höhle, die heute die Attraktion in der Region ist.

Pierre Lambert de Saumery, ein Romancier, der auch als Hochstapler und Heiratsschwindler bekannt wurde, stellte im Jahre 1743 fest, dass die Lesse 24 Stunden brauchte, um das Massiv von Boine zu durchfließen. Die erste Bootsbefahrung des hinteren Höhlenteils soll 1771 stattgefunden haben. Nachdem man zwischen 1814 und 1817 die großen Höhlenräume entdeckt hatte, wurde im Jahr 1822 der erste Höhlenplan gezeichnet. Ab 1857 wurde die Höhle für den Tourismus erschlossen. Ab 1912 kamen bereits 80.000 Besucher pro Jahr. Die Schriftstellerin George Sand besuchte die Höhle und ließ die Episode eines Romans in der Höhle spielen.

Zum Höhleneingang wird man auch heute noch mitten aus dem Ort mit der schmalspurigen Straßenbahn gebracht. Von dort aus geht es zwei Kilometer durch den Berg. Über Treppen und enge, erst gegen die Mitte der Höhle breiter werdenden Gänge, gelangt man in einige domartige Hallen. Die Salle du Dôme ist der größte natürliche Hohlraum Belgiens. Er ist 62 m hoch, 86 m breit und 149 m lang. Erst gegen Ende der Höhle wird man des Auftauchens der Lesse gewahr, die neben dem Weg in kurzen Gefällepassagen dem riesigen Höhlenportal auf der Ausgangsseite zustrebt.

In den 70er Jahren gab es noch ein Höhlenrestaurant, in dem man sich mit Speisen und Getränken versorgen konnte. Heute kann man auf Bänken Platz nehmen und eine Son-et-lumière-Show erleben. Beibehalten hat man das Abfeuern einer Marien-Kanone, deren Schall sich an den Wänden als Echo bricht, während man über einen Steg den Höhlenausgang verlässt.

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