Flammenwerfer schwärzt  "Iroko"-Säule

Karl Manfred Rennertz im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern

 

Holz ist das bevorzugte Material seiner künstlerischen Arbeit. Baumstämme und Holzblöcke bearbeitet Rennertz mit der Kettensäge und formt sie mit groben Schnitten zu feingliedrigen Skulpturen. Seine aus dem Material gelösten, oft überlebensgroßen Figuren sind farbig gefasst oder mit Feuer geschwärzt. Auf im Dortmunder Standort des LWL-Industrie-Museums hat Rennertz 2007 die "Iroko"-Säule aus Baden-Baden in einer abendlichen Aktion mit einem Flammenwerfer geschwärzt. Die Gestaltung der Ausstellung folgte einem offenen Konzept, das je zur Hälfte die monumentalen Werke der letzten vier Jahre und die neu auf Zollern entstehenden Arbeiten vereinte.

Seine Werke erschafft Rennertz in direkter Auseinandersetzung mit dem Material und den Orten, an denen sie entstehen. Ihre Geschichte und Atmosphäre fließen in den Werkprozess ein. So bewegen sich die Arbeiten, die an den Standorten des LWL-Industriemuseums entstehen, im Spannungsfeld zwischen Natur und Technik, Mensch und Industrie, Skulptur und Industriedenkmal.

Professor Karl Manfred Rennertz, 1952 in Langerwehe bei Aachen geboren, studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie und war unter anderem Stipendiat der Villa Massimo in Rom. Seit über 30 Jahren arbeitet er national und international als freier Bildhauer.

Die geschwärzte "Iroko"-Säule wurde an prominenter Stelle im Ehrenhof der Zeche installiert.